ZenerDioden verständnissklärung...

Diskutiere ZenerDioden verständnissklärung... im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo Leute! Ich hab ein kleines Verständnissproblem mit den ZDioden... Ich habe ein Relais mit der Nennspannung 5V und Spulenwiderstand von...

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    Hallo Leute!

    Ich hab ein kleines Verständnissproblem mit den ZDioden...

    Ich habe ein Relais mit der Nennspannung 5V und Spulenwiderstand von 125 Ohm... Versorgungsspannung ist 9V von einer Blockbatterie.
    Ich will die Schaltung von http://www.dieelektronikerseite.de/Lect ... halten.htm nachbauen, jedoch verstehe ich das nicht so ganz...
    Was ich mir zusammengereimt hab:
    An der ZDiode(3,3V) fallen 3,3V ab, und dadurch werden aus 9V 5,7V ,oder?
    Statt den LEDS möchte ich zudem einen Elektromagneten anschließen, muss ich da was an den Widerstandswerten verändern? Oder an der ZDiode?

    Vielen Dank schonmal,

    Tom
     
  2. #2 Matze001, 19.05.2009
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    Ja es fallen 3,3V an der Z-Diode ab.

    Was du noch einbauen solltest wäre eine Freilaufdiode, wenn du googlest siehst du auch wie du sie einbauen musst.

    Der Elektromagnet stellt eine Last dar, da er im Prinzip nichts anderes ist als die Spule des Relais.

    Du kannst also den Widerstand weglassen, musst aber auf die Spannugn des Magneten achten.

    MfG

    Marcel
     
  3. #3 d.kuckenburg, 20.05.2009
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    Freilaufdiode

    Hier ein LINK zu einer Schaltung, in der eine Freilaufdiode an einer Relaisspule zu sehen ist:

    http://leds.shellmaster.de/BERECH/4_01_03.html

    Im allgemeinen sind Schaltungen mit Zener-Dioden in Reihe zur Relaisspule nicht üblich, da ein Vorwiderstand anstelle der Zener-Diode billiger ist.

    MfG D.Kuckenburg
     
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    Hey danke Jungs!

    Brauche ich wirklich eine Freilaufdiode? Ich meine was kann ich schon großes Zerstören?
    Warum verwendet man denn eine ZDiode, wenn sie genauso fungiert wie ein Widerstand? Konkret in diesem Beispiel?

    MFG

    Tom
     
  5. #5 d.kuckenburg, 20.05.2009
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    1) Eine Relaisspule besitzt eine Induktivität.
    In dieser Induktivität wird Energie gespeichert,
    die beim Abschalten des Spulenstroms eine Spannung
    erzeugt, die ein Vielfaches höher sein kann als die
    Spannung, mit der die Spule im Normalbetrieb versorgt
    wird. Diese Überspannung ist oftmals größer als die
    Sperrspannung des Transistors, so dass der Transistor
    zerstört wird. --> daher Freilauf-Diode!

    2) Die Idee, die der Verwendung einer in Serie geschalteten
    ZENER-Diode zugrunde liegt, ist die Reduzierung der
    Betriebsspannung auf den Nennwert der Spulenspannung.
    Manche Bastler denken sie könnten durch den Einsatz
    einer ZENER-Diode die Verlustleistung, die bei einem
    Vorwiderstand so offensichtlich entsteht, vermeiden.
    Das ist aber ein Trugschluß. Die Verlustleistung
    entsteht auch in der ZENER-Diode beim Durchfluß des
    Nennstroms der Relaisspule.
    Denn ZENER-Spannung multipliziert mit durchfließendem
    Strom ergibt ebenfalls eine Verlustleistung.
    Bei Verwendung eines Vorwiderstandes gibt es sogar den
    Vorteil, dass das Relais schneller anzieht und auch
    schneller abfällt, allerdings nur, wenn keine Freilauf-Diode
    zum Einsatz kommt.

    Etwas Off-Topic: auch bei Wechselstrom-Schützen ergreift
    man heutzutage Maßnahmen, um die Abschalt-Überspannungen
    zu vermeiden, zumindest zu begrenzen.
    Allerdings kommen bei Wechselspannung als Enstörglieder
    zumeist RC-Kombinationen zum Einsatz, wobei diese auf
    die Spulenleistung der Schütze abgestimmt sind.

    Und noch etwas: bei Gleichstrom-Relais wird in bestimmten
    Fällen eine Kombination aus Freilaufdiode und entgegengesetzt
    in Serie geschalteter ZENER-Diode verwendet,
    was aber aus Kostengründen sehr selten praktiziert wird.

    MfG D.Kuckenburg
     
  6. #6 Octavian1977, 21.05.2009
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Der Vorteil einer Zehnerdiode zu einem Widerstand liegt darin, daß an der Zehnerdiode eine definierte Spannung abfällt (in dem Fall 3,3V)
    an einem Widerstand fällt eine Spannung ab die sich aus dem durchfließenden Strom und dem Widerstandswert ergibt.

    Steigt z. B. die Eingangsspannung oder der Widerstand der Relaisspule ändert sich (z.B. anderes Relais eingesetzt)
    dann ändert sich auch die Spannung am Vorwiderstand, die an einer Z-Diode bleibt gleich.
     
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    Ok danke für die Ausführliche Erklärung!

    Habs jetzt verstanden!

    Schönen Abend,

    Tom
     
  8. #8 Fentanyl, 29.05.2009
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    Warum man auch bei Wechselstromschützen zu diesen Maßnahmen greift, ist klar: Die neuen Anzeige-LEDs für 230V-Anschluss werden auch geschädigt durch zu hohe Spitzen, außerdem ist es EMV-technisch mit zunehmender Automatisierung nicht mehr hinnehmbar.

    Statt der Freilaufdiode sollte man lieber eine Suppressordiode verwenden!

    MfG; Fenta
     
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