PV-Batterie mit Generator über Wechselrichter-DC-Eingang laden

Diskutiere PV-Batterie mit Generator über Wechselrichter-DC-Eingang laden im Forum Photovoltaik- / Windkraft-Forum im Bereich DIVERSES - Hallo in die Runde, bin neu hier und habe mich wegen einer etwas ungewöhnlicheren elektrischen Anschlussfrage hier angemeldet, da woanders keine...
Die Erklärung ist einfach und juristisch solide: Die Sachen gehören noch nicht mir, ich habe noch keine Schlussrechnung, einige Tausender sind noch offen.

Wenn der ausführende Elektrikerbetrieb meint, da sei an der Anlage etwas abweichend von den Vorgaben von Fronius gemacht worden, dann sind beide aus der Gewährleistung raus und es wird schwer sein meine Rechte durchzusetzen ... muss dann auf meine Kosten nachweisen, dass der beanstandete Mangel nicht durch meine Basteleien begründet ist.

Es könnte bei den Versuchen auch etwas kaputtgehen. Teure Sachen zu beschädigen, die einem nicht gehören, das ist rechtlich auch heikel.

Dazu kommt, dass die PV-Batterie zwar angeschlossen, aber vom Elektriker noch gar nicht in Betrieb genommen wurde. Ebenso fehlt noch die Enwitec-Notstrom-Umschaltbox, weil nicht lieferbar. Also würde das alles sowieso nicht so wie für den "Ernstfall" geplant funktionieren.

Und noch kommt der Strom ja aus der Steckdose, also isses jetzt nicht soooo eilig.

Sind die Argumente akzeptiert? ;)

Der technische Support von Fronius hat mir bestätigt, dass die Überlegungen korrekt sind und das funktionieren müsste. Allerdings auch, dass das Konzept von Fronius nicht freigegeben ist und unterstützt wird, somit alles auf eigene Gefahr erfolgt. Logisch, möchte nicht wissen wieviele selbstverliebte Dilettanten da dran mit wechselndem Erfolg herumfummeln -- bin ja selber einer davon!
 
Meinerseits "Akzeptiert", aber "ganz schön schwierig"
Danke für die Auskunft.-
 
Mit der Abnahme geht die Anlage in Deinen Besitz über auch in Dein Eigentum, auch wenn da noch nicht alle Rechnungen bezahlt wurden.
Oder suchst Du jetzt die Teile raus die Du schon bezahlt hast um die als Dein Eigentum zu bezeichnen?

Aber ob Du jetzt vor oder nach der Abnahme damit was machst wofür die nicht gedacht ist wirkt sich das Grundsätzlich negativ auf Gewährleistung, Garantie und Produkthaftung aus.
Gerade bei PV Anlagen durchaus ein Punkt da es da von den Herstellern sehr lange Garantiezeiten gibt.
 
Danke für die Expertise.

Die Anlage ist wie schon geschrieben noch nicht vollständig, weder die (inzwischen angeschlossene) Batterie aktiviert noch die bestellte Enwitec-Umschaltbox montiert. Ohne dieser ist eine "DC-Notstromeinspeisung" eher witzlos weil AC-seitig noch nicht funktional. Nachdem ich aus der DC-Einspeisung noch keinen Nutzen ziehen kann ist die Implementation bis dahin auch unwichtig.

Ich denke, dass es juristisch am einfachsten ist, wenn das Geraffel zumindest einmal all das getan hat wofür es gekauft wurde. Ich muss bei meinem Solarfachbetrieb aufpassen, ich trau der Sache nicht ganz.
 
Hallo allesamt,
wie sieht es denn aus?
Gibt es neue Erkenntnisse zu dem Thema?
Ich möchte es nämlich genauso umsetzen.

Mein Elektriker sagt - er könne eine anstatt der teuren Enwitech rechtlich unbedenklich selbst eine manuelle Umschaltbox für denn full backup Betreib vom Gen24 in meinem Zählerkasten installieren und einen der PV String so modifizieren, dass 100% gewährleistet ist, dass kein Funke beim umstecken/umschalten überspringt bzw. das ganze gefahrlos (manuell!) bewerkstelligbar ist.

