Neutralleiter

Diskutiere Neutralleiter im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen,ich bin neu hier und habe eine frage die mich schon ganze Zeit misstrauig macht.Ich habe gelernt das im Neutalleiter bei...

  1. eddy83

    eddy83

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    Hallo zusammen,ich bin neu hier und habe eine frage die mich schon ganze Zeit misstrauig macht.Ich habe gelernt das im Neutalleiter bei umsymetrischer Belastung ein Ausgleichstrom zum Sternpunkt des Trafos fliest! Wenn dann ein Strom fliest über den N leiter,wieso und warum bekomme ich kein Stromschlag beim anfassen der N-Schiene!Es fliest doch ein strom
    Oder nicht!!!!Und was passiert mit dem strom der zum trafo zurückfliest![/i][/b]
     
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  3. sepp_s

    sepp_s

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    Eine gute Frage .Bin neugierig wie viel Beiträge da hereikommen bis eine für Leienn verständliche Anwort dabei ist! mfg sepp
     
  4. Bert

    Bert

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    Solange der Neutralleiter keine SPANNUNG führt... :)
     
  5. ego1

    ego1

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    Vorab Vorsicht:
    Natürlich kannst du unter umständen beim Berühren des N-Leiters eine Berührungsspannung gegen Erde abgreifen!
    Der Neutralleiter ist also wie ein Außenleiter zu behandeln!

    Nun ist es so daß damit beim Berühren ein Strom über deinen Körper fließen kann auch eine Spannung sprich eine Potentialdifferenz zwischem dem N und dem Boden auf dem du stehst auftreten muß.

    In TN Systemen(Nullung) ist der N-Leiter mit dem Erder und dem Schutzleiter ortsnah verbunden(zum Bsp. im Keller eures Hauses). Auch alle anderen fremden leitfähigen Teile des Hauses sind mit dem PE+N verbunden. Es kann also keine nennenswerte Potentialdifferenz auftreten, dies wird durch den beschriebenen Potentialausgleich verhindert.
    Ergo fließt kein(spürbarer) Strom durch deinen Körper.

    Im TT System wird der N des Netzes nicht! mit dem PE/Erder des Hauses verbunden. Deshalb muß in TT Systemen der N mit abgeschaltet werden um eine Anlage freizuschalten, in der Regel mit dem FI-Schalter. Hier kann sehrwohl eine Potentialdifferenz zwischen N und PE auftreten die zu einer Durchströmung führen kann.

    Also vorsicht beim bedenkenlosen Berühren von Neutralleitern!
     
  6. Bert

    Bert

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    Ausschlaggebend (oder schlaggebend in diesem Falle) ist die ENTLADUNG. ;-)
     
  7. eddy83

    eddy83

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    Heisst das ich habe das gleiche Potential darum bekomme ich auch keinen Schlag!Ja und wo genau fliesst der strom jetzt!Warte auf eure Antworten!
     
  8. #7 Spongebot 83, 13.05.2007
    Spongebot 83

    Spongebot 83

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    Man kann gaaanz einfach erklären warum du nie einen geballert bekommst wenn du den Neutralleiter berührst.

    Befasse dich am besten mal mit den Netzformen die es gibt samt genauem Aufbau.
    Nehmen wir einmal ein Beispiel den Trafo in einer örtlichen Station. Die drei Aussenleiter werden auf den Trafo geführt und über den Sternpunkt über die Wicklungen verbunden. Dort ist wie du schon richtig erkannt hast der Neutralleiter aufgelegt. Über diesen fliesst bei unsymetrischer Last auch ein Ausgleichsstrom völlig richtig beschrieben.
    Er ist aber nicht der einzige Leiter der auf dem Sternpunkt liegt! Es kann nur noch einer übrig sein. Der Schutzleiter! Dieser erdet den Sternpunkt in Form eines Staberders. Dieser Schutzleiter liegt zusammen mit dem Neutralleiter auf dem Sternpunkt. Das Ende des Schutzleiters wird über einen riesen Staberder mit Erde verbunden also Erdreich unter der Station.
    Man sagt ja immer das die Erde elektrisch leitfähig ist . Ja das ist sie auch aber man nutzt diese Leitfähigkeit aus um Strom im erdreich "künstlich" zu führen. Wenn du zu Hause einen Staberder hast über welchen Fehlerströme usw. im Bedrafsfall fließen,werden diese über das Erdreich zum Staberder der Versorgerstation geleitet bis zum Sternpunkt des Trafos. Also ein Fehlerstrom welcher durch das Erdreich gelangt geht keinesfalls verloren sondern wird vom Staberder der Trafosation wieder aufgefangen und dem Trafo über den Sternpunkt hinzugeführt. Es fließen also tagtäglich ausgleichsströme im Fehlerfall über den Schutzleiter durh das Erdreich ohne das man grossartig drüber nachdenkt.
    Ein PEN macht ja auch nichts anderes. Dort liegt ja auch der Schutz und Neutralleiter zusammen auf einem Potential,dem Sternpunkt des Versorgernetzes.

