Elektriker kurz vor Ende abgehauen, Firma für Fertigstellung finden

Diskutiere Elektriker kurz vor Ende abgehauen, Firma für Fertigstellung finden im Off-Topic & Sonstige Tipps und Probleme Forum im Bereich DIVERSES; Hallo zusammen, wir haben einen Elektroinstalleteur erwischt, der sich später als Berufsanfänger herausgestellt hat. Nachdem 6 Monate später die...

  1. #1 solocan, 27.02.2022
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    Hallo zusammen,

    wir haben einen Elektroinstalleteur erwischt, der sich später als Berufsanfänger herausgestellt hat. Nachdem 6 Monate später die Installation bei weitem nicht fertig war, haben wir ihm eine Frist von zwei Monaten gesetzt. Die hat er abgelehnt und fristlos gekündigt und den Kontakt abgebrochen. Der Fall liegt beim Anwalt. Er sieht uns zwar im Recht, hilft uns aber kurzfristig nichts.

    Weil wir nicht auf jahrelangen Rechtstreit warten können und einziehen müssen, hilft uns ein befreundeter, erfahrener Elektriker, der allerdings keinen Meisterbrief hat. Er hat einen bekannten Meister organisiert, der den Zählerschrank fertiggemacht hat und den Zähler melden würde. Die Rechnung und die Abnahme schreibt er aber nur bis zum Zähler, weil er keine Haftung für Fremdarbeiten übernehmen will. Die Zuleitungen zu Stockwerken schließt er nicht an.

    Nun kommen wir zum Problem. Die Versicherung will eine "Abnahme". Das haben wir halt nun nicht mehr für die gesamte Anlage. Wir haben noch einen Elektrikerbetrieb gefragt, er wollte ebenso keine Fertigstellung/Abnahme machen will.

    Nun stehen wir vor der absurden Situation, wo wir eine einwandfreie, fast fertige Anlage haben , die keiner abnehmen will, weswegen wir nicht einziehen können.

    Es geht hierbei auch nicht mal ums Geldsparen. Dass der nächste Betrieb alles testen und überprüfen soll und das was kostet, ist uns klar. Wir haben von E-Checks gehört. Es muss doch irgendwie möglich sein, die Elektrik fertigzustellen und jemand darunter die Unterschrift setzt, dass die Elektrik im Haus einwandfrei ist. Wir wollen ja nichts illegales. Es muss alles mit rechten Dingern zugehen und 100% korrekt sein. Leider stecken wir nun in dieser seltsamen Situation, für die wir nichts konnten.

    Wir wären dankbar für Tipps
     
  2. #2 Pumukel, 27.02.2022
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    Sagen wir es mal so die Anlage bis nach den Zähler inklusive der Anmeldung und Abnahme bis dahin war schon mal gerade die größte Hürde. Das eine Firma nicht als Errichter die Verantwortung für den Rest übernehmen will ist auch klar. So und nun kommt das Problem wenn der befreundete Elektriker die Anlage komplett überprüft Und sein Meister sich darauf verlassen kann liegt es immer noch in seinem Ermessen ob er die Anlage auch komplett abnimmt.
    Die Frage der Abnahme hättest du schon vorher klären müssen.
    Der E-Check selber ist nur eine Überprüfung der bestehenden Anlage ersetzt aber das Abnahmeprotokoll nicht .
    Obwohl eben auch bei der Inbetriebnahme ein Prüfprotokoll dazu gehört !
    Hier hilft nur Versuchen den Meister dazu zu bekommen die Anlage eben auch komplett als Errichter zu gewinnen .
     
  3. #3 solocan, 27.02.2022
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    Vor was denn genau? Unser Elektriker ist abgehauen, der alles abnehmen sollte.

    Wenn es nicht klappt? Haus abreißen und neubauen?
     
  4. #4 PeterVDK, 27.02.2022
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    Hallo,
    meine Meinung zu dem ganzen....

