Transformator in Betrieb nehmen

Diskutiere Transformator in Betrieb nehmen im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; kurze Verständnisfrage... Zu mir ich bin Mechatroniker-Azubi im 3. Lehrjahr und lerne bald früher aus.. Wie in dem Bild zu sehen habe ich vor,...

  1. #1 Ronny_Mechatroniker, 18.01.2019
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    kurze Verständnisfrage...
    Zu mir ich bin Mechatroniker-Azubi im 3. Lehrjahr und lerne bald früher aus..

    Wie in dem Bild zu sehen habe ich vor, einen Transformator ( ehem. aus einer Mikrowelle ) in Betrieb zu nehmen.
    Dieser hat Primärspulenseitig eine Spannung von 230V und Sekundärspulenseitig eine Spannung von etwa 2kV.
    Das ist mir alles bekannt auch wie dies zustande kommt ect.

    Nun zu den Unklarheiten: Das Ende der Sekundärspule ist auf den Eisenkern geschraubt. Wieso macht man das, und warum nutzt man den Anschluss der Spule nicht ohne den Eisenkernkontakt? Für mich stellt dies eig. nur eine Gefahr da, weil ich dadurch mehr Acht geben muss, was den Eisenkern berührt ect. .

    Und die 2. Unklarheit die ich habe ist, dass an den Eisenkern ebenfalls der PE angeschlossen wird der vom Netz kommt. Wieso macht man das ? wenn sekundärseitige Fehlerströme auftreten löst ja eh keine Schutzeinrichtung (ls,RCD..) aus, da keine galvanische Verbindung herrscht. Also warum schließt man den Pe an den unter Spannung stehenden Eisenkern an ? ( dadurch habe ich doch auch ebenfalls Spannung auf dem PE.

    Ich hoffe ich konnte mein Problem gut schildern.
     

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  3. #2 werner_1, 18.01.2019
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    Nein. Dadurch hast du keine Spannung auf dem PE, denn der ist ja nach wie vor geerdet. Durch den Anschluss der sek.-seitigen Wicklung an den Eisenkern hast du diese geerdet.
     
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  4. #3 Ronny_Mechatroniker, 18.01.2019
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    also ich habe vor, Lichtenberg Figuren auf Holz zu machen. Dazu nutze ich ja die 2 Enden der Sekundärspule sprich zwischen den 2 Enden der Spule habe ich 2kV.
    Wenn ich jetzt Die Erde anschließe fließen doch die 2kV über die Erde oder hab ich da eine große Denkblockade ?
     
  5. #4 werner_1, 18.01.2019
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    JA.

    Eine Spannung fließt nicht ab. Außerdem ist die 2kV-Spannung nur einseitig geerdet (wie alle Netzspannungen auch).
     
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  6. patois

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    .
    Hoffentlich ist dem TE klar, dass der RCD ihn nicht davor schützen kann auf der Sekundärseite eine gescheuert zu bekommen,
    wenn er die spannungsführende Sekundär-Seite aus Versehen berührt ...
     
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  7. #6 Ronny_Mechatroniker, 18.01.2019
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    Okay
    Ich habe ja auch ohne Erdung einen Spannungunterschied an den beiden Spulenenden. Macht es nun einen Unterschied, ob ich die Sekundärseite erde oder nicht ?


    Ja genau das ist meine Überlegung gewesen. Ich möchte mich ungern an 2kV Spannung versuchen wenn ich es nicht vorher voll und ganz verstanden habe. Und da ich sowas beruflich mache, will man es ja auch fürs leben lernen.
    Auf Arbeit habe ich ebenfalls gefragt, jedoch wussten da die meisten nichts mit anzufangen
     
  8. #7 Octavian1977, 18.01.2019
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    Mit der Verbindung des PE mit dem einen Leiter der Sekundärseite wird der Erdbezug des Sekundärnetzes hergestellt.
    Bei einem Isolationsschaden auf der Sekundärseite kommt es somit zum Erdschluß und die Sicherung löst aus, bzw der FI wenn der Strom geringer ist.

    Du solltest Dir klar sein, daß diese 2kV bereits in der Hochspannung angesiedelt sind.
    Hier ist nicht mehr nur das bloße Berühren der Spannungsführenden Teile gefährlich, sondern auch schon die Annäherung an nicht Isolierte Teile!
    Sicherheitsabstand ist dabei >2cm!!!
     
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  9. #8 Pumukel, 18.01.2019
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    Vorsicht diese Microwellentrafos können durchaus auch höhere Spannungen als die 2 kV liefern. Und mit dieser Hochspannung ist nicht mehr zu Spaßen! Es hat schon seinen Grund warum der Kern und das kalte Ende der Hochspannung geerdet sind.
     
