Schaltschrank im Schuppen

Diskutiere Schaltschrank im Schuppen im Forum Installation von Leitungen und Betriebsmitteln im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, ich heiße Tobias und bin gelernter Elektroniker. Ein bekannter hat mich gebeten in seinem (wettergeschützten) Schuppen einen kleinen...
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Tobias

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  • Schaltschrank im Schuppen
  • #1
Hallo,
ich heiße Tobias und bin gelernter Elektroniker. Ein bekannter hat mich gebeten in seinem (wettergeschützten) Schuppen einen kleinen Schaltschrank zu installieren. Zuleitung ist ein ca 3 cm starkes Drehstrom-Erdkabel (Querschnitt kenn ich net). Sein Wunsch: eine Drehstromsteckdose 32A, Licht und 2-3 nomale Steckdosen.
Was muss ich beachten bezgl. symmetrischer Auslastung und korrektem Anschluss im Schaltschrank?

Gruß Tobias
 
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  • #2
3 cm hört sich eigentlich gut an aber meß doch mal den Durchmesser der Leiter. 5 adrig? Wie lang? Kleine 1- reihige Verteilung mit einem 3poligen B32 Automat für CEE Steckdose und 3 B16 für 2 separate Steckdosen und Licht. Wichtig ist dann Absicherung in der Hauptverteilung am besten Neozed 50A immer vorrausgesetzt HA ist groß genug.
 
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  • #3
Die Leitung vom Haus zum Schuppen ist so 4m lang und von nem Elektriker schon angeschlossen worden. Sie ist 4-adrig (L1,L2,L3,N). Für die CEE-Dose nehme ich nen 3poligen Sicherungsautomat für Drehstrom. Aber wie komme ich von dem dicken Kabel auf die Sicherung, das passt da bestimmt net rein. Querschnitt kenn ich net, da ich meinen Bekannten grad nicht erreiche. Was bedeutet 1-reihige Verdrahtung?
Danke übrigens schon mal.

Gruß
 
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  • #4
Bei Leitungsschutzschaltern kannst du gewöhnlich 10mm² oder 16mm² unterklemmen, das sollte eigentlich reichen.

Schuppen hört sich danach an, das an den Steckdosen auch Geräte im Freien betrieben werden. In dem Fall ist ein FI zwingend vorgeschrieben. Auch wenn das nicht so ist empfiehlt sich ein vierpoliger FI aus Sicherheitsgründen.

Die 4-adrige Zuleitung ist nicht unbedingt ideal. Sicher, das du nur einen N und keinen PEN hast?
 
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  • #5
Tobias schrieb:
Sie ist 4-adrig (L1,L2,L3,N).

Moment :!: Vieradrig und N? Welche Netzform ist es denn? Kann es sein, dass es sich um TN-C handelt und da gar kein N drin ist? Was ist mit dem Schutzleiter?

Aber wie komme ich von dem dicken Kabel auf die Sicherung, das passt da bestimmt net rein.

Warum nicht? In gängige LSS kommt man mit 25mm² rein und das dürfte noch dicker sein. Ein FI soll nicht verwendet werden?

Querschnitt kenn ich net, da ich meinen Bekannten grad nicht erreiche.

Das sollte aber abgeklärt werden, ebenso die Absicherung dieses Kabels, nicht, dass es Probleme mit der Selektivität gibt.

Was bedeutet 1-reihige Verdrahtung?

1-reihige Verteilung. Der Verteiler hat nur eine Reihe zur Verfügung, also eine Hutschiene und in der Regel Platz für 12 TE.

MfG
 
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  • #6
FI klingt gut, hatte ich gar net dran gedacht.
In dem Fall denke ich ist es ein PEN-Leiter. Glaube wir haben ein TN-S System.
Ich werde heute Abend nochmal nachschauen. Melde mich dann nochmal...
Gruß und Danke.
 
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  • #7
Also:
Ist ein 4-adriges Kabel (schwarz braun blau grün/gelb). Eine Ader hat 4 mm Durchmesser > 12 quadrat. Im Schaltschrank im Haus sind 3 Fassungen für NeoZed Sicherungen. Ich schätze blau braun und Schwarz sind die 3 Phasen und grün/gelb der Schutz und N Leiter. Daher würde ich die phasen auf die Drehstromdose geben (welche farbe ist L1?) und N und PE aus den normalen Steckdosen auf den Grün/gelben der Zuleitung. Ist das so korrekt?

