Wohnungsverdrahtung

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Umbauer

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sei 15 Jahren kein Elektro mehr
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Im Zuge der kompletten Elektroerneuerung stellen sich mir folg. Fragen:
(Land BaWü, EVU: ENBW, 3 Wohneinh, klar alles nur über Fachbetrieb...)
Allgemeines und Vorgeschichte siehe ersten Thread
http://www.elektrikforum.de/viewtopic.php?p=16651#16651

Verdrahtung:
möchte gerne über 3Stöckige Reihenklemmen sternförmig mit NYM 5x1,5 verdrahten.
Also direkt vom Verteiler ohne Zwischendosen an alle Steckdosen, Lampen und Schalter

Ich sehe folgende Vorteile:
- Alle Lampen und Steckdosen können auch ohne Hightech
auf fast alle beliebigen Schalter gelegt werden
- und bei Änderungswunsch ohne viel Aufwand eine Brücke umgelegt werden.
- Verteilerkasten sehr übersichtlich
- für den Anfang verhältnismäßig günstig und trotzdem
- zukunftssicher, da ich später beliebige HighTechSysteme nachrüsten kann (EIB,SPS,...)
- Viele Leitungen sind Spannungsfrei
Nachteile:
- Ok, ich brauch halt 400m Kabel allein fürs OG
- und nen großen Verteilerkasten (geplant 2x4x12=96TE?)
- bei 30 Steckdosen/Geräte + 15 Lichtkreise + 8 Rolladenkreise + 31 Schalterkreise
sind schon 4 Reihen belegt

Welche Steuerspannungen sind sinnvoll für Taster auf Relais
12V=/~ über J-Y(St)Y 6x2x0,6 oder
230V~ über NYM 5x1,5 (Wie ist Bezeichnung von NYM ohne grüngelb?)

Suche Empfehlung für günstigen 4fach-Taster (oder 8fach)
(habe nur Doppelwippen mir 4Tastpunkten gefunden, und 4-8Einzeltasten nur aus teuren EIB-Serien)
Andere Überlegung wäre je Raum nur ein Hauptlichtschalter und darüber eine Art Telefontastatur
(also 12 Niederspannungstaster für Rolläden, Lichtszenen, Klima, ...)

Suche Empfehlung für Stromstossrelais ?
(leise bis lautlos, 1 Schließer, Manuell schaltbar Schaltzustand sichtbar
evtl. Schaltung im Phasen-Nulldurchgang
evtl. mit 3Eingängen:Ein/Aus/Um oder definiertem Aus nach Stromausfall
notfalls auch ein Blockmodul mit 16Ein und 16Ausgängen (10A)

Darf ich eine PIK-4 Reihenklemme PE/L/L auch mit PE/N/L belegen?
oder eine PE/L/N mal mit PE/L/L?
(Klar, nur wenn sie N-Kontakte nicht gebrückt sind)
Dürfen eigentlich auch 2 oder 3 Kabel gemeinsam in eine einelne PIK-4 Klemmbuchse?

Tastersignale würde ich gerne auf eine Matrix aus 6 paralellen Lüsterklemmen (je 12pol) legen:
also Je Raum Eine 12er Reihe (z.B. Pin 1-4 Licht, 5-8 Rolladen, 9-12 Sonstiges)
und von dort aus zum entsprechenden Relais
Überhaupt so zulässig? oder nur bei Niederspannung?
 
Gerade hier und auch wegen der Rolladensteuerung würde ich schon zu der im ersten Augenblick teuer erscheinenden EIB- Steuerung tendieren.
Raumklimatisierung, Alarmanlage, Licht und Rolladensteuerung, und deren Kombinationsmöglichkeiten ist relativ einfach zu verwirklichen. Von dem erstellen von Szenarien mal ganz abzusehen.(keien weiteren Geräte nötig!)
Eine weitere sehr einfache Möglichkeit ohne grossem Installationsaufwand ist der Einsatz der neuen Funk- EIB von Theben, die auch problemlos mit der normalen EIB- Steuerung kombinierbar ist.
 
