Potentialausgleich verbinden

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Guten Abend,
ich hätte einmal eine Frage zum Altbau im TT-Netz und dem Potentialausgleich. Darf man den "alten" bzw. bestehenden Potentialausgleich mit einem "neu" gelegtem Potentialausgleich verbinden? Also wenn der "alte" Potentialausgleich z.B. ein Horizontalerder ist und der "neue" ein Tiefenerder? Der "neue" Potentialausgleich würde quasi vorsorglich gelegt, da der "alte" bereits Spuren von Korrosion aufweist. Ist dies zulässig und ergeben sich daraus Vorteile/Nachteile in Bezug auf den Ohm-Wert des Potentialausgleichs?

Das ganze bitte ohne Blitzschutz (separiert) betrachten, hier geht es rein um den Potentialausgleich im TT-Netz.

Vielen Dank
 
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Wenn es eine Gebäudeeinheit ist, muss dieser sogar miteinander verbunden werden. Entweder aus dem gleichen Material, in dem die Erder ausgeführt sind oder mit Cu in min. 10mm² Stärke. 16mm² ist besser.
Macht auch Sinn, da es sonst über die Schutzleiter der E-Installation zu hohen Ausgleichströmen kommen kann, da der Erder über den PEN des Versorgers auch dessen Betriebserder stützt.

Nur wenn es sich um getrennte Einheiten (mit separaten EVU-Zugängen) handelt, entfällt die Verpflichtung.
 
Hallo www,
Danke für deine Info, auf jeden Fall werden diese mit 16mm2 verbunden, ich war eben nur nicht sicher ob mein "Bauchgefühl" hier richtig liegt mit dem verbinden.

Danke dir!
 
@Www schreibt teilweise Blödsinn. Im TT gibt es keinen PEN und auch keine Ausgleichsströme. Der Erder im TT hat nur mit dem PE Verbindung. Trotzdem müssen die beiden Erder verbunden werden (16 mm²).
 
Danke für deine Info, auf jeden Fall werden diese mit 16mm2 verbunden, ich war eben nur nicht sicher ob mein "Bauchgefühl" hier richtig liegt mit dem verbinden.
Klingt ganz einfach, aber die Tücke liegt im Detail.

Dann schildere doch bitte noch wie und womit du den 16 mm² Kupferdraht mit den Erdern aus nicht näher bezeichneten Materialien als elektrotechnischer Laie ober- oder gar unterirdisch verbinden willst.

Die aktuelle DIN 18014:2023-06 ist auch für Altbauten relevant und fordert auch ohne Blitzschutzsystem oder erdungspflichtige Dachantenne Verbinder nach IEC 62561-1.
 
Ein Potentialausgleich ist GRUNDSÄTZLICH vermascht auf zu bauen und somit ausreichend zu verbinden.
Da ist die Netzform vollkommen egal.
 
RÄUSPER: Dass die Erder miteinander verbunden werden müssen, wurde schon mehrfach erwähnt, aber halt noch nicht von jedem. :rolleyes:

Zwei Erder vom Typ A kann man sowohl sternförmig als auch durchgeschleift mit der MET/HES verbinden. Eine Norm nach der beides gefordert wäre ist mir unbekannt. Hier kommt es primär auf die Verbinder an.
 
