Wie lang darf ein Stromkabel max. sein?

Diskutiere Wie lang darf ein Stromkabel max. sein? im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hi bin neu hier im Forum und habe gleich mal eine Frage. Wie lang darf ein Stromkabel max. sein um nicht in Unterspannungsbereich zu kommen...

  1. Natron

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    Hi

    bin neu hier im Forum und habe gleich mal eine Frage.

    Wie lang darf ein Stromkabel max. sein um nicht in Unterspannungsbereich zu kommen ?

    Und welche Möglichkeiten gibt es dies zu ändern? Relais?

    Danke
     
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  3. #2 Heimwerker, 23.08.2005
    Heimwerker

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    willkommen im forum,
    puh erstmal meinst du bestimmt eine leitung, kabel werden im erdbereich verlegt, also allgemein kann man sowas nich sagen, das kommt auf den leitungstyp, zb. NYM-J(pvc-mantelleitung); die verlegeart, z.b. unterputz, in wärmegedämmten wänden, freihängend..... ; und auf die vorgeschalete überstromschutzeinrichtung("sicherung"); auf die angeschlossnenen verbraucher; auf andere faktoren an.
    ich denke mal du meinst die graue matelleitung NYM-J :?:
    leitungen richtig bemessen, passende sicherungen wählen..

    also bei deinem grundwissen würd ich dir nicht empfelen, mal abgeshn dass du es nich darfst, an elektrische anlagen zu gehen, lerne erstamal grundlagen , z.b. lies ein buch.
    und nehme aktiv an diesem forum teil..... :wink:

    bitte auch mal hier reuinguckn: hier klickn
     
  4. Natron

    Natron

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    Ich bin wirklich kein Profi, aber ich denke das mein Grundwissen schon zu einigen Dingen aussreicht.
    Da ich mich sehr für Digitaltechnik sowie Elektrotechnik interessiere besuche ich auch ein berufliches Gymnasium im Bereich Datenverarbeitung (das bedeutet, dass ich zu den normalen gymnasialen Fächern wie Deutsch, Mathe, Englisch, etc. auch Technologie, Technische Wissenschaften habe)

    Es geht nämlich um Folgendes:

    Freunde von mir haben eine Hütte gebaut, diese bekommt ihren Strom von einem Haus das ca. 100-150m entfernt ist. Über Kabeltrommeln.
    Da mir eigentlich schon der Anblick schmerzen bereitet wollte ich nachfragen ob da überhaupt noch alles ankommt?
     
  5. DaKufa

    DaKufa

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    Hallo!
    Wahrscheinlich kammt da nimmer "viel" an,....
    Gibt mal die genauen Daten der Trommeln an und dann schaun ma mal!
    (ist es Drehstrom, Querschnitt der leitung,... etc!

    Muss jetzt nur mal weg!
    Es geht Wandern mit Frau und Kind! *g
    naja, biss dann!

    mfg DaKufa
     
  6. #5 Hemapri, 24.08.2005
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    Das ist nicht mal das Hauptproblem. Vielmehr kann es passieren, dass in der Hütte oder an einer Kabeltrommel ein Brand entsteht, weil bei einer Überlast das zu weit entfernte Leitungsschutzelement nicht mehr rechtzeitig auslöst.
     
  7. Natron

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    Auch aus diesem Grund bereitet mir der Anbilck schmerzen.
    Muss ich mal nachsehen, hab ich leider nicht alles im Kopf.
     
  8. #7 Heimwerker, 24.08.2005
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    was für kabeltrommeln? 230 V wechselstrom?
    womit abgesichert?

    gruß
     
  9. DaKufa

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    Hallo!

    @Heimwerker

    Jetzt lass ihn doch erst mal schauen!
    Die Fragen hab ich auch schon gestellt,....

    Mit den Antworten wo er gibt können wir dann mal rechnen und schaun ob`s passt (???!) bzw. verbesserungen vorschlagen!

    mfg DaKufa
     
  10. #9 Heimwerker, 25.08.2005
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    sry wusst ich net..
     
  11. #10 Oertgen, 28.08.2005
    Oertgen

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    Einen FI-Schalter solltet ihr schon vorschalten (mit höchstens 30mA Diff-Auslösestrom), dann sind auch die Abschaltbedingungen erfüllt. (evtl. ist schon einer im Sicherungskasten eingebaut für den betreffenden Stromkreis.)

    MfG:Norbert
     
  12. Gretel

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    FI und alles wird/ist gut ? - leider nicht !

    Aber nicht in diesem Fall :

    Immer an Spannungsfall und Kurzschlußstrombedingungen denken, da ja die "Örtlichkeit nicht mehr festinstalliert besteht" !

    Gruß,
    Gretel
     
  13. #12 Oertgen, 29.08.2005
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    Hallo Gretel!

    Der Leitungsschutz sollte eigentlich gegeben sein, auch wenn der Schnellauslöser nicht anspricht. Dafür ist der Kurzschlussstrom ja dann auch nicht so hoch.
    Sollte der Sicherungsautomat bei sowas zu spät auslösen, wäre sein Name Leitungsschutzschalter eben nicht gerechtfertigt. In der Praxis könnten ja auch bei kurzen Leitungslängen Kurzschlüsse auftreten, die z.B. einige wenige Ohm haben ,und da muss der Automat ja auch abschalten, bevor die Leitung schmilzt.

