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Der Weg in die Selbständigkeit

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Off-Topic & Sonstige Tipps und Probleme
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Hugo1956
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 08:04    Titel: Der Weg in die Selbständigkeit Antworten mit Zitat
Guten Tag Zusammen,

kurz zu meiner Person. Ich bin 30 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolviert und anschließend E-Technik studiert. Neben meinem eigentlichen Beruf als Ingeneur, arbeite ich schon einige Zeit bei einem Installationsbetrieb auf 400,- Basis. Nun bin ich aber am überlegen, mich nebenher Selbstständig zu machen. Die Frage ist, ob sich das überhaupt rentiert, wenn man grob geschätzt nur 2-3 Häuser pro Jahr installiert.
Könnt ihr mir sagen welche Fixkosten für z.B. IHK, Energieversorgungsunternehmen, Versicherung usw. auf mich zukommen? Ausserdem würde mich interessieren, Was denn so "pi-mal-daumen" verdient ist an einer Hausinstallation.
Auch die erforderliche Grundausstattung für einen Installtionsbetrieb interessiert mich. Werkzeug ist soweit alles vorhanden. Jedoch keine VDE-Messgeräte und keine Prüftafel (auch gar nicht mehr erforderlich?).
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Hallo!

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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 08:34    Titel: Antworten mit Zitat
Grundsätzlich kann man rechnen das von den Lohnkosten die auf der Rechung stehen 1/3 der Lohn des Mitarbeiters ist 1/3 für Nebenkosten Steuern Versicherung, etc und das Letzte Drittel für den Betrieb ist, von dem dann auch der Geschäftsführer leben muß.

Ohne ein ausreichend gefülltes Auftragsbuch lohnt sich keine Selbständigkeit.
Wenn du planst als Ein-Mann-Betrieb selbständig zu bleiben lohnt es sich noch weniger.
Da wirst Du als angestellter Ingenieur einiges mehr verdienen ohne Dich nach getaner Arbeit noch um Rechnungen Steuern, etc kümmern zu müssen.

Die notwendige Ausstattung für den Betrieb kannst Du beim zuständigen Versorgungsnetzbetreiber erfragen, denn der stellt die Anforderungen was Du alles als Betrieb haben mußt um tätig werden zu dürfen.
_________________
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Hugo1956
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 08:53    Titel: Antworten mit Zitat
Also es geht mir nicht Grundsätzlich darum reich zu werden. Es ist mehr ein Hobby. Allerdings will ich natürlich auch nicht draufzahlen Smile.
Vielleicht könntest du mir noch etwas zu den Fixkosten sagen.
Was ich auch sehr schlecht einschätzen kann, ist der Verdienst am Material.
Mir ist klar, dass ich als Ingeneur wesentlich mehr verdiene. Ich sehe es aber eher als Ausgleich.
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 13:06    Titel: Antworten mit Zitat
Auf das Material solltest Du schon so 20% Aufschlag zum EP rechnen. Du hast ja schließlich einen Besorgungsaufwand und mußt auch Gewährleistung damit abdecken.
Für Dich als Gewerbe gilt ja schließlich nur ein Jahr Gewährleistung während Du dem Kunden mindestens 2 Jahre, bei Bauverträgen sogar bis 5 Jahre geben mußt.

Als Nebengewerbe lassen die Versorgungsnetzbetreiber oft keine Firmen zu.
Das wichtigste an sich überhaupt ist eine Betriebshaftpflicht!
Update für den VDE Auswahlordner kostet schon so 1-2k€ im Jahr, kalibierungskosten der Meßgeräte,...

Für ein Nebengewerbe ist es vor Allem der Aufwand der mich stören würde.
Steuervorauszahlungen, Steuererklärungen, Abschreibungen, Abrechnungen.
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Strippe-HH
Inventar
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Anmeldungsdatum: 04.04.2016
Beiträge: 1391
Wohnort: Hamburg

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 13:51    Titel: Re: Der Weg in die Selbständigkeit Antworten mit Zitat
Hugo1956 hat folgendes geschrieben:

kurz zu meiner Person. Ich bin 30 Jahre alt, habe eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik absolviert und anschließend E-Technik studiert. Neben meinem eigentlichen Beruf als Ingeneur, arbeite ich schon einige Zeit bei einem Installationsbetrieb auf 400,- Basis. Nun bin ich aber am überlegen, mich nebenher Selbstständig zu machen. Die Frage ist, ob sich das überhaupt rentiert, wenn man grob geschätzt nur 2-3 Häuser pro Jahr installiert.


