Strommarkt: fehlender Wettbewerb und falsche Anreize

Diskutiere Strommarkt: fehlender Wettbewerb und falsche Anreize im Off-Topic & Sonstige Tipps und Probleme Forum im Bereich DIVERSES; Ich mache dazu mal einen neuen Tread auf, um das Thema in einen eigenen Betrag zu diskutieren. ......... Da es jetzt neben dem Grundversorger...

  1. #1 Moorkate, 13.12.2014
    Moorkate

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    Ich mache dazu mal einen neuen Tread auf, um das Thema in einen eigenen Betrag zu diskutieren.

    Welchen Wettbewerb denn? 2/3 des Strompreises sind doch über Netzentgelte, Konzzesionsabgaben, EEG-Umlage und darauf zu entrichtende MWSt zementiert. Vom Rest müssen neben dem Gewinn die Rohstoffe bezogen und die Kraftwerke betrieben werden. Und das Schlimme durch sinkenden Strompreise an der Börse steigen die EEG-Ausgleichzahlungen und den weiteren Netzausbau für die Megastromtrassen von Nord nach Süd bezahlst du über eine weitere Sonderabgabe auch mit.
    Bei uns sind Elektroheizungen sehr verbreitet - der Strom ist bei uns an der Nordseeküste gerade im Herbst/Winter mehr als reichlich vorhanden, trotzdem sind die Heizstromkosten förmlich durch die Decke gegangen. Viele haben ihre damalige Entscheidung mehr als bereut. Und bei Heizstromtarifen bist du an dein Versorger gekettet, da du keinen findest der dir einen bezahlbaren Tarif anbietet.

    mfG
     
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  3. #2 arumpel, 13.12.2014
    arumpel

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    Du hast natürlich Recht, dass der Strom in Deutschland insgesamt sehr teuer ist und man da nur wenig bei Preisvergleich einzusparen ist, dennoch geht ein bischen was.

    Bei Heizstrom ist man eben nicht mehr an den lokalen Versorger gebunden. Ich war auch überrascht aber seit einiger Zeit gibt's auch andere Anbieter die man auswählen kann, zumindest hier in Bayern/Unterfranken.

    Wer heutzutage wirklich noch reine Stromheizungen einsetzt dem ist meiner Meinung nach nicht mehr zu helfen. Man muss dazu eigentlich sehr reich und bequem sein denn sonst kann man es sich gar nicht leisten das 3-fache an Heizkosten zu zahlen gegenüber allen anderen Systemen. Bequem weil man jede Investition in eine Systemerneuerung relativ schnell wieder raus hat.
     
  4. #3 A. u.O., 13.12.2014
    A. u.O.

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    Hallo!

    Es hat keiner was zu verschenken u. die sprechen sich alle untereinander ab!

    Einzige Möglichkeit "günstig" Warmwasser zu erwärmen, ist o. sind Sonnenkollektoren.
    Wird aber vom Staat nicht so recht forciert, weil da können die leider NICHT mehr "mitnaschen"!
    Trotz gestriger Aussentemperatur von nur 3 Grad bei diesiger Bewölkung hatte mein 300lt. Boiler 35 Grad erreicht.
    Im Sommer habe ich insgesamt 800lt. mit ca. 55 Grad zur Verfügung.

    LG Arno.
     
  5. #4 arumpel, 13.12.2014
    arumpel

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    Bei unseren deutschen Nebenksoten machen Preisabsprachen den Kohl auch nicht mehr fett.

    Sonnenkollektoren für Brauchwasser finde ich unrentabel. Frech könnte man sagen Du hast im Sommer Warmwasser das du gar nicht in der Menge brauchst und im Winter reicht es nicht.

    Ganz grob decken Solarkollektoren max. 50% deines Brauchwasserbedarfs. Nehmen wir an Du brauchst 400l/Tag dann kostet das mit einer Wärmepumpe bei JAZ 3 (sehr konservativ gerechnet) und 20Ct/kwh Heizstromtarif grob 400,- EUR. Mit Öl/Gas relativ ähnlicher Preis.

