Saunahauszuleitung

Diskutiere Saunahauszuleitung im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, ich möchte gerne ein Saunahaus in unserem Garten errichten. Jetzt habe ich mit mehrern Elektrikern gesprochen wie man die Zuleitung vom...

  1. #1 olliuhl, 15.03.2006
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    Hallo,
    ich möchte gerne ein Saunahaus in unserem Garten errichten. Jetzt habe ich mit mehrern Elektrikern gesprochen wie man die Zuleitung vom Sicherungskasten im Haus zum Gartenhaus verwirklichen kann und habe verschiedene Aussagen erhalten und würde jetzt gerne mal Eure Meinung dazu hören.

    Es soll vom Sicherungskasten (allg. Zähler), durch den Keller, raus in den Garten, zum Gartenhaus eine Zuleitung gelegt werden. Im Gartenhaus erfolgt dann eine UV mit FI und Sicherungen.

    Ins Gartenhaus kommt ein Saunaofen max.9 kw, DLE max.21kw, Hebeanlage 1kw und Licht + Steckdosen.

    Der Weg vom Sicherungskasten bis zum Gartenhaus beträgt ca. 45 m.

    Im Sicherungskasten ist ein TN-S - System vorhanden.

    Nun meine Fragen: Welche Stärke sollte man für das Kabel wählen? Vorschläge der Elektriker u.a 4x10qmm oder 5x16qmm.
    Desweiteren unterscheiden sich die Aussagen bei der Wahl der Vorsicherungen. Wie hoch sollte man diese dimensonieren.

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen einen Überblick zu bekommen.
     
  2. Chriss

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    Hallo,

    1. Hast du tatsächlich ein TN-S netz? oder ein TN-CS netz, was ich mir eher vorstellen kann, da ich noch NIE ein TN-S netz gesehen habe. Was aber in diesem Fall nicht so relöeqwand ist, schließlich ist es nun der Fall egal wie ob TN-CS oder TN-S du hast N + PE.

    Den Elektriker, der dir 4x10mm² vorgeschlagen hat, da würde ich den mal fragen, wie er das machen will. PEN GEHT NICHT, einmal aufgetrennt in PE + N darf NIE zusammengeführt werden. Und wie willst du es dann erden, will er die drei Außenleiter und N nach draußen legen und nen Erdspieß eingraben?

    Also ich meine du brauchst 5 Adern. Den Querschnitt kann ich leider noch nicht berechnen, muss ich noch lernen.

    Bei den Vorsicherungen bin ich mir auch nicht ganz sicher, Frage an die Anderen, bei 21kw + 1kw + licht = ca. 24 KW mit licht und Steckdosen, müsste doch 35A reichen, oder?

    Dann müsste auf jeden Fall ein FI in die Verteilung im Gartenhaus, oder schon hinter die Vorsicherung im Haus, dann ist die Leitung zum Gartenhaus mit abgesichert. Bei 35A Vorsicherung würde ich nen 40A FI nehmen 0,03.
     
  3. #3 olliuhl, 15.03.2006
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    Hallo,
    es ist natürlich ein TN-CS Netz.

    Der Elektiker meinte er würde den PEN vor der Auftrennung im Sicherungskasten abgreifen und dann in der UV PEN ausftrennen in N + Pe.
     
  4. Chriss

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    Gut, dann kann er auch 4 adern nehmen, nur weil oben stand, TN-S, dan würde es mit 4 nicht gehen.

    Ins Gartenhaus kommt ein Saunaofen max.9 kw, DLE max.21kw, Hebeanlage 1kw und Licht + Steckdosen.

    Licht+Steckdosen ist klar, Hebenanlage 1kw, aber die Sauna, hat die jetzt 9kw oder 21kw?
     
  5. #5 olliuhl, 15.03.2006
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    Der Saunaofen hat 9kw, der DLE hat 21kw und die Hebeanlage 1kw. Also für den Part gesamt 31kw.
    Dann kommt wie gesagt noch Licht & Steckdosen hinzu.
     
  6. Chriss

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    DLE, oh mann bin ich müde DurchlaufErhitzer, dann habe ich das falsch adiert, dann kommst du auf 135 Amperre +16A Für licht und Steckdosen = 151 Amperre.

    151 / 3 = 51 A pro Phase also kann es bei 50A absicherung knapp werden. Also schlage ich 63A vor. Wie gesagt, bei Querschnitt muss dir jemand anders helfen.
     
  7. edi

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    Hallo,

    bei einem zu erwartenden Betriebsstrom von ca 50 A
    ( sollte wirklich mal alles gleichzeitig laufen ) und einer gewählten Vorsicherung von 63A ( gl)
    wirst du bei einem Querschnitt von 16mm² bezüglich des Spannungsfalls keine Probleme bekommen.
    Bezüglich der Abschaltbedingungen kommt es auf die Vorimpedanz des Netzes an . Bei gL Sicherung und Abschaltzeit 5 sec darf das Kabel max 63 m sein wenn die Vorimpedanz nicht größer als 500mohm ist,bei einer geforderten Abschaltzeit von 0,4 s kann man 16mm² schon nicht mehr verwenden....
    Wenn die Vorimpedanzen nicht ermittelt werden können
    sollte man auf die sichere Seite gehen und 25mm² verwenden....

