Potentialausgleich im Zusammenhang mit Verbundrohren

Diskutiere Potentialausgleich im Zusammenhang mit Verbundrohren im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo alle Zusammen! Ich habe in meinem Einfamilienhaus als Wasser- und Heizungsrohre sogenannte Verbuntrohre, also Rohre, welche fest...

  1. Berni

    Berni

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    Hallo alle Zusammen!

    Ich habe in meinem Einfamilienhaus als Wasser- und Heizungsrohre sogenannte Verbuntrohre, also Rohre, welche fest verschweiß/verklebt aus 3 Schichten (Kunststoff/Aluminium/Kunststoff) bestehen. Ist wohl neuerer Standard als Verlegerohr. Nur im HAR gibt es ein paar Kupferrohre für kurze Hauptstrecken im Bereich der Therme, welche geerdet sind. Dann geht es weiter mit dem Verbundrohr Richtung Armaturen/Eckventilenen und Heizkreisverteilern (Fußbodenheizug Kunststoffrohre), welche ja wieder aus Metall sind.
    Muss ich die Armaturen und Heizkreisverteiler erden, um einen Potentialausgleich herzustellen, weil ich keine durchgehenden Kupferleitungen habe?
    Können Potentiale über das Wasser verschlept werden oder diehnt das Wasser sogar dem PA?
    Ich habe viele Foren dürchstöbert und bin nicht fündig geworden.

    Herzlichen Dank für Eure Mühe im voraus.

    Gruß Berni
     
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  3. Dusol

    Dusol

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    Auf den Anschluss kann verzichtet werden, wenn es
    sich um ein so genanntes Verbundrohr handelt.

    Gemeint ist hier eine Ummantelung, die das Rohr fest
    umschließt und nur schwer und unter Zuhilfenahme von
    Werkzeugen zerstörend entfernt werden kann
    (Verbundrohre).

    Für sogenannte WICU-Rohre gilt die Erleichterung
    nicht-sie müssen in den zusätzlichen Potenzial-
    ausgleich einbezogen werden.

    Nach Norm braucht auch der an diesen Verbundrohren
    angeschlossene Heizkörper oder die Armatur nicht in
    den Potenzialausgleich einbezogen werden. Der Grund
    ist,dass dieser Heizkörper nur über das Heizungs-
    rohr ein Potenzial einführen kann. Wenn das Rohr
    jedoch aufgrund seiner Isolierung dazu nicht in der
    Lage ist (und das über seine gesamte Länge), kann
    kein gefährliches Potenzial am Heizkörper ent-
    stehen.
    Die Wassersäule im Heizungsrohr ist dabei viel zu hochohmig, um von einer gefählichen Potenzial-
    verschleppung reden zu können.



    Gruß
    Duspol :D
     
  4. elo22

    elo22

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    Nein, es ist alles installiert.

    Lutz
     
  5. Berni

    Berni

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    Schon mal herzlichen Dank für Eure Antworten.
    Ich dachte mir das schon fast, habe mich wohl etwas verwirren lassen.
    Vielleicht noch der Gedanke: In den aufgeführten Heizkreisverteilern ist für Stellmotore Strom (Nym-J 3 x 1,5mm²) verlegt worden. Da die Gehäuse aus Matall sind, macht es Sinn diese zu erden, fall ein Gehäuseschluss entsteht (Isolierungsbeschädigung an einer Kabeldurchführung) ?

    Herzlichen Dank

    Berni
     
  6. ego1

    ego1

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    Nein, auch nicht nötig, da das NYM sowie die Dose und die Stellmotoren Schutzisoliert sind!
     
  7. 413xx

    413xx

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    @Berni:
    Das, was in Deinem NYM 3x1,5mm² ankommt, ist ziemlich sicher ein Schutzleiter, aber kein Erder.
    Die Aderfarbe ist zwar in beiden Fällen gelb-grün, es besteht aber ein Funktions-Unterschied zwischen Erdung (PA) und Schutzleiter (PE).
    Einen Schutzleiter bitte nie nach der Aufteilung (dürfte in Eurem Haus im Hausanschlusskasten passieren) nochmal an "Erde" legen und nie als PA benutzen.
     
  8. ego1

    ego1

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    @413xx
    Was soll das bezwecken?
    Wie möchtest du das verhindern?(z.B. DLH)
    Wo ist das Problem?
     
  9. sepp_s

    sepp_s

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    Potentialausgleich

    @413xx

    Einen Schutzleiter bitte nie nach der Aufteilung (dürfte in Eurem Haus im Hausanschlusskasten passieren) nochmal an "Erde" legen...

    Was sol das bewirken.Jedes Gerät welches man auf díe Erde stellt wird nochmals geerdet!
    Probleme gab es nur bei den früheren Fehlerspannugschaltern wurden die Geräte "geerdet" dan konnten diese nicht funktionieren wen das Gerät geerdetwar! mfg sepp
     
  10. 413xx

    413xx

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    Dass bei den heute verbreiteten Netzformen in Wohngebäuden wie TNC-S oder TN-S eine weitere absichtliche Anschaltung des PE an den PA hinter der zentralen Verbindung (ZEP) unzulässig ist, wisst Ihr.

    Dann hätte man z.B. kein korrektes TNC-S Netz mehr, weil der PE dann über den PA mehr als unvermeidlich nochmal mit N am ZEP verbunden wird und nicht mehr auf dem direkten Weg zur speisenden Quelle geführt wird.

