Pfusch bei der Installation?! FI und Leitungsquerschnitt

Diskutiere Pfusch bei der Installation?! FI und Leitungsquerschnitt im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln in Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo! Habe nun schon eine Weile versucht, die Antworten auf meine Fragen in anderen Beiträgen zu finden, doch leider ohne Erfolg! Möchte...

  1. #1 friendly-T, 29.06.2005
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    Hallo!

    Habe nun schon eine Weile versucht, die Antworten auf meine Fragen in anderen Beiträgen zu finden, doch leider ohne Erfolg!

    Möchte aber schon jetzt ein Lob an die zahlreichen Ratgeber hier in diesem Forum ausprechen. :D

    Nun aber zu meinen Problemen:
    Ich besitze zwar selbst den Gesellenbrief eines Elektroinstallateurs, jedoch liegt meine Praxis bereits gute 20 Jahre zurück. Aus diesem Grund sind mir viele Vorschriften und Installationsempfehlungen nicht mehr geläufig.

    Mein zukünftiger Schwager hat ein Haus gekauft (Neubau). Am Wochenende hat er mich um Hilfe gebeten.
    Der FI würde ständig abschalten.
    Prompt habe ich mein Köfferchen geschnappt und bin zu ihm gefahren.
    Da seine Fehlerbeschreibung sehr verwirrend war, habe ich mich als erstes an die Hauptverteilung begeben.

    Nach kurzer Betrachtung der Verdrahtung ist mir aufgefallen, das der FI-Schutzschalter hinsichtlich der Verdrahtung vermeindlich falsch angeschlossen wurde.
    FRAGE 1: Kann das Vertauschen von Ein-/Ausgangsseite den FI zerstören?
    Fakten zum FI:
    - Die Testtaste löst den FI nicht mehr aus.
    - Messung L1/2/3 gegen PE mit Duspol löst den FI
    nicht aus! (0,03A - FI)
    - FI schaltet willkürlich bei unterschiedlichen
    Stromkreisen ab. (alle Sicherungen raus ... mal
    nach 7, 8, 9 wahllos eingeschalteten Automaten
    ... patsch)
    - Der FI riecht nach verbrannter Elektronik
    - Eine korrekte Belegung von Ein-/Ausgangsseite
    verändert nichts (mehr)!
    Kennt jemand Einbau-/Anschlussrichtlinien oder etwa Herstellerhinweise?

    Bei der weiteren Betrachtung der Installation ist mir aufgefallen, dass alle Abgänge an den 12 Automaten (B16) mit 1,5qmm dimensioniert sind.
    FRAGE 2: Gibt es z.B. für E-Herd, Geschirrspülmaschine, etc. nicht vorgeschriebene Mindestquerschnitte? Ab welcher Leitungslänge ist 2,5qmm vorgeschrieben?

    Örtliche Informationen:
    Die Hauptverteilung befindet sich im Keller, direkt unter der Küche. Das Haus hat die Ebenen Keller, EG, OG, DG

    Gestern habe ich mit dem Elektriker telefoniert. Der hatte gleich versucht, eine hitzige Diskussion über den Anschluss des FI zu entfachen. Jetzt hoffe ich, dass ich mit eurer Unterstützung bestens für den kommenden Ortstermin vorbereitet sein werde.

    Vielen Dank schon jetzt :wink:
     
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  3. Gretel

    Gretel

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    FI-Schutzschalter

    Hallo friendly-T , erstmal Willkommen im Forum !

    zu Frage 1: Zerstörung des FI-Schutzschalters durch Falschanschluss nicht möglich , aber durch Überlastung desselben !

    Wie sind denn die genauen Daten des FIs ?

    (Die 30mA sind ja schon genannt , aber wie sieht es mit dem Nennstrom aus ?)

    - Allgemein sind Herstellerangaben zu beachten , manche benötigen einen exakten Anschluss !

    zu Frage 2 :
    Bei Geräten über 2 kW Anschlussleistung wird ein separater Stromkreis gefordert .

    Mindestquerschnitte ermittelt man über :
    - Anschlussleistungen der Verbraucher ,
    - Leitungslängen nach Spannungsfallrechnung
    (bei NYM 3x1,5 mm² ist im allgemeinen bei 17m Leitungslänge Schluss.)

    - Verlegearten ,
    - Temperaturbereiche und
    - gegf. Leitungs-Häufung beachten !

    Bei Wechselstrom und Elektroherd mit 9 kW Leistung benötigt man schon ein 3x6mm² !

    Natürlich wieder abhängig von oben genannten Zusatzbedingungen !

    Bei 12 LS-Schalter mit B16A hinter einem FI-Schutzschalter sollte dieser schon die Vorsicherungsnennwerte nicht überschreiten , will Klartext heißen :
    Verteilervorsicherung 3x63A gL , danach FI-Schutzschalter 4polig mit 63/0,03A , dann ist Überlastschutz , egal wieviele LS-Schalter danach installiert werden , eingehalten !
    Bei einem FI mit 40/0,03A wäre der FI nicht ausreichend gegen Überlast abgesichert bei z.Bsp. 12 nachfolgenden LS-Schalter mit B16A.

    Gruß ,
    Gretel
     
  4. #3 friendly-T, 01.07.2005
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    Mehr Details ....

    Vielen Dank @ Gretel für die ausführliche Antwort :D

    Soweit ich mich erinnern kann hat der FI nur 40A. Werde dies selbst heute Nachmittag nochmals vor Ort überprüfen! Auch den Wert der Vorsicherungen.
    Stand der Dinge scheint es im Moment ja dann wohl an der Überlastung zu liegen ... mal sehen.

    Bezgl. Leitungsquerschnitt wurde mir gesagt, dass es für E-Herd laut VDE-Norm vorgeschrieben ist 5x2,5qmm zu verlegen?! Kennt jemand diese Norm und ist evtl. im Besitz des Textes?

    ... Fortsetzung folgt ...
     
  5. Gretel

    Gretel

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    Nein - wird niemals so weit kommen !

    Hallo ,

    nein es existiert keine Norm nach der man einen Elektroherd pauschal mit 5x2,5mm² installiert.

    Das erscheint mir auch ziemlich unwahrscheinlich - ist auch völliger Blödsinn ! - , dass das einmal so niedergeschrieben kommt !

    Die Gegenpunkte sind schon im obigen Text enthalten !
    (Spannungsfallrechnung , Leitungsart , Leitungslängen , Verlegarten , Temperaturbereiche , etc... )

    Gruß,
    Gretel
     
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