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Potentialausgleich in Altbau bei Neuinstallation

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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ichbauwas
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 14:07    Titel: Potentialausgleich in Altbau bei Neuinstallation Antworten mit Zitat
Hallo,

ich bin zwar gelernter EI, aber schon seit ca. 10 Jahren in einem anderen Beruf tätig. Daher meine Frage:

Ich renoviere gerade bei einem Freund ein altes (80Jahre) Bauernhaus. Die Elektroinstallation wird von mir komplett neu gemacht incl. einem neuen Zählerplatz. In dem Haus ist kein Potentialausgleich vorhanden, demzufolge auch kein Erder. Die alte Badewanne wurde zwar mit 4qmm gegerdet, aber ich weiß nicht wohin. Das Kabel verschwindet im Boden. Der Anschluß für den Zählerplatz ist in 4x16qmm ausgeführt, da ca. 45m Leitungslänge von HA auf dem Dachboden bis zum ZP im Erdgeschoss. Geerdet werden muß der Strommast und Antenne auf dem Dach, die neue Heizung, Wasserleitungen und evtl. die Badewanne.
--> Kann ich die Erdung an die vorhandene Wasserleitung (Metallrohr)anschließen oder muß ein Staberder eingesetzt werden? Mit welchem Leitungsquerschnitt muß der Potausgleich ausgeführt werden?
Danke für Eure Hilfe!
Gruß
Alex
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Newbie
Hallo!

Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Antworten!


Gretel
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 16.03.2005
Beiträge: 2110

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 15:29    Titel: Allerlei - Erdung - Blitzschutz - PA Antworten mit Zitat
Hallo Alex, erstmal Willkommen im Forum !

Den Dachständer darf man nicht in Erdungssysteme und in keine netzabhängige Schutzmaßnahme intergrieren.

Antennenseitig ist bei Nichtvorhandensein eines Blitzschutzes (Fangeinrichtung) ein 16mm² Cu (Al 25mm² oder verzinktem Stahldraht 8 mm Durchmesser oder verzinktem Stahlband 2,5 x 20 mm) starr in eine evtl. vorh. Erdungsanlage bzw. (H)PA-Schiene einzubringen, ansonsten ist diese über sep. Erder zu erstellen, dessen Funktion messtechnisch zu erbringen ist.

Die Koaxialleitungen sollten vor und hinter Verstärkern und Umsetzern mit einem Potentialausgleich versehen werden, hierbei reichen bei "inner-baulichem" Potentialausgleich 4mm².

Im Badezimmer ist ein sogenannter separater, örtlich zusätzlicher Potentialausgleich vorzunehmen über 4mm² - alle metallischen Leitungen (Wasser, Heizung, etc... - nicht mehr gefordert - aber auch nicht falsch die Dusch- bzw. Badewanne !) mittels 4mm² und dann auf örtliche PA-Schiene , danach auf den Schutzleiter der nächsten Unterverteilung.

Gruß,
Gretel
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ichbauwas
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 15:43    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,
Danke für die nette Begrüßung. Ich habe schon ein paar Beiträge im Forum gelesen und finde es für mich als "Wiedereinsteiger" sehr Informativ. Vielleicht kann ich auch mal den einen oder anderen Beitrag leisten!

Zu meiner Frage:
Heißt das, daß ich die Potentialausgleichschiene vom Bad/Heizung direkt auf die PE-Schiene des Verteilers anklemmen kann? Ist kein zusätzlicher Erdungsstab erforderlich?

Gruß
Alex
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keber
Master Member
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 16:40    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo, und willkommen!

45m 4x16 als Zählerzuleitung sind knapp!

Du darfst zwischen HAK und Zähler maximal 0,5% Spannungsfall haben!
Da di EVU in aller Regel mit 63A absichern, heißt das:

Bei 45m und 63A Strom und einem Cu-Querschnitt von 16mm²:
1,4% Spannungsfall (Drehstromleitung)
Zuviel!