    Versteh ich nicht ganz, das wird ja wohl ein Elektrofachbetrieb mit eintsprechender Eintragung beim passenden VNB gewesen, sonst hätte er die Arbeiten ansich so nicht ausführen dürfen und können (Fertigstellungsanzeige). Da sollte also zumindest mal ein Meisterbrief und passende Ausrüstung vorhanden sein, was wohl eher gegen einen "Berufsanfänger" spricht.

    Richtige Schritt...
    ...auch das versteh ich nicht wirklich. Gab es ein Angebot und entsprechend einen Auftrag, oder wurde nur "per Handschlag" vereinbart das er "mal machen" sollte? Einen Auftrag, genauer wohl einen Werksvertrag in dem Fall, kann man von keiner Seite einfach so fristlos kündigen. Selbst wenn er den Kontakt abbricht, die Firma von ihm gibt es ja noch weiterhin, oder ist diese insolvent/geschlossen?

    Das ist wohl wahr.

    Wobei? Bei der Vervollständigung der noch offenen Installation? Nicht unbedingt die beste vorgehensweise, rechtlich gesehen, aber ich versteh natürlich die Absicht/Notwendigkeit dahinter.

    Würde ich, und wahrscheinlich sehr viele andere, auch so handhaben. Es hat aber, sofern er dies ausführt, den Vorteil das ihr zumindest Strom habt. Ist das ganze eigendlich ein Neubau oder eine Sanierung? Ich würde tippen, wenn der Elektromeister die Fertigstellung schriebt, das es nur eine Sanierung ist.

    Welche Versicherung will welche Abnahme? Die Gebäudeversicherung ein Abnahmeprotokoll der elektrischen Anlage? Das würde hingegen wieder für einen Neubau sprechen, dann leht sich der obrige Meister aber wie sehr weit aus dem Fenster.

    Ich glaub kaum dass du einen Fachbetrieb findest, also einen regulären, der dies auf sich nimmt. Es geht ja dabei nicht nur darum, ich sag mal salopp ein paar Steckdosen und Schalter zu ergänzen, sondern darum, dass dieser Fachbetrieb dann auch die Gewährleistung zb. für die Kabelverlegung ansich übernehmen müsste. Da er aber nicht weiß wie diese ausgeführt worden ist, wie soll er dafür gerade stehen. Aber am Schluss mehr dazu...

    Warum könnt ihr nicht einziehen? Verweigert die Versicherung den Versicherungsschutz? Strom ansich könntet ihr ja bekommen, sofern der besagte Elektromeister die Fertigstellung machen würde.

    Tja, wie oben schon angesprochen, jemand müsste für die Arbeit eines anderen den Kopf hinhalten, ohne zu wissen wie die Installation ansich ausgeführt ist. Wird so kein vernüftiger Fachbetrieb machen.
    Zum Punkt "E-Check" gleich mehr....

    So seltsam ist die Situation nicht, passiert leider viel zu oft. Auch wenn meine Meinung bislang eher niederschmetternd war, möchte ich dir dennoch folgende Tipps mit auf den Weg geben

    Seh zu das du mit dem befreundeten Elektriker deine elektrische Anlage fertig stellen kannst. Parallel dazu den angesprochenen Elektromeister mit der Fertigstellunganzeige beauftragen. Auch parallel dazu nach einem Fachbetrieb suchen, der dir einen "E-Check" an der fertigen Anlage macht und diese auf Basis des E-Checks wieder in Betrieb nimmt. Davor allerdings mit der Versicherung diesen Weg besprechen, denn du bekommst damit definitv kein Abnahmeprotokoll im eigendlichen Sinne, sondern nur eine Bestätigung das die elektrische Anlage zu diesem Zeitpunkt messtechnisch ok war. So wie bei jeder Wiederholungsprüfung. Aber...
    ...dieser Weg kommt definitiv nicht in Betracht, wenn es sich um einen Neubau handelt! Es ist auch nicht der Königsweg und es müssen da die einen oder anderen Augen zugedrückt werden. Die einzig "richtige" Alternative willst du nicht hören, glaub mir :)

    Ich hoffe ich konnte etwas hilfreiches beisteuern ^^
     
  5. #5 solocan, 27.02.2022
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    Danke für die Antwort. Also die einzig richtige Alternative ist Abriss und Neubau oder wie?

