Hausverteilung leicht gemacht

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Kajjo

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  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #1
Hallo allerseits!
Ich plane für ein Einfamilienhaus eine neue Hauptverteilung. Kennt jemand eine gute Sammlung von Empfehlungen und Tips, worauf man achten sollte und womit man sich das Leben leichter macht, wenn man schon während der Planung dran denkt?

Erste Fragen wären z.B.:
1) Ich würde gerne an der Verteilung arbeiten können, ohne die Hauptsicherungen des Versorgers anzufassen (nach der Fertigstellung der neuen Verteilung natürlich erst!). Daher möchte ich als erstes einen 4-poligen Hauptschalter plazieren (TT-Netz). Wäre ein 4-poliger FI (300 mA) eine Alternative? Darf man den kaskadieren mit mehreren nachfolgenden UV-FI (30 mA)? Hätte das eher Vorteile oder Nachteile?

2) Es soll ein 13kW/400V DLE und ein 11 kW Herd möglichst gleichzeitig betrieben werden können. Irgendwelche Besonderheiten notwendig? Lastabwurf möchte ich gerade vermeiden, wenn möglich.

Grüße,
Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #2
Hallo,

wiso willst Du an der Verteilung arbeiten, ohne die Versorger-Sicherung anzufassen ?

Was hast Du gelernt?

MfG
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #3
Nun, zumindest in meinem alten Haus sind die Hauptsicherungen verplombt. Es kann doch sein, daß man mal ein Stromstoßrelais auswechseln möchte, oder eine Leitung mehr braucht irgendwo...

Aber keine Sorge: Das neue Haus wird natürlich vom Elektriker verlegt und abgenommen.

Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #4
Kajjo schrieb:
Wäre ein 4-poliger FI (300 mA) eine Alternative? Darf man den kaskadieren mit mehreren nachfolgenden UV-FI (30 mA)? Hätte das eher Vorteile oder Nachteile?
Eher Nachteile.
Selektive RCDs sind relativ teuer. Eine Abstufung 300 mA/ 30 mA bringt nichts. Bei einem satten Erdschluß könne beide auslösen, eventuell auch nur einer ( der schnellere gewinnt ).
Da ist ein Hauptschalter die bessere Lösung.
Hinweis: Arbeiten an Anlagenteilen sind nur von Fachleuten durchzuführen!

Kajjo schrieb:
Es soll ein 13kW/400V DLE und ein 11 kW Herd möglichst gleichzeitig betrieben werden können. Irgendwelche Besonderheiten notwendig? Lastabwurf möchte ich gerade vermeiden, wenn möglich.

Was willst du mit einem 13kW DLE?
Wasser für ein Handwaschbecken erwärmen? Zum Duschen bringt er zu wenig Leistung.
Bei einem normalen Hausanschluß von 63A ist der Parallelbetrieb von E-Herd und 21 oder 24 kW DLE kein Problem.

Gruß Kawa :D
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #5
Meiner Erfahrung nach kann man nicht genug selbst planen, wenn man etwas selbst bezahlen und nutzen soll!

Schließlich weiß man doch selbst am besten, was man benötigt. Ich baue zwar mit Architekt, aber wenn Du Dir mal die Bauleistungsbeschreibungen von Typenhausherstellern ansiehst, dann wirst Du sehen, wie extrem knapp vieles bemessen ist. Da gibt es dann nur wenige Sicherungen und das nötigste an FI-Schaltern.

Ich plane unter anderem z.B. auch getrennt abgesicherte EDV-Stromkreise für meine beruflich benötigten Rechner, separate FI für Licht/Steckdosen in der Werkstatt (nicht dass man mit nachlaufendem Gerät im Dunkeln steht, wenn der FI mal fällt), einen Drehstromanschluß in der Garage, getrennten Stromkreis für Tiefkühlschrank (Urlaub!) und vieles weitere... Du glaubst doch nicht im Ernst, daß ein einfach so beauftragter Elektriker einen so ausführlich berät und das alles wirklich eingebaut hätte!?

