Strom auf dem Neutralleiter???

Diskutiere Strom auf dem Neutralleiter??? im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, was ich bis heute noch nicht verstanden habe. Über den Neutralleiter fließt ja normalerweise der Strom wieder zurück warum ist auf dem...

  1. #1 Mathias92, 08.04.2009
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    Hallo,

    was ich bis heute noch nicht verstanden habe.
    Über den Neutralleiter fließt ja normalerweise der Strom wieder zurück warum ist auf dem Neutrall. dann nie Strom drauf?
    Also bei Klassicher Nullung müsste dann ja jedes Gehäuse irgendwelcher Geräte unter Strom stehen richtig?
    Aber dem ist ja nicht so, also könnte man den Neutralleiter ja auch ganz weglassen.
    Bei Wechselstrom springt der Strom ja immer zwischen Außenleiter und Neutrall. hin und her aber trotzdem ist ja irgendwie kein Strom darauf?

    Kann mir das jemand erklären? :-DDD
     
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  3. #2 Matze001, 08.04.2009
    Matze001

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    Hallo,

    du hast da etwas nicht richtig mitbekommen.

    Zwischen Außenleiter und Neutralleiter liegt eine SPANNUNG an.

    Da der Neutralleiter Erdpotential hat hat dieser gegen Erde keine Spannung. Der Außenleiter hat eine Spannung gegen Erde, die, wie du schon erkannt hast, ständig die Polarität wechselt.

    Der Strom fließt über den Außenleiter und über den Neutralleiter zurück.

    MfG

    Marcel
     
  4. #3 Mathias92, 08.04.2009
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    Hallo,

    ja aber wenn der Strom die Polarität wechselt müssten ja Außenleiter und Neutralleiter abwechselnd eine Spannung gegen Erde haben und somit müsste ja dann auch abwechselnd ein Strom auf beiden Leitern abfließen ??!!
     
  5. #4 Matze001, 08.04.2009
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    Nenene...

    der Außenleiter hat nur zeitweise ein Potential das positiver als das Erdpotential ist, und zweitweise negativer. Der Neutralleiter ist mit der Erde verbunden, kann somit kein anderes Potential annehmen.

    Wenn durch den Neutralleiter der Stromkreis geschlossen ist kommt es zu einem Stromfluss, und das ist es was du auf dem Neutralleiter hast.

    MfG

    Marcel
     
  6. #5 Nullvolt, 08.04.2009
    Nullvolt

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    Und um den Gedanken von oben zu vervollständigen; ja bei Klassischer Nullung fließt möglicherweise auch ein Strom über das Gehäuse. Deshalb war die Klassische Nullung auch bei Querschnitten über 10mm² nie in Ex-Bereichen zulässig.

    Heute kämpft man hin und wieder gegen so genannte "vagabundierende" Ströme in genullten Anlage. Diese entstehen, wenn Gehäuse von SK-I-Geräten außer über die Schutzkontakte Steckdosen noch über ein weiteren Weg miteinander verbunden sind, z.B. mit einer Audio- oder Netzwerkverbindung. Dann fließt der Strom direkt von einem Gehäuse auf das andere und erzeugt eine Störung im Netzwerk oder im Sound.

    Bei ungünstigen Konstellation können diese Ströme sogar so hoch werden, dass es zur Zerstörung der Geräte führt.

    0V
     
  7. sepp_s

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    Hallo Nullvolt du schreibst von Vagabundieren Strömen.Mich hat eine Frage schon öfters beschäftigt :Kann es zu Problemen kommen wenn etwa bei einer Computeranlage der alle Geräte wie Drucker PC Scanner Modem und was es sonst noch alles gibt auf die drei Phasen des Drehstromnetzes verteilt angeschlossen werden ?
    mfg sepp
     
  8. #7 Nullvolt, 08.04.2009
    Nullvolt

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    Hallo sepp_s,

    also vagabundierende Strömen sind keine Frage von Drehstrom oder nicht Drehstrom, sondern eine Frage von TN-C- oder TN-S-System.

    Bei einer Verteilung von vielen Geräten mit Schaltnetzteilen auf die verschiedenen Außenleiter eines Drehstromskreises tritt evtl. ein anderes Problem auf, nämlich das der Neutralleiterüberlastung durch Überlagung der dritten und fünften Harmonischen. In dem Fall ist darauf zu achten, dass man den Neutralleiter nicht mit verringertem Querschnitt ausführt!