Reihenklemmen sind auch im privaten Wohnunginstallation nicht verkehrt.
Sebstverständlich kannst du die Klemmen auch kombinieren.
Ich baue grundsätslich für jede abgehende Leitung die passende Anzahl von Klemmen ein. Gemischt die Käfigzugklemmen (Bez. grad nicht im Kopf) von Phoenix, PE/L/NT und bei 5adrigen Leitungen eine L/L zusätzlich. Bei 7 adrigen halt noch eine L/L dazu.
 
@Heimwerker

>NYM-O
Danke, das wollte ich bestätigt haben.
NYM-O hab ich schon in Katalogen gelesen,
aber keine Beschreibung daß wirklich ohne grüngelb

Benötige es von den Lichtschaltern zum Verteilerkasten,
so könnte ich mit mit einem Kabel (5x1,5) gleich 4 Schaltkreise abdecken.
(mit NYM-J 5x1,5 nur legal 2)

Oder darf ich beim NYM-O den Blauen auch nicht unter Spannung setzen?
Dann wäre die eine Leitung mehr wohl durch den Mehrpreis hin
 
Finger weg von NYM-O!

Umbauer schrieb:
Oder darf ich beim NYM-O den Blauen auch nicht unter Spannung setzen?
Dann wäre die eine Leitung mehr wohl durch den Mehrpreis hin
NYM-O gehört m.E. verboten.

Stell Dir vor, du bohrst so eine Leitung an, die nur Außenleiter (derselben Phase) enthält und weder PE noch N.

Da löst dann kein Leitungsschutzschalter aus, weil kein Kurzschluß entstehen kann. Aber deine Bohrmaschine steht voll unter Spannung.

Du merkst u.U nicht mal, daß du eine Stromleitung angebohrt hast. Jetzt ist aber die Isolation der Leitung kaputt, es gibt Spannungsverschleppungen etc.

Ich sage: Finger weg von NYM-O!

Gruß vom Laien
 
Re: Finger weg von NYM-O!

Laie schrieb:
NYM-O gehört m.E. verboten.

Wieso das denn? Was ist mit Leitungen, die gar keinen PE oder PEN enthalten dürfen?

Ich sage: Finger weg von NYM-O!

Na hoffentlich hören die Macher unserer TAB von dir. Bei uns hierzulande (e-on Thüriner Energie AG) ist nämlich gemäß TAB2000 eine vieradrige Verbindung zwischen HAK und Zähler in der Ausführung "-O", also ohne grün/gelber Ader vorgeschrieben. Was machen wir denn da? :wink:

MfG
 
Re: Finger weg von NYM-O!

Hemapri schrieb:
Na hoffentlich hören die Macher unserer TAB von dir. Bei uns hierzulande (e-on Thüriner Energie AG) ist nämlich gemäß TAB2000 eine vieradrige Verbindung zwischen HAK und Zähler in der Ausführung "-O", also ohne grün/gelber Ader vorgeschrieben. Was machen wir denn da? :wink:
Das ist wohl Netzformbedingt so und auch wenig tragisch bei den in der Regel max. 1,50m vom HAK zum Zähler.
Wer bohrt da schon rein...

Aber möchtest Du ernsthaft angesichts der geschilderten Gefahren die Verwendung von NYM-0 3x1,5 gutheißen für Lichtschaltungsinstallationen in Wohnungen, wie hier schon verschiedentlich empfohlen ?

Gruß vom Laien
 
Re: Finger weg von NYM-O!

Laie schrieb:
Hemapri schrieb:
Das ist wohl Netzformbedingt so und auch wenig tragisch bei den in der Regel max. 1,50m vom HAK zum Zähler.
Wer bohrt da schon rein...

Also ich stehe vor einer Neuverlegung und das werden gut 25m, zwei Deckendurchbrüche und zwei Etagen senkrecht unter Putz um vom HAK auf dem dachboden zum Anschlußraum im EG zu gelangen. :wink:
Und das alles ohne Schutzleiter. 8)

Aber möchtest Du ernsthaft angesichts der geschilderten Gefahren die Verwendung von NYM-0 3x1,5 gutheißen für Lichtschaltungsinstallationen in Wohnungen, wie hier schon verschiedentlich empfohlen ?

Nein, ein mitgeführter Schutzleiter in Installationsleitungen ist grundsätzlich ein Vorteil in Bezug auf die Schutzmaßnahme. Bloß die Verallgemeinerung ist nicht ganz richtig.

MfG
 
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