Hallo schon einmal an alle und vielen Dank für die vielen und reichlichen Antworten. Zur kurzen Aufklärung: Der Tiefenerder 9m wurde mittels eines daran fixierten Rundstahl, ins Haus geführt und 1m entfernt vom alten Potentialausgleich auf eine obo Potentialausgleichachiene geschraubt. Der alte Potentialausgleich sitzt daneben auf eine Obo mit einem Flachstahl, somit kann mittels eines 16mm2 flexibel/starr grün gelben Kabel meiner Meinung nach sehr einfach eine Brücke geschlossen werden. Natürlich werde auch ich als Laie versuchen ggf. mit einem it200 von Benning und zwei zugehörigen Messzangen versuchen, den korrekten Ohm-Wert zu ermitteln nach und vor dem Zusammenschluss. Alternativ, falls das Gerät nicht hergehen sollte mit der alten Methode in einer Dreiecksmessung. An alle vielen Dank für eure antworten, dass hat sehr weitergeholfen, es ist ein echtes TT und somit kein pen sondern nur Neutralleiter im Eingang neben L1/2/3 und der potentialausgleich ist komplett separiert. Dennoch hat es auch nach meinem Bauchgefühl Sinn gemacht, die beiden Potentialausgleichsschienen zu verbinden, einfach vom Gefühl. Danke auch für den VDE Hinweis! Falls noch jemand Tipps haben sollte, bitte Bescheid geben, ich könnte die "obos" auch noch mit Rundstahl direkt verbinden. Danke euch!
 
Falls noch jemand Tipps haben sollte, bitte Bescheid geben,
Dann mal wie bei Monopoly zurück auf Start.
ich könnte die "obos" auch noch mit Rundstahl direkt verbinden. Danke euch!
Das schränkt aber die Auswahl der Schienentypen ein, siehe unten.
ich hätte einmal eine Frage zum Altbau im TT-Netz und dem Potentialausgleich. Darf man den "alten" bzw. bestehenden Potentialausgleich mit einem "neu" gelegtem Potentialausgleich verbinden? Also wenn der "alte" Potentialausgleich z.B. ein Horizontalerder ist und der "neue" ein Tiefenerder? Der "neue" Potentialausgleich würde quasi vorsorglich gelegt, da der "alte" bereits Spuren von Korrosion aufweist.
Im Startbeitrag wurden die Begriffe ERDUNG und POTENTIALAUSGLEICH unzulässig vermengt, das klingt nicht nach EFK. Erdung verbessert die Wirkung von Potentialausgleich, ist aber keiner.

Als Threadtitel hätte mir "Muss ein zweiter Erder mit dem Schutzpotentialausgleich verbunden werden?" mehr zugesagt.
Ist dies zulässig und ergeben sich daraus Vorteile/Nachteile in Bezug auf den Ohm-Wert des Potentialausgleichs?
Dass ein zusätzlich einbauter Tiefenerder mit 9 m Länge die Erdfühligkeit verbessert und nur Vorteile hat, sollte sich auch für einen elektrotechnischen Laien von selbst erschließen. U. a. nach DIN VDE 0100-540 ist für den Erder und die Anschlussfahne bei vor 2007-09 erstellten Gebäuden auch noch St/tZn bedingt zulässig, wenn er die geplante Lebensdauer des Gebäude durchsteht.
Das ganze bitte ohne Blitzschutz (separiert) betrachten, hier geht es rein um den Potentialausgleich im TT-Netz.
Falls mit "separiert" die Erdungsanlage von einem Äußerer Blitzschutz gemeint war, wäre die ohne Blitzschutzpotentilausgleich nicht normkonform.

Schon vor dem Inkrafttreten der neuen DIN 18014:2023-06 mussten die Verbinder für Erdung von Dachantennen auch ohne Blitzschutzsystem nach Prüfnorm gemäß Klasse H für 100 kA blitzstromtragfähig sein. Zur Verbindung von einem 10 mm Runddraht vom Tiefenerder und einem Bandstahl reichen die stabilen Außenklemmen einer nicht für Blitzschutzpotentialausgleich zertifizierten OBO 1809 nach meiner Privatmeinung noch aus. Für zwei Runddrähte mit 10 mm Durchmesser und einen Bandstahl reicht Elis-Lieblingsschiene aber nicht mehr aus. Bitte ein Foto vom Bestand ohne Abdeckungen nachreichen.

Unabhängig davon, welche Netzform definitiv vorliegt, sollte ein Austausch der HES nur bei freigeschalteter Elektroanlage und nur durch eine Elektrofachkraft mit VNB-Konzession vorgenommen werden.
 
