wechselspannung am trafo?

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lim084

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  • wechselspannung am trafo?
  • #1
Wieso muss wechselspannung anliegen um eine trafo zubetreiben?
 
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  • #2
um ein elektromagnetisches feld zu erzeugen brauch man ein sich wechseldes magnetfeld das nur mit ständig wechselnen strom fluß entstehen kann! auf der eingangs seite des travos kommt der wechselstrom rein erzeugt ein elektromagnetisches feld das über ein eisenkern auf eine zweite spule übertragen wird je nach größe der spule kann die spannung größer oder kleiner sein die übertragen/erzeugt wird!

mit gleichstrom ist das nicht möglich da der strom kein genügendes magnetfeld aufbauhen kann um eine strom übertragung von einer Spule zur anderen machen zu können
 
  • wechselspannung am trafo?
  • #3
Ein Trafo braucht ein sich dauernd AENDERNDES Magnetfeld (wegen dem Induktionsgesetz, http://de.wikipedia.org/wiki/Induktionsgesetz ). Nur ein solches kann in einer benachbarten Spule (der zweiten Spule) eine Spannung hervorrufen (induzieren). Mit Gleichstrom würde man nur ein GLEICHbleibendes Magnetfeld schaffen, also wie mit einem (stillstehenden) Dauermagneten. Und das erzeugt keine Induktionsspannung.
Aus dem gleichen Grund muss man am Velodynamo DREHEN, damit das Licht brennt; der stehende Magnet im Dynamo drin allein reicht dazu nicht aus, aber wenn er dreht, ändert sich das Magnetfeld dauernd.
Wenn man Gleichstrom am Trafo anschliesst, so bekommt zwar ein Magnetfeld im Trafo drin, aber eben nur ein statisches. Damit hat man einfach eine Heizung, aber null output auf der Sekundärseite.
 
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  • #4
Wenn man Gleichspannung anlegt, bekäme man einen linear ansteigenden Strom in der Primärspule. Dieser erzeugt wieder ein linear ansteigendes Magnetfeld, dessen Änderung eine Gleichspannung in der Sekundärspule (und auch in der Primärspule, wo sie der angelegten Spannung das Gleichgewicht hält).
In der Praxis ist allerdings das Magnetfeld nach einigen 10 Millisekunden schon stark genug, um den Eisenkern zu sättigen. Damit nimmt die Induktivität ab und die Geschwindigkeit des Stromanstiegs zu.
Nach sehr kurzer Zeit dürften die Zuleitungswiderstände den weiteren Stromanstieg verhindern. Damit endet die Erzeugung der sekundärseitigen Gleichspannung.
 
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  • #5
Eure Ausführungen sind zwar nicht falsch, helfen aber nicht weiter. Schliesslich geht es darum, dem Limo84 zu erklären, warum ein Trafo Wechselspannung braucht. Dafür ist die Lorentzkraft denkbar ungeeignet, weil sie auch bei statischen Feldern, aber nur auf bewegte (!) Elektronen wirkt. Das Induktionsgesetz hingegen orientiert sich an der Aenderung des magn. Flusses und braucht keine bewegten Elektronen! Die Fluss-Aenderung, die letztlich die Spannung in der Sekundärspule hervorruft, kann geschehen durch Aenderung der magn. Feldstärke (Induktion B, so eben beim Trafo) oder aber durch Aenderung der vom magn. Fluss "durchströmten" Fläche, also durch eine sichtbare, mechanische Bewegung (so eben beim Generator)!
Das Elektron, das in der Sekundärspule angeschoben wird, bewegt sich ja zuerst noch NICHT! Also kann auf dieses gar keine Lorentzkraft wirken. Die Sekundärspule ist nicht auf sich bewegende Elektronen in der Primärspule angewiesen, ersterer ist es "egal", WIE das Wechselfeld zustande kommt, ob mit einer stationären Wechselstomspule oder mit einem bewegten Dauermagneten.
Die Lorentzkraft bewirkt "nur", dass ein strömendes Elektron in der Primärspule in jenem Magnetfeld, das es durch seine Bewegung selber erzeugt, abgelenkt und bildlich gegen die "Innenwand" des Drahtes gedrückt wird.

Grüsse aus dem strömenden Atömchen
 
  • wechselspannung am trafo?
  • #6
Also doch: Induktion

Schön, dass du selber auch draufgekommen bist. Genau: Induktion der Ruhe. Das ist die volkstümliche Bezeichnung für das Induktionsgesetz. In deinem zitierten Beitrag wird das einfach grosszügig unterschlagen. Immerhin steht dort deutlich und richtig: "...erzeugt ein veränderliches Magnetfeld...und hier durch INDUKTION eine Spannung". Nix von Lorenzkraft (mit oder ohne tz)... Diese wirkt eben nur bei BEWEGUNG (von Ladungsträgern).
 
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  • #7
Re: Also doch: Induktion

atömchen schrieb:
Schön, dass du selber auch draufgekommen bist. Genau: Induktion der Ruhe. Das ist die volkstümliche Bezeichnung für das Induktionsgesetz. In deinem zitierten Beitrag wird das einfach grosszügig unterschlagen. Immerhin steht dort deutlich und richtig: "...erzeugt ein veränderliches Magnetfeld...und hier durch INDUKTION eine Spannung". Nix von Lorenzkraft (mit oder ohne tz)... Diese wirkt eben nur bei BEWEGUNG (von Ladungsträgern).

Da kann ich nur eins sagen: Erbsenzähler!


@ lim084 : du kannst auch Gleichspannung nehmen, dann wird aber immer nur beim Ein- und Ausschalten eine Spannung induziert. Also mußt du dann ständig den Schalter betätigen um auf der Sekundärseite eine Spannung zu bekommen.

Gruß Kawa :D
 
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