Netzwerkkabel für 100MHZ oder 600MHZ nehmen?

Diskutiere Netzwerkkabel für 100MHZ oder 600MHZ nehmen? im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo! Möchte in meiner Wohnung ein kleines Netzwerk aufbauen! Stehe nun vor der Wahl ob ein Netzwerkkabel für 100MHZ oder 600MHZ. Was...

  1. #1 brooklyn, 20.03.2006
    brooklyn

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    Hallo!

    Möchte in meiner Wohnung ein kleines Netzwerk aufbauen! Stehe nun vor der Wahl ob ein Netzwerkkabel für 100MHZ oder 600MHZ.

    Was besagt diese MHZ-Zahl überhaupt? Wo liegen die Vor- und Nachteile? Brauche ich überhaupt ein 600MHZ Kabel?

    Fragen über Fragen! Hoffe ihr könnt mir da weiterhelfen!

    Gruß
    Dominik
     
  2. edi

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    Hallo,


    diese MHZ Angaben klassifzieren die verschiedenen Typen der Übertragungskabel. Für den Laien einfach gesagt, je höher die Zahl um so besser.

    Ich würde dir empfehlen das 600 MHZ Kabel zu nutzen.
    Damit bist du auch für zukünftige Anwendungen gerüstet.

    Weitere Informationen findest du z.B unter

    http://www.glasfaserinfo.de/
     
  3. #3 Deutzose, 21.03.2006
    Deutzose

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    Also folgendes.

    Edi hat natürlich recht wenn er sagt das du bei 600MHZ für die Zukunft gerüstet bist.

    Mit 600 MHZ (Klasse F) wärst du theoretisch in der Lage gemäß den zukünftigen Entwürfen nach ISO/IEC 11801 bis zu 10Gbit/s zu fahren.
    Hierzu braucht man aber andere Panels und Anschlußdosen als die derzeit gebräuchlichen RJ45. Das Steckgesicht des Streckers/Buchse ist mir persönlich jedoch noch nicht bekannt. Er wird wahrscheinlich dem Steckgesicht eines Steckers der Fa Nexans ähneln.
    Das nur nebenbei, das Kabel kann selbstverständlich auch an Geräten der Kategorie 6/7 an RJ45 dosen angeschlossen werden.

    Deine Netzwerkzukunft im Heimnetzwerk wird sich wahrscheinlich im Bereich eher im 1GhZ Bereich bewegen und dafür genügt ein Klasse E Kabel 250 MHZ.

    Die Preisunterschiede Klasse E zu F sind jedoch marginal und bewegen sich netto um ca 20-25Cent/m
    Daher ist die Entscheidung bei den "paar" Metern die du benötigen wirst wohl doch wieder bei Klasse F Kabel.

    Was bedeuten die 100 MHZ.
    Sie sagen aus für welche Frequenz das Kabel zertifiziert ist. In der Netzwerktechnik wollen wir aber nicht MHZ, sondern Bits und Bytes. Die leiten sich beim 100MHZ im Prinzip so ab, das man sagt 1HZ=1Bit, genauer gesagt ein Rechtecksignal mit 1V entspricht einem Bit. Ergo 100MHZ=100Mbit.
    Bei 1Gbit sieht das anders hier teilen sich die Frequenzen in 4Aderpaare zu je 250MHZ/Mbit auf. Zwei Paare sind für RX (empfangen) und zwei sind für TX (senden).

    Wie das bei der neuen 10Gbit Norm aussieht weiß ich nicht, mir ist aber bekannt, das die 10 Gbit mit 400MHZ transportiert werden. Ich vermute das es da auf 2V Auswertung hinausläuft.

    Alle Angaben beziehen sich auf Ethernet, bei anderen Netzwerkarten wie z.B. ATM gelten etwas andere Werte z.B. statt 1Mbit sind es 1,2Mbit.

    Ich denke das mit den Vor/Nachteilen ist hiermit auch geklärt, es geht schlichtweg und einfach um Geschwindigkeit.
    EMV lass ich jetzt mal außen vor.

    Ciao
    Uwe
     
  4. toni

    toni

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    Hi!

