WAGO 221 Hebelklemme oder Schraubklemmen

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Güni

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Hallo,
ich muss demnächst einen 9 KW Saunaofen einer Gartensauna an die Zuleitung anschschließen. Der Ofen hat ein Silikonkabel 5 x 2,5² und soll über eine Klemmdose an das NYY-J angeschlossen werden. Dazu wollte ich eigentlich die WAGO 221 nehmen. Jetzt steht aber in der Montageanleitung man soll federbelastete Klemmen vermeiden. Nach Rücksprache mit WAGO wurde mir nur mitgeteilt daß die WAGO 221 für die Leiterarten zugelassen sind, weiß aber auch nicht warum der Saunaofen Hersteller keine federbelastenden Klemmen zuläßt.
Was würdet ihr jetzt nehmen, trotzdem die WAGO oder Schraubklemmen oder Lüsterklemmen?

Gruß Güni
 
Wenn die Klemmen in der Sauna sitzen, müssen sie den Umweltbedingungen (Temperatur) genügen. Die Klemmen müssen für die Leiterart geignet sein (mit oder ohne AEH). Der Rest bleibt dem Installateur überlassen.
 
Wenn es ein flexibles Kabel ist denkt der Hersteller wohl an die normalen Wago Steckklemmen.
Die 221 sind ja sogar ausdrücklich für flexible ohne Aderendhülsen geeignet.
Beispiel: Herdanschlussdosen von Mertens.
 
Federklemmen geben bei Wärme nach (Geringerer Kontaktdruck) und es kommt zum Kontaktabbrand
 
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Federklemmen geben bei Wärme nacht und es kommt zum Kontaktabbrand
Da stellt sich die entscheidende Frage. Die WAGO 221 ist für eine max. Umgebungstemperatur von 85° C zugelassen. Die Klemmdose wird in Bodennähe der Sauna montiert wo max. 40° C zu erwarten sind. Also müsste es doch gehen?
 
Strahlungswärme steigt nicht nur nach oben sondern breitet sich fast kugelförmig aus.
 
Da stellt sich die entscheidende Frage. Die WAGO 221 ist für eine max. Umgebungstemperatur von 85° C zugelassen. Die Klemmdose wird in Bodennähe der Sauna montiert wo max. 40° C zu erwarten sind. Also müsste es doch gehen?
Die Klemmdose soll außerhalb der Sauna angebracht werden. Dann gibt es auch mit den Wagos keine Probleme.
 
Strahlungswärme steigt nicht nur nach oben sondern breitet sich fast kugelförmig aus.

Ganz interessant: es gibt elektrische Heizkörper bei denen die Anschlüsse bevorzugt hinter der hinteren Heizplatte (90°C) vorgesehen sind.
 
so so du meinst wohl eher Schraubklemmen. Federklemmen behalten dank der Feder ihren Kontaktdruck bei !

Ganz Unrecht hat er nicht - wird Metall zu warm, gibt es auch nach.
Aber dafür braucht es schon etwas mehr Temperatur. Ich glaub bis 70° ist erlaubt, da passiert bei Federstahl überhaupt nichts.
Als Metaller machen mir die kleinen Gewinde mehr Sorgen. Man weis nie ob die 100% perfekt gefertigt sind und auch dauerhaft halten.
 
Wie kommst du darauf? Quelle?
Eigene Erfahrung. Auf dem Neubau wird ja häufig technische Trocknung eingesetzt, um den Neubau schneller trocken zu bekommen. Das sind ja leistungsstarke Geräte, die am Anfang oft durchlaufen und den Neubau auf Saunatemperaturen hochheizen können. Bei solcher typischen Estrichtrocknung mit Schnellestrich wird dieser auf 48°C über mehrere Tage hochgeheizt. Und oft haben sich gerade Federzug-Steckverbindungen im Innenraum als ausfallanfällig gezeigt - insbesondere wenn diese keinen höher dimensionierten Leitungsquerschnitt hatten (1,5mm² bei 16A, 4mm² bei 32A). Vernünftig hergestellte Schraubverbindungen werden zwar auch richtig warm, halten aber durch. Man riecht es auch sofort, wenn man seinen Kontrollgang in solcher Hütte macht, wenn da solche Steckverbindung vor sich hingeschmort hat und die Heizung deswegen ausfällt.
Es gab auch einen Fall in meinem Berufsleben, da musste wegen solchen Ausfall der ganze Estrich wieder raus und neu, da Teile einschließlich der mobilen Estrichheizung davon kaputtgefroren waren. Schaden von über 10000,-€ und eine Bauverzögerung von über vier Wochen.

Es wird auch an der regelmäßigen Bauüberwachung gespart, auch müssten solche Bauten mehrmals am Tag stoßgelüftet werden, um die Feuchte heraus zu bekommen - macht denn außer den Bauherren auch keiner. Das ist denn auch ein BV, wo denn die Rigipsplatten anfangen zu schimmeln. Das ist alles mit etwas Vorsicht zu geniesen! Aber die Zeit so wie früher, das ein Bau einen Winter Zeit zum Trocknen hatte, die gibt es heute nicht mehr.

