Nullleiter Überlastung möglich?

Diskutiere Nullleiter Überlastung möglich? im Forum Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, wenn ein Zimmer mit 3x1,5 16A abgesichert ist, ist es dann irgendwie möglich den Nullleiter zu überlasten, wenn ja wie?
Ich weiß nicht welche Normausgabe ihr verwendet aber in der aktuellen 0298-4 für Verlegeart A1 und 2 ist ein 1,5mm² (WS) mit 16A absicherbar.
Erst bei einer Drehstromleitung passt das nicht mehr.

Wenn man natürlich in die falsche Tabelle schaut und die für eine 30°C Umgebung verwendet, kommt man auch auf falsche Ergebnisse.
Auslegungstemperatur in Deutschland ist 25°C
 
Ja bei 30°C
Und in welcher Wohnung soll das sein? also bei mir ist auch im Sommer maximal 25°C
Schaut man dann in den Anhang A der 0298-4 Tabelle A.1 erhält man einen Wert von 16,5A
 
Natürlich gibt es in DL keine Wohnungen, die im Sommer 30 Grad und mehr haben..

Wie kann man nur so weltfremd sein?

Im Laufe des Klimawandels können die meisten Menschen in Zukunft noch froh sein, wenn in den Sommermonaten die 30 Grad im Haus ab und zu mal unterschritten werden.
 
In UNISOLIERTEN Dachböden langt aber auch die Auslegung auf 30°C nicht mehr.
Das ist eine andere Situation.
Für einen als Wohnraum ausgebauten Dachboden sollte eigentlich eine ausreichende Isolierung das verhindern.
 
Auch ISOLIERTE Dachböden können INNEN die 30 Grad für mehrere Stunden oder Tage erreichen bzw überschreiten wenn die Außentemperatur längere Zeit darüber liegt.

Und nein, die Meisten haben nicht gleichzeitig eine Klimaanlage oder Wärmepumpe mit Kühlfunktion.

Von daher ist die hier mehrfach vorgeschlagene Auslegung auf 30 Grad und damit geringere Absicherung des Stromkreises sicherlich praxisnäher.
 
ich hab 2 isolierte Dachböden und in keinem Überschreitet die Temperatur je die 25°C.

Wenn man da was schlecht isoliertes hat muß man die Temperaturen halt anpassen, so wie immer da hilft aber auch die 30°C Tabelle wenig wenn das dann vielleicht 35 oder 45°C wird oder noch heißer.
 
Dann funktioniert dein Rechner nicht denn die Tabelle gibt die max Werte für 25°C eindeutig mit 16,5A vor.
 
Okay, man weiß also vor dem Ausbau und somit der Verlegung der Leitungen auf 5 Grad genau, wieviel Temperatur später im Bereich der Leitungsverlegung übers Jahr herrscht?

Berechnet man das pro Grad möglicher Außentemperatur, pro Zentimeter Dämmschicht, nach Einstrahlwinkel, Dachschräge und Fensterfläche mal Wärmedurchgangskoeffizient, oder wie?

Oder verlegt man erstmal 1,5qmm mit 6A LS, loggt die Temperatur an mehreren Stellen über ein Jahr und erhöht dann passend zu den erreichten Werten die Absicherung?

Da plane ich doch lieber etwas Sicherheit ein und sichere gleich für eine etwas höhere Temperatur ab.

Die Dinge, die bei ihrer Erstellung schon auf Kante gerechnet wurden, rächen sich zumeist in naher Zukunft. Aber das ist ja grad allgemein groß in Mode..
 
ich hab 2 isolierte Dachböden und in keinem Überschreitet die Temperatur je die 25°C.

Wenn man da was schlecht isoliertes hat muß man die Temperaturen halt anpassen, so wie immer da hilft aber auch die 30°C Tabelle wenig wenn das dann vielleicht 35 oder 45°C wird oder noch heißer.

Ich hab bei mir im Betrieb ein isoliertes Dach (etwa 20cm Isolierung) und darunter einen sehr niedrigen Spitzboden wo alle Leitungen verlaufen.
Da hats im Sommer auch mal 30°. Darunter in den Räumen natürlich auch da keine Klima.
Und wenn jetzt der Klimawandel kommt, die halbe Menschheit dahinrafft usw :)
 
Es ist die Temperatur zur Berechnung an zu nehmen die eben dort auch erreicht wird, fertig.
Hilfreich sind da Erfahrungswerte.
Wer will kann natürlich auch mal einfach ein paar Grad mehr annehmen um auf der sicheren Seite zu sein.
 
Und wenn in dem besagten Raum mit einem 5x1.5 weitergegangen wird wobei zwei Außenseiter mit L1 und L1 belastet werden? Kann in diesem Fall irgendwie der Null überlastet werden?
Wenn alle drei Außenleiter des 5x1,5mm² auch an der 16A Sicherung hängen, dann eigentlich nicht. Aber ich würde bei 1,5mm² immer 10A empfehlen oder 2,5mm² nehmen.
 
Wenn da ein 3 oder 5x1,5 liegt, wird es mit ziemlicher Sicherheit keinen Nullleiter geben und deshalb kann man einen solchen auch nicht überlasten. Der Strom fließt über den Außenleiter und den Neutralleiter und ist an jeder Stelle gleich groß, sprich der gesamte Stromkreis wird gleich belastet. Sollte eine Überlastung des Stromkreises drohen, dann löst bei ordnungsgemäßer Installation das entsprechende Überspannungsschutzorgan aus. Ob man den Außenleiter irgendwo auf mehrere Strompfade aufteilt, verschiedene Geräte versorgt und danach alles wieder auf einen Neutralleiter zusammenführt, ist vollkommen egal.
Klar kann es den geben. Bei ner Wechselschaltung zum Beispiel.
 
Was kann es geben? den Nulleiter? und was hat das mit einer Wechselschaltung zu tun?
Den Nulleiter gibt es nur im TN-C Netz
 
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