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  10. #9 Pumukel, 18.01.2019
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    Noch etwas dein LS vor dem Trafo wird nie rechtzeitig abschalten bei einem Fehler auf der Hochspannungsseite. Deshalb sind da auf der Primärseite auch Gerätesicherungen drin!
     
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  11. #10 Ronny_Mechatroniker, 18.01.2019
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2019
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    Okay sorry falls ich eure nerven strapaziere aber ich soll ja mal eure Rente verdienen :p

    Danke an alle für die Information.

    Nochmal ganz von Null um sicher zu gehen, dass ich das voll und ganz durchblickt habe.

    Netzspannung: Auf dem aktiven Leiter ist ein "Spannungspotential" welches auf Nullleiter und PE nicht ist sprich ich habe sowohl zwischen L-N und L-PE eine Spannung von 230V.
    Das ist als Basic eig. klar.

    Hochspannungsseite: Ich kann mir die Wicklung ganz einfach gesagt, wie ein Netzteil vorstellen richtig(edit: ist eig. quatsch wir reden ja von Wechselspannung und ein Netzteil hat Gleichspannung) ? Sprich auch da gibt es ein Ende, welches Potential aufweißt, und welches keines hat.
    Würde man nun die Spannung zwischen den beiden messen erhält man die in diesem Beispiel 2 kV. Wenn ich jedoch die Spannung zwischen den "potentiallosen" Anschluss und PE messe, hätte ich eine Spannung von 0 V.

    Das Holz, welches ich nutzen möchte dient wie eine Art Widersand. Verbinde ich nun also die beiden Enden mit dem Holz habe ich einen geschlossenen Kreislauf und der Strom fließt.

    Wenn ich nun aber die beiden Enden direkt verbinden würde, gäbe es einen Kurzschluss und ein deutlich höherer Strom würde fließen, da der Widerstand fehlt.
    Ohne angeschlossenen PE würde sich die Leitung dann erwärmen und es würde z.b. Brandgefahr durch die Hitze entstehen bzw meine Wicklung würde schmelzen.

    Nur wie soll der Primärseitige FI auslösen, wenn ich einen sekundärseitigen Fehlerstrom hätte? Der Strom der auf der Primärseite fließt, bleibt doch unbeeinflusst. @Octavian1977

    Und Beim LS hatte ich bedenken, dass ich einen nutzen müsste, der nur knapp über dem Bemessungsstrom der sekundärseite liegt, da ja ein relativ geringer Strom fließt oder ?@Pumukel
     
  12. #11 Pumukel, 18.01.2019
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    Einen Erdschluss auf der Sekundärseite kann der FI auf der Primärseite gar nicht erkennen! So und wenn das heiße Ende einen Schluss zum Gehäuse hat Steigt der Strom in der Sekundärwicklung und damit auch in der Primärwicklung diesen Überstrom erkennt die Gerätesicherung und löst aus bevor der Trafo seinen magischen Rauch entlässt. Microwellentrafos sind absichtlich extrem weich ausgeführt , das bedeutet je höher die belastet werden umso stärker bricht die Sekundärspannung ein. Nein die Sicherung auf der Primärseite sollte für den Nennstrom des Trafos ausgelegt sein.
     
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  13. #12 Octavian1977, 19.01.2019
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    1. Einen Nulleiter gibt es da nicht sondern einen Neutralleiter.
    2. Stimmt der FI kann nicht auslösen auch bei geerdeter Sekundärseite, da die Stromsummer über L und N am FI gleich bleibt.

    Die Sekundärseite wird geerdet um bei Schluß des anderen Leiters mit z.B. dem Gehäuse einen Kurzschluß zu erzeugen und damit die vorgeschaltete Sicherung aus zu lösen.

    Ohne die Erdung einer Leitung wirst Du eine Spannung gegen Erde messen die ungefähr 0,5x Sekundärspannung ist, aber nicht Null. Diese kann je nach Güte des Meßgerätes auch nach unten gezogen werden.
    Holz ist ein absolut ungeeigneter Isolator!!!
    Insbesondere bei Hochspannung

    Holz nimmt Feuchtigkeit auf und wird dann unbemerkt zum Leiter, zudem ist trockenes Holz leicht brennbar.

    Lass die Finger davon Du bringst Dich und andere in Lebensgefahr.
    Für Hochspannung benötigen sogar Elektrofachkräfte eine ZUSÄTZLICHE Ausbildung.
     
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