Leitungsverlegung im Altbau mit Heraklith-Innenwänden?

Diskutiere Leitungsverlegung im Altbau mit Heraklith-Innenwänden? im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, ich habe einen Altbau von 1953, dessen Dachgeschoß innen zum Großteil mit Heraklithplatten ausgebaut/verkleidet ist; also die meisten...

  1. #1 k-omega, 03.04.2007
    k-omega

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    Hallo,
    ich habe einen Altbau von 1953, dessen Dachgeschoß innen zum Großteil mit Heraklithplatten ausgebaut/verkleidet ist; also die meisten Innenwände bestehen aus Balken mit Sparschalung und sind verkleidet mit Heraklith, darauf eine Putzschicht; und einige aus schmalen (6 cm?) grobporigen Beton-Leichtbausteinen (Struktur wie Puffreis). Die Außenwände sind Fachwerk und von innen ebenso mit Heraklith belegt, sie verbergen sich hinter einem unzugänglichen Kniestock, bzw. sind im Gaubenbereich mit Schiefer verkleidet.
    Die jetzige Installation sind Stegleitungen (die alten mit immer noch weich-elastischer Außenumhüllung !) in den Aderfarben schwarz,weiß und rot, auf dem kürzesten Weg kreuz und quer verlegt, direkt auf das Heraklith genagelt und an den Stoßstellen der Heraklithplatten noch zusätzlich mit scharfkantigem Alu-Lochblech in innigem Kontakt. Zudem wird rot nicht nur als Erde, sondern auch für andere Funktionen verwendet, und der Schutzleiter ist auch schon mal die weiße Ader... schon aus diesem Grund möchte ich die Installation erneuern, jedoch ist die Frage, mit welchen Leitungen bzw. wie verlegen ?
    Die Putzschicht ist stellenweise nur 1 cm stark, in die Heraklithplatten schlitzen macht diese sehr weich und instabil, in die Hohlräume komm ich nicht hinein... also die Stegleitungen waren für so eine Anwendung schon ideal, aber sind in dieser Umgebung nicht statthaft.
    Wäre eine Kabelverlegung im Fußbodenbereich denkbar, also hinter einer Sockelleiste, wie sie auch für Heizungsrohre Verwendung findet?
    Welche Schalterdosen kann man verwenden, und wie befestigt man diese in den nicht sehr stabilen Heraklithplatten?
    Mein Ziel ist, so wenig wie möglich in diese Substanz einzugreifen... wird sonst sehr schnell eine große Baustelle (vereinzelt haben wir ungeeignete Wände schon durch Gipskarton mit Ständerwerk ersetzt, da macht eine passende Verlegung kein Kopfzerbrechen). Aber nur wegen der Elektrik will ich nicht weitere Wände ersetzen...
    Ich hoffe, ich hab mein Problem ausreichend gut umrissen, vielleicht hat jemand ne Idee,
    vielen Dank schonmal,
    Grüße
    Michael
     
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  3. #2 techniker28, 03.04.2007
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    hi

    also verwenden wirst du NYM. Klar kannst du mit Sockelleisten Arbeiten, esgibt auch Eckkanäle usw. Aber sonderlich hübsch ist es halt nicht. Dies 6cm Wand kannst du schon an etwas schlitzen. Du darfst es aber nicht übertreiben.


    gruß,
    techniker28
     
  4. -Mac-

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    du kannst dir ne Mauernutfräse besorgen und die Heraklitwand damit anschlitzen und dann einfach auskratzen. wenn du über den schlitz dann noch diese putzgitter ( mir fällt der name nicht ein :> ) verspachtelst, hast du wieder ne ziemlich stabile wand. Kanal ist natürlich auch ne Idee, aber je nach Grösse wird das evtl. deinen Etat sprengen :D
     
  5. #4 Heimwerker, 03.04.2007
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    @Mac: Gipspflaster ?
     
  6. #5 Schweizer, 03.04.2007
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    Nein Streckmetall!
     
  7. Marcel

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    Ich dneke auch, wenn Du die 2cm tief einshclitzt und aussen noch 1cm Putz drauf ist, dann bist du ja eigentlich nur 1 cm tief im eigentlichen Material drin. Das sollte die Wand also nicht sonderlich instabil werden lassen.
    Und die Schlitzfräse kannste ja auch ne feste Tiefe einstellen. Aber bei den Butter wänden kannste warscheinlich auch mit einer Handschlitzfräse arbeiten als wenn die Wand Butter wäre. Zumindest bei Deinen beschriebenen Wänden...
     
  8. #7 Heimwerker, 04.04.2007
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    Und wie bekommt man die Dosen da fest? :shock:
     
  9. Marcel

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    Ich würde die von Kaiser mit den Flügel versuchen. Modell 1055-62
     
  10. #9 k-omega, 05.04.2007
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    Hallo an alle,
    erstmal vielen Dank für die Anregungen ! Natürlich soll NYM verwendet werden, und ich denke, ich kann wohl das vorsichtige Schlitzen versuchen. Außer in den Bereichen, wo mein Elektriker viele Kabel zusammen verlegen möchte (nebeneinander), da sollte ich wohl die Kanallösung anstreben.
    Die Kaiserdosen werd ich mir mal anschauen.
    Kann ich eigentlich auch die schon vorhandenen Schalterdosen benutzen (nach Entfernen der alten Kabel), oder bestehen zwingende Vorschriften über die Einbauhöhe? Die alten sitzen zwar etwas höher als heutzutage, aber das Haus darf durchaus seinen Stil bewahren, und dann ist das halt so (also mich würde es nicht stören, im Gegenteil).
    Und: Soll ich Abzweigdosen verwenden, oder eher meiden und in den Schalterdosen klemmen ?(dafür würden die Kabel mehr, vermute ich?).
    Schon wieder viele Fragen...
    vielen Dank, und schöne Feiertage
    Michael
     
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  12. #10 Heimwerker, 06.04.2007
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    Hallo,

    Sofern die vorhandenen Dosen aus Isolierstoff sind, dürfte nichts dagegen sprechen. Die Höhe ist deine Sache, ob Standardmaße wie 30 cm und 40 cm verwendet werden oder du die höher setzt ist halt Geschmackssache.

    Besser in Schalterdosen, dann allerdings zwingend in tiefen Schalterdosen verdrahten. Ja, das kann mehr Leitungen kosten, ist aber schneller gemacht und leichter zugänglich. Du müsstest hinterher nicht die Tapete abreißen, wenn du an die Verdrahtung wolltest.
     
  13. #11 k-omega, 15.04.2007
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    Hallo,
    hab nun etwas heraklith gebröselt, gemessen und probiert: Bei meinem Heraklith ist es schecht, die Oberfläche zu verletzen, weil es nur an der Oberfläche hart ist, weiter innendrin wird es weich und instabil; d.h. die so angeschlitzte Platte wird weich und wabbelig! Also, genaugenommen hab ich nur die Putzdicke zum Leitungverlegen.
    Tiefe Schalterdosen gehen an vielen Stellen nicht, weil hinter dem Heraklith oft Balken sind. Muß ich Hohlwanddosen nehmen, oder sind die obengenannten Kaiser mit Ohren hohlwandtauglich (sofern meine Wände als Hohlwände zählen ?), die gefallen mir, weil die ideal zu verbauen wären !
    Die Idee, Kabel zu entfernter liegenden Zimmern in Sockelleistenkanälen (wie auch für Heizungsrohre) zu legen, besteht immer noch, weil es so am ehesten geeignet erscheint.
    Wie ihr seht, bin ich noch nicht wirklich weiter...
    Grüße
    Michael
     
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