Fi-Schalter und ungeerdeter Anschluss

Diskutiere Fi-Schalter und ungeerdeter Anschluss im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo, wer weiß Bescheid ? Würde ein FI-Schalter auch auslösen, wenn jemand an einem fehlerhaft angeschlossenen Gerät (Erdung grün/gelb nicht...

  1. #1 Urbanczyk, 25.07.2005
    Urbanczyk

    Urbanczyk

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    Hallo,

    wer weiß Bescheid ?
    Würde ein FI-Schalter auch auslösen, wenn jemand an einem fehlerhaft angeschlossenen Gerät (Erdung grün/gelb nicht korrekt angeschlossen) herumdoktert ?
    Oder würde derjenige hoffnungslos einen Stromschlag bekommen ?

    Ich habe gewettet, dass der FI-Schalter auslöst. Eigentlich sollte er doch die Ströme von Masse und Neutralleiter vergleichen und wenn etwas über eine Person abfließt sind diese Ströme nicht mehr gleich und der FI-Schalter müßte auslösen.
    Sonst wären ja Geräte mit Eurostecker - keine Erdung - bei Defekt über den FI-Schalter auch gar nicht abgesichert.

    Danke

    Werner
     
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  3. Jan

    Jan

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    Hallo Urbanczyk und willkommen bei un sim forum,


    diese geräte entsprechen der schutzklasse 2, das heißt, sie sind schutzisoliert, sie benötigen keine erdung bzz. dürfen nicht geerdet werden

    klar würde ein Fi (rcd) auslösen, sofern er den nennstrom erreicht, (ein fi mit 500mA löst halt erst ab 500mA aus :!: ) allerdings fließt der fehlerstrom bei fehlender erdung über andere leitende körper(z. b. dich) ab

    hoffe ich konnte helfen

    PS: hier noch ein interesannter link dazu : http://www.patrickwagner.de/Knowhow/FehlerstromSchutzschalter.html
    gruß

    jan[/url]
     
  4. Gretel

    Gretel

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    FI Auslöseverhalten

    Hallo Werner ,

    es kommt auf die örtliche Situation an.

    Z.Bsp. wäre ein elektrisch-isolierter Fussboden o.ä. nicht gerade FI-auslöseförderlich.
    -
    Berichtigung :
    Der Schaltmechanismus eines FI-Schutzschalters darf schon bei 50% des Nennfehlerstromes ansprechen (DIN VDE 0664).

    Gruß,
    Gretel
     
  5. didy

    didy

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    Hi,

    sobald ein Strom über eine Person nach Erde oder sonstwohin abfließt löst natürlich der FI aus!

    Der unterschied ist - wenn bei einem Gerät mit korrektem PE ein Isolationsfehler gegen das Gehäuse vorliegt (sofern nun genügend Strom fließen kann - ob das nun knapp über Auslösegrenze also z.b. 30mA ist oder 50A ist dabei egal), schaltet der FI sofort ab - ein Mensch bekommt nix mit.

    Hat nun ein Gerät mit nichtangeschlossenem PE einen Isolationsfehler und es steht isoliert da. Dann steht das Gehäuse unter Spannung, weiter passiert erstmal garnix. Sobald eine Person hinfasst, fließt ein Strom, der FI schaltet ab (sofern Strom groß genug).

    Der Vorteil ist klar - mit korrektem PE bekommt der Mensch keinen Stromschlag - der ja auch mit schneller abschaltung durch FI noch gefährlich sein kann!

    Und deswegen: IMMER FI mit 30mA Auslösestrom einbauen! :wink:

    Dabei ist ein FI natürlich keinesfalls ein Freibrief, den PE wegzulassen!

    Gruß
    Didi
     
  6. DaKufa

    DaKufa

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    Mhhh,...

    Hallo!
    Ja,... also,...

    1. Würde ein FI-Schalter auch auslösen, wenn jemand an einem fehlerhaft angeschlossenen Gerät (Erdung grün/gelb nicht korrekt angeschlossen) herumdoktert ?
    Oder würde derjenige hoffnungslos einen Stromschlag bekommen ?

    --> Ich denke das wurde schon genügend erläutert,...

    2.Ich habe gewettet, dass der FI-Schalter auslöst. Eigentlich sollte er doch die Ströme von Masse und Neutralleiter vergleichen und wenn etwas über eine Person abfließt sind diese Ströme nicht mehr gleich und der FI-Schalter müßte auslösen.
    Sonst wären ja Geräte mit Eurostecker - keine Erdung - bei Defekt über den FI-Schalter auch gar nicht abgesichert.

    --> Also, ein FI verlgelicht nicht Masse mit neutralleiter, sondern die Phase(n) mit dem Neuralleiter. Wenn nun der Ableitstrom gleich oder über 30 mA is muss der Fi auslösen.

    zum Eurostecker. Geräte mit Eurostecker sind Schutzisoliert, d.h. Schutzklasse 2. Dort kann kein FI greifen, da das Gehäuse Isoliert ist. Und nachdem sich dort kein PE befindet greit bei diesen geräten kein FI.

    3.
    --> Richtig. Er darf,.. sollte man aber vielleicht dazu sagen, dass er das nicht muss!

    Jo, Wette gewonnen? ;-)

    mfg
     
  7. didy

    didy

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    Re: Mhhh,...

    Halt mal langsam! Was hat denn die Funktion des FIs mit dem PE zu tun?
    Wenn die Isolierung eines Schutzklasse-II-Gerätes schadhaft ist (Gehäuse kaputt...), jemand fasst an einen aktiven Leiter und es fließt ein Strom größer der Auslöseschwelle des FIs. Dann löst dieser natürlich auch aus!