    Sparen tust Du 50% mit Deiner Solaranlage. Bei Öl/Gas macht das 200-250 EUR Einsparung im Jahr. Bei der WP sparst Du nur dann wenn der Wirkungsgrad viel höher und der Verbrauch niedrig ist (im Sommerhalbjahr), also vielleicht max. 150,- EUR im Jahr.

    Eine Investition soll sich ja in 5-8 Jahren "rechnen" um sich überhaupt zu rechnen (Stichwort Finanzierungs-/ alternativer Anlagezins & Lebensdauer der Anlage).

    Maximal darf deine Brauchwassersolaranlage damit 2000,- EUR (bei alter Ölheizung) oder 1200,- EUR bei Konkurrenz mit Wärmepumpe kosten.

    Ich baue ja gerade und da kann ich Dir sagen, dass der Installateuer nichtmal alle Komponenten für 2k Brutto verkauft und dann fast nochmal soviel für die Installation will.

    Wenn Du Dir alles in Ebay günstig zusammensuchst und selbst installierst sieht das sicher anders aus aber da kannst du auch Schwarzarbeiter Installateur woanders spielen und 20,-/Std. verdienen, das Geld dann in Heizöl investeieren und behaupten Du hättest gratis geheizt so wie viele die Holz machen sich das mehr oder weniger schön rechnen.

    Naja, leider driftet die Diskussion ab, ist zwar durchaus interessant aber gibt bei mir noch einiges zu tun :)
     
  6. #5 A. u.O., 13.12.2014
    A. u.O.

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    Hallo!

    Also ich bin davon begeistert, weil es schon Jahrelang klaglos funktioniert.
    Allerdings in Eigenregie montiert u. die Steuerung ist ebenfalls mit nur 2 Fühlern inkl. der Ölzeizung genau das was man als "funktionell" bezeichnen kann.

    Und wenn was ständig funzt, guckt man nicht mehr nach warum, ausser mal die "Kühlflüssigkeit" kontrollieren.

    LG Arno.
     
  7. #6 Moorkate, 14.12.2014
    Moorkate

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    Bedingt, es gibt außer den lokalen nur sehr wenig Anbieter, die einen speziellen Heizstromtarif anbieten und wenn sie diesen theoretisch an die dänische Grenze anliefern müssen, vernichten sie Netzentgelte den Preisvorteil, obwohl kaum KWh von Süd nach Nord laufen werden.

    Bei uns hat die Stromheizungsindustrie eine sehr gute Durchdringungsquote erreicht - wurde bin in den 90er auch massiv vom den lokalen Stromanbieter unterstützt und galt damals als saubere Energie. Sind daher haupsächlich noch Whg betroffen, wo Ältere wohnen und die rüsten nicht mehr um. Und wenn die Rente nicht reicht, gibt es Heizkostenzuschuss aus der klammen Stadtkasse.
    Ja - heizen mit Strom ist richtig teuer - vielleicht nicht dreifach, aber deutlich. Irgenwie ist es doch perfide, einerseits haben wir hier oben mehr Strom als genug - ich sehe doch immer, wenn die Windräder stillstehen und Wind haben wir an der Küste fast immer - oder der Strom wird an Skandinavien verschenkt.
    Andererseits werden E-Heizungen gegen Gasheizungen getauscht da die Energieform einfach für den Einfachen zu teuer ist.
    Am Besten finde ich noch, dass die Bundesregierung E-Autos fördern will, um auch den überschüssigen Strom in abnahmeschwachen Zeiten zwischenzuspeichern.
    Ein stationärer Speicher (Wärme) rechnet sich nicht, ein mobiler Speicher mit vielen schweren Batterien wird subventioniert, um langfristig von den fossilen Energien wegzukommen. Und wenn ich dann noch weiß, dass 'Mutti' noch Physikerin ist, fehlen mir einfach die Worte.

    Statt den überschüssigen Strom einfach zu verheizen sollen jetzt mehrere Mega-Stromteassen von Nord und Ost nach Süd gebaut werden. Die Kosten dafür werden auf den gemeinen Stromkunden umgelegt. Also wir hier oben brauchen die Trasse außer ein paar Energiebauern nicht! Sollen doch die und die Kunden aus dem Frankfurter und Süddeutschen Raum diese über ihre Stromrechnung bezahlen, wenn sie mehr Strom brauchen, als vor Ort da ist.

    mfG
     
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