Schlitztiefe bei 15cm dicken Kalksandstein

Diskutiere Schlitztiefe bei 15cm dicken Kalksandstein im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo an alle Experten, Ich habe bereits über die Forumsuche ähnliche Beiträge durchgelesen aber ich bin leider nicht ganz schlau daraus...

  1. #1 peteralm, 30.12.2007
    peteralm

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    Hallo an alle Experten,

    Ich habe bereits über die Forumsuche ähnliche Beiträge durchgelesen aber ich bin leider nicht ganz schlau daraus geworden.
    In unserem geplanten Neubau möchte ich die E-Installation selber machen. Die Zuleitungen für die Verbraucher sowie zu den Steckdosen und Schaltern wollte ich im Leerrohr auf der Filigrandecke verlegen, so daß ich nur noch vertikale Schlitze in der Wand machen muß.
    Die DIN 1053-1 bezüglich Schlitztiefen habe ich mir breits angeguckt. (Vertikale Schlitztiefe) Darin steht z.B bei einer 11,5cm Wand Schlitztiefe <10mm, bei 17,5cm Schlitztiefe <30mm.
    Desweiteren steht drin daß ohne Nachweis Schlitze auch hergestellt werden können wenn bezogen auf eine Wandfläche die Querschnittsschwächung <6% beträgt und die Restwanddicke nach Tabelle 10 Spalte 8 ( bei den meisten steht Restwanddicke >11,5cm) beachtet werden muß. Bei Steingrößen dazwischen z.B. 15cm dicke was bei mir verbaut werden soll man die nächstnierigere Steingröße nehmen, also die Werte für die 11,5cm Steine.
    Meine geplanten vertikalen Schlitze sollten max.20mm tief werden, da ich aber laut Tabelle die nächstniedrige Steinsorte nehmen muß darf ich ja ohne Nachweis nur 10mm tief schlitzen, obwohl ich sag mal jetzt als Laie es müßte ja ohne Probleme z.B 20mm tief gehen schließlich ist der stein ja 3,5cm dicker als die nächstniedrigere.
    Da ja bei mir auch nicht undbedingt viele Schlitze gemacht werden müssen also innerhalb einer Wandlänge von 1m (das mit den <6% Quertschnittsschwächung) die ja auch ohne Nachweis erstellt werden können, habe ich geguckt ob da was möglich ist.
    Bei 17,5cm Steinen dürfen ja die Schlitze ja dann bis zu einer Restwanddicke bis >11,5cm ausgeführt werden also 60mm tiefe Schlitze.
    Wenn ich aber wiederum für meine 15cm dicken Steine die nächstniedrige Werte von 11,5cm Steine nehme darf ich ja immer noch nicht ohne nachweis natürlich keine Schlitze tiefer 10mm in die 15cm Steine machen da ja für 11,5cm Steine keine Restwanddicke angegeben ist. Bis zu einer Restwanddicke von >11,5cm wie es ja bei den 17,5cm erlaubt ist wären ja bei den 15cm Steinen immer noch 35mm Luft.
    1. Werden die 15cm Steine benachteiligt?:)
    2. Wenn ein statischer Nachweis geführt werden muß was ist das und was würd es extra kosten? ( Werde mit Generalübernehmer bauen) mit seperaten Vertrag für architekten und Ingeneurleistungen also Statik hab jetzt schon einen Aufpreis von 730Euro berechnet bekommen, weil ich eine tragende Wand von der ursprünlichen Planung weggelassen habe bzw umplanen ließ.
    3. Sind 17,5cm steine viel teurer wenn ich mit 17,5cm Steinen gebaut haben will?
    tut mir leid daß es lang geworden ist
    MFG
    peter
     
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  3. edi

    edi

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    Hallo,

    natürlich sind 17,5 er teurer....aber wie gesagt, du brauchst ja auch weniger .
    Außerdem gibt es ja auch " größere " 17,5 er ....man spart eine Menge Zeit ( und Mörtel ) beim Vermauern...

