Überspannungsschutz

Diskutiere Überspannungsschutz im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Juten Abend, nächsten monat mach ich meine erste Überspannungsanlage und hab mich eben ein wenig schlau gemacht aber leider komm ich nicht...

  1. #1 E-Basti, 14.04.2008
    E-Basti

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    Juten Abend,
    nächsten monat mach ich meine erste Überspannungsanlage und hab mich eben ein wenig schlau gemacht aber leider komm ich nicht weiter!
    [​IMG]
    Bis zum HV ist für mich erstmal alles klar, soweit ihr keine einwende habt, aber bei der UV1 und 2 weiß ich nicht weiter!
    Hinter dem RCD sitzt die Stuerung vom Licht und der Lüftung die einen besonderen Schutz genießen sollen. Das gleiche gillt für die Heizung bzw. seine Steurung, die über die UV2 versorgt wird!
    Brauche ich für beide UV einen zusätzlichen Überspannungsschutz und welchen?
    Ich hoffe ihr versteht mein Problem und könnt mir helfen!
    Liebe Grüße Basti
     
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  3. #2 Matze001, 14.04.2008
    Matze001

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    Hier ist der User Fentanyl zu nennen, ich behaupte mal das dies sein Spezialgebiet ist.

    Kannst ja schonmal das Forum nach Beiträgen von ihm durchsuchen, sehr interessant zu lesen.

    In der Unterverteilungen musst du noch Mittelschutzableiter setzen und vor den Besonderen Anlagenteilen noch Feinableiter.

    Dies ist nicht mein Gebiet, aber wie gesagt verweise ich hiermit an Fenta...

    MfG

    Marcel
     
  4. #3 Fentanyl, 15.04.2008
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    Danke, Matze! :)

    @E-Basti: Gut, dass du fragst, dein Konzept enthält nämlich einige Fehler, was aber kein Problem ist, denn du hast ja uns! Willkommen im Forum!

    Ich muss dir am ende dieses Beitrags viele Fragen stellen, um dir helfen zu können. Bitte versuche, die möglichst zu beantworten und frag nach, wenn du was nicht verstehst, gerade der Überspannungsschutzbereich, der einfach erscheint, wenn man auf dehn.de die Grafiken ansieht, steckt nämlich voller Fallen.
    Um ein gutes Konzept zu erstellen, braucht man einergute Detailkenntnis von der Anlage.

    Nun zu deiner Idee und - vorab - den Sachen, die hier nicht stimmen:
    - Manche VNB erlauben keine Ableiter im Vorzählerbereich (gottlob erlauben es die meisten). Was aber niemand erlaubt, sind Ableiter, die nicht Leckstromfrei sind, und genau das ist beim Dehnventil der Fall, da es Varistoren enthält, die direkt verbunden sind. Die VNB erlauben meist nur leckstromfreie, VDE-zertifizierte Blitzstromableiter (Kategorie B/1/I). In deinem Fall also Dehnbloc, Dehnbloc Maxi oder, besonders gut: OBO MCD-50B
    Außerdem ist die Kapazität des Dehnventils etwa 25kA pro Pol bei 10/350µs. Die genannten Ableiter haben fast alle 50kA!

    - In jede UV, die mehr als 10m vom letzten Mittelschutz entfernt ist, muß ein neuer Mittelschutz, am besten kommt in jede UV einer, zumindest in jede größere. Ist der Zählerschrank näher als 10m zum HAK, erübrigt sich hier hingegen der Mittelschutz.

    - Ob du es vergessen hast oder es ein Denkfehler ist, weiß ich zwar nicht, aber: Nicht nur die Stromversorgung muß geschützt werden, sondern auch die Telefonleitung und andere metallische Leitungen, die das Haus erreichen oder verlassen.

    - falls es Leitungen zu Außenanlagen wie Wegbeleuchtung, ... etc. gibt, muss da auch geschützt werden.

