Überspannungsschutz Sat-Antenne. Möglichkeiten? Fangstange?

Diskutiere Überspannungsschutz Sat-Antenne. Möglichkeiten? Fangstange? im Blitzschutz, EMV, Erdung & Potentialausgleich Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Du scheinst ja reichlich Zeit und Musse zu haben, fuer deine Planungsarbeit... Als rekordverdächtiger Multiposter muss er die haben. :roll:

  1. Dipol

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  3. worlde

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    Hallo,

    habe nochmals ergänzende Fragen, auch wenns nicht 100% zum Thema passt.
    Ich möchte gerne Sat und Netzwerk in einem Schrank unterbringen. In meinem Fall ein 2-feldiger Hager Schrank mit Multimediafeld. Dieser Schrank hat Schutzklasse 2, also Schutzisoliert. Nun ist meine Frage, ob es auch isolierte Koax-Erdungswinkel gibt, damit diese keine leitende Verbindung zum Lochblech haben. Oder welche sonstigen Bauteile gibt es, die Erdungswinkel und Multischalter isoliert vom Lochblech aufzubauen? Oder die Bauteile einfach mit Kunststoffabstandshaltern aufs Lochblech zu montieren? Danke
     
  4. karo28

    karo28

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    Hager Tip 35 gelesen?
     
  5. worlde

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    Ja, den Hager Tipp 35 hatte ich schon gelesen und da steht, dass Antennenverteiler isoliert von der Montageplatte aufgebaut sein müssen. Deswegen meine Frage, wie das sinnvoll in der Praxis gemacht wird. Entweder mit Kunststoffabstandshaltern oder ob es andere Lösungen gibt.
     
  6. #25 Octavian1977, 14.09.2017
    Octavian1977

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    die Metallplatten innen sowie auch in anderen Schränken die Hutschienen sind gegen über außen isoliert.
    Ein Erden dieser Komponenten ist somit ohne Beeinträchtigung der Schutzklasse II möglich und meines Erachtens auch Sinnvoll.
     
  7. Dipol

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    So soll es nach DIN 18015 auch sein, dort nennt man das einen Kommunikationsverteiler.

    Es geht mit einem Original-Lochblech von Hager oder einem selbst passend eingebautem Blech, welches bereits gegenüber dem Schrank schutzisoliert ist, bedeutend einfacher als das Gebastel Erdblöcke/Erwinkel und Komponenten wie den Multischalter alle einzeln zu isolieren.

    Bei Einbau von Multischaltern in Kommunikationsverteilern kann der PA erdungspflichtiger Satellitenantenne nicht mehr nur wie nach IEC 60728-11 vorgegeben "schleifenfrei" am blitzstromtragfähig geerden Antennenträger angeschlossen werden und muss zwangsläufig auch an der HES vermascht werden.

    Dass der Teil 11 der Normenreihe IEC 60728 weit hinter den anderen Teilen zurückhängt und kein einziges Beispielbild mit einem Multischalter oder gar Kombianlagen mit BK- oder Telekom-Netzen hat, wurde in diesem Forum wie den von worlde inflatorisch konsultierten anderen Foren auch schon erwähnt.

    Als Prophylaxe gegen die üblichen Nachfragen zu bereits behandelten Themen die Folien zu Erdung und PA mit und ohne Fangstange und mit und ohne Blitzschutzanlage.

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  8. worlde

    worlde

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    Aber wenn ich den Potentialausgleich von Koax-Erdungswinkel und Multischalter von der Montageplatte isoliere, sind sie doch auch von der Netzwerkinstallation getrennt. Das wäre doch dann so, wie wenn Sat und LAN jeweils in einem separaten Schrank unterbebracht wären. Wäre so nicht auch die Schleife unterbunden? Oder warum muss dann zwangsläufig mit der HES vermascht werden, wenn beides in einem Schrank ist?
     
  9. Dipol

    Dipol

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    Erdungswinkel und Multischalter, die nicht mit der Brutalo-Methode durch die Schrankrückwand sondern fachgerecht auf einer Montageplatte befestigt wurden, sind bereits gegen das Schrankgehäuse galvanisch getrennt. Denkbar wären zwei galvanisch getrennte Montageplatten, wovon eine mit min. 6 mm² Cu Funktions-PA-Leiter an die HES und die andere mit min. 4 mm² Cu an den geerdeten Antennenträger verbunden wird. Die Variante macht aber auch vom Trennungsabstand her m. E. nicht wirklich Sinn.

    Als in uralten VDE 0855 Teil 1 der schleifenfreie PA direkt geerdeter Antennen als Schutz gegen induktive Blitzstromeinkopplungen aus Einschlägen in die Nachbarschaft erdacht wurde, war es noch üblich die zumeist einzigen röhrenbestückten TV- und Radio-Empfänger je Haushalt bei Gewitter brav auszustecken. TVs mit Schukostecker waren auch noch unbekannt aber schon bei damaligen Antennenverstärkern der Schutzklasse 1 durfte deren Steckdosenschutzkontakt auch nur "schleifenfrei" am geerdeten Antennenträger angeschlossen werden.

    Die Forderung der DIN 18015 nach zentralen Kommunikationsverteilern berücksichtigt, dass die Medien zusammenwachsen und Receiver und Flats weitgehend internetfähig sind. Immer mehr Endgeräte mit Schukostecker, die Schleifen dauerhaft schließen, machen das Ideal der Schleifenfreiheit auch ohne Verbindung mit einem BK- oder dem Telekom-Netz irreal.
    Selbst wenn dein TV keinen Schukostecker hat und nicht mit dem Telekom-Netz verbunden ist, ist die Schutzwirkung einer Isolierung erdungspflichtiger Antennenteile gegen das mit 6 mm² in den PA einzubeziehende Montageblech in einem Schaltschrankschott oder Kommunikationsverteiler gegen Überschläge begrenzt und eine gemeinsame Montageplatte mit am Antennträger und der HES vermaschtem PA die m. E. bessere Lösung.

    Der schleifenfreie PA ist auch noch in der neuen DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2017-10 enthalten, wurde aber in der letzten Sitzung des zuständigen deutschen Normengremiums hinsichtlich der Endgeräterealität als "obsolet" bezeichnet.

    Wer seine Antenne in geschützten Räumen wie insbesondere LPZ 0B getrennter Fangeinrichtungen installiert, umgeht damit alle Normdiskrepanzen. Deinem Threadtitel nach muss aus zahlreichen Forenanfragen davon etwas hängen geblieben sein.
     
Thema:

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