Lösung für einen Roller, der bei Einschalten/Bewegung/Fahrt einen Stromkreis schließt

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Nina_Sonnenschein

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  • Lösung für einen Roller, der bei Einschalten/Bewegung/Fahrt einen Stromkreis schließt
  • #1
Hallo,

ich zerbreche mir seit längerem den Kopf über ein Problem und habe auch schon einiges versucht. Jetzt wollte ich mal nachfragen, ob jemand evtl. eine bessere Idee hat als ich...

Folgender Plan: Ich habe einen E-Scooter, in den ich gerne eine USB-Buchse einbauen möchte. Diese soll nur funktionieren, wenn der Roller eingeschaltet/bewegt/gefahren wird. Der Roller hat einen 54,6 V Akku (13s). Ich habe mir diesbezüglich bereits ein Step-Down Modul von 60V auf USB (Quick Charge 3.0, 36 W) gekauft.

Das Problem ist, dass ich nirgendwo am Controller, Steuergerät oder den Leitungen Spannung abgreifen kann, ohne merkwürdige Nebeneffekte zu erzeugen. Beispiel: Als ich das Step-Down Modul (parallel) an die Leitung geklemmt habe, an der das Rücklicht hängt, gab es Probleme mit der angezeigten Geschwindigkeit auf dem Tacho. Und die Leitung war definitiv die zum Rücklicht: Schaltet man das aus, führt sie keinen Strom mehr.

Daher wollte ich (mit Sicherung) direkt an den Akku gehen. Nun möchte ich aber nicht, dass das Step-Down Modul die ganze Zeit Strom bekommt. Einen manuellen Schalter möchte ich aber nicht, das ganze soll sich bei Einschalten/Bewegung/Fahrt automatisch einschalten. Und auch wichtig: Der Schalter soll im ausgeschalteten Zustand keinen Strom verbrauchen.

Ich hatte jetzt 3 Ideen:

1) Ich probiere es nochmal wie bereits oben geschrieben, nur in Serie geschaltet. Könnte das einen Unterschied machen? Was wäre zu bevorzugen, seriell oder parallel?

2) Ich baue irgendwo ein Relais dazwischen, z.B. wieder an der Versorgung zum Rücklicht, das dann den Kontakt vom Akku zum Step-Down Modul öffnet. Ich befürchte nur, dass es hier ebenfalls seltsame Effekte geben könnte, da das Relais ja auch Strom etwas Strom verbraucht

3) Meine liebste Idee wäre daher, dass ich einen Quecksilber-Neigungsschalter einbaue, der nur schließt, wenn der Roller "aufrecht" steht. Also nicht, wenn er auf dem Ständer steht. Ich sehe da jedoch 2 Probleme:
3a) Der Schalter würde während der Fahrt ständig springen, und dementsprechend das Step-Down Modul ständig an- und ausschalten
3b) Ich weiß nicht, ob der Neigungsschalter eine Leistung von ~ 36 W schalten kann
Daher dachte ich, dass der Neigungsschalter ein Relais schaltet, was mit einer Ausschaltverzögerung (optimal wären 10 Minuten) arbeitet. Jedes Mal, wenn die Quecksilberperle den Kontakt wieder schließt, sollte diese Zeit von vorne anfangen.

Bis jetzt habe ich dazu "Monoflop", "Retriggerbares Monoflop" und "Zeitrelais" gefunden, kenne mich aber damit nicht gut aus. Denke ich in die richtige Richtung? Oder ist das alles totaler Quatsch? Gibt es etwas, was viel besser geeignet wäre?

Eventuell hat hier irgendwer eine Idee oder Feedback? Ich freue mich über euren Input!

Vielen Dank und liebe Grüße
Nina
 
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  • #2
Suche Dir den Schaltplan des Rollers und entsprechend daraus den Punkt an dem "Zündplus" abgegriffen werden kann.
Natürlich geht das nicht an irgendeinem Licht da die heute mehr sind als einfach nur ein Lämpchen was mit Spannung an leuchtet.
 
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  • #3
Hallo @Octavian1977 ,

danke, das wäre natürlich der eleganteste Weg. Aber der Schaltplan ist leider nicht zu finden, das habe ich bereits versucht. Gibt es eine andere Möglichkeit, das Zündplus zu finden?

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #4
Alles aus einandernehmen und Schaltplan selber erstellen.
Oder in einem Forum für diesen Rollertyp nachfragen.
 
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  • #5
@Nina_Sonnenschein:
Es war keine gute Idee, einen 36-W-Verbraucher parallel zum (LED-)Rücklicht zu schalten. Ich kann mir nicht vorstellen, daß der Schalter für das Rücklicht diese Last verträgt (USB-Netzteil war vermutlich nur im Leerlauf). Na ja, zum Glück hat nur der Tacho gesponnen - kann auch gut an elektromagnetischen Störungen durch den USB-Schaltregler gelegen haben.

