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warum B16 er Automaten?

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Installation von Leitungen und Betriebsmitteln in der Praxis
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kandie
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 23.04.2007
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 07:33    Titel: warum B16 er Automaten? Antworten mit Zitat
Ich hab da mal ne frage:
Hinsichtlich der strombelastbarkeit von PVC isolierten leitern (z.b. NYM) nach DIN VDE 0298, teil 1 bei 30°C umgebungstemperatur wird für dreiadrige leitung in elektroinstallationsrohren auf der wand bei 1,5 mm²
Cu eine maximalbelastbarkeit von 14 A angegeben.
Folglich heißt es in der empfehlung zum überstromschutz ZVEH DIN VDE 0100, teil 430 25-30°C umgebungstemperatur das man bei 3 adriger leitung im installationsrohr auf der wand eine schutzeinrichtung mit nennstrom 10 A verbauen soll. Jetzt weiß ich aber das praktisch trotzdem jeder einen B16 davor hängt. Warum ist das so?
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Newbie
Hallo!

Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man viele Antworten!


Fentanyl
[Moderator]
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Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 1755
Wohnort: Wetzlar (Hessen)

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 07:59    Titel: Antworten mit Zitat
Weil die meisten Leute zu dumm, respektive inkompetent sind, gescheit zu konzeptionieren. Das hört sich jetzt hart an, ist aber traurigerweise wirklich so! Hinzukommt dann noch der Sparwahn, da B16 immer besonder günstig sind (man könnte ja an den je etwa 3-5 Euro bankrott gehen, die ein anderer LS als B16 im Vergleich zu diesem mehr kostet)...

Gut, mistens legt man eher 25°C an, aber auch hier können bei einem B16 maximal 23,2A fließen, das ist auch bei 17,8A Belastbarkeit einer Leitung viel zu hoch!

Mir wären sogar die 10A fast schon zu viel, da ich nur so Konzeptioniere, dass die Anlage sich auch bei dummen Benutzerfehlern selbst schützt, selbst wenn diese länger und gehäuft auftreten. Ich nehme für stromkreise über 6A eigentlich nur noch 2,5mm² und mehr (je nach Länge und Verlegeart). Außerdem bekomme ich manchmal günstig neue spezielle LS (ich verbaue fast nur moeller), beispielsweise K6, K13 oder K16.
Mit einem K6 und 1,5mm² kann man z.B. Steckdosen für Fernsehgeräte, PCs und andere elektronische Geräte super gut absichern, da Überlastabschaltung bei Charakteristik Z und K schon ab dem 1,05-1,2-fachen des Nennstromes - zum Vergleich: A/B/C/D: 1,13-1,45-facher wert. Das bedeutet, K und Z bieten einen sehr guten Leitungsschutz, da nicht viel mehr Strom fließen kann, als der Nennstrom. Leider gibt es keine B-entsprechende, was den Kurzschlussauslöser angeht - so entspricht Z vom Kurzschlussverhalten A (ist aber eben Überlast-sensibler) und K entspricht der Mitte zwischen C und D. Deshalb kann man für normale Schuko-Steckdosen meistens maximal K10 nehmen, aber es reicht oft auch, für Universalsteckdosen fehlt aber eine nützliche Charakteristik. Ein Herd kann aber (bei mindestens 2,5mm²) oft an K, genauso wie für Spülmaschine und Waschmaschine K10 gehen, manchmal geht sogar K13, womit verschmorte Steckdosen durch Überlast von 20 oder mehr Ampere der Vergangenheit angehören.

Das Problem: Alles außer ein- und dreipoligen LS der Charakteristiken B und C ist normal im Laden Schweineteuer und für Privatleute defacto nicht bezahlbar (ein zweipoliger LS B10 der Serie FAZ mit 10kA Abschaltvermögen kostet schon 45(!) Euro.
Allerdings bekommt man bei ih-bäh manchmal absolut neues Material zu einem echten Spottpreis.

