Potenzial bei Edelstahl Küchengeräten

Diskutiere Potenzial bei Edelstahl Küchengeräten im Forum Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, erstal vorweg, da viele Themen in Foren ganz schön verrissen wurden. Ich bin kein Laie und auch kein Baumarkt Handwerker. Mein Problem...
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Schrauber

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Hallo, erstal vorweg, da viele Themen in Foren ganz schön verrissen wurden. Ich bin kein Laie und auch kein Baumarkt Handwerker.
Mein Problem besteht darin das ich einen neuen Edelstahl Kühlschrank gekauft habe und nun wenn ich den Wasserhahn berühre und den Kühlschrank ich einen kleinen elektrischen Schlag bekomme. Es ist ein Potenzial Problem. Die Wasserleitung ist geerdet und die Elektronstallation nur mit Phase und eerderter Null ausgeführt. Kann ich einen Potenzial Ausgleich in der Küche zwischen den Wasserleitungen und dem Kühlschrank herstellen? Oder wie kann ma das Problem anderweitig lösen?
 
Hallo erstmal,

das sollte mit geeigneten Messgeräten von einem Fachmann überprüft und instand gesetzt werden, auch wenn man kein "Laie" ist, es besteht bei nicht korrekter Installation der Schutzmaßnahmen Lebensgefahr, das sollte einem der Einsatz eines Fachmannes wert sein.

Übrigens wenn Du in Miete wohnst, ruf deinen Vermieter an, er ist für die ordnungsgemäße Installation verandwortlich.
 
Die Elektroinstallation ist in Ordnung zumindest für das Baujahr des Hauses 1956. Nulleiter und Schutzleiter ist eine Leitung. Wenn mann zwischen Kühlschrank und Wasserhahn misst ist ein Potential vorhanden. Leider bin ich nach dem Tod meines Vaters leider Hausherr und kann es nicht dem Vermieter anhängen. Wenn eine Elektrofirma kommt, kenne ich die Antwort: Die komplette Elektroinstallation sollte erneuert werden und einen Geldscheißer habe ich nicht.
Aber Danke für die Antwort.
 
Hallo Schrauber,

eines gleich vorweg, deine Annahme, „die Elektroinstallation ist in Ordnung“, stimmt mit Sicherheit nicht. Das kann ich hier sogar mit Ferndiagnose sagen. Wenn die Elektrik keinen Fehler hätte, wäre an der Stelle kein Potential.

Und Gunsenum hat recht, den Fehler zu finden ist nicht so einfach und sollte vor Ort mit entsprechendem Gerät gemessen werden.

Sicher ist es nicht so einfach, einen Elektriker des geringsten Misstrauens zu finden, aber versuchen solltest du es schon, ist billiger als ein Unfall durch Stromschlag.

Sicher wird der ein oder andere Strippenzieher sagen: alles raus. Das muss aber nicht sein, lass dir da auch nichts von angeblichen Vorschriften erzählen. Das ist nur der Trick, dir das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Gruß Fachmann
 
Dann gib mal einen Tip ab wo der Fehler zu suchen wäre. Habe die Verkabelung überprüft und durchgemessen. Kein Fehler feststellbar. Das einzige was festgestellt wurde das die Erdung der Wasserleitung nicht mit dem PEN des Hauses verdrahtet ist. Dadurch entsteht sicherlich das Potenzial.
 
Hai,

sind bei Dir in der letzten Zeit evtl. Arbeiten an der Wasserinstallation durchgeführt worden? Evtl. stimm deswegen der PA nicht mehr, sollten Metallrohre zumindest teilweise durch Kunststoffrohre ersetzt worden sein ...
Evtl. stimmt etwas mit dem PEN nicht, hier sollte auf jeden Fall eine Messung durchgeführt werden.