    0V
     
  9. #8 eIngTec, 20.02.2018
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    Erstmal ist zwar schon sehr alt das Thema aber für die nachfolgende Generation trotzdem wichtig! Da immer noch viele Leute in der Annahme sind und weil die Schulbildung es so lehrt ...es fließt Strom über dem Neutralleiter im Wechselstromnetz. Die Fragen von Matthias waren schon berechtigt und richtig, er verdient daher auch eine klare Antwort.

    Zitat:
    "was ich bis heute noch nicht verstanden habe.
    Über den Neutralleiter fließt ja normalerweise der Strom wieder zurück warum ist auf dem Neutrall. dann nie Strom drauf?
    Also bei Klassicher Nullung müsste dann ja jedes Gehäuse irgendwelcher Geräte unter Strom stehen richtig?
    Aber dem ist ja nicht so, also könnte man den Neutralleiter ja auch ganz weglassen.
    Bei Wechselstrom springt der Strom ja immer zwischen Außenleiter und Neutrall. hin und her aber trotzdem ist ja irgendwie kein Strom darauf?

    Kann mir das jemand erklären? :-DD"

    Erstmal über dem Neutralleiter fließt kein Strom und darf auch kein Strom fliessen! (ausser die geringen Induktionsströme)

    Da niemand bisher korrekt deine Frage beantwortet hat will ich das mal tun...

    Sobald ein Verbraucher an L und N angeschlossen wird schwingt der Strom im Wechselstromnetz hin und her bis zum Verbraucher im Verbraucher wird die Energie dann umgewandelt d.h. die Elektronen büssen ihre Beweglichkeit auch Driftgeschwindigkeit ein und wandelt das in Energie um z.b. bei einer Lampe in Licht. Deine Frage warum dann der N-Leiter überhaupt gut ist kann ich dir gerne beantworten: Was viel wichtiger in einem Leiter ist sind nicht die transportierten Ladungen sondern das elektrische Feld, dieser bewirkt das die Ladungen transportiert werden und genau das ist der Punkt das elektrische Feld schwingt im Neutralleiter weiter auch wenn sich keine freien Elektronen dort bewegen! Dieses schwingende elektrische Feld muß rückgekoppelt werden um ein Potentialunterschied zu haben.

    Wie arbeitet dann ein FI wenn in jedem Buch steht es wird die Stromdifferenz (z.b. Auslösung bei 30mA) zwischen den Phasen und dem Neutralleiter festgestellt. Antwort: eine Differenzermittlung findet rein Induktiv über Spule statt d.h. über die elektrischen Felder der Phasen und des rücklaufenden Neutralleiters sodass die elektrischen Felder sich aufheben und Differenz Null zeigt. Beachtet werden muß aber das nicht nur der Erzeuger ein starkes elektrisches Feld erzeugt sondern auch die freien Elektronen die sich zu einem Gesamtfeld summieren d.h. sollten irgendwo Elektronen verloren gehen z.b. bei einem Erdschluß kommt auch weniger elektrisches Feld am FI an und löst dann z.b. bei 30mA Differenz aus.

    PS: Jeder kann es prüfen ob tatsächlich der N-Leiter Strom führt und bekommt den Beweis. Ein Schaltschrankbauer sollte das ganz klar feststellen wenn man im Betrieb eine Strommessung durchführt. Ausserdem Verbraucher werden immer parallel (L-N) ans Netz angeschlossen. z.b. Steckdosen L und N Leiter würde man 2 Steckdosen hintereinander schalten d.h. den N-Leiter von der einen auf den anderen Steckdose auf L machen und dann den N-Leiter auf die N-Schiene im Schaltschrank was würde dann wohl passieren? Genau gar nichts auch wenn man ein Verbraucher da anschließt ...weil ganz klar kein Strom fließt!
     
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  11. fuchsi

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    Ist denn heute schon der 1. April?
     
  12. patois

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    Schon merkwürdig, dass derartige Genies immer in diesem Forum landen :evil:
    .
     
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Strom auf dem Neutralleiter???

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