MfG; Fenta
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miracle
Master Member
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Anmeldungsdatum: 01.02.2007
Beiträge: 352
Wohnort: 24217 Schönberg

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 08:41    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

Ich habe mal durch eine blanke 1,5qmm Leitung, zu
Testzwecken, einen Dauerstrom von 20A fließen lassen.
(Spannung kleiner als 1 Volt)
Da aber der Strom für die Erwärmung der Leitung
verantwortlich ist, und nicht die Spannung, war
die niedrige Spannung auch nicht ausschlaggebend.
Die blanke 1,5qmm Leitung ist nicht einmal lauwarm
geworden. Gut, bei normaler NYM-Leitung, liegen
L1 und N gut isoliert nebeneinander, dennoch denke
ich, das die Hersteller, bei der Strombelastbarkeit
von Leitungen eine großzügige Toleranz haben.
Dennoch sollte man sich an die vorgegebenen Normen
halten und es ist nun mal üblich NYM 3x1,5qmm mit
einer B16 abzusichern.
Ich habe bei mir zuhause auch B13 Sicherungen,
die leider auch 3x so teuer sind, wie die B16;
womöglich einer der Hauptgründe, warum man B16 wählt.

Gruß
Benjamin
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SPS
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Anmeldungsdatum: 29.04.2006
Beiträge: 148

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 12:25    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo zusammen,

nach meiner Tabelle 1,5mm² 2 belastete Adern (Wechselstromkreis) 30C°
Verlegeart B2 keine Häufung = 16,5 A
In Wohnungen ist die Tabelle für 25 C° zulässig.
Dann sind 17,5 A möglich.


Bei 3 belasteten Adern (Drehstromkreis) ist bei 25C° noch 16A zulässig.

ABB Strombelastbarkeit
http://km0733.keymachine.de/stotzkontakt/instgeraete/system%20pro%20m%20compact/2CDC401002D0101.pdf


Da fast immer eine Häufung vorliegt, können 13 oder 10A Sinvoll sein.
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Fentanyl
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 1755
Wohnort: Wetzlar (Hessen)

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 15:20    Titel: Antworten mit Zitat
miracle hat folgendes geschrieben:
Ich habe mal durch eine blanke 1,5qmm Leitung, zu
Testzwecken, einen Dauerstrom von 20A fließen lassen.
(Spannung kleiner als 1 Volt)
Da aber der Strom für die Erwärmung der Leitung
verantwortlich ist, und nicht die Spannung, war
die niedrige Spannung auch nicht ausschlaggebend.
Die blanke 1,5qmm Leitung ist nicht einmal lauwarm
geworden.
Wie lang war diese Ader?

Zitat:
Gut, bei normaler NYM-Leitung, liegen
L1 und N gut isoliert nebeneinander, dennoch denke
ich, das die Hersteller, bei der Strombelastbarkeit
von Leitungen eine großzügige Toleranz haben.
Mitnichten! Lies mal das hier. Die großzügige Toleranz haben A/B/C/D-LS, weswegen man hier unbedingt eine Leitung einbauen sollte, die nicht über den Specs betrieben wird. Eine Leitung, deren maximale Belastbarkeit bei 17,5A liegt, darf auch garnicht mit B16 abgesichert werden, da B16 erst bei 18,1A abschalten darf, die Regel sind eher 20A.

Und wie gesagt, ich kann Konstrukte, die sich nicht selbst schützen nicht ausstehen! Die paar Euro mehr für einen B10 oder B13 lass ich als argument für die durchgängige Verwendung von B16 nicht durchgehen, der Betrag ist nämlich einfach lächerlich gering!

Zitat:
Dennoch sollte man sich an die vorgegebenen Normen
halten und es ist nun mal üblich NYM 3x1,5qmm mit
einer B16 abzusichern.
In einem Atemzug die Einhaltung der Normen fordern aber sich nicht mit den genauen Fakten zum Thema LS auseinanderzusetzen, finde ich schon recht makaber. Erstens gibt es keine(!) Norm, die den Einsatz von B16 an 1,5mm² vorschreibt oder auch nur empfiehlt. Und dass es "üblich" ist, ist ein (un)schöner Indikator für Kompetenzdefizite vieler Arbeiter im elektrohandwerk.