    Weil du auch die Restwanddicke angesprochen hast:
    Nicht nur statisch könnte es in bestimmten Bereichen
    ein Problem gebensondern auch elektrotechnisch ( Sicherheit):

    Beispiel:

    11,5 er Wand zur Abtrennung eines Bades .
    An der Außenwand einé Steckdose , diese wird ca 60 mm in die Wand eingelassen( Unterputzdose )
    Dann hst du auf der anderen Seite ( falls dort eine Leitung lang gehen muss ) nur noch 5,5 cm Restdicke.
    Das sind weniger als die vorgeschrieben Restwanddicke von 6,5 cm...es sind besondere Maßnahmen für die Leitungsverlegung im Bad erforderlich.........

    Gut , eventuellen Putz an Außen und Innenwand habe ich vernachlässigt.....
    Nur mal so als Gedankenanstoß....
     
  4. s-p-s

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    Hallo Edi,

    im Bad braucht nicht mehr die Restwanddicke eingehalten werden. Änderung in der DIN VDE 0100-701
    Allerdings nur, wenn ein FI Schutz mit 30mA vorhanden ist.
    mfg sps
     
  5. edi

    edi

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    Hallo,

    wenn ich das richtig verstanden habe muß aber die Leitung die außerhalb ( rückwärtig )auf der " Badwand" liegt
    mindestens 6cm Restwandstarke " vor sich" haben (Richtung Bad ) sofern diese Leitung nicht über FI geht..
     
  6. s-p-s

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    Hallo Edi,

    richtig.

    Bei nicht einhalten der Restwaddicke gilt:
    Die Stromkreise müssen mit FI (RCDs) I < 30mA geschützt werden und einen Schutzleiter enthalten.
     
  7. #6 Octavian1977, 30.12.2007
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    Die Frage ist allerdings welcher Stromkreis das sein könnte da nach DIN VDE alle Steckdosen im Wohnhaus über FI gehen müssen.
    Gut Beleuchtung könnte noch sein.

    ich würde versuchen gar nicht zu schlitzen sondern die Leitungen direkt auf die Wand zu legen und das dann mit entsprechend dickem Putz auszugleichen.
    Besonders in Außenwänden würde ich das Schlitzen ganz lassen. werden dort Hohlkammersteine verwendet zerstört man mit schlitzen sehr schnell die Wäremdämmenden Eigenschaften des Steines.

    Ansonsten sind Schlitze besonders in Waagerechter Form am besten mit einem Statiker zu klären.
     
  8. #7 peteralm, 01.01.2008
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    Um wieder zum Thema zu kommen

    Ich hab vergessen zu erwähnen es wird mit KS XL Planelementen gebaut also volle Steine. Wie sieht es denn jetzt mit den Schlitztiefen aus mit der Verlegeung im badbereich kenne ich mich schon aus.

    Es soll auf jeden Fall eine Leerrohrverlegeung erfolgen damit ich später ein paar Sachen ergänzen bzw austauschen möchte, soll später mit einer SPS ergänzt werden.

    Wie sieht es in der Praxis aus wie tief wird bei diesen Steinen geschlitzt. Ich komme aus der Industrie deswegen kenne ich mich mit diesen Besonderheiten auf der Baustelle nicht aus. Tiefer zu schlitzen ist ja auch nicht verboten nur es muß ein statischer Nachweis über die Standfestigkeit geführt werden. Wie sieht so ein statischer Nachweis aus muß nur der Statiker das ganze nur abnicken oder muß über jeden einzelnen Schlitz ein Nachweis geführt werden.
     
  9. #8 Octavian1977, 01.01.2008
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    Octavian1977 Moderator

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    Auf dem Bau ist das normalerweise so:
    jedes Loch und jeder Schlitz der in eine tragende Wand oder einen Unterzug kommt wird beim Statiker beantragt.
    Der staatische Nachweis ist nur wahrscheinlich teuerer als wenn Du dem Verputzer einfach den Putz ein paar cm dicker machen lässt oder das vielleicht mit einer Rigipsplatte ausgleichst.
     
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