    Dass es sich nicht immer ganz vermeiden lässt, wenn in einem (vorzugsweise älteren) DLE der Schutzleiteranschluss elektrisch direkt mit auf der versorgenden Wasserleitung liegt, ist etwas, das auch ich nicht so praktisch finde, weil ich u.a. auch oft mit Informationstechnik zu tun habe.
    Heutige Geräte trennen in den meisten Fällen Schutzleiter und Erdung, da geeignete Kunststoffe verfügbar sind, die das ermöglichen.

    Es ist nervig, wenn so ein Fuzzy wie ich daherkommt und langjährig erfahrenen ElektroGöttern klarmacht, dass ein neuer DLE in der Personalküche verhindert, dass die PC's der Chefetage dauernd abschmieren. Weil man eben dort mit dem neuen Gerät die störende PE-PA-Brücke beseitigt, die vermutlich einen anderen Fehler kaschiert.
    Und siehe da, man fand bei der Gelegenheit doch tatsächlich heraus, dass zwischen den Etagen eine Schutzleiterunterbrechung vorlag. :shock:
    Na sowas aber auch...
    Nach etwas wie dem DLE habe ich gezielt gefahndet, nachdem die PC's durchliefen, sobald das Netzwerkkabel ausgesteckt war.


    Mit der Funktion von Fehlerstromschutzschaltern hat das also nicht wirklich zu tun.
    Außerdem hat noch lange nicht jeder Stromkreis in Wohngebäuden einen RCD, das gilt bis heute noch als Komfort- bzw. Luxusaustattung und wird, abgesehen von bestimmten Bereichen, auch gar nicht gefordert.
    In Firmen werden RCD's sogar bis heute gezielt vermieden, wenn die IT als ausfallsicher gelten soll... ohne weiteren Kommentar.


    Ein nicht ganz unwichtiger Punkt, warum ich das erwähnt habe, sind vagabundierende Ströme, die man so vermindern kann.
    Vermeiden kann man die wohl nie ganz, aber wenigstens so gering wie möglich halten.

    Mögliche Folgen zusätzlicher PE-PA-Verbindungen sind:
    - erhöhte Korrosion ("Lochfraß"), wenn z.B. Rohrleitungen unnötig hoch beaufschlagt werden
    - niederfrequente Einkopplungen
    - Probleme mit "unerklärbaren" EMV-Störungen
    - Schirme von Signal-/Telefon-/Netzwerkkabeln können abbrennen, wenn z.B. Teile eines Kurzschlusstroms über den PA mitlaufen.
    - verstärkte Oberwellenausbreitung (eine Nebenerscheinung heutiger Elektronik, auch im privaten Haushalt) auf konstruktiven Gebäudeteilen
    - Nichtauffinden von Schutzleiterunterbrechungen (s.o.)

    Energie- und Nachrichtentechnik z.B. sind heute in mehr und mehr Haushalten weitaus intensiver und näher beieinander vorhanden, als es noch vor Jahren in Firmen der Fall war.
    EVG's und Schaltnetzteile in immer mehr Geräten sparen zwar Energie, bringen aber auch andere "höherfrequente" Probleme mit sich.

    Jede unnötige Querverbindung kann also aus dem nur etwas größeren Nutzen für den Personenschutz einen deutlich größeren Sachschaden machen.
    Die Zeit, in der es nur ein elektrisch autarkes Analog-Telefon im Flur gab, das vor sonstigen Ereignissen im Stromnetz verschont blieb, ist eindeutig vorbei.

    @Sepp:
    Wenn Du ein Gerät mit Schutzleiter am Gehäuse auf die Erde stellst, läuft das selten über die konstruktiven Gebäudeteile, die am PA hängen, zurück.
    Der Erdwiderstand dürfte ausserdem im Vergleich zum PE recht hoch bleiben, wenn Du es nicht gerade nach 3 Tagen Regen in ein Schlammloch stellst. :lol:
     
  11. Berni

    Berni

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    @Berni
    Zitat: In den aufgeführten Heizkreisverteilern ist für Stellmotore Strom (Nym-J 3 x 1,5mm²) verlegt worden. Da die Gehäuse aus Matall sind, macht es Sinn diese zu erden, fall ein Gehäuseschluss entsteht (Isolierungsbeschädigung an einer Kabeldurchführung) ?

    Ich habe mich falsch ausgedrückt, ich meinte hier nicht erden, sondern, soll ich die Gehäuse und darin befindlichen metallenen Rohrstücken/Heizkreisverteiler in den PA einbeziehen, nach dem diese über eine gewisse Strecke mit Verbundrohr ausgeführt sind. Gleiches Frage stelle ich mir auch über recht große metallene Wandheizkörper. Sorry, aber ich bin mir echt unsicher, weil benannte Bauteile nicht am PA angeschlossen sind, aber das Medium (Wasser) in Ihnen doch in einem bestimmten Maße leitend ist.
    Würde mich hier über eine verständliche Erklärung sehr freuen.

    Herzliche GRüße

    Berni

    Ps: Vorbeugen ist besser, als sich auf die Schuhe zu brechen.[/b]
     
  12. Dusol

    Dusol

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    Hallo Berni,

    Armaturen. Heizkreisverteiler und Heizkörper brauchen
    nicht in den PA einbezogen werden.
    Da die Rohre von der Heizung kommend aus Kunststoff
    sind, kann kein Potenzial eingeführt werden.

    Das Gehäuse des Heizkreisverteiler braucht auch
    nicht einbezogen werden. (siehe Beitrag ego1)

    Die Wassersäule im Heizungsrohr ist dabei viel zu hochohmig, um von einer gefählichen Potenzial-
    verschleppung reden zu können. :wink:




    Gruß
    Duspol :D
     
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