Gruß Tobias
 
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  • #8
also ein 12mm2 gibts net!! Bloß ein 4, 6, 10, 16!!
Wobei ich nicht glaub dass du ein 16 hast. Aufgrund der Neozedsicherungen mit vielleicht 50A liegt wahrscheinlich ein 10mm2 vor. Was L1 ist entweder durch die optische Prüfung in der Verteilung + zusätzliches messen herausfinden. UNBEDINGT darauf achten dass die 32 Kraftsteckdose "RECHTSDREHFELD" technisch angeschlossen wird. Der FI soll 30mA Auslösestrom haben.

Evtl. wäre auch ein 35A Neozedelement besser da du dann noch mit 6mm2 Kabel auskommst bzw. einen 40A Nennstrom Fi einbauen kannst der wesentlich billiger als ein 63 ist!
 
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  • #9
Salle,
ich hab jetzt einen 63A FI eine 3Fach Sicherung für die CEE und 2 B16 LS. Ich gehe mit der Hauptleitung an den FI (von unten!?) und von dort an den 3er Leitungsschutzschalter und die zwei B16. Von da aus ganz normal Weiter an die CEE bzw Steckdosen/Licht.
Den Grün/gelben der 4adrigen Hauptleitung splitte ich im Verteilerkasten in N und PE auf.
Gruß
 
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  • #10
Ich habs jetzt so gelöst:
Ich geh mit der Zuleitung auf den FI. Die PE-Schiene habe ich Zuleitungsseitig am N-Anschluss des FI angeschlossen. Nach dem FI fahre ich mit den Phasen auf die Sicherungen und vom N-Anschluss(nach dem FI) auf die N-Schiene im Verteiler. Das ist meines Erachtens die logischste Lösung, da ich den PEN gleich zu Anfang im Verteiler in PE und N aufsplitte. Ob das aber Vorschriftsmässig ist müsst ihr Experten mir sagen.
p.s. ist eine 10mm²-Leitung, sorry.


Gruß und Danke nochmals
 
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  • #11
Tobias schrieb:
Ich geh mit der Zuleitung auf den FI.

Richtig, dabei darauf achten, dass du am FI möglichst die Reihenfolge L1-L2-L3 einhälst, genauso, wie an der Sicherung in der HV, einfach der Übersichtlichkeit halber. Das vieradrige Kabel wurde hoffentlich schon vor dem 1.April dieses Jahres verlegt? :wink:
Seit dem darf man diese Farbkennzeichnung nämlich nicht mehr verwenden.

Die PE-Schiene habe ich Zuleitungsseitig am N-Anschluss des FI angeschlossen.

Klingt etwas verwirrend, aber ich glaube, du meinst das richtige. Erst mal: Wenn ihr wirklich ein TN-S-netz habt, dann geht es mit dieser Leitung gar nicht. vermutlich ist es aber ein TN-C- oder TN-C-S-Netz? Unbedingt abklären, nicht, dass du einen PE als vermeintlichen PEN verwendest. Wenn es sich um einen PEN handelt, dann die grün/gelbe Ader, wie es vorgeschrieben ist, an den Enden blau kennzeichnen. Eine PE-Schiene wirst du vermutlich gar nicht haben, denn wenn der PEn da drauf geht, ist es einen PEN-Schiene. Von der gehen dann die einzelnen PE, als auch der blaue Neutralleiter zum FI ab.

Das ist meines Erachtens die logischste Lösung, da ich den PEN gleich zu Anfang im Verteiler in PE und N aufsplitte. Ob das aber Vorschriftsmässig ist müsst ihr Experten mir sagen.
p.s. ist eine 10mm²-Leitung, sorry.

Ja, so kannst du es prinzipiell machen. 10mm² sind gerade so das heute noch zulässige Minimum für einen PEN. Was für eine Absicherung befindet sich in der HV?

MfG
 
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  • #12
Hallo,
habe mich mal bezüglich des Netztes informiert. In Karlsruhe wird laut Tabelle ein TN-C Netz verwendet. Im HV habe ich 3 Neozed Sicherungen, die ich mit 50A absichern werde, wie mir bereits im Forum geraten wurde. Die Enden der gn/ge werde ich einbläuen *g*.