    Wenn du jetzt den Neutalleiter anfasst und im Nassen stehst, hast du ja auch Kontakt mit Erde. Da beide Potentiale aber im Sternpunkt zusammengefasst sind sollte es im Normalfall keinen Potentialunterschied geben und daher bekommst du auch keinen geballert.

    Neutralleiter und Schutzleiter können also so getrennt wie mögich verlegt werden also egal welches System, zusammen liegen sie aber immer auf dem Sternpunkt des Trafos.

    In unseren Statioenen ist das ein wenig abgewandelt. Wir haben Trafos auf denen der Neutralleiter der Niederspannung liegt. Man könnte den Schutz und Neutralleiter zusammen auf den Sternpunkt legen aber bei uns liegt nur der Neutralleiter auf und der Schutzleiter wird in den Boden gerammt. Dieser holt sich die Verbindung über das Erdreich zu einer anderen Trafosation. Ist ansich auch egal hauptsache er ist mit nem Sternpunkt verbunden.

    Es fließt also kein Strom aus natürlichem Grund ins erdreich sondern nur weil wir über Erder dieses als leitende Stecke nutzen.

    Egal ob TN C /TN s/ TT System ,alle Spannungsquellen werden im Sternpunkt geerdet. Dazu wird am selben Sternpunkt per Kabel dann noch ein PEN oder ein seperatar N und PE verlegt je nach Netzform.
    Wichtig ist wie gesagt das alle(ausdrücklich alle) Sternpunkte geerdet werden um Fehlerströme welche über das Erdreich fließen einfangen zu können

    In vielen Lehrbüchern steht das super erklärt weit besser als ich es versucht habe. (hoffentlich habe ich nicht ins schwarze getroffen)

    Grüsse Jens
     
  9. Bert

    Bert

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    Ja, man kann es ganz einfach erklären, dafür sind keine 3.000 Zeichen nötig ;-), dafür reichen Naturgesetze.

    Für einen Stromfluß brauchen wir eine Potentialdifferenz und bewegte Teilchen (hier Elektronen). Die Potentialdifferenz ist die treibende Kraft für den Stromfluß (= die Bewegung der Elektronen), sie beträgt zwischen dem Außenleiter und der Erde 230 V. Die Potentialdifferenz zwischen mir, hier am Schreibtisch, und dem Neutralleiter (=Erdpotential) beträgt 0 V (also KEIN Gefälle), deshalb kriege ich von dem Neutralleiter keinen Schlag.

    Beim Stromfluß. Die Elektronen suchen den Weg des geringsten Widerstandes. Der Weg durch den menschlichen Körper bietet dem Stromfluß einen (um Faktoren) höheren Widerstand (sagen wir 100-1.000 Ohm) als der Neutralleiter (sagen wir 0,1-3 Ohm), so daß die Elektronen überwiegend über den Neutralleiter fließen.
     
  10. Bert

    Bert

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    Warte nicht! Die Antwort kannst du in einem völlig ungefährlichen Experiment auch sichtbar machen und selbst finden. Du brauchst dafür:

    2 Batterien je 1,5 V (Mignon)
    1 Multimeter (von ALDI/Bauhaus für 5 € reicht)
    1 Glühlämpchen 3 V; 0,2 A (aus einer gewöhnlichen Taschenlampe)
    3 Stück Leiter 0,125 mm² je etwa 15 cm (z.B. von einer Fahrradbeleuchtung)
    2 Büroklammern

    Versuchsanordnung wie im Bild.
    Links: durch das Multimeter fließt Strom, Anzeige am Multimeter: 162 mA
    Rechts: der Stromfluß wählt den Weg des geringsten Widerstandes, über 90% des Stromes fließt am Multimeter vorbei durch den zugeschalteten Leiter. Anzeige am Multimeter: 15 mA



    [​IMG]


    Alles klar? ;-)
     
  11. eddy83

    eddy83

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    Also der strom fliest dann in das erdreich weil die Erde den Geringsten widerstand hat!
     
