Problem mit Einhell Gasheizer

Diskutiere Problem mit Einhell Gasheizer im Forum Off-Topic & Sonstige Tipps und Probleme im Bereich DIVERSES - Mein Problem passt nicht 100-prozentig zum Thema Elektrik. Aber hier im Forum sind bestimmt trotzdem Leute, die sich mit sowas auskennen... Ich...
B

beiti

Beiträge
77
Mein Problem passt nicht 100-prozentig zum Thema Elektrik. Aber hier im Forum sind bestimmt trotzdem Leute, die sich mit sowas auskennen...

Ich habe einen Gasheizer (Einhell HGG 171 Niro) gebraucht gekauft. Das ist so ein Ding, das Strom fürs Gebläse und Propangas fürs eigentliche Heizen braucht und dabei lt. Typenschild 17 kW Heizleistung erreicht. Also unter den Gasheizern, die ein Gebläse haben, eher ein kleineres Modell.

Ich kann das Gebläse starten, den Gasfluss starten und das Gas zünden. Funktioniert soweit. Vorn kommt heiße Luft raus.
Nach spätestens zehn Sekunden soll man die Gasflusstaste dann loslassen können. Das funktioniert leider nicht. Auch wenn ich sie eine Minute lang gedrückt hatte, hält sie nicht von sich aus. Also das Gas stoppt und die Flamme geht aus.

Jetzt habe ich das Gerät mal aufgeschraubt und mir angeschaut. Hier meine Deutung, wie ich glaube, dass das Ganze funktionieren soll:
Zunächst blockieren beide Sicherheitsschalter den Gasfluss. Sobald man den Ventilator einschaltet, geht Sicherheitsschalter 2 auf Durchfluss.
Durch Drücken und vorübergehendes Halten der Gasflusstaste erlaubt man das Einströmen des Gases durch Sicherheitsschalter 1 hindurch. Das Gas hat jetzt freien Weg bis hinauf zum Brenner. Danach kann man die Zündtaste drücken. Das Heizen beginnt.
Sobald der Brenner erwärmt wird und der Wärmeleiter diese Wärme zu Sicherheitsschalter 1 leitet, bleibt dieser dauerhaft geöffnet. Jetzt kann man die Gasflusstaste loslassen und das Gerät heizt dennoch weiter.
Nur bei Erkalten des Brenners (Ausgehen der Flamme) würde Sicherheitsschalter 1 wieder schließen. Bei Stromausfall und somit Stillstand des Ventilators würde Sicherheitsschalter 2 schließen.
einhell.jpg

Wenn meine Deutung stimmt, müsste der Fehler in Sicherheitsschalter 1 liegen. Der bleibt einfach nicht dauerhaft geöffnet, auch wenn über den Wärmeleiter genug Wärme ankommt.

Bleibt die Frage, ob ich das Ganze mit vertretbarem Aufwand reparieren kann.
Kann man so einen temperaturabhängigen Sicherheitsschalter 1 wieder in Gang bekommen? Wenn ja: wie?
Wenn nein: Kann man ihn als Ersatzteil irgendwo preiswert bekommen?
Oder lohnt der ganze Aufwand nicht und ich sollte das Gerät gleich entsorgen?
 
Wer ohne Kenntnisse an Gasanlagen egal welcher Art rumwerkelt, riskiert Verpuffungen und wohlmöglich schwere Verbrennungen. Lass das Gerät von einem Fachmann auf Sicherheit und korrekte Funktion überprüfen. Lass dir einen Kostenvoranschlag geben.
 
Wenn der Heizer eine Flammenüberwachung mit Ionisationselektrode hat, könnte es vielleicht auch ein nicht vorhandener oder unzureichender Schutzleiter (PE) der Stromversorgung sein. Habe letztens ein Video dazu gesehen:
 
@Melle
Danke für den Hinweis! Habe das Video mit Interesse angeschaut. Allerdings hat mein eigener Gasheizer eine wesentlich primitivere Sicherung ohne Elektronik.
 
Hallo beiti,
deine Vermutung ist völlig richtig. Es handelt sich hier um eine thermoelektrische Zündsicherung.

Thermoelektrische Zündsicherung » Hako-Lehrmittel

Es gibt zwei Fehlermöglichkeiten, etweder das Thermoelement welches in der Flamme befindlich, oder das Elektroventil ist defekt.

Ersatz bekommst du beim Hersteller deines Brenners.
 
HEs handelt sich hier um eine thermoelektrische Zündsicherung.
Danke für den Link!
Nach genau so einer Beschreibung hatte ich schon gesucht, um das Funktionsprinzip zu verstehen. Aber ohne die richtigen Fachbegriffe ist leider auch das Internet nicht immer hilfreich...
 
