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Verständnisfrage RCD Nennstrom

Elektrikforum Foren-Übersicht -> Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation
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sb
Master Member
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 25.10.2017 18:51    Titel: Verständnisfrage RCD Nennstrom Antworten mit Zitat
Ich habe ein Verständnisproblem was die Dimensionierung von RCDs betrifft.

Angenommen man hat folgende Situation:

(HAK) --- (63A Schraubsicherung) --- (RCD) --- (B16A LSS) --- (Steckdose(n))

Wie ist dann der RCD zu dimensionieren? Es scheint hier zwei verschiedene Ansichten zu geben:
a) Muss mindestens der Vorsicherung entsprechen, ergo 63A
b) Darf auch kleiner gewählt werden, wenn die dahinter liegende Leitung entsprechend abgesichert ist.

Nach Auffassung b) könnte ich offenbar einen 16A RCD wählen, da hinterm RCD nur ein Kreis kommt der eben mit B16 gesichert ist. Aber geht das wirklich? Ein B16 kann doch locker fuer ne ganze Weile mehr als 16A durchlassen bevor er thermisch auslöst, muss ich das nicht bei der RCD-dimensionierung berücksichtigen? Und genau genommen kann doch die 63A Vorsicherung bestimmt /auch/ eine Weile lang >63A leiten, kommt ein 63A RCD damit klar? Wo liegt hier des Rätsels Lösung?
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Pumukel
Inventar
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 1593

BeitragVerfasst am: 25.10.2017 19:18    Titel: Antworten mit Zitat
Ein Leitungsschutzschalter soll die Leitung schützen. Das tut er auch ein B16 muss für unbegrenzte Zeit einen Strom von 16 A zulassen. Mit steigendem Strom wird die Zeit für die Überlastung immer Kürzer. Deshalb gibt es da auch Grenzwerte. siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Leitungsschutzschalter und https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=10&ved=0ahUKEwjn78GUrYzXAhXFL1AKHSnVDmcQFghFMAk&url=https%3A%2F%2Flibrary.e.abb.com%2Fpublic%2Fcb55bc645d4ab271c12579c200283b3c%2F2CDC400002D0104.pdf&usg=AOvVaw0XZ_pNA1teGJr-V4fJ_Prv
Der FI muss auch gegen Überlastung geschützt werden . Das kann aber nur die Absicherung übernehmen. Da ein LS die Leitung gegen Überlastung schützt, schützt die Sicherung richtig dimensioniert auch den FI. In Deutschland darf ein FI mit Nennstromstärke abgesichert werden. Bei unseren Nachbarn in Österreich dagegen nicht. Dort gilt der Nennstrom ist derjenige Strom den der FI nur begrentzte Zeit führen darf . Beispiel ein 40 A Fi darf dort nur mit 40A:1,6= 25 A abgesichert werden. Der Strom von 40 A wird spätestens nach 60 min von der 25 A Sicherung abgeschaltet. Der selbe FI darf in Deutschland dagegen mit 40 A abgesichert werden. In der Praxis bedeutet das unsere Nachbarn müssten für 40 A einen 63 A FI einsetzen und bei 63 A einen 100A FI ! Ich sage da nur einen 16 A LS müste ich da auch vor sich selbst schützen. Das widerspricht aber der Logik . Die Sicherung muss und ist das Schwächste Glied in der Kette und somit die Sollbruchstelle! So und wenn ich in D einen 63 A FI einsetze dann liegt die Sollbruchstelle bei der 63 A Sicherung vor dem FI und damit ist der genau wie die Leitung vor Überlast geschützt! Beispiel ein SLS 63 A läst bis zu einer Stunde einen Strom von 63A*1,13= 72A zu mit einer NH sind das 63A*1,45= 92A
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s-p-s
Inventar
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Anmeldungsdatum: 23.08.2007
Beiträge: 3040

BeitragVerfasst am: 25.10.2017 20:27    Titel: Antworten mit Zitat
In Deutschland gibt der Hersteller der RCd an, wie der Überlastschutz auszusehen hat.