Außerdem: Vieles, was man will --weniger, was man sich leisten kann. Ich kann nicht erst abwarten, bis es richtig los geht und mich dann spontan entscheiden müssen. Wenn sich schon (hier zum Beispiel?) ergeben würde, daß die von mir eventuell gewünschte Überspannungsableitung in angemessener Form zu teuer wird, brauche ich das auch gar nicht erst wünschen.

Vielleicht seid Ihr hier im Forum wirklich besonders engagiert, aber als Kunde muß man schon mitdenken, finde ich!

Wie auch immer, wäre nett, einige Links zum Thema zu erhalten, ich selbst habe nämlich noch keine guten gefunden!

Na, Grund genug?

Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #6
Bei weiteren Fragen - nur zu !

Hallo Kajjo ,

Du darfst Dich natürlich selber schlau machen ....
gute Einstiegsseite wäre :

http://www.fraenkische-elektro.de/

Dort sich anmelden und unter "download" die "Elektroplanung für die Zukunft anschauen "
und downloaden.
(Nach DIN 18015....)

Ein (geeignetes) Leerrohr mehr bringt oftmals die erstrebenswerte Lösung.


Gruß,
Gretel
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #7
Kawa:
Vielen Dank für die Antworten!

Der DLE ist ausschließlich für das Küchenspülbecken gedacht -- ich möchte dort einfach immer sofort Heißwasser haben. Die restliche Heißwasserversorgung wird über die Heizung erledigt.
Derzeit denke ich an einen Clage CBX-11 oder -13 dafür. Die sollen extra für so etwas gedacht sein.

Grüße,
Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #9
Gretel:
Vielen Dank, ich werde mir das Dokument heute abend durchlesen!

Ein Leerrohr ist absolutes Muß, das ist schon eingeplant. Auch da wäre die Frage, welchen Durchmesser man nehmen soll. Sollte man Strom- und Datenleitungen (Kat6-Netz) in getrennten Rohren verlegen? Wozu steckt man die ISDN und TV-Leitungen?

Grüße,
Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #10
Abstände etc.. Leerrohrverlegung ....

Hallo ,

natürlich sind Abstände (ca. 10 cm) zwischen Daten- und sonstigen Leitungen einzuhalten.

Das geht über die Detailplanung mit vorliegenden Plänen (Estrichverlegung/etc...)

-
(Thx 2 Heimwerker 4 directplanlink!)
-
Gruß,
Gretel
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #11
Das Beraten und Wissen verkaufen, bzw. eine vernünftige & komfortable Anlage zu bauen, das bringt doch Spaß :D

Ich habe immer lieber eine solche Anlage verbaut, als diesen 08-15-Käse, den mein Chef oder der A-r-s-c-h-i-t-e-k-t sich überlegt hatten :cry:

Da ist eine Baubesprechung mit dem Kunden und dem Mann der Praxis (Elektriker) wirklich sinnvoll.

MfG
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #12
Hi Hektik,
ja, Du sagst es, Architekten und andere Planer sind nicht unbedingt immer an einer besonders liebevollen und durchdachten Elektro-Lösung interessiert. Man kann gar nicht genug selbst planen und aus allen Richtungen Tips einholen!
Sicherlich hoffe ich darauf, daß letztlich auch der Elektriker vor Ort gute Beratung bietet und Vorschläge macht.
Grüße,
Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #13
Aber nochmal: Es muß doch gute Anleitungen geben, wie man eine Verteiler-Anlage aufbaut und was man dabei beachten muß! Vielleicht für E-Azubis?

Das Dokument von Fraenkisch-Elektro habe ich gelesen. Sehr interessant, aber noch etwas zu allgemein.

Grüße,
Kajjo
 
  • Hausverteilung leicht gemacht
  • #14
Kajjo schrieb:
Aber nochmal: Es muß doch gute Anleitungen geben, wie man eine Verteiler-Anlage aufbaut und was man dabei beachten muß! Vielleicht für E-Azubis?

Es gibt keine "allgemeingültigen" Anleitungen, es hängt immer von dem versorgenden VNB/EVU soweie weiteren Faktoren, wie der Nutzung ab !

Im Internet gibt es wenig dazu - auch nicht für Azubis - !
 
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Thema: Hausverteilung leicht gemacht

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