Notstromeinspeisung Zweifamilienhaus

Diskutiere Notstromeinspeisung Zweifamilienhaus im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen, ich bin gerade auch dabei eine Notstromeinspeisung zu planen und hätte gerne eine feste Vorstellung was und wie gemacht wird bevor...

  1. #1 hatzdiesel, 20.12.2019
    hatzdiesel

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    Hallo zusammen, ich bin gerade auch dabei eine Notstromeinspeisung zu planen und hätte gerne eine feste Vorstellung was und wie gemacht wird bevor ich auf einen Elektriker zur Umsetzung zugehe.

    Es handelt sich um ein Zweifamilienhaus aus den 1950ern mit 2 getrennten Zählern und Stromkreisen, Elektrik Anfang 1990er vom Fachbetrieb modernisiert, keine FIs verbaut.
    Derzeitiger Aufbau (beide Kreise identisch):
    - Vom Energieversorger kommend für jeden Kreis 3x32A Sicherung und Zähler in Zählerkasten
    - Vom Zählerkasten in Sicherungskasten kommend jeweils L1, L2, L3 + PE
    - L1, L2 und L3 im Sicherungskasten auf je 5x16A Sicherungen aufgeteilt
    - Jeweils Brücke PE->N im Sicherungskasten

    Ich könnte jetzt ein ausrangiertes aber gut funktionierendes 30 KVA Dieselaggregat mit 2x32A CEE Ausgängen über Beziehungen günstig bekommen, Platz dafür wäre vorhanden.
    Mein Plan wäre jetzt das Haus soweit vorbereiten zu lassen, dass im Fall der Fälle das Aggregat manuell gestartet wird und dann jeweils über einen Lastumschalter und eine 32A CEE Dose im Sicherungskasten vor den 16A Sicherungen eingespeist wird. Also vergleichbar zu diesem Aufbau, nur eben dann in doppelter Ausführung mit parallel laufenden Leitungen vom Aggregat:

    upload_2019-12-20_17-9-14.png

    Wie werden in meinem Fall PE und N vom Generator angeschlossen? Wird der N dann auch mit geschaltet oder nur die 3 Phasen?
    Der Anschlusspunkt der Einspeisedose wäre ja dann genau an der Stelle Brücke im Sicherungskasten.

    Über eure Meinungen oder alternative Vorschläge würde ich mich freuen!
     
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  3. #2 leerbua, 20.12.2019
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20.12.2019
    leerbua

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    Mache doch bitte einen eigenen thread dafür auf.
    Sonst haben wir wieder die einen die sich auf bsp. thread 115 beziehen während der andere wieder den ursprünglichen Eingangsthread glaub kommentieren zu müssen.
    Bei inzwischen 12 Seiten ist hier auch sicher keine Übersichtlichkeit gewahrt.

    Selbstverständlich spricht nichts dagegen zuweilen auf einzelne Beiträge Bezug zu nehmen.

    erledigt (werner_1)
     
  4. #3 werner_1, 20.12.2019
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    So muss eine Einspeisung gem. VDN aussehen:
    Notstrom TN Stecker.jpg
     
  5. #4 kurzschlussmichi, 20.12.2019
    kurzschlussmichi

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    Dem ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen.
     
  6. #5 Pumukel, 20.12.2019
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    Grundsätzlich ist 4 Polig zu schalten und das Speisende Netz muss als TN-S-Netz ausgeführt werden. Also Einspeisung über FI nach der Trennung des PEN in PE und N - Dazu sind beide Anlagen entsprechend um zu bauen.
     
  7. EBC41

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    Hast Du lokal eine geignete niederohmige Erdungsanlage z.B. Fundamenterder, Staberder mit Potentialausgleichschienen?

    Hat der Elektriker 1990 wirklich keine FIs eingebaut? Nicht mal fürs Bad?

    Für Notstromversorgung sind FI / RCD zwingend notwendig für alles was notstromberechtig angeschlossen wird. Weil solche Generatoren normalerweise den Kurzschlussstrom nicht aufbringen, der bei einem Körperschluss notwendig wäre, um die Sicherungen / LSS zu werfen.

    Die 16A Sicherungen in deinem Plan wären bei einem Aggregat mit 30kVA nicht passend. Wenn die Einspeisestecker 32A können und die Anlage danach ja hoffentlich auch an der Umschaltstelle, kann man diese Sicherungen weglassen. Normalerweise müsste der Generator zu seiner Leistung passende Sicherungen / LS-Schalter eingebaut haben.
     
  8. #7 Pumukel, 21.12.2019
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    Das Notstromaggregat sollte nicht nur über die Anschlussleitungen mit dem PE verbunden werden. Eine direkte Verbindung des Notstromers mit der Haupterdungsschiene ist kein Luxus !
     