    MfG: Norbert Oertgen
     
  14. #13 Heimwerker, 29.08.2005
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    natürlich löst er zu spät aus!
    die abschaltbedingungen sind nur gegeben, wenn leitungslänge/querschnitt und spannungsfall auslösestrom und charakteristik im "grünen bereich sind" sind!
     
  15. Gretel

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    Grobe Rechnung am PC ....

    Grobe Rechnung bezgl. Kabeltrommel 150 Meter mit 1,5mm² :

    Rltg = (2 x L ) / (Leitwert Cu56 x Querschnitt) = 300m / 84 (m/Ohm) = 3,57 Ohm .

    Allein dieser Wert ist einmal auf den Schleifenwiderstand , sowie durchaus auf den mitgeführten PE anzusetzen - wohlgemerkt nur der Kabeltrommelwert - es stehen noch die festinstallierten Werte vorort aus , sowie die nach den Kabeltrommeln "installierten" - eingesteckten Verbraucher , plus sämtliche Klemm-Steckkontakte.

    Kurzschlußstrom sei 80A bezgl. Auslösekennlinie B16A LS-Schalter (5xIn).
    230V/80A = 2,875 Ohm maximal zulässiger Zs.

    (DeltaU ergibt sich dann aus I x Rltg = 16A x 3,57 Ohm = 57,14V
    (=14,2%Spannungsfall).
    Das ergibt eine Summe von No minus N1 = 230V - 57,14V = 172,86V)

    Somit kann seitens Abschaltbedingungen nicht mehr gesprochen werden - da hilft auch kein 30mA FI !
    (Der interessiert sich nicht für Kurzschlüße)

    Gruß,
    Gretel
     
  16. #15 Oertgen, 29.08.2005
    Oertgen

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    Hallo Gretel!

    Dafür beträgt in diesem Fall (Der Innenwiderstand des Netzes sei 0 Ohm und der Kurzschluss am Ende der Leitung auch ideal ,also 0 Ohm) der Kurzschlusstrom Ik=230V/3,57 Ohm =64,42 A also ca. das 4-fache des 16A-Nennstroms. Gemäß der Auslöse Kennlinie schaltet der Automat dann nach ca.10 sec. ab. Die dabei umgesetzte Energie ist dann : W=U*I*t=230V*64A*10s=147,2 kJ ,also ca. 1kJ/m Leitung(mit dieser Energiemenge kannst Du ein Limoglas Wasser um 1°C erwärmen) . Das reicht zwar aus die Leitung merklich zu erwärmen, aber die Isolierung zu schmelzen bräuchte es doch mehr Energie. Der gleiche Strom würde ja auch auftreten, wenn die Leitung nur 2m lang ist und ein Kurzschluss halt nicht ideal ist, sondern eben z.B. 3,5 Ohm hat (kann ja durchaus passieren, z.B. bei einem Motor mit verschmorter Wicklung). Wenn der LS dann nicht abschalten würde, hätte er seinen Namen eben nicht verdient. Die Abschaltbedingungen beziehen sich auf den Schutz vor zu hoher Berührspannung bei einem Iso-Fehler. Dann würde aber der FI rechtzeitig abschalten.

    MfG: >Norbert Oertgen
     
  17. edi

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    Gefordert sind doch aber 5 s ........
     
  18. Gretel

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    Abschaltbedingungen

    Nicht nur Auslösekennlinie - auch die Rechnung ergibt 10,x Sekunden !


    Das ist nicht nach VDE - und dabei sind nur die 150m der Kabeltrommeln berücksichtigt !

    Gruß,
    Gretel
     
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  20. #18 Oertgen, 29.08.2005
    Oertgen

    Oertgen

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    Hallo Edi + Gretel

    Also die kennlinie steht so im Tabellenbuch. Und die Auslösezeit ist abhängig von der Stromstärke. Wo steht das mit den max.5 sec.?

    Norbert
     
  21. Gretel

    Gretel

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    ... weiteres folgt über Abschalt-Zeit-Formel !

    Hallo ,

    es ist wie immer .- ich hatte schon den Text vorgeschrieben - nun ist er auf dem Arbeitplatzrechner im Büro !

    Aber egal :

    Abschaltbedingung in TN-TT-IT-Netzsystemen :
    TN :
    t <= 0,4s bei Uo=230V
    t <= 0,2 bei Uo = 400V
    t <= 0,1s bei Uo > 400V
    -
    TT : Ra x Ia < = Ul
    t <= 5s in allen Stromkreisen
    t <= 0,2s bei Einsatz RCD
    -
    IT :
    mit /ohne N
    t <= 0,8s/ t <= 0,4s bei U = 400V
    t <= 0,4s /t <= 0,2s bei U =690V
    t <= 0,2 s/t <= 0,1s bei U= 1kV
    -
    VDE0100/T.200 und T.410/01.97

    Gruß,
    Gretel
     
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