    Es geht um eine vollumfängliche Kernsanierung vom Altbau. Kompletter Abriss und Erneuerung der el. Anlage. Und die Versicherung will eine Abnahme sehen.

    Weil das Wohnen ohne Versicherung zu riskant ist, abgesehen davon, dass die Gefahr jetzt schon besteht.
    Hast du nicht gesagt, dass es keiner macht?
     
  6. #6 PeterVDK, 27.02.2022
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    Bitte :)

    Einfach gesagt...ja. Klingt komisch, ist aber so. Deswegen gibt es ja auch Alternativen, die nicht ganz den, naja sagen wir mal normalen Weg entsprechen.
    Vielleicht aber noch eins an der Stelle, zum Thema illegal. Nach dem Zähler ist die elektrische Anlage deine elektrische Anlage. Daraus folgt, dass du theoretisch gesehen, alles selbst machen könntest ohne irgendwelche Fachkenntnis oder sonstiges. Das ist in keiner Weise illegal, nur halt nicht sehr klug. Denn du haftest als Betreiber immer für die elektrische Anlage und den Schäden die daraus entsprechend entstehen könnten.
    Auch wenn du einen Abnahme hast, haftest du dennoch als Betreiber, die Abnahme entbindet dich da in keinerlei Weise. Ebenso wie nach einer Wiederholungsprüfung. Beides bilden nur den aktuellen Stand der Anlage zum Zeitpunkt der Prüfungen wieder, ist wie bei der Hauptuntersuchung beim PKW. Nur mit dem Unterschied, und dies ist entscheidend, dass du für einen Mangel, den du nicht verursacht bzw. nicht errichtet hast, eben diese Verantwortung in bestimmten Fällen auf den Fachbetrieb der dies ausgeführt hat, abwälzen kannst. Mehr dazu weiter unten...

    Hmm, ich schrieb ja schon, das ein weiteres Vorgehen mit der Versicherung abzuklären ist. Wobei mir dennoch keine "Abnahmepficht" bei besagtem Versicherungsschutz geläufig ist. Hat man diese Unterlagen eben nicht, rutscht man ggf. in eine andere Tarifstaffelung. Wie sollte es denn sonst funktionieren, dass bei einem Hauswechsel ohne Sanierung und entsprechend ohne diesen Nachweis eine Versicherung abgeschlossen werden kann.
    Wie schon geschrieben, deine Situation ist keine große Ausnahme, die Versicherer kennen das. Denen geht es auch nicht um das Abnahmeprotokoll per se, sondern darum das zu Versicherungsbeginn der Zustand der elektrischen Anlage beschreiben ist.
    Abgesehen davon, wenn du jetzt schon eine Gefahr in der elektrischen Anlage siehst, wie soll dann ein wildfremder Fachbetrieb das als "gut" einstufen wollen? Die Gefahr löst sich ja nicht mit der Abnahme, sondern mit den Messungen auf.

    Das entscheidene ist das unterstrichene!

    Natürlich kann ich als Fachbetrieb an einer mir unbekannten elektrischen Anlage einen sogenannten "E-Check" als Wiederholungsprüfung machen, und dieser ist auch sicherlich sinnvoll. Dabei beurteile ich aber nur den aktuellen IST-Zustand durch die Messungen. Die Erstinbetriebnahme beinhaltet aber weiteres, zb auch das die Leitung normgerecht ausgelegt und verlegt sind. Sowas kann auch nur der erbringen, der auch die Installation ausgeführt hat.
    Deswegen der Unterschied zwischen Erstinbetriebnahme und Wiederinbetriebnahme. Eine Erstinbetriebnahme wirst du regulär halt leider nicht mehr bekommen, wenn der Ausführende diese nicht erbringt. Also bleiben dir nur die Alternative, und da zählt halt Verahndlungsgeschick und klare Abgrenzungen.
     