    Ganz ehrlich. 100 Mbit reichen bei mir _heftig_ für's Heimnetzwerk. (und da gehen auch 2 DVB-S feeds zu Fernsehern über ein Ethernetkabel - Zentraler Videorekorder / Live-guckta mit VDR, Linux)


    Jain. Wenn du auf einem Leiterpärchen nur Zustände 1 und 0 (also in Summe 2) überträgst stimmt's. Konkreter für 10BaseT stimmt's noch so ungefär. Für "Nachfolger" im Ethernetbereich nicht mehr.

    in aller Kürze:
    10BaseT - 2 Kabelpärchen (jeweils eins in eine Richtung) mit einer Datenrate von 10MBit/sec. und Manchester encodierung (=MPE) für die "ist da wer auf der anderen Seite, mag mich synchonisieren" u.Ä. - Erkennung --> 2 Pärchen mit jeweils 20MHz signal drauf, wenn gerade gesendet wird (+ 5 Zyklen 20MHz vor jedem Packerl)

    100Base4 is Geschichte und verwendet sowieso keiner mehr (damals HP)

    100BaseT - 2 Kabelpärchen (die gleichen wie bei 10BaseT) mit einer Datenrate von 100MBit/sec mit MLT3 und Feedback Shift Register (FSR). Damit hast nicht nur 0 und 1 sondern 3 Zustände. Trägererkennung nicht mehr durch senden von einem 20MHz Signal vorm Packerl sondern mit einem Ständigen 31.25 MHz "Träger" (Das signal wandert wenn nix los ist ähnlich einer Sinuskurve die 3 Stati hinauf und hinunter) Dadurch bekommst bald mal einen Takt auf der jeweiligen Gegenstelle auf den du dich rasch synchronisieren kannst. Wenn jetzt was gesendet wird, wird die "stufige Kurve" deinen daten angepasst. Einfach gesagt: du machst an sich immer 0-1-2-1-0-1-2-1-0-1 ... jetzt betrachtest den Bitstrom denst senden willst: z.B. 10001101 dann behältst das Schema bei wenn sich nix ändert , und wenn sich was ändert (du hattest z.B. einen 1ser und willst als nächstes 0er senden), machst einen 1/3 Takt pause. in diesem Fall dann:
    0-0-0-1-2-1-1-0-0-0 (am Beginn immer eine Änderung)
    änderung (begin) änderung (für die 1) 3x gleich für die 000 änderung für die 1 dann wieder gleich und dann 2x änderung. Du sihst beim Senden geht die Frequenz jke nach Daten noch weiter hinunter.

    Wenn du dann noch den overhead vom der Erkennung des Beginns des Packerls und den Fakt dazurechnest das du nur 3 Änderungen (gleichbleibendes signal) hintereinander gut abbilden kannst (dann zwangsweise zum nächsten status musst) hast du eine Maximalfrequenz 31.25 MHz. (kann wie besprochen kleiner sein, wenn grad Daten gesendet werden)

    Nein.

    1000BaseT (im Cat5e Kabel): benützt du alle 4 Kabel in beiden Richtungen mit einer PAM5 encodierung. Da rechnest mit Diferenzen. Da hast 5 Stati (2,1,0,-1,-2) und dein Kollege auf der anderen Seite auch auf jedem (alle 4) Paar. Beim Senden kann ich (nahezu) einfach was rausschicken, beim Empfangen schau ich mir das Signal auf der Leitung an, ziehe mein selbst gesendetes ab (2 hochfrequente Signale auf einer Leitung überlagern sich halt. das kann auch zur auslöschung führen) denn ich weis _immer_ was ich gesendet habe dann hab ich das Signal von meinem Gegenüber. (Wenn ich z.B. eine 2 gesendet habe und ich hab einen 0er auf der Leitung, weis ich, das mein Gegenüber im selben Augenblick eine -2 gesendet haben muss - vereinfacht gesagt)

    Die Erklärung von PAM5 lass ich heut.

    Aber du brauchst dabei kein 1000MHz Kabel, auch kein 250MHz Kabel wenn du auf beiden Seiten gleichzeitig in alle 4 Pärchen hineinsprichst sondern durch PAM5 (kannst dir ählich MLT3 vorstellen) incl. Kurrektur/Handshakesignale lediglich 125.00MHz.

    auf Glas (1000BaseFX od. SX) hast eine 8B/10B Encodierung --> 1.25 GHz (da du synchonisieren musst, nur 1/0 hast, und nen Träger erkennen musst und nur ein Medium in jede Richtung hast.)

     
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