Ein Notstromaggregat ist schon vorhanden und es wäre toll wenn ich dieses mit dem Meanwell CSP 3000 verbinden, betreiben und über den PV String meine Batterie laden könnte könnte.

Ich hab 11KW BYD HVM und einen Fronius Gen24 Plus 10.0 sowie 15KWp am Dach. Mit der manuellen Batterieladung wäre, das Konzept eine halbwegs "blackoutsichere" Lösung - aber das ist natürlich sehr subjektiv beurteilt.

Ich freue mich über Erkenntnisse bzw. Tipps auf was ich noch alles bei dieser Lösung aufpassen muss.
 
"rechtlich unbedenklich" ist kein Maßstab in der Elektrik. Eine veraltete Anlage mit klassischer Nullung ist auch "rechtlich unbedenklich" real aber eine ernste Gefahr.

Der Preis dieser Umschaltboxen hat durchaus seine Berechtigung.
Entweder baut man das mit Schützen auf, benötigt dann aufgrund der unzureichenden Kontaktabstände schon mal zwei in Reihe, und verbraucht damit dann dauerhaft so 10-20W, oder man baut das mit einem Automatischen Umschalter auf (z.B. Siemens DC Trennschalter+ Fernantrieb+ Unterspannungsauslöser) hat dann aber Materialkosten von ca 500€

Alternative wäre noch ein Hand betätigter Umschalter wenn das dein Umrichter zulässt
 
"rechtlich unbedenklich" ist kein Maßstab in der Elektrik. Eine veraltete Anlage mit klassischer Nullung ist auch "rechtlich unbedenklich" real aber eine ernste Gefahr.

Der Preis dieser Umschaltboxen hat durchaus seine Berechtigung.
Entweder baut man das mit Schützen auf, benötigt dann aufgrund der unzureichenden Kontaktabstände schon mal zwei in Reihe, und verbraucht damit dann dauerhaft so 10-20W, oder man baut das mit einem Automatischen Umschalter auf (z.B. Siemens DC Trennschalter+ Fernantrieb+ Unterspannungsauslöser) hat dann aber Materialkosten von ca 500€

Alternative wäre noch ein Hand betätigter Umschalter wenn das dein Umrichter zulässt
hi,
Materialkosten von 500 wurden auch vom Elektriker genannt. Ein händischer Umschalter wird von der Energie AG nicht akzeptiert. Es muss aber auch keine enwitec Box sein - daher der Elektrikernachbau um rd. 500 + Arbeit.

Mich würde aber eher interessieren, ob jemand mittels 380V Aggregat und Meanwell CSP3000-400 eine Batterieladung mit einem Fronius Gen24 Plus erfolgreich durchführt...... und was man dazu noch alles braucht damit man in einen der beiden Strings "reinladen" kann. Den Umschalter baut ja der Elektriker ein.

Aber reicht es das Stromaggregat mit dem Meanwell und den Strings zu verbinden oder gibts da noch andere Tücken....???
 
Deinem WR ist es völlig wurscht ob der Gleichstrom von den PV- Modulen kommt oder aus einer anderen Gleichspannungsquelle.
Du solltest aber beachten das die externe Gleichspannungsquelle im Bereich des WR bleibt.
 
Hallo
Danke das sollte mit dem Meanwell realisierbar sein zumindest gibt es Videos in denen sehr sauber die 400v rauskommen.

Daher meine Frage m….
Hat das jemand erfolgreich in der Praxis umgesetzt?
Wenn ja, würde ich mich über eine Nachricht oder einen Praxisbericht freuen.

Schöne Grüße
 
Dir sollte auch klar sein, daß Dein Fronius im Inselbetrieb 53Hz erzeugt was andere Generatoren dazu bewirkt ab zu schalten.

Mir wäre es da ziemlich egal was der Netzbetreiber für einen Umschalter haben will, da würde ich das vorher ohne Ersatzstromfunktion bauen und das erst nach dem der Spezi da war und den Zähler gesetzt hat das anpassen.
Denn Verantwortung für Deine Anlage trägst allein Du als Betreiber und nicht der VNB.
 