Zitat: Eine PE-Schiene wirst du vermutlich gar nicht haben, denn wenn der PEn da drauf geht, ist es einen PEN-Schiene. Von der gehen dann die einzelnen PE, als auch der blaue Neutralleiter zum FI ab.

Was ich noch nicht verstehe: Wenn ich mit dem PEN der Zuleitung auf die PEN-Schiene in meinem Verteiler gehe und dann mit einer blauen Leitung von da zum FI, wo soll ich dann den "N-Ausgang" des FI´s anklemmen? Ich will ja nicht alle N´s der Steckdosen in den FI reinpfropfen - oder soll das so sein?

Gott sind Bilder schwer in Worte zu fassen, ich hoffe ihr versteht was ich sagen will...

Gruß Tobias
 
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  • #13
Tobias schrieb:
Wenn ich mit dem PEN der Zuleitung auf die PEN-Schiene in meinem Verteiler gehe und dann mit einer blauen Leitung von da zum FI, wo soll ich dann den "N-Ausgang" des FI´s anklemmen? Ich will ja nicht alle N´s der Steckdosen in den FI reinpfropfen - oder soll das so sein?

Na du legst ne Ader zu ner speraten N-Schiene und legst da alle auf.

Bilder könntest du ja mal machen ;)
 
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  • #14
Juhu, jetzt hab ichs kapiert. Ich werd mal en Foto von meinem Werk machen und es einstellen.

Schönen Dank an alle, die mir bei meinem Problem geholfen haben. Tolles Forum! Bin sicher nicht das letzte mal hier...

Gruß Tobias
 
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  • #15
Tobias schrieb:
In Karlsruhe wird laut Tabelle ein TN-C Netz verwendet.

Eine Tabelle sagt überhaupt nichts aus. Maximal wird angegeben, welche Netzform bei Neuanschlüssen verwendet wird. Was letzlich in der Kundenanlage vorherrscht, ist zum einen vom Netz des Versorgers und dem Aufbau der Anlage abhängig. Wenn der Versorger ein TN-C liefert, so ist die Kundenanlage in der Regel ebenfalls ein TN-C oder TN-C-S, kann aber auch ein TT sein.

Im HV habe ich 3 Neozed Sicherungen, die ich mit 50A absichern werde, wie mir bereits im Forum geraten wurde.

Nicht ganz so schnell! Wie wird die HV vom Zähler her versorgt? Aderndurchmesser? Adernzahl? Gibt es dort einen PEN, oder schon N und PE? Wie ist diese abgesichert? Unter Umständen sind die 50A viel zu hoch, schon der Selektivität wegen.

Wenn ich mit dem PEN der Zuleitung auf die PEN-Schiene in meinem Verteiler gehe und dann mit einer blauen Leitung von da zum FI, wo soll ich dann den "N-Ausgang" des FI´s anklemmen?

Jeder FI braucht seine eigene N-Schiene! Die muß von allen anderen N-Schienen (andere FI oder allegemeine N-Schiene) getrennt sein.

MfG
 
  • Schaltschrank im Schuppen
  • #16
Den HV hab ich noch nicht geöffnet. Kann ich aber erst in 2 Wochen, da ich im Mom nicht daheim bin. Werde das aber dann überprüfen. In Betrieb genommen ist noch nichts.
Gruß Tobi
 
  • Schaltschrank im Schuppen
  • #17
Hallo,
bei der Absicherung der Zuleitung ist auch auf die Verlegeart (vier belastete Adern) zu achten, eventuell reicht das 10mm² für 50A nicht aus.

Gruss Mokaka
 
  • Schaltschrank im Schuppen
  • #18
Verbraucher sind lediglich die 32er CEE, die er vorsorglich installiert haben will, das Licht(zwei Leuchtstoffröhren) und max 3 Steckdosen. 35A könnten knapp werden: Ein Leistungsstarkes Gerät an der CEE und ein Heizlüfter an der Steckdose und tschüss Sicherung.
Wenn die Absicherung im HV nicht groß genug ist, klatsch ich ihm ne 16A CEE rein uns sag halt mehr geht net.
Das 4 x 10mm² Erdkabel soll vom Haus in den Schuppen ca 3 Meter weit und 10 cm tief in Beton gelegt werden.
Den Aderdurchmesser werd ich nochmal genau kontrollieren. 3,5mm wären 10mm² und 4,5mm wären 16mm².
Mit 16mm² wärs ja kein Prob, es sei denn die Sicherung im HV ist zu klein.
Oder?
 
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