    Nun die Fragen:

    Energieversorgung:
    - Erfolgt die Einspeisung über Dachständer oder Erdkabel? Gibt es Häuser mit Dachständer in der Nähe?
    - Welche Sicherungen sind im HAK (falls du das herausfinden kannst)?
    - Leitungslänge/-querschnitt/-aderzahl/-verlegeart vom HAK zum Zählerschrank, vom Zählerschrank zu UV1, und von UV1 zu UV2 (Leitungslängen ungefähr)?
    Gibt es keine Vorzählersicherung?
    Um welche Sicherungs-Art handelt es sich bei den UV-Vorsicherungen?
    - An welche UV ist die Heizung angeschlossen, mit welcher Leitung und wie lang ist diese Leitung?
    - Gibt es Leitungen zu Außenanlagen? Wenn ja: Wie sind diese ausgeführt und was speisen sie?
    Welche empfindlichen Geräte habt ihr und wo sind die (die Frage ist nicht ganz so wichtig, bietet sich an der Stelle aber konzeptionell an)?

    Haus allgemein:
    Habt ihr einen äußeren Blitzschutz („Blitzableiter“)?
    Wie ist eure Erderanlage aufgebaut?
    Ist der Potentialausgleich bei euch lückenlos (alle metallischen Rohre und nach außenführenden Metallteile miteinander und der Potentialausgleichsschiene verbunden)?

    Telefonleitung:
    Mastversorgung oder Erdkabelanschluß?
    Wieviel Amtsleitungen habt ihr?
    Habt ihr einen Außen-APL oder einen, der Innen sitzt (der Hausübergabekasten der Telekom)?
    Wie sind die Leitungslängen vom APL bis zur ersten TAE oder Verteilerdose und wenn Verteilerdose, bis zum Splitter/NTBA/Telefon?
    Hast du ISDN und/oder ADSL/VDSL?
    Gehen Leitungen wieder nach draußen?

    Sonstiges:
    Was ist mit Sat-Schüsseln und Antennen: Sind diese geerdet - wenn ja, wie?
    Wieviele Schüsseln und Antennen (außen) habt ihr?
    kommen weitere Leitungen ins Haus oder verlassen es?

    Falls ich was vergessen hab, füg ich es in einem späteren Posting hinzu!

    Btw: Es wäre schön, wenn du Bilder von den geöffneten Verteilern (verplomten HAK und Vorzählerbereich nicht öffnen!) machen könntest, vielleicht kann ich dir noch einige allgemeine Tipps geben oder entdecke was (wenn du es privat willst, auf wunsch per PM!)

    MfG; Fenta
     
  5. #4 Octavian1977, 16.04.2008
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Noch ein paar Punkte hinzu:

    welchen Querschnitt haben die jeweiligen UV Zuleitungen?
    Bein Einbau von Überspannungsschutz ist ein Mindestquerschnitt von mindesten 16mm² erforderlich.
    Außerdem ist von den Mittel und Grobschutzeinheiten eine mindestens 16mm² Leitung direkt zur PAS ztu ziehen.
     
  6. #5 Fentanyl, 17.04.2008
    Fentanyl

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    Das stimmt so nicht. Für den Grobschutz ist mindestens 10mm² an L1/L2/L3 und N erforderlich und 16mm² an PE/PEN. Empfohlen werden mindestens 16mm² allpolig.

    Für Überspannungsschutz (C/2/II) bis 50kA bei 8/20µs ist mindestens 6mm² gefordert, empfohlen wird allpolig min. 10mm². Bei Ableitern bis 20kA kann dieser Querschnitt an L1, L2, L3 und N jedoch unterschritten werden - absolutes Minimum ist aber 2,5mm², empfohlen wird ein Mindestquerschnitt von 4mm² in diesen Situationen.
    Bei C-Ableitern ist das ganze aber auch nicht so brisant, da hier keine Blitzteilströme mehr vorkommen dürfen.

    Für B-Ableiter empfiehlt es sich, die Verdrahtung mit mehrdrähtiger Leitung auszuführen, nicht mit feindrähtiger - speziell bei Ableitern ab 40kA bei 10/350µs.

    übrigens: Nach dem Querschnitt hatte ich schon gefragt ;)

    MfG; Fenta
     
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