Um die 0,5% einzuhalten, brauchst Du mindestens 35mm² !
Außerdem ist es auch so, daß man die Hauptleitung zum Zähler nicht immer einfach so "annageln" kann!
Hier gibt es ganz konkrete Vorschriften, wie, wo und warum die dort und nicht hier und nur so verlegt werden darf!
-> Elektroinstallation in Wohngebäuden, VDE-Verlag, gehört in den Bestand jedes Elektroinstallateurs!

Kann man den Hauptanschluß nicht in Zählernähe setzen?
Oder den Zähler mit den Hauptsicherungen für die einzelnen UV in HAK-Nähe, dann einzelne Zuleitungen zu den UV?
Das würde vieles leichter machen.
Nach dem Zähler bis zur letzten Steckdose sollst Du einen Spannungsfall von 3% einhalten. Das ist einfacher machbar!
Nebenbei, eine 45m lange Zuleitung 4x16 an den Zähler kann Dir den Schleifenwiderstand dermaßen anheben, daß Du an der entferntesten Steckdose Deine Abschaltbedingungen nicht mehr einhältst!
Du mußt ja für einen B16 Automaten mindestens 80A Kurzschlußstrom kriegen!
Und wenn dort vielleicht noch eine Starkstrom-Steckdose ist, evtl. mit K16 Automaten, dann brauchst Du schon um die 200A!
Das ist sehr, sehr wichtig!
Hast Du das Buch?
Nein?
Bestellen und studieren!
Dann sind definitiv alle Klarheiten beseitigt und Deine Installation wird 100% VDE-gemäß!
Gruß,
Andreas
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edi
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 21.06.2005
Beiträge: 6405

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 17:48    Titel: Antworten mit Zitat
Zitat:
Dann sind definitiv alle Klarheiten beseitigt


Jo , ist bei mir auch manchmal so........ Wink Wink
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ichbauwas
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 19:52    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

ich habe noch mal die Leitungslänge nachgemessen:
32,5 Meter genau! Der Hausanschluß-Kasten ist auf dem Dachboden und ist mit 35 A abgesichert. Ich denke, die Absicherung wird auch so bleiben. Hoffe ich zumindest. Der Zählerplatz musste vom OG ins EG versetzt werden, da im OG nicht genügend Platz für einen Hager Verteiler mit Zählerplatz ist (2 Felder). Der alte Zähler war auf ein Brett geschraubt mit drei Sicherungen daneben! Die maximale Leitungslänge vom ZP aus ist ca 15m.
Beim örtlichen Elektriker habe ich den Zählerplatz und das restliche Material gekauft. Der meinte, daß das so in Ordnung sei. Nur beim Potentialausgleich war ich mir nicht so ganz sicher, ob es stimmt, was ich mir sagen lassen habe:
*Hauptpotentialausgleich in den Keller, Anschluß an die Wasserleitung aus Metall, die dann sozusagen als Erder dient.
*Verbindung von Hauptpotschiene jeweils zur PE-Schiene im Zählerplatz und zur Pot-Schiene im Heizungsraum.
Das alles jeweils in 1x16qmm gnge.
Leider bin ich mir nicht sicher, ob das so in Ordnung ist. Ich habe im Haus meiner Eltern kürzlich nachgeschaut: Bj ca. 1950, renoviert incl. Elektrik vor knapp 15 Jahren. Dort sieht die Situation ähnlich aus und dort ist der Potentialausgleich gleich ausgeführt wie oben beschrieben. Ich weiß nur nicht, ob man das heute noch so ausführen darf wie damals.
Wie gesagt, ich bin seit etwa 10 Jahren nicht mehr im Handwerk tätig, sondern kümmere mich jetzt um Elektronik für die Automobilindustrie. In meiner Handwerkszeit (3,5 jahre Azubi + 1 Jahr Geselle) habe ich fast nur mit Neubauten oder Industriehallen zu tun gehabt.
Trotzdem schon mal vielen Dank für Eure Antworten!

