Zählerplatz umgesetzt, vorhandenes Kabel zur UV nur NYM-0

Diskutiere Zählerplatz umgesetzt, vorhandenes Kabel zur UV nur NYM-0 im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo! Folgendes Problem: Vorhandener Zählerplatz, UV mit Zuleitung 4x10 NYM-0, TT-System. Diese UV wurde nun entfernt. Nun neuer...

  1. keber

    keber

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    Hallo!

    Folgendes Problem:
    Vorhandener Zählerplatz, UV mit Zuleitung 4x10 NYM-0,
    TT-System.

    Diese UV wurde nun entfernt.

    Nun neuer Zählerplatz an anderer Stelle, TN-S.
    Alter Zählerplatz bleibt als UV für vorhandene Wohnung, alte Zuleitung zur entfernten UV, also das besagte NYM-0, 4x10, dient nun als Einspeisung in den alten Zählerplatz vom neuen Zähler aus.
    Der alte Zählerplatz (dort geht noch ein 5x6 NYY in eine Scheune ab) ist TT.
    Möchte aber nicht die eine Haushälfte als TT belassen, und die Einliegerwohnung (neubau) als TN-S.
    Potischienen gibt es genügend, sind auch alle miteinander verbunden.
    Genügt ein 1x10 als PE auf eine der Schienen oder muß es direkt vom neuen Zähler quasi parallel zum NYM-0 gezogen werden?

    Danke für Eure Tipps!

    Andreas

    P.S: NYM-0 tauschen gegen 5x10 geht nicht, da historisches, fertig restauriertes Fachwerkhaus!
     
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  3. Gretel

    Gretel

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    PEN wird doch gar keiner geliefert ?!

    Hallo,

    um Unklarheiten der/Deiner Beschreibung auszuschließen:


    Grundsätzlich gilt:

    wird ein TT seitens EVU/VNB angeliefert, kann kein nachträgliches TN geschaffen werden - umgekehrt kann aus einem TN angelieferten Anschluß ein örtliches TT gemacht werden.


    Gruß,
    Gretel
     
  4. #3 Octavian1977, 12.12.2007
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    wie sind die Potentialausgleichsschinen mit dem PE der Neuanlage verbunden?

    Oder sind diese PAS direkt mit dem Fundamenterder verbunden?

    befinden sich die Einspeisung und die UV mit dem NYM-O im selben Haus?

    Da die Anlage in wesentlichen Teilen geändert wird muß das Kabel zu dieser UV auch den heute gültigen Normen entsprechen-> Spannungsfall eingehalten?

    sowie auch alle davon abgehenden Leitungen.
    Das Heißt FI 30mA für alle Steckdosen, verdrahtung mit L, N, PE, usw.

    Ich bitte mich zu korrigieren aber meines Wissens nach ist das mit dem NYM-O nicht wirklich eine Gute Lösung.

    Ich frage mich warum das ganze Haus zuerst renoviert wurde und dann über die Elektrik nachgedacht wird.
     
  5. ego1

    ego1

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    Wie ist denn bitteschön bis dato der PE zum alten Zählerplatz gekommen? Diese Situation ändert sich doch nicht durch das umhängen des Zählers!

    Grundsätzlich spricht nicht gegen einen separat verlegten schutzleiter. Gegen ein TN-System an einem als TT ausgelegtem Hausanschluss aber vieles!
     
  6. keber

    keber

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    Also...
    Netzform ist generell TN.
    RWE...besser: Gebiet der RNK.
    Das Fachwerkhaus wurde 1984 restauriert.
    Ein Freund der Familie war damals der E-Meister.
    Weil Stall und Scheune dabei sind, dachte er, er macht es besonders gut, wenn ein TT-Netz errichtet wird.
    Vom HAK bis zum alten Zähler liegen 4x16, NYM-J.
    Von dort ging es mit 4x10 NYM-0 zu einem UV.
    PE wurde über eine Potischiene unterhalb der UV geholt.
    Am Zählerplatz befindet sich ebenfalls eine Potischiene.
    Von dort wurde ebenfalls der PE geholt für Zählerplatz.
    Alle Leitungen im Haus wurden 1984 erneuert.
    FI, LS, alles aus dieser Zeit.
    Nun wurde ein bislang ungenutzter Teil des Hauses umgebaut zur Einliegerwohnung.
    Neuer Zählerplatz im Hauswirtschaftsraum.
    Neue Leitung vom HAK dorthin, 4x25 NYM-J.
    UV-Feld integriert.
    Die alte UV, die vom NYM-0 gespeist wurde, wurde entfernt und befindet sich nun im neuen Zählerschrank, nunmehr natürlich TN-System.
    Neue Potischiene ebenfalls darunter an Fundamenterder.
    Diese Potischiene ist mit den anderen, älteren über 1x10 NYM-J verbunden.
    Das alte NYM-0 4x10 geht nun vom neuen Zählerplatz um alten, um diesen zu versorgen, denn dort befinden sich noch 1 FI und 5 LS.

