Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung

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gerd33

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  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #1
Hi Leute,

ich habe einen 30 mA FI, 3-polig in meiner Hausverteilung (für das gesamte haus, als Schutz für sohnemann). Der hat eine Belastbarkeit von 40A.

1.Frage: Netzabsicherung beträgt 63A (Hauptsicherung). Kann FI überlastet werden, wenn auf einer Phase z.B. gleichzeitig Herd, Bügeleisen, Wasserkocher etc. betrieben werden, die zwar selbst jeweils über 16A abgesichert sind, deren Strom in Summe aber 40A übersteigt.

2. Frage: Stromfluss über eine Phase des FI beträgt z.B. 30A: Kann beim Auslösen des FI durch den auftretenden Abrißfunken der FI zerstört werden (obwohl Nennstromstärke nicht überschritten wird?

Jeder, der schon einmal unter Last eine NH-Sicherung ziehen musste weiss ja, dass auch bei vergleichsweise geringen Stromstärken eine Funkenbildung auftritt, die evtl. sogar die dicken Metallbolzen der NH-Sicherungen kräftig ankokeln kann. Also müsste doch bei einem FI_Schalter wegen der wesentlich kleineren Kontaktflächen eine deutlich stärkere Beschädigung resultieren, oder etwa nicht??

WAS SAGEN DIE EXPERTEN DAZU???


Frdl. Grüße von Gerd
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #2
1. Ja, der FI muss vor überlast geschützt werden, am besten durch eine passende Vorsicherung, ansonsten kann er beschädigt werden.

2. Der FI ist für das Schalten seines Nennstromes ausgelegt, das sollte keine Probleme machen. ansonsten wäre das häufige Bedienen der Prüftaste ja auch schädlich.
Ich habe zwar noch keinen offen gesehen, aber ich gehe davn aus, das in ihm Löschkammern oder ähnliches zur Funkenlöschung vorhanden sind.
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #3
gerd33 schrieb:
Kann FI überlastet werden, wenn auf einer Phase z.B. gleichzeitig Herd, Bügeleisen, Wasserkocher etc. betrieben werden, die zwar selbst jeweils über 16A abgesichert sind, deren Strom in Summe aber 40A übersteigt.

Das kann er nicht nur, das wird er. Wer hat das so installiert? Es muß stets sichergestellt sein, dass der maximale Nennstrom nicht überschritten wird. Also etweder einen 63A-FI rein oder die Absicherung entsprechend senken, z.B. durch eine entsprechende Vorsicherung.

Frage: Stromfluss über eine Phase des FI beträgt z.B. 30A: Kann beim Auslösen des FI durch den auftretenden Abrißfunken der FI zerstört werden (obwohl Nennstromstärke nicht überschritten wird?

Können ist relativ. :wink:
Bei 30A Stromfluß sollte ein FI, der für maximal 40A ausgelegt ist, dieses auch ohne weiteres abkönnen. Dafür ist er entwickelt und gebaut worden.

MfG
 
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  • #4
Hallo,

gerd33 schrieb:

nö, 4-polig :wink:

mich würde auch mal interessieren, wer das "gebastelt" hat, ein Paar Euro mehr für einen RCD mit Nennstrom 63A hätte das Problem gar nicht erst entstehen lassen.

Solange das nicht geändert ist, bitte darauf achten, dass er nicht überlastet wird.

Welche Netzform liegt denn vor ?
 
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  • #5
Hallo Gerd, melde dich doch noch mal :)
 
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  • #6
@Heimwerker:

"Gebastelt" hat das der Vorbesitzer des hauses und noch einige andere gefährliche Installationen. (Z.B. Berührungsschutz im Hausanschlusskasten beim Entfernen der NH-Sicherungen mit ungeeignetem Werkzeug zerstört, Rasemäher-kabel hinter einer Trockenbauwand fest installiert, Außenleuchte über Aufputz-verlegten Klingeldraht angeschlossen etc...

der fragliche FI ist inzwischen durch ein vorgeschaltetes 3-fach Neozed-Element mit je 35 A geschützt.

Übrigens: 4-pol 63A FI sind nicht nur "ein paar Euro" teurer, sondern kosten richtig Knete. Ein 4-fach pol. FI, 63A / 30ma mit kombiniertem LS 63A kostet von ABB brutto um die 700 EUR.