    Nun kann man sich streiten welche Abschaltzeit hier gilt . Die Abschaltzeit von 0,4 s gilt bei Spannungen
    gegen Erde von U0 = 230 V für alle Endstromkreise,
    die über Steckdosen oder festen Anschluss Handgeräte der SchutzklasseI oder ortsveränderliche Betriebsmittel der Schutzklasse I versorgen.
    Sofern nicht bestimmte Bedingungen erfüllt
    sind, gelten diese Abschaltzeiten auch
    für fest angeschlossene Verbrauchsmittel. (VDE 0100 T410 )

    Allerdings gibt es folgende
    Ausnahmen, bei denen für die fest angeschlossenen
    Verbrauchsmittel die 5 s beibehalten
    werden dürfen:
    a) Wenn die Bedingung erfüllt ist, dass die
    Impedanz ZPE des Schutzleiters zwischen
    der Verteilung und dem Punkt, an dem
    der Schutzleiter mit dem Hauptpotentialausgleich
    verbunden ist, nicht den Wert
    (50 V /U0) x ZS überschreitet, oder
    b)wenn ein Potentialausgleich an der Verteilung
    durchgeführt wird, in dem die
    gleichen Arten von fremden leitfähigen
    Teile wie beim Hauptpotentialausgleich
    örtlich einbezogen sind und dieser Potentialausgleich
    die Anforderungen
    für den Hauptpotentialausgleich erfüllt........wer überprüft das ????
     
  8. Chriss

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    so, jezt verate uns mal was die elektriker so vorgeschlagen haben an vorsicherungen.
     
  9. edi

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    Hallo,

    was ich noch vergessen habe : Für den Betrieb von Geräten größer 12 KW brauchst du die Genehmigung deines EVU.............( lt.TAB 2000 Abschnitt 2/3 )
     
  10. #10 olliuhl, 15.03.2006
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    Vielen Dank schon mal für die Antworten,

    Das wird der Elektriker doch wohl dann erledigen, oder!?

    Und auch die Abschaltbedingungen sollten die Herren kennen, schließlich sind sie vom Energieversorger empfohlene Elektriker, komisch nur das mir der eine dann in sein Angebot ein 4x10qmm Erdkabel als Zuleitungskabel schreibt.

    @Chriss
    im Angebot sind als Vorsicherungen 63A, 50A und tatsächlich 35A(der hat die Aussagen am Telefon gemacht, gut was)
     
  11. #11 Hemapri, 15.03.2006
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    Ist überhaupt der Hausanschluß, die Hauptleitung und die Zähleinrichtung für eine solche, neu hinzukommende Last ausgelegt?

    MfG
     
  12. edi

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    Hallo,

    nun, vielleicht geht er von einem anderen Gleichzeitigkeitsfaktor aus. Meine Aussage bezieht sich auf einen Betriebsstrom von 50A bei einer 63 A Absicherung.
    Wenn gewährleistet ist, das maximal immer nur 35 A fliessen ( Beispiel ) kann seine Berechnung auch auf 10 mm² hinauslaufen und muss nicht falsch sein......
    Aber das kann man nur vor Ort klären.......


    Davon gehe ich aus.........



    Das wird der Elektriker doch wohl dann erledigen, oder!?
     
  13. #13 olliuhl, 15.03.2006
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    @Hempari
    laut der Aussagen der Elektriker sind die Voraussetzungen für die neue Last gegeben.

    @edi
    aber ist es nicht so das ich, wenn der Saunaofen läuft, dabei auch den DLE in Betrieb habe (duschen nach den Saunagängen) und dann auch die Hebeanlage arbeitet, einen dementsprechenden Betriebsstrom habe.
     
  14. edi

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    Hallo,

    das kann ich natürlich nicht einschätzen........aber natürlich ist das denkbar.....besonders wenn es sich um mehrere Personen handelt....
    Sprich die Elektriker darauf an , eventuell ist ein Lastabwurf vorzusehen........
     
  15. Chriss

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    Hallo,

    1. der mit den 35A, war das dann auch der mit den 10mm²??? oder hat etwa der mit den 50 oder 63A die Leitung 10mm² vorgeschlagen? Das mit 35A geht ja garnicht, da kannst du entweder saunieren oder wasser beziehen. Wie edi sagt, wenn er 35A und 10mm² nimmt, gibts die Möglichkeit über einen Lastabwurf wenn entweder Wasser gezogen wird die Sauna abzuwerfen oder andersrum.

    2. Größer als 12kW,m dass heißt auch nen normaler Durchlauferhitzer in der Küche müsste angegeben werden? In welcher form, eimfach anrufen und sagen ach übrigens ich habe da so nen neues gerät???

    Gruß
    Christian
     
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