Das kann wie bei der Firma Eaton auch ein 40 A RCD mit 25A Vorsicherung sein ...
_________________
Mit freundlichem Gruß sps
Grundlage für meine Antworten sind Fachbücher, Frei verfügbare Quellen im Netz, Hersteller Infos sowie ein Abo bei der Fachzeitschrift de. Sicherheitsrelevante Tips im Forum durch mehrere Quellen bzw. User bestätigen lassen. Geduld, viele Profis Arbeiten und schauen erst Abends hier rein.
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Pumukel
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Anmeldungsdatum: 22.07.2016
Beiträge: 1593

BeitragVerfasst am: 25.10.2017 20:46    Titel: Antworten mit Zitat
Und genau aus diesem Grund verwende ich keine Eaton FI ! Der 40 A FI von denen ist da in Echt nur ein 25 A FI ! Komischerweise produzieren die auch 40 A Fi die mit 40 A vorgesichert werden dürfen!
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KannNixRichtig
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Anmeldungsdatum: 02.10.2017
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 08:27    Titel: Antworten mit Zitat
Heh, ich habe meinen 25A-Einphasen-Bad-FI aus Versehen mit einem anhängenden 16A-LS abgesichert. Das scheint korrekt zu sein Surprised
Die drei neuen 40A-Dreiphasen-FIs werde ich mit einem 40A-LTS als Vorsicherung absichern. Danach ist natürlich der übliche LS nachgeschaltet, der der Dimension der Leitung entspricht.
Macht es trotz der Leistungseinbuße in den meisten Fällen nicht mehr Sinn, hinter einem 40A-FI einfach drei 13A-LS zu schalten?
(Anm.: Manchmal kann man das Gefühl bekommen, man muss die Technik vor sich selbst schützen #Sicherung vor und nach dem FI)
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sb
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 11:03    Titel: Antworten mit Zitat
Vielen Dank für die Antworten.

Ich werde dann wohl sicherheitshalber die RCDs etwas größer auslegen als vorgeschrieben. 25A vor dem 16A Kreis oder so -- bzw. wenn, wie man hin und wieder hört, 40A RCDs billiger sind als 25A, dann halt 40A.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 12:13    Titel: Antworten mit Zitat
Das macht keinen Sinn.
Herstellervorgaben nachlesen und danach dimensionieren.
Einfach irgend einen Daumenwert zu nehmen ist im Zweifelsfall dann doch zu wenig oder unangemessen teuer.

Ein LTS (vermutlich LastTrennSchalter gemeint) ist keine Sicherung. Wenn dann sind Sicherungslasttrennschalter (z.B. Linocur) oder Leistungsschalter zu verwenden.

Eine Absicherung durch die Summe der Nennströme nach dem FI macht keinen Sinn, da Gleichzeitigkeitsfaktoren zur Auslegung der einzelnen Stromkreise dann nicht mehr anwendbar sind.
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sb
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Anmeldungsdatum: 21.10.2017
Beiträge: 121

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 12:33    Titel: Antworten mit Zitat
Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Das macht keinen Sinn.
Herstellervorgaben nachlesen und danach dimensionieren.

Damit wollte ich nicht sagen, dass ich das Datenblatt ignoriere, sondern lediglich dass ich lieber eine Nummer größer Dimensioniere als minimal zulässig.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Ein LTS (vermutlich LastTrennSchalter gemeint) ist keine Sicherung.

Keine Ahnung wie Du nun auf LTS kommst. Hier geht es um RCDs.

Octavian1977 hat folgendes geschrieben:
Eine Absicherung durch die Summe der Nennströme nach dem FI macht keinen Sinn, da Gleichzeitigkeitsfaktoren zur Auslegung der einzelnen Stromkreise dann nicht mehr anwendbar sind.

Erfreulicherweise hat es sich herausgestellt, dass die Summe bei nur einem Summand dem Wert eben dieses Summanden entspricht.

Edit: Achso, schätze das bezog sich alles auf KannNixRichtigs Beitrag. Würde Sinn machen das mit Zitaten zu kennzeichnen...
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KannNixRichtig
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Anmeldungsdatum: 02.10.2017
Beiträge: 127

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 14:28    Titel: Antworten mit Zitat
Entschuldigt bitte die unklare Ausdrucksweise, aber der Hersteller ABB selbst nennt dieses Ding Lasttrennschalter ILTS! Allerdings ist in der Tat eine D0-Sicherung implementiert.
Meine 40A-RCDs haben nur etwas mehr als 20€ gekostet. Im Vergleich dazu hätte ein 63A-RCD das Doppelte gekostet. Ergo baue ich doch lieber zwei 40er ein als einen 63er.
Wie hoch aber ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass auf einer Phase des RCDs gleichzeitig alle drei 13A-LS über Gebühr belastet werden und der RCD dann undefiniert leidet?
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14334
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 26.10.2017 14:52    Titel: Antworten mit Zitat
Das sind dann Sicherungslasttrennschalter.
Der Begriff Lasttrennschalter ist genormt und beschreibt einen Schalter der seinen Nennstrom führen und schalten kann, aber keine Auslösefunktion bei Überlast oder Kurzschluß besitzt.

Lasttrennschalter sind selbst gegen Überlast und Kurzschluß durch Sicherungen zu schützen.
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