elektrische Installationen im Garten

Diskutiere elektrische Installationen im Garten im Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Hallo Leute, ich möchte demnächst meinen Garten mit Leuchten und Steckdosen ausstatten. Wie soll ich dass ganze angehen? Soll ich mir einen...

  1. sogo

    sogo

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    Hallo Leute,

    ich möchte demnächst meinen Garten mit Leuchten und Steckdosen ausstatten.
    Wie soll ich dass ganze angehen? Soll ich mir einen Plan machen, wo welche Steckdose, Lampe und Leitung verlaufen soll?


    Ich habe mich bereits ein wenig erkundigt und dabei in Erfahrung gebracht, dass man die Kabel mind. 60-80cm tief vergraben soll. Außerdem soll man unterhalb des Kabels eine kleine Sandschicht zum Schutz anbringen. Stimmt das? Sollte man noch irgendwelche Vorkehrungen treffen?

    Ich möchte 7 Lampen und 4 Steckdosen im Garten anbringen, welche Kabelquerschnittsfläche ist notwendig? Wie berechne ich diese? Ich nehme an, dass man NYY-Kabeln verwenden sollte, oder?

    Dann habe ich noch eine Frage, es geht ein Kabel aus dem Haus in den Garten, wenn ich auf dieses Kabel nun mehrere Lampen anschließen möchte, wie verteile ich es richtig?

    Danke für eure Antworten!
     
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  3. anger

    anger

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    Hallo,

    Warum eigentlich nicht, schaden kann es ja nicht.

    Das ist korrekt. Die Kabel sollen in ein Sandbett gelegt werden. Sollte die Mindestiefe nicht eingehalten werden können, müssen die Erdkabel in geeigneten Rohren verlegt werden.

    Das kann man so pauschal nicht sagen, es hängt von der Leitungslänge und von der Strombelastbarkeit ab. Wie soll denn der Sromkreis abgesichert werden? Und wie lang soll die Zuleitung sein?

    Wofür wird das Kabel zurzeit verwendet? (Beleuchtung, Steckdosen...)


    Du musst auf jeden Fall noch beachten das für den Außenbereich zwingend ein 30mA FI-Schutzschalter vorgeschrieben ist. Entweder er ist bereits vorhanden, oder muss nachgerüstet werden.

    MfG
    Anger
     
  4. sogo

    sogo

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    Hallo anger,

    erst einmal danke für deine Antwort! Bei dem Kabel, welches aus dem Haus kommt, handelt es sich um ein Erdkabel, welches schon von einem Fachmann mit einem FI-Schalter gesichert wurde. Das Kabel ist derzeit ca. 10 m lang, nun ist meine Frage, wie verteile ich dass Kabel richtig auf die Schalter und Lampen? Muss ich Feuchtraumverteiler anbringen, oder gibt es andere Möglichkeiten?

    Sind diese Informationen ausreichend?

    Danke!
     
  5. toni

    toni

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    Hallo!

    vielleicht ist die Idee mit dem Plan machen doch nicht so schlecht....

    Wennst dann einen hast, kannst ihn auch gleich schicken ;-)


    Wennst schon eine Verteilung brauchst, dann mach die 'im trockenen'. Sparst dir einies an Material und Aufwand.

    Wennst 1% Spannungsfall als Grundlage hernimmst, darf eine 2,5mm² max. 20 Meter lang sein (in Summe) mit 16A abgesichert.

    geh doch von deiner Verteilung direkt zur 1.Steckdose, dann zur 2.Steckdose, ... und von der Verteilung zum Schalter und dann zu den Lampen von einer zur nächsten.

    Musst halt nur schaun, dass beide Stränge (der zu den Steckdosen und der über den Schalter zu den Lampen) jeweils nicht länger als 20Meter werden. (Hier zählt der längste weg von der Verteilung bis zur Steckdose / Verbraucher)

    Wennst ein 4mm² Kupfer hernimmst, kannst 31,90 Meter legen mit 16A Absicherung. Da tust dir aber oft schwer, das in Schalter oder klemmen bei den Lampen zu bekommen.

    Oder 53 Meter mit 6A abgesichert und einem 2,5er Kupferkabel. (für die Lampen?)

    LG
    Toni.
     
  6. Jafar

    Jafar

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    Hallo zusammen,

    ich habe vor später um mein Grundstück herum ein paar Gartenlampen zu installieren und bin auf diesen Forumsbeitrag gestoßen und es wurden bei mir ein paar Fragen aufgeworfen.

