Herd und autarkes Induktionsfeld anschließen

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Hallo, ich musste mir einen neuen Backofen kaufen und habe in diesem Zuge direkt ein autarkes Induktionsfeld dazu gekauft.

Aber zuerst mal zu dem alten Ofen: bisher hatte ich einen Backofen mit Cerankochfeld, welches am Ofen angeschlossen war. Der Ofen war mit einem 5-Adrigem Kabel an der Herdanschlussdose angeschlossen.
Ich habe zum Abschließen die 3 Sicherungen ausgeschaltet und die Spannungsfreiheit am Ofen, mit einem Multimeter festgestellt. Zwischen einem Adernpaar lagen noch knapp 2V an, was ich auf Kondensatoren o.Ä. im Herd geschoben habe. Ich hab die Kabel vom Ofen abgeschraubt und musste das Kabel dann durch eine Verengung aus dem Herd ziehen, wobei sich die Adern sicherlich berührten und der FI-Schalter kam. Ich hab die Kabel erstmal in Lüsterklemmen geschraubt und den FI wieder eingeschaltet und anschließend nochmal an den Adern gemessen. Ich konnte immer noch knapp 2V messen, was mich etwas irritierte, da das ja heißt, dass bei ausgeschalteter Sicherung trotzdem 2V anliegen.
Ist sowas normal? Oder woran kann das liegen?

Den Anschluss der neuen Geräte hab ich auf morgen vertagt und wird dann wohl mit ausgeschaltetem FI-Schalter von statten gehen.

Nun zu den neuen Geräten. Der neue Herd (Gorenje BPS 6737 E02B, 3,5kW) hat einen Schukostecker. Das Kabel ist am Herd angeschraubt, womit es problemlos gewechselt werden kann. Das Induktionsfeld (CIARRA CBBIH4BF, 7,2kW) hat ein 5-Adriges Kabel (2L+2N+PE).
Mein Problem ist nun, dass ich die Vermutung habe, dass die Herdanschlussdose vielleicht etwas zu klein sein könnte (hab sie noch nicht geöffnet). Denn statt der normalen 5 Adern werden dann wohl 8 Adern darin Platz finden müssen (2xPE statt 1, 3xN statt 1).
Ist das denn realistisch, dass das vom Platz her passen könnte?
Was vermutlich nicht sinnvoll wäre, wäre den Ofen einfach via des Schukosteckers an eine der normalen Steckdosen der Küche anzuschließen, oder? Damit hätte ich zwar massig Platz in der Anschlussdose für das Induktionsfeld. Allerdings ist der Ofen mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 3500W angegeben. Damit wäre wohl ein regelmäßiges Rausfliegen der Sicherung vorprogrammiert, oder?
Ich habe auch schon herausgefunden, dass es entsprechende Splitter gibt (Herdanschluss + Steckdose für Schukostecker). Aber vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit daran vorbei zu kommen :)

Vielen Dank für eure Hilfe
 
Ich habe zum Abschließen die 3 Sicherungen ausgeschaltet und die Spannungsfreiheit am Ofen, mit einem Multimeter festgestellt. Zwischen einem Adernpaar lagen noch knapp 2V an, was ich auf Kondensatoren o.Ä. im Herd geschoben habe.
Das sind nur Einkopplungen und können ignoriert werden.

Ich hab die Kabel vom Ofen abgeschraubt und musste das Kabel dann durch eine Verengung aus dem Herd ziehen, wobei sich die Adern sicherlich berührten und der FI-Schalter kam.
Das ist vollkommen normal, wenn sich N mit dem PE oder irgendeinem Erdpotential berührt. Das zeigt, das der FI in Ordnung ist. Normalerweise schraubt man auch die Anschlussleitung von der Dose ab.

Ich hab die Kabel erstmal in Lüsterklemmen geschraubt und den FI wieder eingeschaltet und anschließend nochmal an den Adern gemessen. Ich konnte immer noch knapp 2V messen, was mich etwas irritierte, da das ja heißt, dass bei ausgeschalteter Sicherung trotzdem 2V anliegen.
Ist sowas normal? Oder woran kann das liegen?
Ja, ist normal. Man sollte aber aber die Sicherungen wieder einschalten und die Dose überprüfen. Zwischen den drei Außenleitern sollte man zwischen allen 400V messen und zwischen den einzelnen Außenleitern und dem Neutralleiter, sowie dem Schutzleiter jeweils 230V. Das sollte bei 3L+N+PE so der Fall sein.


