Überspannungsschutz nachrüsten

Diskutiere Überspannungsschutz nachrüsten im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo Zusammen. Ich weiß,das es ein großes Feld ist. Zuerst mal einige Eckdaten.EFH 30 Jahre. Kein Fundamenterder-nichts. Keine Äußere...

  1. #1 helge 2, 08.02.2014
    helge 2

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    Hallo Zusammen.

    Ich weiß,das es ein großes Feld ist.
    Zuerst mal einige Eckdaten.EFH 30 Jahre.

    Kein Fundamenterder-nichts.
    Keine Äußere Blitzschutzanlage.
    Anlage wurde vor 3 Jahren neu errichtet.
    Netzform TN lt.Prüfprotokoll nach Abnahme.
    PAS-Schiene neu angebracht-daran nur die alte Metall-Wasserleitung angeschloßen.

    Versorgung Erdkabel-HAK-Zählerkasten mit HV-keine weiteren UV.

    Würde es Sinn machen dort noch einen Überspannungsableiter installieren zu lassen ?

    Schutzwirkung verspreche ich mir dadurch bei Blitznaheinschlägen.
    Ich weiß auch,das es einen Grob/Mittel/Feinschutz geben muß.
    Bei einem Direkteinschlag wär eh alles umsonst.Da der äußere Blitzschutz mit Erdungsanlage fehlt.

    Gruß helge 2
     
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  3. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Die Risikoabwägung musst du selber treffen - es ist wie mit einem Airbag - Gibt es keinen Unfall, ist es egal, ob es einen gibt - Passiert doch etwas ...

    In jedem Fall sollte man aber bedenken, dass Überspannungsschutz nicht ungeplant angefangen werden kann und Erweiterungen im Bereich Erdung und Schutzpotentialausgleich zwingend notwendig sind um ernsthafte Überspannungen durch (Teil-)Blitzströme sicher abzuleiten.
     
  4. #3 Octavian1977, 08.02.2014
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Vor einem Überspannungschutz sollte man hier einen gescheiten Erder nachrüsten.

    Der Überspannungschutz kann ohne richtigen Erder die Spannungen nicht gescheit abführen.
     
  5. #4 helge 2, 09.02.2014
    helge 2

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    Ich danke euch erstmal.

    Also wäre da was nachzurüsten ohne entspr.Erdung
    (zb.Tiefenerder rammen lassen odgl.) eine Sinnlose Maßnahme.

    Was wäre denn er erste Ansprechpartner-eine Blitzschutzfirma-zum setzen der fehlenden Erdung-Risikoanalyse etc.

    Oder könnten diese arbeiten auch von einem E-Meisterbetrieb durchgeführt werden ?

    Gruß helge 2
     
  6. T.Paul

    T.Paul Moderator

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    Es ist ja nicht so, dass Elektroinstallationsbetriebe keine Blitzschutzfachkraft/-Abteilung haben können ...
     
  7. #6 helge 2, 10.02.2014
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    Muß ich denn auch darauf achten,das die E-Firma eine Zertifizierung nach VDE.... ? Blitzsschutz...hat ?

    Eine Ortsansässige Firma-Blitzschutz-erstellen nur Blitzschutzanlagen.An dem Firmenwagen Aufkleber-Zertifiziert für Blitzschutzanlagen nach VDE...?

    Gruß helge 2
     
  8. elo22

    elo22

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    Du kennst doch Dipols link…

    Luitz
     
  9. bigdie

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    Blödsinn, ein Überspannungsschutz, macht genau das was er soll, er begrenzt die spannung. dazu muss er diese aber nicht zur Erde ableiten, was eh nur sehr beschränkt funktioniert. Er hebt das gesamte Potential des Hauses gegen Erde an und begrenzt dadurch die Spannung.
     
  10. fuchsi

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    ?? Wie soll denn das gehen?
     
  11. #10 werner_1, 10.02.2014
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    Was aber, wenn es Teile gibt, die sich nicht oder nur begrenzt anheben lassen?
    Wie z.B. umfangreiche Metall-Wasserleitung im Garten oder N der Versorgungsleitung oder ein außenliegender Gas- oder Öltank.
    Was passiert denn dann? :roll:
     
  12. bigdie

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    Dann passiert auch nichts, aber Blitz und Überspannungsschutz funktioniert nach dem Prinzip Farradayscher Käfig. Das geht auch völlig ohne Erde z.B. im Flugzeug. deshalb gibt es für Blitzschutzerdungsanlagen auch keinen vorgeschriebenen Erdungswiderstand sondern nur eine Empfehlung kleiner 10 Ohm.
    Wenn du mal 1 Ohm annimmst, und 20000A, dann kannst du dir ausrechnen, Welche Spannung an diesem Widerstand entsteht. Am Anschlusspunkt des Erders entstehen dann theoretisch 20000 V gegen Erde. der potentialausgleich, welcher mit dem Erder verbunden ist, sorgt dafür, das alle Potentiale auf das gleich hohe Potential gegen Erde angehoben wird. Der Überspannungsschutz hat dann "nur" die Aufgabe, die aktiven Leiter ebenfalls auf dieses Potential zu bringen zumindest annähernd, damit die Spannung PE-L und PE-N nicht übermäßig groß wird und deine Geräte zerstört.
     