Das rentiert sich nicht.
Als Selbständiger musst du für deine Altersversorgung selbst aufkommen und dich privat Krankenversichern lassen und das kostet alles viel Geld, das erwirtschaftet werden muss.
Bist du Angestellt, läuft das mit über dem Arbeitgeber und du hast nur deine monatlichen Abzüge.
Ich hab in meinem Bekanntenkreis Selbständige die jetzt über 65 Jahre alt sind und immer noch am Arbeiten sind, weil die Rente vorne und hinten nicht langt, da immer zu wenig "geklebt" wurde.
Und wirst du dann krank und kannst nicht mehr arbeiten willst du dann nur von der Grundsicherung leben?
Das würde ich mir 100x überlegen.
_________________
Immer das Beste draus machen
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Hugo1956
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 13:55    Titel: Antworten mit Zitat
Naja, ich würde diese Gewerbe ja nur neben meiner normalen Tätigkeit ausüben wollen.
Und das mit ca. 3 Häusern/Jahr.
Da muss ich mich doch nicht selbst Krankenversichern.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 14:07    Titel: Antworten mit Zitat
ob Du was an die Krankenkasse zahlen mußt weiß ich nicht, aber eine Betriebshaftpflicht benötigst Du dringend.
Stell Dir vor Du machst einen Fehler und ein Haus brennt ab.

Nebentätigkeit Verdienst: 200€ für die neue Steckdose inklusive Zuleitung und Sicherung, Schaden:2 Millionen für Haus, Feuerwehreinsatz und Personenschäden.
Deine Privathaftpflicht zahlt da gar nichts.
_________________
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Hugo1956
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Anmeldungsdatum: 29.06.2016
Beiträge: 6

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 14:10    Titel: Antworten mit Zitat
Ich habs jetzt mal mit den bisherigen Infos durchgerechnet. Vielleicht schaut ihr einfach mal ob das so stimmt.

Ich habe folgende Annahmen getroffen:
2 Häuser/Jahr a´ 330k€ Gesamtbaukosten.
Davon fallen ca. 16,5k€ für die E-Installation an.

Diese 16,5k€ teilen sich auf in:
Lohnkosten: 5.775,00 €
Materialkosten: 10.725,00 €

Lohnkosten:
Steuer 1.905,75 € // fällt weg
Betrieb 1.905,75 € // gehört mir
Arbeiter Bruttolohn 1.905,75 € // gehört mir

Materialkosten:
Einkaufspreis 8.580,00 € //fällt weg
Gewinn 2.145,00 € //gehört mir

Einnahmen Gesamt Brutto/Haus: 5.956,50 €
Bei 2 Häusern/Jahr: 11.913,00 €

Ausgaben:
ENBW 1.000,00 €
VDE 300,00 €
Versicherung: 400,00 €
Sonstiges: 1.000,00 €

Bleibt unterm Strich: 9.213,00 €

Und folgende Arbeitszeit habe ich dafür angesetzt:
Arbeitsstunden pro Haus: 150
Arbeitsstunden pro Jahr: 300
Arbeitsstunden pro Monat: 25
Arbeitsstunden pro Woche: 6,25

Daraus ergibt sich ein Stundenlohn von 30,71€ Brutto, bzw. ca. 18,5€ Netto.


Wenn meine Annahmen so stimmen, dann ist es wirklich nicht sonderlich rentabel. Das muss ich zugeben.
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Octavian1977
Inventar
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 15:33    Titel: Antworten mit Zitat
die 1900€ für den Betrieb sind nicht Dir, das geht für Werkzeug, Ausgleich von nicht abrechenbarem (z.B. Mangelbeseitigung) etc. drauf.

Alles was Du in dem Gewerbe an Gewinn erwirtschaftest mußt Du voll versteuern und zwar fast immer IM VORAUS.

Auf die Materialkosten kommen 19% Mehrwertsteuer, nicht absetzbar, oder sollen die im EK schon drin sein?

Ich vermute, daß Du eher auf einen Stundenlohn von 12-15€ kommst vor Steuern.
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elektroblitzer
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Anmeldungsdatum: 12.07.2007
Beiträge: 3705
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 29.06.2016 17:07    Titel: Antworten mit Zitat
Na da fehlen aber Kammerbetrag, Ausbildungsbeitrag, Betriebshaftversicherung, Sachverständigungenüberprüfungen für Werkstatt und Konzessionsträger, sowie die Werkstatteinrichtung, nebst VDE Auswahlordner für 3.000 Euro.
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