Man kann trotzdem das Rücklicht zum Schalten verwenden, entweder wie vorgeschlagen mit einem Relais probieren, oder man steuert einen Transistor an. Vorher natürlich messen, wieviel Spannung auf der Leitung zum Rücklicht tatsächlich anliegt.

Was ist denn das genau für ein "Step Down Modul"? Solche Schaltregler sind oft abschaltbar und können die ganze Zeit an der Stromversorgung hängen, ohne ansatzweise Strom zu verbrauchen. An dieser Stelle zu basteln ist einfacher, als zu versuchen, einen Schaltplan des Rollers nachzuzeichnen.
 
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  • #6
Hallo @Octavian1977 ,

soweit reichen meine Kenntnisse nicht, ich komme da alleine leider nicht weiter. Ich hatte den Controller aber schon offen. Und wenn man das auf einen Blick erkennen kann, könnte ich gerne ein Foto davon machen und hochladen.

Zusätzlich zu dem Controller gibt es auch noch das Steuergerät (in Form des Tachos oben am Lenker). Hier würde ich selbstverständlich auch ein Bild erstellen. Wobei ich meine, gelesen zu haben, dass das Gehäuse vergossen ist. Aber ich schaue es mir an, versprochen!

In den Foren hatte ich auch keinen Erfolg. Es gibt aber tatsächlich mehrere, die auch auf der Suche danach sind - bis jetzt hatte leider noch keiner Glück. Der Hersteller wird das wahrscheinlich nicht raus geben, oder?

Danke und liebe Grüße
Nina
 
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  • #7
Hallo @Blitzschläger ,

danke für deinen Input! Wie schon oben geschrieben, ich kenne mich nicht sooo gut aus. Ich versuche immer zuerst, mir so viel wie möglich anzulesen, bevor ich zu viele Anfängerfragen stelle. Das Step-Down Modul dürfte in meinem Beispiel oben ~ 5W verbraucht haben. Es scheint, als hätte ich Glück gehabt :)

Das Modul ist unter 3.94€ 14% OFF|Step Down Strom versorgungs modul wasserdicht Dual USB Anschluss Buck Spannungs wandler Stabilisator DC 58V 48V 36V 24V 12V 9V bis 5V| | - AliExpress das (momentan) Dritte in der Auswahl ("Color: QC3.0 8V-58V input"). Wäre das Modul abschaltbar, so wie du geschrieben hast?

Auf der Leitung zum Rücklicht lagen - in meiner Erinnerung, ich messe nochmal nach - so um die 40 V. Bestünde hier die Möglichkeit, meinen "Neigungsschalter - Retriggerbares Monoflop - Step-Down Modul"-Plan hier umzusetzen?

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #8
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  • #9
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  • #10
Man könnte der TE einfach mitteilen, dass der Kathodenring der Freilaufdiode an "Plus" liegen muss.
 
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  • #11
Hallo @Blitzschläger , @patois und @Akkublitz

danke für die Hinweise. Ich werde mich einlesen, versprochen! Ihr habt Recht, ohne eure Hinweise hätte ich das nicht gewusst.

@Blitzschläger :

Ich habe ein Bild des Step-Down Moduls gemacht. Es war nicht vergossen:

1716195442743.jpeg

1716195455953.jpeg

Hilft das? Da kann man nichts ausschalten, oder?

Noch eine andere Frage: Könnte man denn meine Idee mit dem Neigungsschalter bei deinem Plan von oben (#8) irgendwie unterbringen? Am liebsten wäre mir natürlich eine Schaltung, bei der ich keine weiteren Kabel anschneiden müsste - so, dass der Neigungsschalter bei Aktivierung einfach nur die 54,6 V "aufmacht", und dann, nach so 5 bis 10 Minuten ohne Bewegung, wieder zu.

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #12
Hallo @Octavian1977 ,

ich habe hier ein Bild des Controllers gemacht wie versprochen:

1716197183285.jpeg

Auch wenn mir die Lösung mit dem Neigungsschalter eigentlich am liebsten wäre: Kannst du auf einen Blick erkennen, wo da das Zündplus wäre? Oder ist es komplizierter?

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #13
Dass man bei diesem Projekt per Ferndiagnose eine zielführende Lösung herbeiführen kann,
halte ich für unwahrscheinlich . . . :(
.

