Welcher Leitungsquerschnitt vom HAK zum Zählerschrank und UV bei Mehrfamilienhaus?

Diskutiere Welcher Leitungsquerschnitt vom HAK zum Zählerschrank und UV bei Mehrfamilienhaus? im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo zusammen, obwohl man viel zu dem Thema im Netz lesen kann, konnte ich trotz ausführlicher Suche kein allgemeingültiges Ergebnis finden und...

  1. #1 Herr Doktor, 15.05.2021
    Herr Doktor

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    Hallo zusammen,

    obwohl man viel zu dem Thema im Netz lesen kann, konnte ich trotz ausführlicher Suche kein allgemeingültiges Ergebnis finden und hoffe nun auf euer Fachwissen und Tabellen. Hier die Eckdaten:
    Projekt: Komplette Neuinstallations der Elektrik im Zuge einer Gebäudeumnutzung zu einem Mehrfamilienhaus mit 6 Wohneinheiten
    Netzbetreiber: NEW Netz GmbH
    Netzsystem: TN-C-S / 4(5)x 16mm²
    Sicherungen im bereits neuen HAK: 80A

    Leistungsbedarf für 6 Wohnungen laut Netzbetreiber: 44 KVA (keine elektr. Wärmeerzeugung wie Heizung/DLE o.ä.)

    Leitungslänge HAK-ZS: 16m (nahe Kellerdecke Verlegeart C oder E, auf Putz, bzw. mit Abstand vom Putz)
    Leitungslängen ZS-UV: 5x zwischen 6m-12m und 1x23m (hauptsächlich Verlegeart C)
    Die zu erwartenden Lasten werden natürlich sinnvoll auf die 3 Phasen verteilt.

    Ich wüßte gerne welche Leitungsquerschnitte für diese Standard-Installation zu wählen sind. Eigentlich müsste doch jeder Elektriker auf dasselbe Ergebnis kommen, aber bei der Recherche dazu hatte ich das Gefühl, dass die Aussagen oft von individuellen Ansichen geprägt sind.
    Der eine nimmt die Formel für Drehstrom, der andere für Wechselstrom - anscheinend je nachdem von welcher Schieflage man bei der Phasenbelastung ausgeht.

    Tendenziell möchte ich nur soviel Kupfer kaufen wie gerade nötig und nichts Überdimensionieren. Können z.B. die Leitungen vom Zählerschrank zu den Unterverteilungen alle in 10mm² ausgeführt werden?
    Ich habe noch keinen festen Elektriker an der Hand und die zwei, die ich gefragt habe, hatten auch gleich zwei verschiedene Antworten...

    Bevor die Preise durch die Decke gehen möchte ich schnellstmöglich Kabel kaufen und teilweise schon verlegen. D.h. ein später hinzugeholter Elektiker muß das ohne Bauchschmerzen absegnen können.

    Vielen Dank vorab
     
  2. ego1

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    HAK-Zählerschrank 35mm², zu den Wohnungen 16mm²

    Das ist immer eine denkbar schlechte herangehensweise!
     
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  3. cool20

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    Naja eine 80A Absicherung im HAK wird für die 6 Wohneinheiten wird grade so reichen, hier müsste man das mal mit den Versorger klären was die so wollen.

    Zur Hilfe kommt dir hier die DIN 18015-1

    Bei 6 Wohneinheiten ohne Elektrische Warmwasserbereitung geht man von einer Leistung von 44KVA aus das entspricht ein Strom von 63,4A, Absicherung im HAK muss mindestens 80A betragen. Ich würde hier mindestens 25mm² verlegen

    Ich würde zu jeder Wohneinheit auch nur 10mm² legen ohne dies zu Berechnen in der Praxis reicht das aus. Bei uns in den Plattenbauten wird sogar nur 6mm² zur Wohnungsverteilung gelegt. SLS Schalter hat dann aber auch nur 25A.
     
  4. s-p-s

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    DIN 18015-1 Belastbarkeit der Leitung min. 63 A
    Das ist nur selten 10 mm²
     
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  5. #5 creativex, 15.05.2021
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    25A das ist aber ein bisschen mikrig :D
     
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  6. #6 Pumukel, 15.05.2021
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    Ab HAK zu den Zählern mindestens 25 mm² und zu den Wohnungen mindestens 16 mm² CU Alles andere ist rausgeworfenes Geld . Die Sicherungen im HAK können problemlos auch erhöht werden . Bestimmt der Netzbetreiber . Und eine Wohnung mit 3*25 A abzusichern ist Stand vor 30 Jahren !
    Aktuelle Forderung die Hauptleitung muss für 63 A ausgelegt sein und das geht selten mit 10 mm² und wäre dann auch stark auf Kante genäht !
     
  7. #7 creativex, 15.05.2021
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    35 A Reichen für eine NOrmale Wohnung ohne Probleme aus mehr braucht man nicht. Also dürften bei der länge 10 mm² ausreichen.
     