  7. karo28

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    Welche Versicherung? Eine Abnahme bedeutet, ihr nehmt die Arbeit des Leistenden ab. Moechte die Versicherung ein Inbetriebsetzungsprotokoll mit Zaehleranmeldung und/oder eine Erstpruefung der elektrischen Anlage nach DIN VDE 0100-600 oder was genau wird gefordert?

    Und warum weigern sich alle Elektriker, sowas durchzufuehren? Wo ist denn das Problem, eine Anlage gem DIN VDE 0100-600 zu pruefen und zu protokollieren? Dazu braucht man auch keine Eintragung irgendwo, die Anlagenpruefung darf eine EFK durchfuehren. Wenn Maengel vorliegen, werden diese erkannt und beseitigt. Noch leichter und sicherer kann man sein Geld nicht verdienen.
     
  8. karo28

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    Nein. Kannst du nicht.

    (Tip: Eine Wiederholungspruefung setzt immer erstmal eine erfolgte Erstpruefung mit Dokumentation voraus)
     
  9. #9 PeterVDK, 27.02.2022
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    @karo28

    zum einen, was soll das mit dem Kleinschreiben...willst du damit so richtig cool wirken ?

    hmm, also ist es deiner Meinung nach nicht möglich in einem Mietshaus, zb. aus den 90er ein "E-Check" zu machen? Steile These, zumal das wohl viele Betrieb dennoch mache...
    Oder störst du dich an dem Wort "Wiederholungsprüfung". Nunja, ich gebe offen zu, dass ich da einen Allgemeinbegriff verwendet zu haben, statt "Prüfung Nach DIN-VDE XYZ..."...Asche auf mein Haupt ^^
     
  10. schUk0

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    Gab es nun von Anfang an eine Firma oder nicht?
    Auch der weitere Werdegang scheint mir etwas abstrus...
    Da kommen dann wieder zwei Kumpels, die es nun richten sollen.


    Wenn euch euer Auftragnehmer abgesprungen ist, dann müsst ihr ihm mit Fristen androhen es auf seine Kosten von einem anderen erledigen zu lassen.
     
  11. #11 solocan, 27.02.2022
    Zuletzt bearbeitet: 27.02.2022
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    Vielen Dank für zahlreiche Antworten. Erstmal muss ich das alles mal verdauen.

    Ich wollte die Frage nicht mit Details überfüllen. Die Sache ist etwas komplexer. Zum eigentlichen Elektriker: Der ist ein angestellter Industrieelektriker, der auch einen Meisterbrief für Handwerk gemacht hat nebenbei, hat aber keine große Berufserfahrung dabei. (Kam es zumindest raus, als es zu spät war) Einen Vertrag hatten wir vorbereitet, rumgeändert und danach verschlafen es zu unterschreiben, es ist aber alles in Mails und Rechnungen festgehalten (Daher sieht der Anwalt den Vertrag als gültig) Einfach abhauen darf er aber seiner Meinung nach auch ohne Vertrag nicht. Er ist halt 1-Mann-Nebengewerbe. Hat bisher über 600h gespendet und richtige Fortschritte nur gemacht, als ich ihm half. Seine Installation war an sich aber nicht unbedingt schlecht, sondern ehe extrem penibel. Jedes Kabel musste exakt 30,001cm von der Decke verlaufen. Aus solchen Gründen hat er eben Ewigkeiten gebraucht, weswegen wir unseren Innenausbau ewig verschieben mussten. Unser Kind ist im neuen Ort (40km entfernt vom aktuellen Wohnort) in die KiTa angemeldet, was zweimal verschoben werden musste. Und irgendwann war er frustriert und hat keine Motivation mehr und hat kaum noch gearbeitet. Dann hat er komischerweise auf einmal auf Vorauszahlungen bestanden und lange Prognosen für die Fertigstellung gegeben. Nachdem wir mit ihm ein ernstes Wörtchen gesprochen und eine Frist gesetzt haben, ist er abgehauen, uns weiteren Kontakt verboten etc. Sehr seltsames und unprofessionelles Verhalten. Er war mit der Kabelverlegung von beiden Stockwerken fertig, einen Unterverteiler fast vollständig verdrahtet und anderen ca.1/3 verdahtet. Die Pläne kenn ich zum Glück fast vollständig, da ich die mehr oder weniger selber vorbereitet hatte. (Ich bin selber als Ingenieur im Elektrobereich tätig, daher nicht ganz fachfremd). Nun aus obigen Gründen hat uns die Zeit extrem gedrückt und ich musste handeln...

