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TN-C zu TN-S, vagabundierende Ströme

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Elektrikforum Foren-Übersicht -> Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich
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keber
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 12:16    Titel: TN-C zu TN-S, vagabundierende Ströme Antworten mit Zitat
Hallo!

In den vergangenen Jahren wurde EMV, vagabundierende Ströme etc. immer stärkere Themen, da häufig Fehler nur in diesem Zusammenhang erkannt und beseitigt werden konnten.

Eine sehr gute EMV-Verträglichkeit kann durch die Errichtung eines TN-S bei eigenem Trafo und zentralem Erdungspunkt (ZEP) bewerkstelligt werden, da hierdurch vagabundierende Ströme vermieden werden können.
Das gilt aber wohl nur für große Komplexe mit eigenem Trafo.

Nun aber der Standardfall:
Anschluß ans öffentliche Netz des VNB, in aller Regel TN-C, also ein ins Gebäude eingeführter PEN, der am Trafo mit dem Sternpunkt verbunden geerdert ist.

Welche Möglichkeiten bieten sich?

1) Nach Eintritt ins Gebäude Aufsplittung im HAK in N und PE, wobei am "Splittpunkt" eine Verbindung mit der PAS geschaffen wird.
Sehr gut bei Neuanlagen zu realisieren, z.B. 5x16 ab HAK auf 5pol SS-System.

2) 5pol SS-Schienensystem in der HV, Zuleitung 4-adrig, also mit PEN. Auflegen des PEN auf eigene PEN-Schiene, von der auch die N abgehen, zweite Schiene als PE, Brücke grün-gelb zur PEN-Schiene und Verbindung zur PAS (quasi eine Art ZEP)
Die Splittung in N und PE erfolgt also im SS-System.

Beide Varianten werden als EMV-günstig beschrieben, da sie vagabundierende Ströme unterbinden bzw. reduzieren sollen.

Besonders Variante 2 wird gegenüber der "klassischen" 4pol SS-Schienen-Variante, bei der von der PEN-Schiene auch alle Schutzleiter abgehen bevorzugt.

Leider sehe ich hier keinerlei Vorteile, da es sich in beiden Fällen um kein echtes TN-S mit einem einzigen Stern/Erdungspunkt handelt.

In beiden Fällen wird über die Verbindungsleitung der Potentialausgleich mit dem PEN (Var.1) resp. PE (Var. 2) ein Strom fließen, der dann seinen Weg über Fundamenterder und Erdreich zurück zur Sternpunkterdung des Trafos findet. Auch werden über andere metallische Konstruktionsteile, die in den PA eingebunden und mit Erde verbunden sind, fließen.
Zwar in geringerem Maße als früher im TN-C-System, aber doch meßbar.

Evtl. habe ich hier einen Denkfehler. Aber einen wirklichen Vorteil sehe ich nicht.
Will man Ausgleichsströme über die PAS unterbinden, bleibt nur das TN-S mit NICHTgeerdetem Sternpunkt am Trafo und einer einzigen Erdung an einer Stelle im HV, oder ein TT, was in dichtbebauten Gebieten flachfällt.
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Hallo!

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keber
Master Member
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 12:27    Titel: Antworten mit Zitat
(alt+p)

Variante 2
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keber
Master Member
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 12:28    Titel: Antworten mit Zitat



Die Sternpunkterdung und der Fundamenterder schließen einen Kreis, unabhängig von dem, was man bei der Aufteilung des PEN treibt.
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keber
Master Member
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 12:31    Titel: Antworten mit Zitat
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Manuelk
Master Member
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Anmeldungsdatum: 26.10.2016
Beiträge: 209

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 12:49    Titel: Antworten mit Zitat
2 Posts über diesem hier. rechts im Bild in der NSHV. was ist denn ein TN-C-5 Netz Wink?
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karo28
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Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 1212

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 13:23    Titel: Antworten mit Zitat
keber hat folgendes geschrieben:



Die Sternpunkterdung und der Fundamenterder schließen einen Kreis, unabhängig von dem, was man bei der Aufteilung des PEN treibt.


Das Bild zeigt keinen ZEP. Sondern 2 Erdungspunkte...
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14352
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 13:47    Titel: Antworten mit Zitat
Bei Studium der aktuellen VDE insbesondere der AR-N-4101 wird Dir Auffallen, daß der PEN bereits an der Anschlußstelle im HAK auf zu trennen ist.

Am Bild 2 ist auch noch ein Fehler zu erkennen, denn der PEN geht IMMER erst an die PE schiene und dann zur N Schiene.

Ganz abschaffen lassen sich vagabundierende Ströme dadurch nicht, insbesondere bei Reihenhäusern die über separate TN-C Einspeisungen verfügen.

Die einzig gescheite Methode ist hierbei ein TN-S netz mit einem Zentralen Erdungspunkt, oder ein generelles TT System.
Ein TT System hätte allerdings die Problematik der Abhängigkeit von nur einem oder wenigen Erdern.
IT System ginge auch noch.

Zur Zeit habe ich eine Anlage die Ausgleichsströme von 20A erzeugt durch eine noch bestehende Neutralleiterverbindung zu einer zweiten Anlage.
letzte Woche hab ich durch beseitigen eines sekundären ZEPs diesen schon mal um 100A gesenkt.
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keber
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Anmeldungsdatum: 10.08.2005
Beiträge: 225

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 14:57    Titel: Antworten mit Zitat
@octavian:


Zitat:
Am Bild 2 ist auch noch ein Fehler zu erkennen, denn der PEN geht IMMER erst an die PE schiene und dann zur N Schiene.


Es handelt sich um eine PEN-Schiene, keine N-Schiene.
Dann hättest Du recht.
"Schutz vor Funktion".

Diese EMV-Nachsinnerei fordert aber ein Errichten einer PEN-Schiene und einer separaten PE-Schiene.
Alle N-Abgänge werden dann auf die PEN geklemmt.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14352
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 15:19    Titel: Antworten mit Zitat
Sorry war das Bild mit den Schienen gemeint das ist das erste Bild

Eine PEN Schiene gibt es nicht.
Der PEN wird an der Klemme des HAK aufgeteilt.
Von dort aus geht ein Neutralleiter und ein Schutzleiter ab, sowie ein PA Leiter an die Hauptpotentialausgleichsschiene.
Alles was nach dieser Klemmverbindung kommt ist entweder PE, N oder PA aber nie wieder PEN.
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Octavian1977
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Anmeldungsdatum: 05.10.2006
Beiträge: 14352
Wohnort: Wiesbaden

BeitragVerfasst am: 07.09.2017 15:32    Titel: Antworten mit Zitat
hager Tip 32 zeigt Dir gleich auf Seite 2 unten links wie ein Hausanschluß im TN System aus zu sehen hat.
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