TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen

Diskutiere TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen im Forum Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, wie Ihr unlängst wißt, bin ich in Sachen Netzform recht pingelig. Nun bin rein zufällig beim Lesen der aktuellen Erläuterungen zur DIN...
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keber

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  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #1
Hallo,

wie Ihr unlängst wißt, bin ich in Sachen Netzform recht pingelig.
Nun bin rein zufällig beim Lesen der aktuellen Erläuterungen zur DIN VDE 0100 darauf gestoßen, daß in genannten Anwesen ab dem Speisepunkt der gesamten Installationsanlage ein TN-S zu verwenden ist.

Was bedeutet nun Speisepunkt:
HAK oder Einspeisung in jeweiligen UV?

Habe nämlich folgende Situation:

Ausgedehntes Baumschulgelände mit landwirtschaftlich genutzten Gebäuden.

Vier einzelne Hallen, zwei als Lager und Fuhrpark-Garagen, eine als Stall, eine als Lager für Heu, Getreide..., ein großes Glashaus.

Diese einzelnen Gebäude werden über 4x16mm² NYY-J angefahren.
Davor sitzen im Gelände zwei Geyer-Schränke mit NH-Trennern.
Diese Standverteiler werden über 4x35mm² NYY-J gespeist, die vom HV kommen.
In den Standverteilern endet immer ein Erdband, das auf die PEN-Schiene aufgelegt ist. ("PEN-Stützung")
In den einzelnen Gebäuden selbst sind ebenfalls eigene Erdungen, entweder Staberder oder Fundamenterder, die immer mit dem ankommenden PEN verbunden sind, bzw., über die Potischiene vorort damit.
Wir haben also bis in die Gebäude-UV ein TN-C-Netz.
Erst dann haben wir immer ein TN-C-S mit RCD 30mA.
Das Gebäude, daß als Stall benutzt wird, besitzt sogar ein TT-Netz mit selektivem Haupt-FI.
Hier dient der im 4x16mm² ankommende PEN dann auschließlich als "Neutralleiter".
Da das Gebäude evtl. in Zukunft anders genutzt wird, möchte ich auf TN-C-S umstellen. Es bedarf hier lediglich einer Verbindung zum PEN, Querschnitte von Schutzleiter etc., Impedanzen sind alle o.K.
Außerdem bin ich kein großer TT-Fan!
Das Glashaus, daß ja ein großzügiges Stahl-Rippen-Gerüst besitzt, ist ein vorzüglicher Erder. Blitzeinschläge im Sommer sind keine Seltenheit!
Auch hier ist ein eigener Erder vorhanden, der über die Potischiene mit PEN und Konstruktion verbunden ist.
In allen UV sind Ventilableiter.

Nun ist die Frage: Wie ist die Erläuterung gemeint?
Denn dann wäre das ganze vorhandene System evtl. normwidrig.
An der zuständigen Norm hat sich seit 25 Jahren nichts geändert.
So alt ist die Anlage nicht!

Gruß,
Andreas
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #2
Ich habe es so gelernt das man diese Forderung zweideutig verstehen darf!
Mit anderen Worten TN-S darf ab Hausanschluss muss spätestens ab Zählerschrank geführt werden

Späters trennen oder zusammen führen von N und PE ist nicht gestattet
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #3
Sers
So weit mir bekannt ist muss man nicht unbedigt am HAk auftrennen. Man Kann auch in der HV (mit Zähler) auftrennen. Ansonsten kann man im Zählerschrank auch noch gut auftrennen. (ob man spätest hier auftrennen muss weiß ich nicht)
mfg


________________________
keine Haftung
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #4
Hallo die Hak`s die ich bisher gesehen habe waren alle nur für einen vieradrigen anschluss ausgelegt!



mfg schorre
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #5
Der VNB ist RWE. Genauer Rhein-Nahe-Kraftversorgung.
In deren TAB heißt es:
Netzform TN-C oder TT (mit VNB abstimmen)
In diesem Fall definitiv TN-C.
TT gab es früher in Bad Kreuznach (jetzt TN-C), heute noch in Kirn.
Also denke ich, daß nach dem HAK die VDE alleine greifen.
TN-C ist danach also möglich.
Wenn:
1) PEN >= 10mm²
2) Nach Auftrennung des PEN keine Verbindung mehr zwischen N und PE entsteht.
3) RCD eingesetzt werden
4)...
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #6
Hallo,

keber schrieb:
daß in genannten Anwesen ab dem Speisepunkt der gesamten Installationsanlage ein TN-S zu verwenden ist.

Moment, ein TN-S kannst du gar nicht selber herstellen.
In einem TN-S wird der HAK bereits 5adrig mit Neutral- und Schutzleiter beliefert, d.h. es kommt in der ganzen Anlage kein PEN vor.
Die 5-adrige Verlegung geht meist ab Niederspannungstransformator.
Was du hast, ist ein TN-C-Netz, welches in deinen verschiedenen Unterverteilern, etc. in ein TN-C-S aufgetrennt wird.

Also wenn kein TN-S geliefert, kann man auch keines errichten.

So meine Meinung :)
 
  • TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen
  • #7
Sehe ich auch so!

Ich denke, diese Bemerkung zielt wohl besonders auf einzelne Höfe mit eigenem Trafo!
Dann kann man ohne Probleme ein TN-S errichten!

Aber, wo gibt es denn wirklich ein TN-S?
 
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Thema: TN im landwirtschaftlichen/gartenbaulichen Anwesen

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