Schlechte Voraussetzungen für Leuchten-Montage

Diskutiere Schlechte Voraussetzungen für Leuchten-Montage im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen, bei einer Bekannten ist meiner Ansicht nach die elektrotechnische Planung nicht optimal verlaufen und es geht mir jetzt darum,...

  1. PP

    PP

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    Hallo zusammen,

    bei einer Bekannten ist meiner Ansicht nach die elektrotechnische Planung nicht optimal verlaufen und es geht mir jetzt darum, mit ihr die Probleme zu besprechen und auch über mögliche Lösungen nachzudenken.

    Auf dem Foto weiter unten kann man die Anschlüsse für die Beleuchtung erkennen, wobei die Anschlüsse im Rahmen einer Sanierung von einem Elektrofachbetrieb für den Anschluss von Leuchten vorbereitet wurden. Meine Bekannte wollte nun die vor einiger Zeit gekauften LED-Leuchten montieren lassen, die zu allem Überfluss nicht mal Ansatzweise genug Platz für die bei den unteren beiden Lampen notwendige Verkabelung bieten. Ein Handwerker hat deshalb zwischenzeitlich die Montageplatten der Leuchten angebracht und bei den 2 unteren Anschlüssen einen kleinen Hohlraum für die Verkabelung in die Wand gestemmt, der später vom Alu-Gehäuse der montierten Lampe verdeckt werden würde. Es fehlt aber noch die Verbindung vom Hohlraum zum Loch in der Montageplatte, irgendwie muss der Strom ja auch in das Innere der Lampe gelangen. Davon abgesehen ist eine derartige Montage meiner Ansicht nach gar nicht zulässig.

    Im Bild zeigen Nummer 1 und 2 die unteren Lampen-Anschlüsse, wo an jeder Stelle 2 Mantelleitungen aus der Wand kommen: Die Enden, wo der Mantel noch vorhanden ist, gehören zur kurzen Verbindungsleitung zwischen den beiden Anschlüssen. Von der Mantellosen Leitung bei Nummer 2 geht es dann weiter zu den oberen Anschlüssen(Nummer 3 und 4). Bei den oberen Anschlüssen sieht es für mich so aus, als wenn vorhandene alte Steg-Leitungen weiterverwendet wurden - hier kommen teilweise nur wenige cm kurze Aderleitungen aus der Wand und es sieht fast so aus, als ob der Schutzleiter geflickt und mit Isolierband umwickelt wurde.

    Meine Fragen wären jetzt folgende:

    Ist es möglich, die Verteilung bei den unteren beiden Anschlüssen in einem ausgestemmten Hohlraum von wenigen Kubikzentimeter fachgerecht vornehmen zu lassen? Die klassischen Unterputzdosen, die ich kenne, haben ein Fräßloch von knapp 7 cm und sind damit geringfügig breiter als das Alu-Gehäuse der Leuchten. Zumal ich bezweifle, dass man bei einem bereits eingeputzten Kabel problemlos nachträglich eine UP-Dose fräsen und setzen kann.

    Alternativ habe ich schon über eine Holzkonstruktion nachgedacht, die zwischen Wand und Leuchte kommt und die im unteren Bereich einen Zwischenraum für einen kleinen flachen Verteilerkasten entstehen lässt. Das Lampengehäuse wird mit Druck über Stahlkugeln auf einem kleinen festgeschraubten Metallkorpus eingerastet, nicht zuletzt deswegen habe ich Gedanken an Kunststoffgehäuse für die Montage verworfen. Aber das löst leider nicht das Problem mit dem fehlenden Manteln.

    Wären die Leuchten mit irgendwelchen Hilfsmitteln vorschriftsmäßig montierbar, oder ist hier alles zu spät und es müssen neue Mantelleitungen eingezogen werden, so dass der Mantel bis ins Innere der Lampen reicht?

    Meine Bekannte favorisiert natürlich eine Lösung ohne zusätzliche Aufputz-Elemente. Fragt sich nur, ob das überhaupt möglich ist und wenn ja, wie?

    Viele Grüße
    PP

    [​IMG]
     
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  3. s-p-s

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  4. #3 Strippe-HH, 28.11.2016
    Strippe-HH

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    Das was dort zu sehen ist da ist es stark anzuzweifeln ob da wirklich Fachleute am Werk gewesen sind, kurz und knapp gesagt es ist ganz einfach Murks.
    An den Wandleuchten von Bild 1+2 fehlen Wandauslassdosen (Schiffchen) und wozu dort zwei Leitungen?
    auf Bild 3 und 4 wo ist das, keine Verteilerdosen.
    Auf Bild 3 zu den Leitung ohne Basisschutz
    Auf Bild 4 kein Schutzleiter zu erkennen.