  12. Bert

    Bert

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    Nein. Der Strom fließt DURCH den (Neutral)Leiter, weil er den niedrigsten Widerstand bietet. Streng genommen ist der Strom nur ein Definitionsbegriff (nichts „Tastbares“). In Wirklichkeit handelt es sich um ENERGIEtransport. Die Elektronen (die sind „echt“) bewegen sich vom Minus- zum Pluspol, dabei entsteht Energie, die entnommen werden kann (zum Heizen, Leuchten, Brennen, zum Bewegen, zum Menschentöten...). Aber die Elektronen laufen NICHT aus dem Leiter heraus, sie bleiben drin und laufen zu der Stromquelle zurück. Was wegbleibt, ist die entnommene Energie.
    Die entnommene Energie wird umgewandelt (in Wärme, in Bewegung...) und an die Umgebung abgegeben, aber auch die Energie geht nicht verloren, sondern wird irgendwohin transportiert und weiter umgewandelt.
     
  13. #12 Hemapri, 13.05.2007
    Hemapri

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    Hier schein am Anfang wieder mal ein Unverständnis über den Unterschied von Strom und Spannung zu herrschen.
    Es ist doch ganz einfach: Spannung ist die Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten. Strom ist nichts weiter, als die gerichtete Bewegung freier Ladungsträger. Diese Ladungsträger (freie Elektronen, Ionen) sind einfach nur bestrebt, einen bestehenden Potenzialunterschied auszugleichen. Dadurch kommt die gerichtete Bewegung zustande.
    Fazit: Es ist vollkommen egal, wie groß der Strom ist, welcher gerade über den N fließt. Sollte man ihn berühren, so hat man normalerweise annähernd das gleiche Potenzial und ein Stromfluß kommt nicht zustande.

    MfG
     
  14. #13 roter Lump, 14.05.2007
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    "nach dem Verbraucher" muß der Strom per N-Leiter ja wieder über den Hausanschluß zurück zum Sternpunkt des Trafos fließen.

    Auch für den N-leiter gilt: U=R*I

    D.h.: ge größer der Strom durch den N-Leiter, umso größer ist der auch der durch ihn hervorgerufene Spannungsfall.

    Je nachdem, wie stark unsymetrisch ein Hausanschluß belastet ist, wirst Du immer eine Spannung zwischen N und PE messen können.

    Wohlgemerkt PE und nicht PEN, denn letzterer ist nicht Spannungsfrei, da er ein Betriebstrom führender Leiter ist.

    Bei einer "guten" Installation (ausreichende Querschnitte und im Verhältnis kurze Leitungswege), wird diese Spannung jedoch verschwindend gering und somit nur duch ein entsprechend teures Meßgerät meßbar sein.
     
  15. Bert

    Bert

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    Ich denke, daß dieser Unterschied schon immer klar war, auch wenn eddy83 (wie die Mehrheit der Bevölkerung) eine "Spannungsentladung" als einen "Stromschlag" versteht. ;-)
    Sein Problem war, daß er nicht wußte, WOHIN der Strom läuft, das hat er jetzt aber, hoffe ich, verstanden.
     
  16. xor

    xor

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    Ich hole diesen Thread einfach mal aus dem Schlaf :) Habe ihn über google gefunden.

    Was passiert, wenn ich den Neutralleiter auftrenne und mit beiden Händen berühre?
     
  17. sko

    sko

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    dann bekommst Du einen ordentlichen gefeuert, da auf der einen Seite der "echte" Null liegt und auf der anderen Seite die volle Phase liegt, die über den Verbraucher kommt!

    Ciao
    Stefan
     
  18. patois

    patois

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    Wer sich diese Frage nicht selbst beantworten kann,
    sollte NS-Anlagen nur aus weiter Ferne betrachten.

    :evil:

    P.
     
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  20. xor

    xor

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    Das sollte als Ergänzung dienen, dass der N nicht so harmlos ist, wie er hier dargestellt wurde :)

    Aber keine Angst - ich habe und werde selbst mit Niederspannungsanlagen nichts zu tun haben. Das Überlasse ich Leuten, die das dürfen und können.
     
  21. patois

    patois

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    :lol: ..... Der N ist harmlos, und zwar so harmlos, dass man ihn sogar mit beiden Händen anpacken kann,
    ......... aber eben nur an der Seite, wo er noch mit N verbunden ist!

    P.
     
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