  8. cool20

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    Ich denke vielleicht zu Wirtschaftlich aber macht es sinn eine 4 Raum Wohnung mit 63A Abzusichern? Ich sage ganz klar nein! 10mm² reichen hier Dicke zumal die Zählervorsicherung hier max. 35A Betrage wird. Wenn der TE Clever ist Verlegt er es im Leerrohr da könnte man dies mal Austauschen Voraussetzung das Rohr hat keine großen Knicke.
     
  9. #9 Pumukel, 15.05.2021
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    Die TAB ist da eindeutig und die TAB ist Bestandteil des Liefervertrages Ohne Wenn und Aber ! Die Leistung des Kunden wird durch die Zählervorsicherung begrenzt und deren Stärke legt der Netzbetreiber fest . Genauso wie die Stärke der NH im HAK !
     
  10. cool20

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    Da muss man sich mit den Netzbetreiber in Verbindung setzen und fragen was dieser fordert.
     
  11. #11 creativex, 15.05.2021
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    Selbst wenn die Zählervorsicheurng zu groß ist z:b. 50A dann kommt eben nach dem Zähler eine 35A und schon passt das
     
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  12. #12 eFuchsi, 15.05.2021
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    Irgendwann kommt dann doch elektrische Warmwasserbereitung. Dann ärgert man sich über zu dünne Zuleitungen.
     
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  13. #13 Pumukel, 15.05.2021
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    Aktuell gibt es keine Kundenanlage mehr ohne Zählervorsicherung ! Und ob dann im HAK eine 35 A Sicherung oder eine 100A Sicherung vorhanden ist ist nur Maßgebend für die Zuleitung zum Zähler . Die Kundenleistung wird durch die Zählervorsicherung ( SLS) bestimmt und wenn der Netzbetreiber sagt 35 A SLS ist das bindend.
     
  14. Www

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    Dann kann er auch gleich 16mm² legen, da kommt preislich das gleiche heraus.
     
  15. ego1

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    Wenn die TAB fordert, eine Leitung für 63A belastbarkeit zu verlegen, brauch doch darüber nicht diskutiert werden, oder?
     
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  16. s-p-s

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    Dann legt mal eure 16mm² Kabel wenn es die TAB vorschreibt nur zu, wenn man in einer 3 Raum Wohnung 63A braucht nur zu, vielleicht für die Wallbox auf den Balkon :rolleyes:

    Bei einer Elektrischen Warmwasserbereitung müsste man vielleicht alles ein bisschen anderes Auslegen aber der TE hat das ja bereits verneint.

    PS: Ich wusste genau das ihr wieder darf anspringt.
     
  18. s-p-s

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    Als Fachmann sollte dem Kunden eine Din gerechte Installation vorgeschlagen werden.
    Sonst ist der Ersteller der Anlage später der Dumme.
    Wenn der Fragesteller dem Fachmann unterschreibt, das auf eigenem Wunsch 10 mm² gelegt wird und er über die Nachteile informiert wurde ... dann Installier mal darauf Los.
    Ich wette da kommt auch noch Häufung ins Spiel.
     
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  19. EBC41

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    Ich würde die fünf kürzeren mit 5x10mm² und die eine 23 Meter mit 5x16mm² ausführen. Nach gesundem Menschenverstand ist das gut überdimensioniert. Egal, was die DIN vorschlägt. Die DIN ist sowieso von Kupferlobbyisten beeinflusst. Nachdem, wie momentan der Kupferpreis steigt, sollte man diesen Spekulations-Geiern nicht noch mehr unnötig Geld in den Rachen werfen. Je mehr Kupfer verbraucht wird, desto mehr steigt der Preis. Prinzipiell sollte man dem gegensteuern und in Absprache mit dem Kunden vernünftige Querschnitte verlegen. Sonst kann es in Zukunft passieren, dass wir es uns nicht mehr leisten können, überhaupt noch vernünftige Querschnitte zu verlegen. Aber vielleicht male ich auch zu schwarz?
     
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  20. EBC41

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    Zum Thema Mehrfamilienhaus mit 6WE fällt mir ein interessantes Beispiel ein, wie schlitzohrige Kommunalpolitiker das bei uns vor etwa 20 Jahren gewinnmaximiert machten. Zuerst mal waren die Grundstücke laut Bebauungsplan größenmäßig nur für Einfamilienhäuser gedacht. Im Gemeinderat hat er (Fraktionsvorsitzender), sich durch den üblichen "Kuhhandel" dann sein geplantes Sechsfamilienhaus absegnen lassen. Der Besitzer des lokalen E-Versorgers, ebenfalls im Gemeinderat damals, hat ihm dann noch die "sehr preiswerte E-Installation" genehmigt. Nämlich Hausanschlusssicherungen 3x35A NH, Hauptleitung 4x16mm² und sechs Sätze SLS 3x25A vor den Zählern. 4x10mm² zu den Wohnungen. Und erstaunlicherweise funktioniert das heute noch ohne Probleme. Weiss ich sicher, da eine Verwandte von mir viele Jahre in dem Haus gewohnt hat. Warmwasser ist zentral von der Ölheizung, kochen elektrisch.

    Da kann man jetzt diskutieren, wer denn nun falsch baut? Normgerecht oder sparsam mit Amigo-Beziehungen abgesegnet?
     
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