Stromkabel in unterirdischem Luftkanal verlegen

Diskutiere Stromkabel in unterirdischem Luftkanal verlegen im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Guten Morgen zusammen, ich habe ein Frage zur Verlegung von Stromleitungen: Folgende Situation: In einer alten Kirche soll in naher Zukunft...

  1. #1 Blindleistung, 27.03.2018
    Blindleistung

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    Guten Morgen zusammen,

    ich habe ein Frage zur Verlegung von Stromleitungen:

    Folgende Situation: In einer alten Kirche soll in naher Zukunft die Heizung erneuert werden(Wärmepumpe) und ein neuer UV im Heizraum installiert werden. Es ist eine Warmluftheizung, die warme Luft vorne im Kirchenschiff ausspuckt und kalte Luft durch einen gemauerten unterirdischen Kanal (80cm*100cm) aus dem Zählerraum hinten in der Kirche ansaugt.

    Die Frage: Darf man in diesen bestehenden Kanal die neue Zuleitung für die Heizung (Größenordnung 5x10) legen (in Kabelkanal, Stahlrohr, auf Pritsche, ...)? Lufttemperatur dort maximal 20°C.

    Alternative wären Aufklopfen der gesamten Kirche oder Kernbohrung durch den 3m dicken Kirchturm. Beides eigentlich keine Alternativen :)

    Danke für die Antworten. Das erspart uns ggf. Diskussionen mit dem Planer.

    Gruß
    Blindleistung
     
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  3. #2 Octavian1977, 27.03.2018
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    Octavian1977 Moderator

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    Aus elektrischer Sicht spricht nichts dagegen.
    Ich würde mir allerdings dazu noch mal genau die Bauordnung des entsprechenden Bundeslandes und die Leitungsanlagenrichtline durchlesen.

    Ich vermute sehr das Kabel muß in diesem Schacht promatiert werden.
    Gibt es ein Brandschutzkonzept?
     
  4. #3 Pumukel, 27.03.2018
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    Durch diesen Schacht können auch Lüftungskanäle gelegt werden. Somit ist dann auch sichergestellt , das die Luft die angesaugt wird auch wenn die Leitung ausbrennt nicht mit Rauchgasen verseucht wird. Das dürfte deutlich billiger als das verlegen der Leitung im Promatkanal werden.
     
  5. karo28

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    Das Problem der Rauchweiterleitung liesse sich auch mittels Kanalrauchmelder und Abschaltung der Heizung loesen.

    Der Verweis auf die LAR von Octavian war schon gut, besser waere aber ein Blick in die M-LueAR. Die gilt auch fuer Warmluftheizungen. Punkt 5.1.5 waere da mal zu studieren...
     
  6. #5 Blindleistung, 28.03.2018
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    Danke für die Antworten.

    Wenn ich das richtig verstehe, ist es also aus Elektrikersicht überhaupt kein Problem, aber der Brandschutz muss eben berücksichtigt werden.

    Aktuell gibt es das Projekt nur in meinem Kopf, das Wort "Brandschutzkonzept" hat in dem Gebäude noch nie jemand ausgesprochen. (aktuell Tür zum Heizraum mit Öllager aus Holz :shock: ).

    Naja, laut LueAR BaWü müssten dann wohl Brandschutzklappen eingebaut werden:

    oder für das Kabel ein "Kanal im Kanal" gebaut werden, der irgendwelchen Brandschutzvorschriften entspricht.

    Mir ist wichtig, dass es zumindest Lösungen zu dem Problem gibt, wie teuer das dann wird, ist natürlich eine andere Frage, aber eher zweitrangig.

    Naiv gefragt: warum packe ich das Kabel nicht in ein Stahlrohr, dann kann das Kabel fröhlich vor sich hinschmoren, ohne dass jemand zu Schaden kommt.
     
  7. #6 Octavian1977, 28.03.2018
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Weil das 0815 Stahlrohr zum Thema Brandschutz keine Zulassung hat.
    Zudem wird das Stahlrohr heiß und entzündet daran dann wieder Brände.

    Zusätzlich ist es durchaus sehr leicht möglich Stahlrohr mit Hilfe von Strom zum schmelzen zu bringen.
    So funktioniert Schweißen 8)
    Promatplatten oder auch eine Brandschutzeinhausung mit 1000°C Wolle ergeben auch eine Isolierung welche die Hitze nicht durchleitet. Der Feuerwiderstand ist natürlich zeitlich begrenzt z.B. F30, 90 oder 120.
     
  8. fuchsi

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    Müsste eigentlich EI30, 60 oder 90 heißen.
     
  9. karo28

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    Nein. F.xx ist der Feuerwiderstand einer Konstrukion.
    E ist der Funktionserhalt einer Leitungsanlage, I der Isolationserhalt einer Leitungsanlage.
     
  10. fuchsi

    fuchsi

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    NÖ. F30, T30, G30 gibt es nicht mehr

    Die Brandwiderstandsklassen haben sich geändert.

    Heißen jetzt REI30 EI30 usw.

    R Tragende Wand
    E Raumabschluß
    I Wärmeisolierung
    S Rauchdicht
    C Selbstschließend
    .....


    prinzipiell kann man aufgrund der neuen Bezeichnungen nicht mehr auf die Funktion des Bauteils schliessen. Z.B.: Brandschutztüre hieß früher T30, heute EI30, genauso wie eine nicht tragende Brandschutzwand.
     
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  12. karo28

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    Ich gebe zu, das fuer das Staatsgebiet von Oestereich deine Aussage schon richtig ist. In D gilt aber nach wie vor die Normenreihe DIN 4102-x, samt ihrer Begriffe und Pruefungen. Damit koennen auch Bezeichnungen ausserhalb der DIN EN 13501 verwendet werden. In Oestereich wurde die nationale Norm wohl komplett ersetzt.
     
  13. #11 elektroblitzer, 30.03.2018
    elektroblitzer

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    Lüftungsanlagen sind immer nach Verordnungsrecht prüfpflichtig.
    Daher ist grundsätzlich mit der prüfingenieur zu klären ab die Leitung so verlegt werden kann.

    Nicht das nachher im prüfprotokoll ein Mangel steht und alles geändert werden muss auf kosten des Errichters.
     
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