Dir sollte auch klar sein, daß Dein Fronius im Inselbetrieb 53Hz erzeugt was andere Generatoren dazu bewirkt ab zu schalten.

Mir wäre es da ziemlich egal was der Netzbetreiber für einen Umschalter haben will, da würde ich das vorher ohne Ersatzstromfunktion bauen und das erst nach dem der Spezi da war und den Zähler gesetzt hat das anpassen.
Denn Verantwortung für Deine Anlage trägst allein Du als Betreiber und nicht der VNB.
die 53hz sollten kein Problem sein, weil ja kein weiterer WR od. Generator eingebunden wird. Ich hab ja nur einen Wechselrichter mit 2 PV Strings und bei dem einen PV String fahre ich dann mit 400V gleichspannung (wie die PV Module) rein. Daher sollte das nicht hinderlich sein.

Danke für den restl. Hinweis bzgl. Netzbetreiber.
 
genau "sollte gehen..."
und jetzt würde mich brennend interessieren, ob es jemanden im Forum gibt der das bereits erfolgreich umsetzt hat....

Ich bedanke mich im Voraus über einen Praxisbericht.
Vielleicht kann "Austro-Diesel" seit Feburar über "Neuigkeiten" berichten.
 
Hallo!!
Ich bin es nochmal…

Hat jemand eine Vorstellung mit welchen Teilen bzw wie man den PV String abschließt damit man dann das Meanwell Hochvoltnetzteil anschließen kann?

Manuell automatisch?

Welche Teile würde man da benötigen?

Montieren würde es sowieso der Elektriker aber ich würde gern mal abschätzen was da an Kosten für die Hardware daherkommen kann.

Schöne Grüße
 
Die Idee dahinter ist einen PV String abzuhängen und in diesen String mit dem Netzteil 400v Gleichstrom einzuspeisen.
 
Und was passiert dann mit dem PV String?
Wenn Du den abklemmst kannst Du ihn auch abbauen.
 
Ich glaub ich habe mich nicht verständlich ausgedrückt.

Mein Wechselrichter hat zwei Strings - in denen Hochvoltgleichstrom aus PV-Fläche verarbeitet wird.

Wenn nun blackout wäre, könnte ich nur den Strom aus den Speicher und den "neuen" Sonnenstrom solange verwenden solange der Speicher nicht leer ist - denn dann wenn er leer ist geht gar nichts mehr...

Wenn ich in der Lage wäre für 3-4h über ein 3-4KW 380V Notstromaggregat mittels Hochvoltschaltnetzteil 400V 3KW Gleichstrom anstelle des PV-Stroms über einen String in den Wechselrichter einzuspeisen, könnte der WR damit den benötigten Hausstrom erzeugen und gleichzeitig mit dem Überschuss den Speicher aufladen.

Das hätte großen Vorteil im Vergleich zu einer direkten 3-Phasen Notstromeinspeisung ins normale Hausnetz, dass ich das Stromaggregat nicht ununterbrochen und durchgehend laufen lassen müsste, weil ich so ja keinen Strom in der Batterie speichern kann.

Hoffentlich ist es jetzt verständlicher....

Wird die Einspeisung aus dem Aggregat nicht mehr benötigt kann die PV Fläche wieder angeschlossen bzw umgeschaltet werden und liefert den vorhandenen Sonnenstrom in den WR.

Das Thema wäre dann ganz speziell interessant bei black-out im Winter niedrigem Sonnenstand bzw. bei schneebedeckter PV-Fläche....
 
400V ist aber immer noch Niederspannung und immer noch kein "Hochvolt"

Zunächst benötigst Du mal einen Lasttrennschalter der erst mal DC und dann diese Spannung schalten kann.
Zusätzlich muß dieser als Umschalter ausgestattet sein.
Von Siemens gibt es zumindest einen DC Trennschalter, der kann aber nicht umschalten.
 
Thema: PV-Batterie mit Generator über Wechselrichter-DC-Eingang laden
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