    Wir betrachten hier ja immer nur den Fehlerfall, für was anderes braucht man einen FI ja gar nicht :wink:
    Und ein Fehler schließt in meinen Augen auch mal das Versagen der Schutzisolierung ein! (Wie schnell ist die Zuleitung mal defekt wegen ner scharfen Kante o.Ä.)

    (Wie gesagt - das heißt nicht, man darf den PE vernachlässigen! Aber der FI ist bei fehlen oder defekt des PEs eben ein sehr guter Zusatzschutz)

    Gruß
    Didi
     
  8. DaKufa

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    Ähm,...

    Ja klar, kommt schon mal vor das die Schutzisolierung defekt sein kann,...
    Wenn dann einer "hinein langen" sollte,.. dann löst der Fi unter umständen aus.
    Jedoch kenn ich mal keinen einzigen, der a) eine kaputt Schutzisolierung gehabt hat und b) dann auch noch da rein gelangt hat...

    Zudem müssten wir für den Fehlerfall ausgehen, dass das gerät bei defektem Gehäuse nicht mehr genutzt und zum Richten gebracht wird. Nach dieser Vorgehensweise geht ja auch nun mal die VDE aus,....
    Daher auch kein RCD nötig,...
    *Ironie ein*
    Ansonsten müssten wir ja auch an Hochwasser denken und das das die richtige IP Klasse hat,... ;-)
    *Ironie aus*

    Nochmal zum klarstellen: Falls da ein mindestens Fingerdickes Loch in der Islolierung is und da auch noch einer sein Finger reinpopelt kann ein FI auch auslösen,....
     
  9. didy

    didy

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    Hi,

    natürlich. Aber ein generelles "FI wirkt nicht" stimmt halt so net ;-)

    Klar wird niemand reinlangen (wobei man das bei Kindern auch nicht ausschließen kann!!!). Aber es gibt ja auch SK-II-Geräte mit Metallgehäuse, das siehst du nichit ob im inneren was im Eimer ist.

    Und ne abgescheuerte Leitungsisolierung siehst du auch nicht gleich...

    Gruß
    Didi
     
  10. DaKufa

    DaKufa

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    ähm,.. ja soweit schon richtig,...

    Aber Die Leitung muss bei Metallgehäusen durch eine Isloierte Einführung geführt werden, wobei die Leitung noch gegen Zug entlastet wird,..... Dann is schon ma nix mit Stromschlag,....
    Und selbst wenn was im inneren im "Eimer" is führt das noch net zum nem "Stromschlag".....
    Da müssen dann schon einige PVC Halterungen abbrechen,....
    (Wobei nebenher gesagt die meisten Unfälle in der Elektrotechnik durch die Verkettung von unglücklichen Zufällen entsteht,...)
    Zumal wenn das Gerät dem E-Check unterworfen wird,... dann würden beschädigte Teile zu Tage kommen,... (auch im inneren--> Sichprüfung,...)

    Klar,... wie gesagt, dass will ich auch gar net abspreiten,... im extremsten Fall kann der FI noch was bewirken,....

    mfg
     
  11. Jan

    Jan

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    denk bitte nicht nur an das gerät sondern auch an die anschlussleitung!!!!

    :D

    PS:
    bei hochwasser müsste es schon IP 67 sein :wink:

    edit: upps ich war wohl ein paar minuten zu spät
     
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    schau mal hier [hier klicken]. Vielleicht ist dort etwas brauchbares dabei.
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  13. DaKufa

    DaKufa

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    Bei der Anschlussleitung verweise ich ebenfalls auf den E-Check,...

    Die VDE sieht ja eine regelmäßige Prüfung elektrischer Geräte vor,.....

    Zumal ich bei Gott nicht verstehen kann wie ein mensch mit gesundem verstand ein Kabel mit offensichtlichen gefährlichen Schäden weiterhin benutzen kann!
    Es hat sich ja sowei schon verbreitet das Strom gefährlich ist,....

    naja,... hab ja schon zugegeben das in extremst seltenen fällen dort auch ein FI greifen kann,...

    :)

    Und weiso net,... IP 67 is doch super,... :lol:

    mfg
     
  14. didy

    didy

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    Naja mit den SK-II-Geräten....
    Lass das Gehäuse mit der Sekundärseite vom Netzteil verbunden sein, und auf der Netzteilplatine was schieflaufen...

    Oder ich hab nen Grundig-HiFi-Verstärker, gut 20 Jahre schätz ich. Da ist der Netzschalter vielleicht 3cm neben der Kopfhörerbuchse. Lass an der KH-Buchse ne Ader abreißen (weil mit irgendwas rumgestochert) und an nen Kontakt vom Schalter kommen..... :shock:

    Und mit der Leitung.... erzähl mir nix.
    Welcher Privathaushalt macht jedes Jahr E-Check?

    Und selbst das, eine Beschädigung kann ja kurz danach passieren.

    Natürlich wird man ein sichtlich defektes Kabel nicht mehr benutzen, aber was, wenn mans eben NICHT sieht?
    Z.b. schwarzes Kabel unterm Schreibtisch (dunkel), durch Schreibtischkante o.Ä. verletzt, du tastest dich dran entlang um den Stecker zum ausstecken zu finden.... Da hilft kein E-Check, da hilft nur ein FI.

    Gruß
    Didi
     
Thema:

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