Es ist zu vermuten, dass für die Lösung mit Neigungsschalter sogar zwei dieser Schalter erforderlich sein werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
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  • #14
Hey @patois ,

"Dass man bei diesem Projekt per Ferndiagnose eine zielführende Lösung herbeiführen kann, halte ich für unwahrscheinlich . . . :("

Ich will ganz ehrlich sein: Das denke ich auch. Aber auf der anderen Seite hörte sich das bei @Octavian1977 in #4 so selbstverständlich an, dass ich mir dachte "wer weiß" - vielleicht kann er das ja einfach aus dem Handgelenk schütteln. Man kennt das ja, als Laie braucht man für eine Woche Research und Vorbereitung, und dann kommt einer daher, der einem die Antwort ohne Nachzudenken vor dem ersten Kaffee geben kann.

Es gab da auch diese Anekdote mit dem gebohrten Loch; ein LLM hat mir beim Vervollständigen geholfen:

Die Legende, die du erwähnst, ist eine oft erzählte Anekdote, die verschiedene Formen annehmen kann, aber das Grundprinzip bleibt gleich. Hier ist eine typische Version dieser Geschichte:

Ein Unternehmen hat ein Problem mit einer teuren Maschine, die plötzlich nicht mehr funktioniert. Kein Techniker im Unternehmen kann das Problem lösen, daher wird ein externer Experte gerufen. Der Experte kommt, schaut sich die Maschine an und bohrt nach kurzer Zeit an einer bestimmten Stelle ein Loch. Die Maschine funktioniert danach wieder einwandfrei.

Später erhält das Unternehmen eine Rechnung vom Experten, die sich auf einen beträchtlichen Betrag beläuft. Der Manager des Unternehmens ist schockiert und verlangt eine detaillierte Aufschlüsselung der Kosten. Die Rechnung wird wie folgt aufgeschlüsselt:


  • Loch bohren: 1 €
  • Wissen, wo das Loch gebohrt werden muss: 9.999 €
Diese Geschichte wird oft genutzt, um den Wert von Wissen, Erfahrung und Fachkompetenz zu verdeutlichen. Es zeigt, dass es nicht nur auf die physische Arbeit ankommt, sondern auch auf das Wissen und die Fähigkeiten, die notwendig sind, um ein Problem effektiv zu lösen.

Liebe Grüße
Nina
 
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  • #16

Hängt von der Bauart der Neigungsschalter und der daraus resultierenden Funktionsweise ab.

Nur so als Beispiel:
Montagelage waagrecht vorgeschrieben --> Schalter schließt, wenn im Uhrzeigersinn aus Grundposition (waagrecht) weggekippt wird --> im Gegenuhrzeigersinn wegkippen ergibt keine Schaltfunktion.
Für das Erzeugen einer Schaltfunktion bei Kippen im Gegenuhrzeigersinn (aus waagrechter Grundposition) ist also ein zweiter Neigungsschalter erforderlich, der durch gegenläufige Montage zum ersten Schalter die gewünschte Funktion erfüllt.

Mein Rat: Versuche mit Papier und Bleistift durchführen, eventuell Papier-Symbole drehbar anbringen, um einen Überblick über die entstehenden Situationen zu erlangen.

Wer mit den neuesten Features von TINKERCAD vertraut ist, kann auch diese Simulation auf dem PC zur Machbarkeits-Studie verwenden --> siehe Feature SIM LAB in Tinkercad. (Tinkercad ist Freeware)
 
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  • #17
Hallo @patois

ahh, verstehe. Aber in die Verlegenheit würde ich gar nicht kommen: Der Roller steht, wenn er auf dem Ständer steht, etwa 11 ° schräg nach links. Ich würde den Neigungsschalter dann so drehen, dass er bei 0 ° schaltet. Zwar würde dann in einer Kurve die Leitung unterbrochen werden (generell würde das die ganze Zeit passieren, da die Quecksilberperle ja auf- und abhüpft), aber deswegen hätte ich ja gerne die Verzögerung. So, dass der Stromkreis erst wieder geschlossen wird, wenn 5 oder 10 Minuten kein Kontakt bestand (s.o., "Monoflop", "Retriggerbares Monoflop" und "Zeitrelais").

Denn es gibt noch eine andere Eigenschaft bei dem Roller: Er schaltet sich nach 4 Minuten Standzeit automatisch ab. Und mit dem System, was ich mir da zusammengesponnen habe, könnte man dann auch mal im Park das Handy laden wenn der Roller aus ist. Man müsste ihn dann halt nur auf die rechte Seite legen, oder an einen Baum anlehnen. Deswegen würde ich die Neigungsschalter-Lösung auch bevorzugen.

Ich habe schon überall gesucht, aber irgendwie scheint das noch niemand vorher versucht zu haben. Das ist doch eigentlich eine super Idee, oder?

Liebe Grüße
Nina
 
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