Nun zu den neuen Geräten. Der neue Herd (Gorenje BPS 6737 E02B, 3,5kW) hat einen Schukostecker. Das Kabel ist am Herd angeschraubt, womit es problemlos gewechselt werden kann. Das Induktionsfeld (CIARRA CBBIH4BF, 7,2kW) hat ein 5-Adriges Kabel (2L+2N+PE).
Normalerweise sollte es 2L+N+PE sein. Bei 2L+2N+PE hättest du zwei seperate Wechselstromkreise. So netwas gibt es zwar, ist aber kaum üblich und würde es etwas komplizierter machen.

Mein Problem ist nun, dass ich die Vermutung habe, dass die Herdanschlussdose vielleicht etwas zu klein sein könnte (hab sie noch nicht geöffnet). Denn statt der normalen 5 Adern werden dann wohl 8 Adern darin Platz finden müssen (2xPE statt 1, 3xN statt 1).
Ist das denn realistisch, dass das vom Platz her passen könnte?
Nein, das passt in eine normale HAD nicht rein.

Was vermutlich nicht sinnvoll wäre, wäre den Ofen einfach via des Schukosteckers an eine der normalen Steckdosen der Küche anzuschließen, oder?
Wenn der Ofen über einen Steckeranschluss verfügt, musst du das sogar so machen, sonst sind die Anschlussvorgaben des Herstellers nicht erfüllt und es ginge auch die Garantie verloren.

Damit hätte ich zwar massig Platz in der Anschlussdose für das Induktionsfeld. Allerdings ist der Ofen mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 3500W angegeben. Damit wäre wohl ein regelmäßiges Rausfliegen der Sicherung vorprogrammiert, oder?
Nein, warum? Für ein solches Gerät ist ein eigener Stromkreis mit einer Absicherung vom 16A vorzusehen.

Ich habe auch schon herausgefunden, dass es entsprechende Splitter gibt (Herdanschluss + Steckdose für Schukostecker). Aber vielleicht gibt es ja noch die Möglichkeit daran vorbei zu kommen :)
Ja, die gibt es, es gibt aber auch die Möglichkeit, die Herdanschlussdose gegen eine mit zwei Anschlussmöglichkeiten auszutauschen, z.B von Merten mit integrierten 3-fach Klemmen. Daran kann man die Herdanschlussleitung anklemmen und noch eine weitere zu einer Schukosteckdose, an welcher dann der Backofen angeschlossen wird.
 
Wow, das nenn ich mal eine ausführliche und schnelle Antwort. Vielen Dank dafür!
Dass das mit dem FI erstmal kein Problem ist beruhigt mich schon mal sehr!

Normalerweise sollte es 2L+N+PE sein.
Ich hab gerade nochmal nachgesehen. Es sind 2N-Adern die allerdings am Ende in einer gemeinsamen "Aderendhülse" münden. Also faktisch dann doch nur ein N-Leiter (wie das ganze im Kochfeld aussieht weiß ich nicht, das kann ich nicht einsehen).

Wenn der Ofen über einen Steckeranschluss verfügt, musst du das sogar so machen, sonst sind die Anschlussvorgaben des Herstellers nicht erfüllt und es ginge auch die Garantie verloren.
Das Anschlusskabel ist wie gesagt abschraubbar (wird auch in der Anleitung gezeigt). Das heißt im Garantiefall könnte ich es ja theoretisch auch wieder anschrauben Was ich natürlich nicht tun möchte, ist den Stecker abzuschneiden.

Nein, warum? Für ein solches Gerät ist ein eigener Stromkreis mit einer Absicherung vom 16A vorzusehen.
Genau, da hab ich mich vielleicht nicht ganz verständlich ausgedrückt. Ich meinte damit keine einzeln abgesicherte Steckdose, sondern einfach eine der ganzen Steckdosen des "Küchen-Stromkreises", die alle zusammen mit 16A abgesichert sind. Im Sicherungskasten gibt es zwar, neben den 3 Sicherungen für den Herd und der Sicherung für die restlichen Küchen-Steckdosen, noch eine Sicherung "Geschirrspüler", aber ich weiß leider nicht wo diese Steckdose ist :D
Der Geschirrspüler hängt schon mal nicht dran. Und auch alle anderen Steckdosen die ich finden konnte, waren es nicht. Vermutlich ist sie also irgendwo hinter der Küche (die war schon eingebaut als ich eingezogen bin, Mietwohnung).