    Erstmal mein Vorhaben:
    Es werden ca. 7 - 8 Lampen auf der Grundstücksgrenze. Der Leitungsweg dürfte ca. 100 - 120 m sein.

    Welchen Leitungsquerschnitt muß ich nehmen und wie muß ich das absichern?

    Vorhanden ist ein Erdkabel (ca. 10 m) mit separater FI-Absicherung im Haus (ich glaube 25A) und einem Leistungsschutzschalter (16 B). Das Kabel endet im Carport, der im August gebaut wird.
    Im Carport will ich eine kleine Unterverteilung für Lampen und Steckdosen machen:

    1. Lampen im anliegenden Geräteschuppen + Steckdose
    2. Lampe im Carport (Beleuchtung der Einstellplätze)
    3. Grundstücksbeleuchtung

    Ist die vomn mir geplante Grundsstücksbeleuchtung überhaupt bei der Absicherung möglich?

    Mein Idee war für jeden der 3 Wege in einem Verteilerkasten im Gerätechuppen einen separaten Leitungsschutzschalter zu installieren.

    Wie sollten die (sofern das überhaupt möglich ist) dimensioniert sein?

    Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

    Gruß Jafar
     
  7. #6 littelboytom, 30.06.2006
    littelboytom

    littelboytom

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    tach

    woher könnt ihr querschnitte und sonstiges beurteilen, wenn ihr nicht wisst was für leuchten er dran hängen will?

    3~ Mastleuchten oder 20W Sparlampen sind doch ein kleiner unterschied und lassen sich nicht pauschal beantworten.
    Und dann erst kann man beurteilen ob die vorhandene Zuleitung für das Vorhaben ausreicht.

    Oder hab ich irgendetwas überlesen?

    gruß tom
    __________
    strom macht klein schwarz und regungslos
     
  8. toni

    toni

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    Servus!

    Sicher sollte das im Bereich des machbaren liegen...

    2 Dinge musst du beim berechnen der Kabel beachten.

    1) Du darfst die Kabel nicht zuviel belasten. Das erreichst du durch die entsprechende Sicherung (=LSS) davor. z.B. Darfst ein 1,5mm² Kabel mit 2 belasteten Adern (Wechselstrom) im schlechtesten Fall bis 15,5 Ampere (A) belasten (z.B. ein Wärmededämmten Wänden, Decken etc.) --> dafür gibt's Tabellen.

    Diese Grenze wirst du bei denem vorhaben eher nicht erreichen.

    2) Der Spannungsabfall ab der Hauptverteilung bis zum Geräteanschluss (also deiner Lampe im Garten) darf maximal 3% betragen.

    Die Formel hierfür findest du auf http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsabfall Ganz unten unter "Wechselstrom".

    da rechnest dir einfach mal den Spannungsabfall deiner Zuleitung aus.
    Die Länge hast ja, die Max. Stromstärte hast auch (z.B. du hast einen 16A LSS davor), cos<phi> nimm der Enfachheit halber =1, <Kappa> =56 für Kupferleitung, Und den Leiterquerschnitt hast auch.

    da bekommst den Spannungsabfall in Volt heraus und wir sind bei deiner Verteilung im Carport.

    Dann rechnest die Leitung zu den Lampen weiter. gleiches Schema. (Die Leistung der Lampen brauchst für die Berechnng.

    Dann addierst die beiden zusammen und schaust, dasst nicht mehr als 6.9 Volt zusammenbringst (3% von 230V)


    [Zusammenfassung
    - tatsächlich verbrauchte Leistung der Lampen ausrechnen. (In Ampere [Watt=Volt*Ampere])
    - aufrunden auf den nächsten verfügbaren LSS [1,2,3,6,10]
    - Die möglichen Kabelquerschnitte in die Formel einsetzen [1,5 2,5 4, 6, 10, ...]
    - Den Spannungsfall der Zuleitung addieren
    - schaun bei welcher Kabelstärke der Spannungsfall gerade noch <6,9 Volt.
    ]


    Das ist vor allem wichtig, wenn du die Lampen im Garten installierst.

    Im Carport kannst ein 1,5 mm² Kabel nehmen, wenn du mit 13A absicherst und die Längste Stecke von Verteilung bis Endverbraucher unter 29 Metern ist. (Für PVC Isolierte Kabel, unter 30°C, alle Verlegearten)
    Für den Fall der Fälle:
    Wennst mit 16A Absicherst nimm ein 2,5mm² Kabel und kannst 40 meter weit verlegen.

    gerechnet ist beides auf 2% Spannungsfall, weil du ja noch den Spannungsfall zwischen deinem HAK und der Unterverteilung dazurechnen musst - wird bei 10m und 16A sicher unter 1% bleiben.