    Dann kam der befreundete Elektriker uns zu Hilfe, mit mir 1-2 Tage zumindest die Pläne und Schaltungen zu analysieren, unbeschriftete Kabel finden etc. Währenddessen hat er schon eben angefangen, Schalter und Taster und Eltakos zu verdrahten. (Wir haben relativ umfangreiche Lichtsteuerungen) Dann hat er das angeboten mit seinem bekannten Meister, damit wir eben überhaupt da wohnen können.

    So, nun nach der Schilderung der Situation bei der Versicherung (wer fragt, kriegt Antworten) wollen die auf jeden Fall eine "Abnahme" sehen. Sonst ist unser Haus eben nicht versichert. Das ist für meine Frau ein Grund, nicht in dieses Haus einzuziehen. Also Alarmstufe rot.

    ---Soweit zu Details, weil zu viele Fragen aufkamen--

    Die Anlage an sich ist meines Erachtens gut und sicher. Der abgehauene Meister war zwar charakterlich schwach, aber seine Installation ist schon kein Pfusch gewesen. er war ehe hyperkorrekt, hat lieber dickere Kabel benutzt, zu viele Sachen unnötig separat gesichert etc. Ich hätte schon ein gutes Bauchgefühl mit der Anlage, der befreundete Elektriker ebenso. Der Betrieb, der sich das gestern angeschaut hat es auch. Aber wie es so ist, wollen die's eben aus Prinzip nicht abnehmen, haben's nicht nötig etc...

    Ich meine, das eine ist die Gewährleistung. Wir haben alles mit Rechnung festgehalten. Dass der alte Elektriker für seinen Teil der Installation haften muss, ist ja klar. Wenn ein von ihm verlegtes Kabel schmort, dann ist er daran. Es muss aber eine Möglichkeit geben, das Gewerk mit jemandem anderen zu Ende zu führen und am Ende eine Art Check zu machen, dass alles stand Heute korrekt und fertig ist und sicher funktioniert - von mir aus mit entsprechendem Gewährleistungsausschluss. Rein theoretisch soll da für mich als Laie nichts im Wege stehen, da hat man ja alle Bilder von Kabeln, alle Pläne etc..

    Da vom Abriss und Neubau zu sprechen - bei einer guten fast fertigen Elektroinstallation -, nur weil der erste Betrieb es nicht zu Ende gemacht hat, kann doch nicht wahr sein....
     
  12. karo28

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    Nein. Natuerlich nicht.
    Das Stilmittel nutze ich nur, um meine geistige Ueberlegenheit anderen gegenueber auszudruecken. Und die Weltherrschaft anzustreben...

    Machen kann man vieles. Den "E-Check" z. B. fast ueberall. Na gut, nicht im Gewerblichen Bereich, nicht im oeffentlichen Bereich, aber bei privaten und gerne auch unbedarften Kunden schon.

    Was viele Betriebe so machen, dazu moechte ich mich leiber nicht aeussern.

    Die DIN VDE 0100-600 und 0105-100 unterscheiden diese Begrifflichkeit. Vermutlich gibt es gute Gruende dafuer...

    Also, Kurzfassung: es gab keine Elektrofirma, sondern nur eine Ansammlung von mehreren freischaffenden Kuenstlern, die alle irgendwas gemacht haben. Ohne dafuer gerade stehen zu wollen.
     
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  13. ego1

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    Ich verstehe das Problem nicht.
    Du hast eine Rechnung von Betrieb "A" für die Installation, und eine Rechnung von Betrieb "B" für die Inbetriebnahme, und einen zusätzlich einen Unterschriebenen Zählerantrag von Betrieb "B", in der dieser bescheinigt das die Elektroinstallation sach und fachgerecht ist und von ihm geprüft wurde.