    Die in diesen alten Zählerplatz gelangende alte Hauptleitung ist nunmehr blind.
    Von diesem alten Zählerplatz gehen neben den erwähnten Kreisen noch ein 5x6 NYY-J in die benachbarte Scheune.
    Das einzige was an PE in den alten Zählerplatz gelangt, ist ein 1x16 NYM-J von einer Potischiene.

    SChema:

    alt (1984)

    HAK (TN) -> 4x16 NYM-J -> Zählerplatz mit UV I (TT)
    -> NYM-0 4x10 -> UV II
    -> NYY-J 5x6 -> UV III

    neu (2007)

    HAK (TN) -> 4x25 -> Zähler I -> UV Einlieger (TN)
    -> Zähler II-> UV II (TN)
    -> 4x10 NYM-0 -> UV I
    -> UV III
     
  7. tome

    tome

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    Hallo,

    das bedeutet es gibt keine Verbindung zwischen der PE Schiene und dem PEN des EVU?

    Nur wenn du keine Verbindung zum PEN hast, ist es nach dem HAK ein TT sonst hast du ein TN-C-S bei dem einfach der PE nicht mit den anderen Leitern in einer Leitung verlegt wurde...

    Wenn dem so ist, dann würde ich mir eher Gedanken zum Erdwiderstand machen und ob er klein genug ist. Also ob genug Tiefenerder, Fundamanet oder Flächenerder vorhanden sind...
     
  8. keber

    keber

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    Hallo,
    habe mich etwas mißverständlich ausgedrückt!

    Also nochmal:

    1980-84 renoviertes Fachwerkhaus mit Scheune.
    Scheune wurde nun zur Wohnung umgebaut, daher neuer Zählerplatz im Heizungsraum.
    TN-C-S-System.

    Vorherige Installation waren ein Zählerplatz mit FI und 5 LS, dann eine weitere UV in Bad/Küchennähe und ein NYY-J 5x6 in den separat stehenden Stall.

    Der vorhandene Zähler sitzt nun im neuen Kasten, gemeinsam mit dem Zähler für die neue Wohnung.

    Auf der gegenüberliegenden Wandseite befand sich die besagte UV, die über 4x10 NYM-0 vom alten Zählerplatz aus gespeist wurde.
    Unter altem Zählerplatz und alter UV waren jeweils Potischienen, alle am Fundamenterder. Von dort wurde der PE jeweils geholt, da das Netz bislang ein TT war.

    Diese UV-Zuleitung wird nun "quasi" rückwärts benutzt, um die 5 LS im alten Zählerschrank zu speisen. PE kommt dort immer noch von besagter Potischiene.
    Unterhalb des neuen Zählerplatzes sitzt ebenfalls eine neue Potischiene am erweiterten Fundamenterder.
    Diese Schiene ist über 1x16 mit dem PEN am HAK verbunden.
    Nun will ich prüfen, ob alle anderen Potischienen mit dieser Schiene eine gute Verbindung haben.
    Ansonsten muß ich wohl von Schiene zu Schiene verbinden...

    Gruß,
    Andreas
     
  9. #8 Nullvolt, 20.12.2007
    Nullvolt

    Nullvolt

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    Also erstmal vorweg, um ein wenig das Chaos zu sortieren. (Habe alles gelesen und bin immer noch nicht ganz sicher, ob ich es geblickt habe)

    1. Es gibt kein NYM-0, sondern nur NYM-O.

    2. Bis in die 80er Jahre war für gewisse Landwirtschaftsanlagen das TT-System vorgeschrieben! Liefert der VNB ein TN-System, wurde dann das Wohnhaus häufig sogar als TN-C-System errichtet. Es musste allerdings darauf geachtet werden, dass beide Systeme sauber getrennt bleiben. (Isolierscheiben in Wasserleitungen zwischen den Gebäuden usw.) Andernfalls degeneriert das TT-System zum TN-S-System, was zu vermeiden war.

    Wenn also bei Deiner Anlage (1984) die PE-Potentiale der beiden Anlagen nicht sauber getrennt waren, hat nie ein richtiges TT-System bestanden. Es bietet sich an sich jetzt auf eine Netzform zu einigen, in Deinem Fall TN-System.

    Du hast also lediglich alle PE- und PAS-Schienen miteinander mit ausreichendem Querschnitt zu verbinden und fertig!

    Denk aber daran, dass jetzt auch im TN-System für die meisten Kreise ein FI gefordert wird. Du siehst also, dass die Unterschiede zwischen TN- und TT-System mittlerweile langsam verschwinden....

    0V
     
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