Alle Klarheiten sind beseitigt! Very Happy
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bubche
Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 5

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 20:22    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo Leute,

hab AUCH `nen Altbau bei dem einen PA nachträglich
installieren will. Kann mir jemand mal konkrete Eckdaten geben wie da die Vorschriften sind.

1. Welchen Leitungsquerschnitt (so groß wie HAK-Zu
leitung??)
2. Welche Art von Erder muß ich anwenden, welcher hat
das beste Wirkungsfeld ( Fundamenterder geht
natürlich nicht mehr)
3. Muß ich mehrere Erder setzen, wenn ja wieviele
und in welcher Anordnung
Wäre euch sehr sehr dankbar
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Hemapri
Inventar
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Anmeldungsdatum: 28.06.2005
Beiträge: 1853
Wohnort: Thüringer Wald

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 22:34    Titel: Antworten mit Zitat
ichbauwas hat folgendes geschrieben:
Hallo,
Nur beim Potentialausgleich war ich mir nicht so ganz sicher, ob es stimmt, was ich mir sagen lassen habe:
*Hauptpotentialausgleich in den Keller, Anschluß an die Wasserleitung aus Metall, die dann sozusagen als Erder dient.


Nein, eine Wasserleitung darf überhaupt nicht maehr als Erder benutzt werden. Es wäre sogar von Vorteil, wenn man bei einer metallenen Wasserleitung ein Isolierstück aus Kunststoff nach der Hauseinführung setzt. Bei Neuinstallationen mit Metallleitungen Gas/ Wasser ist das sogar vorgeschrieben. Auf jeden Fall ist ein Hauptpotenzialausgleich zu setzen und alle metallenen Leitungen an diesen anzuschließen. Das dient dem Potenzialausgleich, nicht der Erdung.
Jetzt kommen wir zum Erder. Was hast du für eine Netzform existiert bei dir und was sagen die TAB deines Versorgungsnetzbetreibers hinsichtlich eines Erders aus? Nur das ist erst mal entscheidend.

Zitat:
Verbindung von Hauptpotschiene jeweils zur PE-Schiene im Zählerplatz und zur Pot-Schiene im Heizungsraum.


Auch das gehört zum Potenzialausgleich.

Zitat:
Ich weiß nur nicht, ob man das heute noch so ausführen darf wie damals.


Das steht in den TAB und wird teilweise recht unterschiedlich gehandhabt.

MfG
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Hemapri
Inventar
Inventar


Anmeldungsdatum: 28.06.2005
Beiträge: 1853
Wohnort: Thüringer Wald

BeitragVerfasst am: 05.09.2005 22:41    Titel: Antworten mit Zitat
bubche hat folgendes geschrieben:

hab AUCH `nen Altbau bei dem einen PA nachträglich
installieren will. Kann mir jemand mal konkrete Eckdaten geben wie da die Vorschriften sind.


Auch bei dir gilt, erst mal die TAB lesen. Gibt es bei dir bislang keinen Potenzialausgleich? Wird an der Elektroinstallation irgend was gravierendes geändert? HAK? Hauptleitung? Zählerschrank? Wichtig, welche Netzform?

MfG
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ichbauwas
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 05.09.2005
Beiträge: 24

BeitragVerfasst am: 06.09.2005 08:28    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

die Netzform habe ich herausgefunden ENBW--> TN-C System( http://www.hager.de/files/download/0/3387_1/0/ZPL2.01_2.05.pdf), die aktuelle TAB muß ich noch besorgen.

Falls ich einen Erder setzten muß, wie muß der dann aussehen? Ich hätte in einem Kellerraum die Möglichkeit, einen Staberder/Kreuzerder (2 Meter?) in den Boden zu versenken. Der Boden besteht dort nur aus einer Kiesschüttung. Wäre das sinnvoll?

Das mit dem Potentialausgleich ist mir soweit klar!
Danke erstmal Exclamation
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