Hallo beiti,
deine Vermutung ist völlig richtig. Es handelt sich hier um eine thermoelektrische Zündsicherung.
Nö, es handelt sich um eine Zündsicherung ohne Elektrik Ist kein Strom dran. Ist die gleiche, wie in jedem besseren Propangaskocher oder Grill mit Kappilarrohrfühler. Nur ist beim Kocher oder Kochfeld gleich noch der Drehknopf für die Flammengröße dran
 
Schau ganz einfach aufs Foto. Da, wo Sicherheitsschalter 1 dran steht, ist kein Draht dran, nur der Taster und das Kapilarrohr. Danach kommt noch das Magnetventil, das von der Lüfter oder Luftstromüberwachung angesteuert wird.
 
Käse!
Es gibt kein Kapillarrohr!

Das Kupferröhrchen führt im Inneren einen Draht welcher vom Thermokopf zum Ventil führt.
Selbiges dient dem Hitzeschutz und gleichzeitig als elektr. Rückleiter für den Thermokopf.
Der Thermokopf erzeugt einen Strom, wenn Flamme dran kommt und dieser lässt das Magnetventil anziehen.

Ohne Flamme keinen Strom und ohne diesen zieht das Ventil nicht an.
So einfach funktioniert das, völlig ohne externe Bestromung.
 
Ein Thermoelement erzeugt im Leben nicht genug elektrische Leistung um direkt ein Magnetventil zu betätigen!

Wo kann man denn deine Theorie nachlesen??
 
Wenn man keine Ahnung hat....
...sollte man sich entweder mal schlau machen, oder einfach mal die Klappe halten.

Ich habe oben einen Link gepostet welcher das Prinzip erklärt. Lesen kannst du aber schon selbst?

Den Begriff "thermoelektrische zündsicherung" einfach mal bei Google oder Wikipedia eingeben wäre zuviel verlangt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Tatsächlich. Wieder was gelernt. Erstaunlich was man mit 30mV anfangen kann..
Kompliment, du bist noch ehrlich und lernfähig

Um diese geringe Spannung messen zu können, gab es mal ein spezielles/dediziertes Meßinstrument.
 

Anhänge

  • Millivolt_1.jpg
    Millivolt_1.jpg
    95,7 KB · Aufrufe: 8
25 Ohm/mV, das geht nur bei niederimpedanten Quellen. :D Thermoelement zählt dazu, also paßt das. Heutzutage mißt man das mit einem Multimeter, die haben oft schon 0,1 mV Auflösung im untersten Bereich, und das bei einem Eingangswiderstand von 10M. Mißbraucht man den mV-Bereich zur Strommessung, kann (theoretisch) ein Strom mit einer Auflösung von 10 pA gemessen werden (entspricht 0,1 mV bei 10 MOhm). Das geht dann schon gut für Isolationsmessungen.

Ich mag ganz ehrlich auch alte Meßgeräte und habe einige; bei manchen Anwendungen sind sie Digitalanzeigen überlegen. Man denke nur mal an den Tacho, wie sehr habe ich die Digitalanzeige im Twingo gehaßt.
 
Ja, Thermoelemente werden aber auch zur Temperaturmessung benutzt. Bei Temperaturen oberhalb 100°C werden in der Regel keine Widerstandselemente (PTC oder NTC), oder digitale Sonden wie der DS 18b20 mehr benutzt,

Da greift man zu Thermoelementen und wertet die abgegebene Spannung aus.
 
Na ja, Platinsensoren sind prinzipiell bis 850 °C genormt (auch wenn das kaum ein Sensor aushält) und sind hysteresefrei, da geht schon was. Bei digitalen Sensoren setzt spätestens die maximal zulässige Sperrschichttemperatur die Grenze.
 
Ja natürlich, kommt immer auch auf die Präzision an in Relation zum Herstellungspreis.

Einfache Thermoelemente sind billig herzustellen und die Genauigkeit ist nur mäßig.

Für z.B. Heißluftgebläse, Schmelzöfen u.ä. reicht das aus.

Natürlich gibt es Anwendungsfälle wo Thermoelemente an ihre Grenzen kommen.

Achso ja, meine Lötstation beherbergt zur Temp-Anzeige ebenfalls ein Thermoelement.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lodda
Hab auch beruflich mit Konstantan-Thermoelementen zu tun. Hatte aber was von ein paar Mikrovolt bei ca. 200-300 Grad Temperaturdifferenz im Hinterstübchen. Aber, wie gesagt, man lernt nie aus…
 
Thema: Problem mit Einhell Gasheizer
Zurück
Oben