Hallo Dipol,
ich habe dir Mal beide Erder bzw. Potentialausgleichsschienen angehängt. Ich denke es ist leicht zu erkennen, welcher der alte und der neue ist (alt Bild 1 inklusive der schönen grünen Verfärbung und neu Bild 2 der noch seine klassischen Farben trägt).

Danke dir für deine Hinweise.

Liebe Grüße
 

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Die Alte Schiene sollte man mal ersetzen um zu vermeiden, daß die Korrosionen Kontaktprobleme Verursachen.
Wennd as da so feucht ist das die grün Anläuft wäre eine OBO 1809A aus V4A die bessere Wahl.
Verbindung beider Schienen ist selbstverständlich zwingend erforderlich.
 
Die Bilder mal etwas aufgehellt:
Time2play_HES1.jpg time2play_PAS2.jpg
Beide Schienen haben zweireihige Klemmschrauben und sind damit keine OBO 1809.

Die neue kann eine DEHN 563050 PAS 9AK oder eine baugleiche KSB, usw. sein. Beide sind nicht nach alter EN 50164 oder aktueller 62561-1 nach Klasse N = 50 kA oder H = 100 kA geprüft. Für Anschluss von Erdungsleitern von Dachantennen somit nicht mehr normkonform.

Bei dem Korrosionszustand hat sich eine Auswechslung dieser HES förmlich aufgedrängt und danach hätte es sich angeboten die neue Anschlussfahne des Tiefenerders und auch die zwei neuen Potentialausgleichsleiter an der neuen HES anzuklemmen. Wenn die Anschlussfahne für den Tiefenerder nicht lang genug ist um an der HES angeschlossen zu werden, ist es blitzschutztechnisch nebensächlich, ob die örtliche PAS mit 16 mm² Cu oder 10 mm St/tZn verbunden wird.

Dass man feuerverzinktes Material nicht einputzt war hier unbekannt und ob du den feuerverzinkten Runddraht in der Wanddurchführung isoliert hast, bleibt offen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Potentialausgleich ist GRUNDSÄTZLICH vermascht auf zu bauen und somit ausreichend zu verbinden.
Da ist die Netzform vollkommen egal.
Einen Fundamenterder Stahl Zink kannst du z.B. nicht mit einem Tiefenerder Stahl Zink direkt verbinden, weil sich letzterer sonst auflöst.
 
Ob man das nun direkt macht oder über Umwege ist dabei egal, elektrisch muß das durchverbunden werden.
 
Hallo euch,
danke für die Antworten. Ja man darf nicht vergessen, dass der alte Potentialausgleich mindestens 30 Jahre alt ist. Anhand der Optik kann man nun nachvollziehen, warum hier ein neuer Erder und ein damit verbundener Potentialausgleich von mir ins Auge gefasst wurde. Die neue Anschlussfahne wurde Gebäudeaußenseitig mit einer ringraumdichtung geführt und innen mit Brunnenschaum ausgekleidet, diese wurde nicht eingemauert. Über den Brunnenschaum (B1) kann man jetzt natürlich streiten, ist aber auch kein Problem, der ist relativ leicht zu entfernen und dann ggf. mit Steinwolle oder geeigneter Isolierung zu ersetzen, auch hier bin ich für alle Vorschläge dankbar. Obo 1809 ist soeben bestellt worden und wird die andere Schiene ersetzen, danke für den Tipp. Die alte ist tatsächlich eine originale obo mit zwei Schrauben :).

Danke für eure Tipps
 
Einen Fundamenterder Stahl Zink kannst du z.B. nicht mit einem Tiefenerder Stahl Zink direkt verbinden, weil sich letzterer sonst auflöst.
Gerüchteweise soll es "Könner" geben, die das aber skrupelfrei praktizieren. :cool:

@time2play: Mit erdungspflichtiger Antenne wäre eine OBO 1801 mit Zugklemmen besser.
 
@Dipol danke für den Tipp mit der OBO 1801 mit zugklemme!
 
Thema: Potentialausgleich verbinden

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