Gerd
 
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  • #7
Hallo,

gerd33 schrieb:
@Z.B. Berührungsschutz im Hausanschlusskasten beim Entfernen der NH-Sicherungen mit ungeeignetem Werkzeug zerstört, Rasemäher-kabel hinter einer Trockenbauwand fest installiert, Außenleuchte über Aufputz-verlegten Klingeldraht angeschlossen etc...

Oh weh..... :roll:

der fragliche FI ist inzwischen durch ein vorgeschaltetes 3-fach Neozed-Element mit je 35 A geschützt.

Gut.

Übrigens: 4-pol 63A FI sind nicht nur "ein paar Euro" teurer, sondern kosten richtig Knete.

ABB 40/0,03A 4pol: ~ 22 €
ABB 63/0,03A 4pol: ~ 52 €

Ein 4-fach pol. FI, 63A / 30ma mit kombiniertem LS 63A

Schön, aber so einen brauchst du nicht. Wenn du eine Vorsicherung von 63A hast, ist ein kombinierter RCD mit LS 63A sinnlos.
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #8
danke für die Infos, aber ich denke 40 bzw. 35 A /Phase reichen aus.

Die Kombi-Lösung (FI+LS ín einem Gehäuse) wäre nur montagetechnisch einfacher gewesen. Neozed-Lösung war mit Abstand am billigsten.

Jetzt warte ich erst einmal ab, aber ich denke, dass selbst wenn im Winter E-Herd + heizlüfter + Wasserkocher + Wärmekissen meiner Gattin in Betrieb sind, die 35 A nicht geknackt werden. Falls doch, muss ich den 63 A FI mit entsprechender Vorsicherung nehmen.


Gerd


Gerd
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #9
mich würde ja mal interessieren ob die vielen Geräte, die du genannt hast alle auf der gleichen Phase sitzen.
Wenn ja, dann könntest du damit den FI überlasten
Du hast aber von einem vierpoligen FI geredet und somit gehe ich davon aus, dass alle 3 Phasen dort angeschlossen sind. Und wenn du in einer Phase 16 A ziehst, in der nächsten 20 und wieder in der nächsten 16, kommst du zwar in der Summe auf über 40 A, aber der Fehlerstromschutzschalter ist nicht überlastet, weil ja in keiner Phase mehr ls 40 A fliesst.
Wie du herausfindest, ob diese Geräte auch an verschiedenen Phasen angschlossen sind, kann ich dir nicht sicher sagen. Da müsstest du entweder die Unterverteilung öffnen (ich rate davon ab, da wäre ein Fachmann von Vorteil) oder du bräuchtest ein Spannungsmessgerät mit richtig langen Messschnüren und findest heraus, ob zwischen den verschiedenen Phasen der jeweiligen Steckdose 400 V anliegen. Auch von diese Bastelei rate ich dir ab
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #10
35A x 220V = 7700W, die darf ich pro Phase maximal dranhängen. Den FI kann ich nicht überlasten, da ja bei 35A die Vorsicherung durchbrennt und der FI40 A verträgt!

Welche Steckdosen an welcher Phase hängen, weiss ich. Man braucht dafür übrigens keine langen Messstrippen, sondern schaltet alle Sicherungen bis auf eine einzelne aus, und geht dann von Steckdose zu Steckdose. Nach ca. 1 h hat man dann einen Plan mit der Sicherungsverschaltung, den man im Zählerksten aufhängen kann. Da in meiner Unterverteilung 18 Automaten in drei Blöcken zu jeweils 6 Stück zusammengefasst sind, weiss ich auch welche Phase an welcher Steckdose hängt.

Gerd
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #11
Und eine einfache Möglichkeit, dass nachzumessen besteht darin, dass man einfach ne lange Verlängerungsschnur nimmt und dann die in die eine zu prüfende Steckdose Steckt und dann zwischen der Verlängerungsschnur und der 2. zu messenden Steckdose misst.
 
  • Abrißfunkenbildung bei FI-Auslösung
  • #12
:D :D :D :D
GENIAL !!!!
:D :D :D :D
 
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