  13. #12 werner_1, 10.02.2014
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    Ja, in deinem Rechenbeispiel gehst du von einem Erdungswiderstand von 1 Ohm aus.
    Vorher hast du aber Oktavian widersprochen, als er sagte "Der Überspannungschutz kann ohne richtigen Erder die Spannungen nicht gescheit abführen."

    Egal auf welches Potential du das "Haus" anhebst, wenn du keine ausreichende Erdung hast, bekommst du irgenwann irgendwo einen Überschlag.
     
  14. #13 werner_1, 10.02.2014
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    Überspannungsschutz, wie er mit Überspannungsableitern reaisiert wird hat mit einem Faradayschen Käfig nun absolut nichts zu tun.
    Ein Auto mit Metallkarosse und ein Flugzeug sind zwar ein Faradaysche Käfige, aber kein Haus, es sei denn eine Metallgarage ohne rein- und rausführende metallische Leitungen.
     
  15. bigdie

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    Wie gescheit ist denn das abführen, wenn dein Haus ein Potential von 20000V annimmt. Wenn der Erdungswiderstand die erlaubten 10 Ohm hat, bist du bei 200000V. Viel höher wird die spannung dann ohne Erder auch nicht mehr. Weil der widerstand deines PEN im Hausanschluss um Klassen kleiner ist. Es wird also wahrscheinlich der größte Teil des Stromes eh übers Stromnetz abfließen.
     
  16. bigdie

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    Genau das hat er, er verbindet die in den Farradayschen Käfig hinein und herauslaufenden Leitungen möglichst niederohmig mit dem Käfig, wenn eine bestimmte Spannungsdifferenz überschritten wird.
     
  17. #16 werner_1, 10.02.2014
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    Ein Haus steht aber üblicherweise auf der Erde. :wink:
    Wenn du nun das Potential dieses Hauses auf 200kV anhebst, erzeugst du einen Überschlag von den metallischen Gegenständen zur Erde (Blitz).

    Nicht jedes Haus hat einen PEN. Hier gibts fast ausschließlich TT.
     
  18. bigdie

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    Im TT ist das praktisch noch etwas kritischer, weil auch der N eine große Potentialdifferenz zum hauspotential haben kann. Aber im Prinzip ist es da genauso der äußere Blitzschutz sorgt dafür, das die Energie ums haus herum geleitet wird, der innere dafür, das dabei alle berührbaren Teile das gleiche potential haben und die Überspannungsableiter, dafür, das aktive Leiter ihr Potential nicht übermäßig weit vom Hauspotential entfernen.
     
  19. #18 werner_1, 10.02.2014
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    Wer spricht denn hier von einem lps?
    Gem. helge 2 gibt es "Keine Äußere Blitzschutzanlage."

    Bei einer vorhandenen Blitzschutzanlage ist die Niederohmigkeit doch sowieso schon gewährleistet (sollte) und hier ist es ja auch notwendig, dass HES und Blitzschutz niederohmig verbunden werden.
     
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    schau mal hier [hier klicken]. Vielleicht ist dort etwas brauchbares dabei.
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  21. bigdie

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    Auch ohne äußeren blitzschutz machen die Überspannungsableiter nichts anderes. Dazu brauchen sie keine Erde sie halten nur das Potential zwischen PE, N und den außenleitern bei etwa 275V dazu brauchen sie keine Erde. und wenn die Hausanschlussleitung nicht niederohmig genug ist für den abzuleitenden Strom steigt auch hier die Spannung gegenüber dem absoluten Erdpotential an. Das aber gleichmäßig im ganzen haus, wenn der Potentialausgleich ordentlich gemacht ist. dazu gehört aber auch Heizung, Antenne usw. Bevor man also mit Überspannungsschutz anfängt, sollte man erst einmal den Potentialausgleich auf einen vernünftigen Stand bringen. Dazu braucht man aber nicht zwingend eine Erde, es sei denn man braucht sie sowieso z.B. für eine sat schüssel auf dem dach.
     
  22. #20 werner_1, 10.02.2014
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    Wie willst denn einen PA ohne Erde machen? :roll:

    Das ist doch grade der Sinn eines PA, dass alles auf Erdpotential ist. Wie du dieses erreichst - ob über PEN oder separatem Erder an der HES - kommt aufs gleiche raus. Auf alle Fälle müssen die Überspannungsableiter niederohmig "geerdet" werden.
    (Nichts anders wollte schon Octavian sagen)
     
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