Gruß,

Martin
 
Schrauber schrieb:
Kein Fehler feststellbar. Das einzige was festgestellt wurde das die Erdung der Wasserleitung nicht mit dem PEN des Hauses verdrahtet ist. Dadurch entsteht sicherlich das Potenzial.

Die ersten beiden Sätze enthalten einen Widerspruch! Bemerkst Du ihn auch? :roll:

Du hast anscheinend ein TN-System. Dann stellst Du fest, dass die Wasserleitungen nicht in einen Potenzialausgleich einbezogen sind und es eine Potenzialverschleppung gibt. Außerdem behauptest Du, es sei kein Fehler feststellbar. Also wie denn nun?

0V
 
Schrauber schrieb:
Mein Problem besteht darin das ich einen neuen Edelstahl Kühlschrank gekauft habe und nun wenn ich den Wasserhahn berühre und den Kühlschrank ich einen kleinen elektrischen Schlag bekomme.

Wie du bereits richtig bemerkt hast, hat das was mit dem unterschiedlichen Potenzial beider Körper und dem fehlenden Potenzialausgleich zu tun.
Die Wasserleitung ist geerdet und die Elektronstallation nur mit Phase und eerderter Null ausgeführt.

Was verstehtst du bei der Wasserleitung mit "geerdet"? Wie ist das ausgeführt? Gibt es einen Hauptpotenzialausgleich? Was deine E-Installation angeht, du willst uns sicher sagen, dass bei dir ein TN-C-Netz besteht. Du hast also einen oder mehrere Außenleiter (L) und einen kombinierten Schutz- und Neutralleiter (PEN), welcher früher landläufig als Nullleiter bezeichnet wurde. Dieser Begriff ist auch immer noch verwurzelt. Der PEN ist also der Nullleiter und nicht Null- und Schutzleiter zusammen. Das aber nur am Rande.
Ein PEN muß zum Zwecke des Potenzialausgleiches mit dem Hauptpotenzialausgleich des Gebäudes verbunden werden. Das war im Prinzip auch schon 1956 so. Allerdings bestand damals der Potenzialausgleich in der Regel lediglich in der Verbindung von PEN und Wasserleitung, wenn vorhanden, auch noch der Gasleitung. Erder waren meist nicht vorhanden und spezielle Schienen auch nicht.

Kann ich einen Potenzial Ausgleich in der Küche zwischen den Wasserleitungen und dem Kühlschrank herstellen? Oder wie kann ma das Problem anderweitig lösen?

Was für eine Steckdose befindet sich am Kühlschrank? Ist der Schutzleiterkontakt ordnungsgemäß angeschlossen? Die Verbindung hat nicht zwischen Kühlschrank und Wasserleitung zu erfolgen, sondern es ist eine Hauptpotenzialausgleichsschiene zu setzen und der PEN mit in den Potenzialausgleich einzubeziehen und das möglichst bereits am Hausanschlußkasten.

MfG
 
Na das sind ja einmal Antworten mit dem ein Heizungsmeister mal was anfangen kann. Das Thema Potenzalausgleich haben wir nur kurz erwähnt... die Gasleitungen müssen mit dem Gebäudepotenzial Ausgleichsschiene verbunden sein.... oder so.

Habe lange in den Unterlagen meines Vaters gestöbert. 1992 wurde ein neuer Hauptanschlußkasten im Keller installiert. Die Elektrofirma hat wie ich heute telefonisch erfahren habe Pleite gemacht.

Ja einen Potenzialausgleich gibt es in der Form mit verbundenen Wsserrohren, Gasrohren, Antennenmasten zum Wasserzähler Anschlußrohr aus verzinktem Stahl.
Der PEN ist damit nicht verbunden.
Hat also der damalige Elektriker nicht aufgepasst und es nicht mit am Gebäudepotenzial aufgelegt.
Zur Steckdose.
Die Steckdose am Kühlschrank ist mit 3 Kabeln angeschlossen. Also L N und PE, im Wohnungssicherungskasten ist der N und PE auf eine Schiene gelegt.
Danke für die vielen Antworten werde nächste Woche einen Elektriker meines Vertrauens beauftragen mich nicht abzuzocken sondern den PEN auf das Gebäudepotenzial aufzulegen. An den Hauptanschußkasten gehe ich selbst nur ungern.
 
