Dreiphasenwechselspannung

Diskutiere Dreiphasenwechselspannung im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, also ich hätte folgende Frage. Wenn ich bei der Dreiphasenwechselspannung z.B. L1 und L2 messe dann hab ich ja 400V. Wenn ich aber z.B....

  1. #1 Philipp, 29.11.2005
    Philipp

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    Hallo,

    also ich hätte folgende Frage. Wenn ich bei der Dreiphasenwechselspannung z.B. L1 und L2 messe dann hab ich ja 400V. Wenn ich aber z.B. L1 und Neutralleiter messe dann hab ich ich 230V. Warum hab ich aber dann nicht 460V wenn ich L1 & L2 messe wenn eine Phase 230V führt? Meine Überlegung war jetzt das dies ganze ja mit dem sinusförmigen Verlauf zu tun hat weil doch jede Phase verschoben ist und somit wenn ich L1 & L2 messe ja nie beiden am Höchsten Punkt der Spannung sein können. Ich hoffe ich bin mit dieser Überlegung richtig dran.

    Mfg

    Philipp
     
  2. #2 matthias, 29.11.2005
    matthias

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    hat mit dem Verkettungsfaktor vom Drehstrom zu tun (zumindest glaub ich dass der so heißt) bei 3 Außenleitern sind des Wurzel3 = 1.73
    "normal" Spannung also Effektivwert
    230V*wurzel3=398
    230V*1.73 =398

    so ergeben sich die 400V. Vielleicht kann Gretel des ganze noch ein bisschen genauer erklären
     
  3. #3 der-Schulz, 29.11.2005
    der-Schulz

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    Hallo Philipp,

    erst mal willkommen im Forum,

    dein Ansatz ist genau richtig, da wir hier eine Phasenverschiebung von 120° haben, kommen nie die Spitzenwerte der Aussenleiterspannungen zusammen, das heißt, wir haben auch keine 460V etc., der Verkettungsfaktor ist, wie schon geschrieben dann Wurzel3.
     
  4. #4 Heimwerker, 29.11.2005
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    Hallo und Willkommen im FORUM !

    Die Phasen sind bei Drehstrom um 120° gegeneinander verschoben...

    edit: war mal wieder zu langsam :cry:

    edit: jojo :)
     
  5. #5 der-Schulz, 29.11.2005
    der-Schulz

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    auch da zu langsam :p
     
  6. #6 Hemapri, 29.11.2005
    Hemapri

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    ich glaube eher, die frage bezog sich nicht auf den Verkettungsfaktor, sondern darauf, dass nicht der Spitzenwert der Sinuskurve als "die Spannung" angegeben wird, sondern eben 230V oder 400V. Das liegt daran, dass bei Wechselspannungen der Effektivwert angegeben wird. Der Effektivwert gibt an, welcher Gleichstrom gegebenfalls die gleiche Leistung besitzt. Er errechnet sich aus Spitzenspannung geteilt durch Quadratwurzel aus 2. Der Spitzenwert bei Wechselstrom im Niederspannungsnetz liegt also bei etwa 325V zwischen Außenleiter und Neutralleiter, bzw. etwa 566V zwischen den Außenleitern.
    Mit der Phasenverschiebung hat das nichts zu tun!
    Auch normale Meßgeräte geben nur den Effektivwert einer Wechselspannung an.

    @Phillip:
    Du bist leider nicht richtig dran, denn dein größter Fehler ist die annahme, dass "eine Phase 230V führt". Erst mal ist die bezeichnung Phase nicht ganz korrekt, denn das bezieht sich nur auf die Winkelfunktion. L1, L2 und L3 sind die Außenleiter. Und die führen keine Spannung, sondern da liegt Spannung an. Und Spannung liegt immer zwischen genau zwei Punkten an. Jetzt sehe mal jeden dieser drei außenleiter als einen bestimmten Punkt. Der Neutralleiter ist der Mittelpunkt eines im Stern geschalteten Trafos. Die Trafos sind genau so getrimmt, dass jeweils zwischen zwei Außenleitern eine Effektivspannung von 400V anliegt. Zwischen einem Außenleiter und dem Trafo-Mittelpunkt liegt, dem Verkettungsfaktor sei Dank, demnach 230V an.
    Also einfach gesagt, es liegt nicht allein am Außenleiter, dass du 230V mißt, sondern du mußt die zweite Meßleitung schon noch an irgend ein anderes Potenzial halten.

    MfG
     
  7. #7 Philipp, 03.01.2006
    Philipp

    Philipp

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    Danke für die Antworten.

    Hatte erst jetzt Zeit mir die Antworten von euch anzuschauen und muss sagen dieses Forum ist sehr empfehlenswert.

    Ich glaub in meiner 3.5 jährigen Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik werd ich hier noch ein paar mal vorbei schauen ;)
     
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