MfG; Fenta
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freddy122
Cool Newbie
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Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 16:58    Titel: Antworten mit Zitat
@Fentanyl warum nimmste nicht einfach überall B6 Automaten. Ich versteh deine Übertreibung hier nicht wenn das alles viel zu hoch ist dann müsste ja Halbdeutschland abgebrannt sein.. hehe Laughing
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trekmann
Inventar
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Anmeldungsdatum: 07.07.2006
Beiträge: 1146
Wohnort: Mal hier und mal da ...

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 17:09    Titel: Antworten mit Zitat
Hallo,

@Fentanyl
Gratulation zu den sehr sehr guten Beiträgen. Hätte es nicht besser schreiben können. Ansonten kann ich mich dem wirklich nur zu 100% anschließen.

MFg MArcell

PS. @ Fentanyl sein nicht zu Hart zu freddy122 behersch dich Very Happy Wink Wink
_________________
Eine Leitung berechnen? Nichts leichter als das:

http://www.mkfgf.de/Leitungsberechnung.pdf
http://www.dieleitungsberechnung.de/
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Fentanyl
[Moderator]
[Moderator]


Anmeldungsdatum: 20.01.2007
Beiträge: 1755
Wohnort: Wetzlar (Hessen)

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 17:15    Titel: Antworten mit Zitat
freddy122 hat folgendes geschrieben:
@Fentanyl warum nimmste nicht einfach überall B6 Automaten.
Weil ich hauptsächlich 2,5mm² und 4mm² verlegt habe Wink

Zitat:
Ich versteh deine Übertreibung hier nicht wenn das alles viel zu hoch ist dann müsste ja Halbdeutschland abgebrannt sein.. hehe Laughing

Welche Übertreibung? Das sind alles belegte und leicht nachprüfbare Fakten! Und eine Leitung brennt nicht immer gleich ab, das passiert relativ selten, aber auch eine Abnahme der Lebensdauer der Leitung durch unsachgemäße Konzeption ist nicht wirklich besser.

Man hat heutzutage sehr gute Betriebsmittel. Und jeder, der eine Anlage projektiert, die sich nicht selbst ausreichend schützt, ist eine Schande für alle anderen Techniker. Das ist es nämlich, wenn die Sicherheit der Anlage mit potentiellen Fehlern des Nutzers steht und fällt: Vorsintflutlich!

MfG; Fenta
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freddy122
Cool Newbie
Cool Newbie


Anmeldungsdatum: 12.08.2007
Beiträge: 30

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 17:42    Titel: Antworten mit Zitat
@Fentanly

Hmm aber immer Tiefeschalterdosen bohren auch wenn ichs gar nicht muss nein danke also ganz ehrlich für mich bist du der Meister der Künste diese fummel arbeit bei Steckdosen und Abzweidosen das dauert zusätzlich zu den Kabelkosten nochmal ne menge Arbeitszeit ich weiss ja nicht wo du arbeitest aber wenn du bei etwas sozialschwacheren die Wohnung renovierst bzw auch bei normalen Kunden wird dir das keiner bezahlen jedenfalls dann nicht wenn sie wissen das ein kleinerer Querschnitt auch gereicht hätte. Natürlich ist es besser immer etwas grössere Querschnitte zu verlegen aber gemacht wird das nicht bzw ich hab auch noch garkeine Wohnung,Haus oda sonst was gesehen wo ausschlieslich 2,5² verlegt wurde.
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H1rsch
Master Member
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Anmeldungsdatum: 26.12.2006
Beiträge: 160

BeitragVerfasst am: 22.08.2007 20:32    Titel: Antworten mit Zitat
ja wo fenta arbeitet hab ich mich auch schon mal gefragt, weil ich als kunde ohne ahnung von elektrotechnik würde ich doch einen nehmen der billiger is,
(sprich b16 automaten und 3x1,5mm²)
aber gut jedem das seine Wink

hiermit möchte ich niemand beleidigen !
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