    Dieser Pfusch darf auf keinem Fall in Betrieb genommen werden! Lebensgefahr!
     
  5. #4 Octavian1977, 28.11.2016
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Das ist keine fachgerechte Installation weder vorher noch der Pfusch zur Änderung.
    Ein Kabel darf nicht einfach irgendwie aus der Wand kommen, hier sind Klemmräume zu installieren wie vom Vorredner bereits angegeben.

    Ich Persönlich bevorzuge 68er Hohlwanddosen für Wandanschlüsse, leider passen da nicht alle Wandlampen dran. Die meisten lassen sich daran aber sehr gut installieren, da die Löcher für die Befestigungen üblicherweise genau mit den Stellen für die Dosenschrauben übereinstimmen.
     
  6. PP

    PP

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    Super Tipp, vielen Dank! Größer dürften die auch gar nicht sein, weil die sonst nicht mehr durch die Leuchte verdeckt würden.

    Die 2. Leitung verbindet diese beiden Anschlusstellen im Treppenhaus, die sich ca. in Deckenhöhe des EG befinden. Über die Beweggründe kann ich nur Vermutungen anstellen, aber hinsichtlich dessen was ich von der Planung so mitbekommen habe kam der Strom vor der Sanierung für die unteren beiden Anschlüsse von einem Verteiler aus einem angrenzenden Feuchtraum in der 1. Etage und versorgte die beiden Anschlüsse Sternförmig. Da der Verteiler direkt unter einer Nasszelle lag, wurde dieser vom Fachbetrieb stillgelegt und vermutlich eine Verbindung zu einer nahe gelegenen Verteilerdose im EG hergestellt, wobei dann wohl diese Verschaltung der Anschlusstellen herauskam.

    Das sind die Anschlüsse für die Beleuchtung im oberen Bereich des Treppenhauses. Die Versorgung des oberen Bereichs erfolgt vermutlich durch das in Nummer 2 zu sehende Kabel, bei dem der Mantel bereits fehlt. Oben im 1. OG befindet sich eine Verteilerdose in der Nähe der Treppenhausbeleuchtung. Ich vermute, dass die Mantelleitung dort endet und dann die oberen Anschlüsse sternförmig versorgt.

    Irgendwie verstehe ich die Formulierung nicht. Meinst Du damit, dass der Mantel fehlt? Der fehlt aber doch an vielen Stellen. Oder meinst Du Nummer 4, wo L und N blank liegen?

    Ich sehe bei Nummer 4 eine grün-gelbe Ader. Allerdings kann man nicht erkennen, was sich hinter dem weißen Isolierband befindet. Bei meinem nächsten Besuch kann ich mir das mal näher ansehen, aktuell stehen mir leider auch nur Fotos von meiner Bekannten zur Verfügung.

    OK, dürfte die Beleuchtung denn in Betrieb genommen werden wenn...
    - an allen 4 Stellen Schiffchen eingegipst werden...
    - an allen 4 Stellen L, N und PE zur verfügung stehen...
    - und eventuelle Flickstellen(siehe PE) im Schiffchen aufgrund der hinzugewonnenen Adernlänge mit Steck-Klemmen verlängert und diese verlängerten Adern in die Lampe geführt werden?

    Interessant, da werde ich bei meinem eigenen nächsten Lampenkauf mal drauf achten.

    Vielen Dank und viele Grüße
    PP
     
  7. #6 Octavian1977, 29.11.2016
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Das Schiffchen muß genau Dort hin wo jetzt die Adern aus der Wand fallen und nicht oben hin wo Du den Leuchtenhalter montiert hast.
    Ansonsten kannst Du die Leitungen nicht fachgerecht in die Schiffchen einführen, da die Leitungen nicht außerhalb der Dose ohne Mantel geführt werden dürfen.
    1. Beschädigt der Putz die Basisisolierung (bunte Isolierung der Adern) wenn diese direkt im Putz liegen.
    2. Muß eine verstärkte Isolierung vorhanden sein (grauer Mantel) damit der Mensch vor elektrischem Strom ausreichend geschützt ist.
     
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