    Jetzt kommt aufeinmal die Versicherung, und will (ja was genau will sie denn eigentlich?) auch noch einen Schrieb haben. Den stellt dir Betrieb "B" allerdings nicht aus, auch nicht unter Androhung, dafür zu bezahlen.
     
  14. #14 solocan, 27.02.2022
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    Nein, bis auf meinen Freund, der aber kein Meister ist, haben die anderen eben 1 Mann Firmen, sind registriert und ich habe Rechnungen von denen.
     
  15. #15 DerClausi, 27.02.2022
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    Wenn ein Fachbetrieb die Anlage mittels Zähler ans Netz lässt,sollte man davon ausgehen können,daß die Anlage sicher ist. Auch die Versicherung.Soll doch die Versicherung jemand schicken der das überprüft,was die haben wollen. Such dir ne andere Versicherung.
     
  16. #16 PeterVDK, 27.02.2022
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    puuh, und ich dachte schon du wärst einfach nur überheblich und arrogant...Chapeau!

    Und vorallem darf der "E-Check" nur von entsprechend geschulten Innungsfachbetrieben durchgeführt werden, den nur diese dürfen dann die Wortmarke "E-Check" nutzen.
    Achja...ist vielleicht nicht unbedingt so angekommen, aber weder solche Begrifflichkeiten wie "E-Check", noch die ganze Horde Innungsverbände finden bei mir auch nur einen Hauch von Anerkennung. Sei aber nur am Rand bemerkt, ohne expliziten Verweis auf dich ^^

    Gerade du scheinst da doch ein immenses Wissen zu haben, schade das du dies nicht mit uns teilen willst.

    Bestimmt.

    Aber mal völlig unabhängig von dem oben geschriebenen
    da muss ich dir sogar Recht geben.
     
  17. schUk0

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    Vielleicht wendest du dich mal an ganz normale Handwerksfirmen aus deinem Bauort.
    Solche Einzelkämpfer sind ganz gut als Hilfskräfte für eben jene größeren Firmen.

    Wir haben schon (über einen Bauträger) Häuser von Firmen übernommen, die im Bauverlauf abgesprungen waren.
    Da war bisher nur Ärger und erhebliche Mehrkosten im Spiel. Auf die Schnelle sah es halb so wild aus, im Detail war es dann aber doch schwieriger.
     
  18. #18 Octavian1977, 28.02.2022
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    Ich würde vorschlagen einfach eine andere Versicherung zu suchen.
    Bis jetzt hat sich keine meiner Versicherungen für mehr interessiert als Baujahr, Bausubstanz, Wohnfläche und ob ich den Beitrag zahle.
     
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  19. #19 Stromberger, 28.02.2022
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    Genau das würde ich auch vorschlagen und überhaupt nichts von von neuer Elektrik etc. erzählen. Komisch, dass da überhaupt jemand nach fragt.
    Zur eigenen Sicherheit (bzw. der Deiner Frau) kannst Du ja einen E-Check machen; dazu wird sich doch wohl IRGENDJEMAND BEFUGTES finden..... auch dem muss man nicht zwangsweise auf die Nase binden, dass man "selber" die Elektrik modifiziert/erneuert hat.
    Was würde es für einen Unterschied machen, wenn Du einen sanierten Altbau in exakt dem Zustand gekauft hättest, in der auch Deiner ist und Du für Dich mal wissen möchtest, ob das Ding "sicher" ist?
     
  20. #20 LED_Supplier, 28.02.2022
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    kurzer Sinn: selber Schuld!

    So langsam fange ich an, es zu verstehen.
    • Seriöse Firma beauftragen, vorgehen wie in #7 beschrieben
    • Parallel bei der Versicherung nachfragen, was sie unter "Abnahme" versteht (ich glaube, das hast du selbst auch noch nicht verstanden)
    Bei 600h dürfte die Rechnung so bei € 40.000 liegen, inkl. ein paar Hundert fürs Material. Und der schmeißt hin??? Ich würde so noch ein paar Jahr weiterarbeiten.
     
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