    LG
    Toni.
     
  9. Jesaja

    Jesaja

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    Ich würde den Lampenstromkreis auf jeden Fall kleiner absichern, damit du weniger (möglichen)Spannungsfall hast, also 6A oder so, denke mal, dass das fürs Licht reicht.

    Außerdem solltest du noch die Abschaltbedingungen beachten, ein Automat mit B-Charakteristig löst beim 3-5fachen Nennstrom aus.
     
  10. Jafar

    Jafar

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    Hallo,

    vielen Dank für die Infos zum Spannungsabfall. Ich habe mal überschlagen und herausbekommen, daß ich bei einer Stromaufnahme von 3A bzw. 5A (=8*60W/230V bzw. = 8*100W/230V) bei Leitungsquerschnitten von 4 oder gar 6 mm² ankomme. Das ist mir dann etwas zuviel.
    Ich habe mittlerweile von einem Arbeitskollegen einen guten Tip bekommen: Niedervoltlampen (also 12V Gleichstrom).
    Das hat die Vorteile:
    - komplette Wechselstromverkabelung 230V im geschützten Bereich (Schuppen)
    - Keine Leitungswege von mehr als 20m (für 230V)
    - Ein einfaches "Lautsprecherkabel" für die Gartenlampen als Stromversorung reicht aus (anstatt dicker Erdkabel die mind. 60 cm tief vergraben werden müssen).

    Trotzdem oder gerade deswegen noch mal vielen Dank für die guten Infos zum Spannungsabfall. Das hat meine Entscheidunge für die Niedervoltvariante stark untermauert.

    Gruß Jafar
     
  11. sevo

    sevo

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    Bei der Niedervoltvariante hast du damit aber noch größere Probleme, wegen der dort bei gleicher Leistung erforderlichen höheren Ströme.

    Gruß Sevo
     
  12. OEmer

    OEmer

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    Sevo hat recht. Wenn du dabei mit der gleichen Leistung rechnest, kommst du auf 40A bzw. 67A!

    Wenns um lange Strecken geht, ist eine höhere Spannung immer von Vorteil.
     
  13. Jafar

    Jafar

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    Ich benötige doch dann aber keine 100 Watt-Lampen. Im Wohnbereich, wo man ja auch schon Niedervolt arbeitet geht es doch dann eher um 10 maximal 20 Watt.

    Gruß Jafar
     
  14. sevo

    sevo

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    Auch wenn es nur um 8x20W geht, gerätst du da schnell an Grenzen, dein einfacher Lautsprecherdraht mit angenommenen 2,5mm² hätte bei 24V über 100m 10V Spannungsfall ((2*100*160)/(56*2,5*24)) - sprich das Kabel wird mit ca. 70W beheizt und deine Lämpchen glimmen nur schwach. Selbst 10mm² reichen da allenfalls bei gleichmäßiger Verteilung der Lampen über die 100m, um gerade noch einen tolerablen Spannungsfall zu erreichen.

    Bei 230V wären zum Vergleich bei 8x20W über 100m 2,5mm² mit einer passend kleinen Sicherung (1A) mehr als genug.

    Gruß Sevo
     
  15. #14 frikkel typ, 05.07.2006
    frikkel typ

    frikkel typ

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    Also wenn du mit 230 Volt arbeitest:

    Ich geh mal davon aus, das du and 100 Watt lampen dachtest.
    Wenn du 8 100 Watt Glühbirnen nimmst hast du 800Watt.
    Die selbe Helligkeit schaffst du mirt 8 20 Watt Sparbirnen oder mit 8 4 Watt LED Lampen.
    Das heißt: Wenn du Sparlampen nimmst hast du 640 watt weniger bei gleicher Helligkeit. Mit LED: 768 Watt weniger.

    Jetzt mit Conrad Preisen: Glühlampen: 8 x 100 Watt zusammen: 7,80 € in Sparlampen: zusammen Ist relativ teuer (Baumarkt is billiger) 103,60 € LED:musst du doppelte anzahl nehen 16x 9,95 € € 159,20€

    je weniger leistuindg die lamepen haben desto teurer suind sie aber du brauchst weniger querschnitt und eien glühlampe liegt in der lebensdauer unter 10000 Stunden die spearlampe bei 10000 und die led bei 40000 stunden
     
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