Und jeder weiß doch, dass die Federkraft von Material bei Erwärmung zurückgeht. Und bei hohen Dauerlasten versagen die eben mal schneller. So das „Non+Ultra“ sind die Teile auch nicht, genauso die Zulässigkeit im Verteilungsschrank mit dem Querschnitt um eine Nummer heruntergehen zu dürfen. Nach solcher Trocknung kann man den geringer dimensionierten Kabelbaum im Zählerschrank komplett ersetzen, das überlebt dieser nicht schadlos. Sparen am falschen Ende.
 
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@Www Schraubklemmen werden vom Hersteller geprüft und der gibt ein Drehmoment vor. Nur haben eben viele Elektriker ein Drehmoment nach Gefühl und die Schrauben sind zu 95% zu fest oder zu locker angezogen. Das führt dazu das sich die Schraubklemmen stärker erwärmen als eine Federzugklemme. Die Federzugklemme ist bei der Temperatur und dem Max Strom geprüft und liefert da konstanten Übergangswiderstand. Kleiner Hinweis für dich es gibt ISO 9000 geprüfte Betriebe und die ISO 9000 kannst du dir ja mal anschauen. In solchen Betrieben wird jede Schraube mit dem vom Hersteller vorgegebenem Drehmoment angezogen ! Nebenbei bei Trafos gibt es auch spezielle Unterlegscheiben die eine gewisse Vorspannung erzeugen um die Temperaturunterschiede ausgleichen zu können !
 
ich könnte mir auch vorstellen das auf Baustellen oft nicht die vom Hersteller vorgegebenen Abisolierlängen eingehalten werden und andere Schlampereien passieren die dort und unter diesen Bedingungen ggf Schraubklemmen wirklich zuverlässiger machen.
Ich denke aber unter guten Bedingungen dürften die Federklemmen schon langfristig die sicherere Variante sein.
 
Ich habe jetzt die Lösung gefunden. Ich nehme die WAGO 221-482 Ex mit grauen Hebeln die vertragen eine max. Umgebungstemperatunr von 105°C, und somit 20°C mehr als die mit orangenen Hebeln.
 
ich könnte mir auch vorstellen das auf Baustellen oft nicht die vom Hersteller vorgegebenen Abisolierlängen eingehalten werden und andere Schlampereien passieren die dort und unter diesen Bedingungen ggf Schraubklemmen wirklich zuverlässiger machen.
Ich denke aber unter guten Bedingungen dürften die Federklemmen schon langfristig die sicherere Variante sein.
Das sind oft fertig konfektionierte Leitungen aus dem Baustoffhandel mit Markensteckverbindungen von Br…..st..l. . Die werden wohl schon richtig konfektioniert sein!

Das Problem ist einfach die Kombination von 1,5mm², dieser Federzugklemme und die hohe innenliegende Temperatur bei der technischen Trocknung. Die Leitung ist so zulässig, entspricht der DIN und die Kupplung kein Billigramsch, nur versagt diese regelmäßig unterer diesen Bedingungen, da einfach die Federklemme zu dünn ausgeführt ist und die leitung sich unter den Bedingungen auch ziemlich erwärmt - aber bis 70°C ist ja zulässig, nur die Kombination hält dies für den Dauerbetrieb nicht immer aus.
Spielt natürlich auch etwas Schmutz und Staub eine Rolle - aber der Bau ist kein Reinheitslabor. Die von PC-Elektrik die CEE-Shark-TT finde ich da deutlich besser, wenn ich das hier so sagen darf. Kostet aber auch etwas mehr.

Auch eine 2,5mm² oder 6mm² bei 32A - da ist aber das Problem, das gutes Material eher auf dem Bau verschwindet. Die Leitungen werden ja nicht nach Feierabend eingepackt, sondern verbleiben auf dem Bau. Und denn natürlich die fehlende Kontrolle, weil diese auch keiner bezahlt. So ist dass den eben auf dem Billigstbausektor.
 
Die Leitung ist so zulässig, entspricht der DIN und die Kupplung kein Billigramsch, nur versagt diese regelmäßig unterer diesen Bedingungen, da einfach die Federklemme zu dünn ausgeführt ist und die leitung sich unter den Bedingungen auch ziemlich erwärmt - aber bis 70°C ist ja zulässig, nur die Kombination hält dies für den Dauerbetrieb nicht immer aus.

Jetzt verstehe ich.
Ähnlich wie bei Schuko Steckdosen die eigentlich auch nicht für 16A Dauerlast geeignet sind.
Den Wago 221 würde ich aber 16A Dauerlast schon zutrauen weil die Federn ziemlich viel Spannung haben.
 
Die Angabe auf den Wago Klemmen bezieht sich durchaus auf Dauerlast.
Die Klemmen halten dabei oft mehr aus als die Angeschlossene Leitung.
Die Wago 273 kann schon 20A was für das anschließbare 1,5mm² nur in wenigen Fällen machbar ist.
die 2273 in der auch 2,5mm² gehen hält da schon 24A aus.
 
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