Testen des FI

Diskutiere Testen des FI im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, was für Prüfungen sind nach beendeter Renovierung (4-Zimmer) der Elektroinstallation zu unternehmen? Reicht es aus jede Steckdose nur...

  1. jke

    jke

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    Hallo,
    was für Prüfungen sind nach beendeter Renovierung (4-Zimmer) der Elektroinstallation zu unternehmen?

    Reicht es aus jede Steckdose nur auf Funktion zu Testen oder sollte man auch jede Dose auf "Auslösen" des FI-Schalters hin überprüfen.
    z.B. indem man eine 10 Watt Lampe (45mA) zwischen L und PE schaltet.

    Gruß Jörg
     
  2. OEmer

    OEmer

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    Nein, das reicht nicht aus. Zu messen sind Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand und Erdungswiderstand. Der FI-Schalter muss auf seine Abschaltbedingungen hin überprüft werden. Genaueres findest du hier auf den Seiten 20-26 (die Richtigen, nicht die Seiten des PDF-Dokuments):
    Beha s kleine Meßfibel

    Für die Messungen brauchst du ein spezielles Messgerät. U.U. kannst du dir das von nem Elektriker leihen.
    Oder du lässt die Abnahme direkt durch einen Elektriker machen. das hat den Vorteil, das der im Falle des Falles haftet.
     
  3. #3 steboes, 09.09.2005
    steboes

    steboes

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    ach zu dem thema fällt mir auch noch was ein.


    wollte mir neulich bei nem elektriker ein drehfeldmessgerät ausleihen. gut des gerät is jetz nebensächlich aber jedenfalls sind wir dann zufällig auf meinen neu eingebauten fi gekommen und er meinte er habe ein gerät mit dem man den fi testen kann, aber ohne dass er auslöst. ich zweifle keinesfalls an dessen existenz, aber normalerweise testet man doch OB er auslöst, alles andere is ja schmarrn!!! :? :(
     
  4. OEmer

    OEmer

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    Bei einem FI-Schalter sind Auslösezeit, Auslösestrom und Berührungsspannung zu messen.

    Die Auslösezeit wird in der Regel ermittelt, in dem ein Prüfstrom in Höhe des Nennfehlerstromes auf den FI geschaltet wird. Der FI löst aus, und die Zeit wird gemessen. Ich wüsste nicht, wie man das anders hinbekommen könnte...

    Das Gleiche beim Auslösestrom. Hier wird ein ansteigender Prüfstrom verwendet, und angezeigt, bei welchem Wert der FI ausgelöst hat.

    Alleine die Berührungsspannung kann ohne Auslösen des FIs gemessen werden.
    Dieses Gerät kann das z.B.:
    http://www.gmc-instruments.com/resource ... e/db_d.pdf
    Nur ist diese Messung alleine nicht ausreichend.

    Es gibt mittlerweile Geräte, die die Schleifenimpedanz messen können, ohne das der FI auslöst (diese Messung war früher in FI-geschützten Stromkreisen nicht ohne weiteres möglich). Vielleicht hat der Elektriker ja das gemeint...
     
  5. #5 steboes, 11.09.2005
    steboes

    steboes

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    möglich...

    naja ich werd mal sehn was er anschleppt und ob der fi dann doch auslöst...
     
  6. hh.kan

    hh.kan

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    Hallo,

    bei der Messung ohne Auslösung wird mit einem Strom-Impuls gemesen, dessen Höhe unterhalb der Auslösetoleranz des Schutzschalters liegt, so führt die Messung nicht zu einer Schalterauslösung. Die Schutzmaßnahme wird also "diskret" gemessen; der niedrige Prüfstrom-Impuls läst den Schalter nicht aus. Durch eine Rechenoperation im Gerät wird aber die Berührungsspannung UB angezeigt, die dem Bemessungs-Differenzstrom I∆n entspricht.

    An der elektrisch ungünstigsten Stelle, also am Ende des Stromkreises, ist eine Auslöseprüfung zwingend vorgeschrieben!


    Schönen Gruß
    Andreas
     
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