@Hemapri:

Bist Du Dir wirklich sicher, dass 1956 bereits ein Potenzialausgleich gefordert war, wenn als Schutzmaßnahme die Nullung angewandt wurde?

Ich bin mir da nicht so sicher. Ich dachte der Potenzialausgleich kam erst mit der VDE 0190/10.1970 (Habe diese aber leider nicht griffbereit).

Gerade damals konnte man aufgrund der geringen Energiedichte in Wohngebäuden, sprich wenige angeschlossene "Primitiv"-Verbraucher (Leuchten, Bügeleisen, Radio und wenn es hoch kam noch ein Fernseher) die heute so gefürchteten "vagabundierenden Ströme" im TN-C-System vermeiden, indem man eben gerade keinen Potenzialausgleich ausgeführt hat. Da es damals keine Vernetzung gab und außerdem in einem Zimmer meist sowieso nur ein bis zwei Steckdosen waren, ergab sich eine baumartige, maschenfreie Struktur des Nulleiters, so dass einfach aufgrund des Abstandes der Verbraucher der Schutzklasse I keine Ausgleichsströme fließen konnten.

Grüße
0V
 
So neue Mitteilung..... der Elektriker meines Vertrauens war da. Gott sei Dank habe ich Fußballfreunde. Zuerst haben wir einen Potenzialausgleich zwischen PEN und Hauserdung hergestellt, war recht easy da ein Potenzialausgleichs Kabel 2 Meter vom Hauptanschlußkasten entfernt war.
Das hat aber nichts gebracht. Das Potenzial zwischen Kühlschrank und Wasserhahn war immer noch da. Dann ging die Suche weiter. Ich erinnerte mich das vor 2 Jahren der Wasserzähler getauscht wurde. Wir untersuchten die Anschlußschellen an dem Wasserrohr. Die Schelle war gebrochen! das Ding bestand aus Aluminium und war nicht mehr richig mit dem Rohr verbunden. Also neue Schelle und gleichzeitig eine Leitung nach dem Wasserzähler auf die Leitung.
So dachten wir jetzt das wars aber Irrtum. Das Potenzial war immer noch da.
Wir stecken den Kühlschrank in eine andere Steckdose, anderer Stromkreis neues Glück und siehe da das Potenzial hat sich gegen Null aufgelöst. Der Fehler lag an dem einzelnen Stromkreis. Also alle Unterputzverteiler Dosen geöffnet und siehe da.... ein PE war nicht weitergeführt worden. Diesen wieder angeschlossen und auch auf diesem Stromkreis war kein Potenzial gegenüber der Wasserleitung zu messen.
Jetzt ist alles easy und auch für einen Heizungsmeister ist die Welt wieder in Ordnung.
Vielen Dank für die Fachkompetente Hilfe von allen.
Ich bleibe lieber bei meinen Heizungen und deren Verdrahtungen der Regelungen.
 
Schrauber schrieb:
Jetzt ist alles easy und auch für einen Heizungsmeister ist die Welt wieder in Ordnung.

Das ist doch mal eine gute Nachricht. Klar, wenn der Schutzleiter nicht zum PEN hin durchverbunden ist, kann kein Potenzialausgleich stattfinden. Das Problem wäre also behoben. :D

[/quote]Ich bleibe lieber bei meinen Heizungen und deren Verdrahtungen der Regelungen.[/quote]

Als Heizungsbauer müßtest du aber auch mit den Grundlagen des Potenzialausgleiches vertraut sein. Schließlich betrifft es Installationen mit Metallrohren auch.

MfG
 
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