    EBC41 und Octavian1977 gefällt das.
  9. #8 hatzdiesel, 21.12.2019
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    Hallo, vielen Dank schonmal für eure Ratschläge und die Eröffnung des neuen Themas.
    Eine seperate Potentialausgleichschiene ist auch in der Nähe des Sicherungskastens verbaut und erreichbar. Eine zusätzliche Leitung vom Aggregat dorthin zu legen wäre kein Problem.
    Die 16A Sicherungen sind schon Teil der normalen Hausverteilung und darüber dann die einzelnen Räume etc. abgesichert.
    Habe nochmal gesucht und es sind 2 FIs sind außerhalb des Sicherungskastens lokal installiert, einer in einem ehemaligen Saunaraum und einer in der Garage worüber eine Pumpe im Schwimmteich betrieben wurde.
    Würde etwas dagegen sprechen direkt im Schaltschrank am Generator einen FI zu installieren? Jeweils 3x32A Sicherungen sind da auf schon vorhanden, aber ein FI glaube ich nicht.
     
  10. #9 werner_1, 21.12.2019
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    Weshalb denn nicht hinter dem Umschalter, wie in der Zeichnung angegeben? Dann hast du doch auch im Netzbetrieb den FI-Schutz.
     
  11. EBC41

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    Wenn die zu versorgende Anlage größer ist, macht es keinen Sinn, einen 30mA FI direkt am Generator zu verbauen. Hier besser einen selektiven 300mA.

    Und dann mehrere nachgeschaltete 30mA RCDs vor den einzelnen Anlagenteilen.
     
  12. #11 Octavian1977, 23.12.2019
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    Macht es schon, da dann auch die Leitung vom Generator zur Anlage einen Personenschutz liefert.
    Die fehlende Selektivität ist in einem solchen Sonderfall nicht all zu wichtig.
    Auch die Sicherungen werden kaum auslösen bevor der Generator wegen Überlast aussteigt oder dessen interne Sicherung auslöst.
     
  13. EBC41

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    Nochmal: Wenn es sich um eine große mit Notstrom zu versorgende Anlage handelt, darf man direkt nach dem Generator keine 30mA RCD setzen, weil die Summe der betriebsüblichen Fehlerströme diese auslöst. Deshalb hier eine selektive 300mA, meinetwegen auch nicht selektive.

    Die Endstromkreise müssen dann natürlich mittels mehrerer 30mA RCDs geschützt werden. Sprich, die sitzen von Haus aus in den Unterverteilungen.
     
  14. #13 Octavian1977, 27.12.2019
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    Octavian1977 Moderator

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    Wieso sollte die Summe der Fehlerströme für ein Häuschen 30mA überschreiten?
    Wenn dem so wäre, ist da was nicht in Ordnung.
    Ich überwache meinen Gesamtfehlerstrom, selbst bei aktiver PV Anlage komme ich nicht über 15mA ohne diese bleibt das unter 5mA.
    Jetzt soll hier aber nur ein kleiner Teil versorgt werden und das wenn die PV schon keinen Saft mehr im Akku hat, also abgeschaltet ist.
     
  15. EBC41

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    Reale RCDs lösen ab etwa 20mA Fehlerstrom aus. Bei der heutigen Bestückung in einem Haus mit Elektronik sehe ich mit einem einzigen RCD keine ausreichende Versorgungssicherheit. Der TE hat ein 30kVA Aggregat geplant und da gehe ich davon aus, falls möglich, dass er alles notstromversorgt definiert.

    Andererseits propagiert man schon mehrere RCDs für eine einzelne Wohnung und hier meint man, mit einem einzigen 30mA ein ganzes Haus sicher versorgen zu können?

    Ich würde schon sagen, wenn man ein so leistungsstarkes Aggregat zur Verfügung hat, sollte man die Installation dementsprechend zweckmäßig ausführen und nicht einen Flaschenhals gleich nach den Generator setzen.


    Aber nicht, dass hier jemand denkt, ich wäre Influencer im Auftrag der RCD-Hersteller!!!
     
  16. #15 Pumukel, 27.12.2019
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    Und genau aus diesem Grund gibt es Selektive RCD und die haben nun mal 300mA ! Aber Personenschutz ist damit nicht mehr gegeben. Das gewährleisten dann die 30mA RCD in der Anlage.
     
  17. #16 Octavian1977, 30.12.2019
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    die mehreren RCDs für eine Wohnung werden aber nicht aufgrund des hohen Fehlerstromes gefordert, sondern um bei Abschaltung eines Schutzorganes noch Teile der elektrischen Anlage weiter nutzen zu können.
    der 30mA darf ab 15mA abschalten, das langt für eine Wohneinheit auf jeden Fall aus.
     
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Notstromeinspeisung Zweifamilienhaus

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