Ja, die gibt es, es gibt aber auch die Möglichkeit, die Herdanschlussdose gegen eine mit zwei Anschlussmöglichkeiten auszutauschen, z.B von Merten mit integrierten 3-fach Klemmen. Daran kann man die Herdanschlussleitung anklemmen und noch eine weitere zu einer Schukosteckdose, an welcher dann der Backofen angeschlossen wird.
Die Anschlussdose sieht auf jeden Fall gut geräumig aus! Ich schau morgen mal ob es die hier im Baumarkt gibt.
Was ich da für eine Steckdose anschließe, ist theoretisch egal, oder? Im Zweifel könnte ich auch die Steckdose einer Verlängerungsschnur abschneiden? Vorausgesetzt die einzelnen Adern sind 2,5mm^2? Anders sehen die überteuerten Splitter die es zu kaufen gibt ja auch nicht aus
 
Ich würde tunlichst darauf verzichten einen 3,5kW Backofen über einen Stecker anzuschliessen.
Auch wenn der Hersteller das so vorsieht, so habe ich doch schon oft genug abgebrannte Steckverbindungen vorgefunden.

Schneid den Stecker ab, und Klemm das über die oben beschriebene Merten Dose direkt an!
 
Es gibt von Merten eine Herdanschlussdose mit 2 Zugentlastungen und entsprechenden Klemmen, für 2 Abgänge.

Vom Backrohr den Stecker abzwicken und fest anschließen. Und nein, es erlischt damit keine Garantie/Gewährleitung.
 
Eine normale Verlängerungsschnur hat oft nur Adern mit 1,5mm² Querschnitt. Für die Anschlussleitung sollen es schon 2,5mm² sein. Die Anschlussleitung des Kochfeldes hat also die graue und blaue Ader gebrückt. Das ist eine Unsitte, die ich nicht gut finde. Bei phasenverschiedenen Außenleitern reicht eine Ader und eine Brücke am Klemmfeld. Bei phasengleichen Außenleitern sollte es grundsätzlich auch zwei verschiedene Außenleiter geben, bloß ist diese Variante relativ ungebräuchlich und die Brücke benötigt man da auch nicht.
 
wohl eher als Querschnittsverdoppelung für 1L,1N gedacht oder 2L,2N gleiocher Phasenlage.
Wie ego1 schrieb auch für nicht deutsche Märkte vorbereitet.
 
Macht euch doch endlich mal klar, das die Geräte für viele Märkte produziert werden. Und woanders ist es eben üblich, so ein Kochfeld mit 2L/2N/PE zu versorgen.
Dann kann man doch die fünfadrige Anschlussleitung so belassen. Mir geht es um das Zusammencrimpen von blau und grau. Das ist für viele irretierend. Wenn man wirklich 2L/2N/PE hat, kann man diese beiden Adern auch ohne diese Verbindung nutzen. Leider klemmen viele "Spezialisten" die graue Ader an der HAD auch auf grau und in wie vielen Fällen ist das ein Neutralleiter?
 
Ich habe mir die Merten HAD gekauft und 3x2,5m^2 Anschlusskabel für den Ofen. Anschlussdose ist drin und Ofen ist angeschlossen. Allerdings kommt es jetzt genau zu dem Problem mit den Zusammengecrimpten Neutralleitern den Kochfeldes. Diese passen so nämlich nicht in die Wago. Auftrennen geht nicht, weil die Wago dafür zu klein ist.
Ich habe mir das Induktionsfeld nochmal angesehen und festgestellt, dass man eine Klappe abschrauben kann und somit doch an die aufgelegten Kabel kommt und war schon gewillt einfach mit einer Brücke (im alten Ofen war eine) die beiden N zu brücken und eine der beiden N tot zu legen. Allerdings sind die beiden N nicht nebeneinander. Somit kann die Brücke nicht genutzt werden.

Was sind denn jetzt meine Optionen? Was mir einfallen würde:
1. Die beiden N am Kochfeld mit einem Kabel verbinden (2,5mm^2)
2. Eine zusätzliche 3er Wago in die beide N vom Kochfeld einzeln gehen und ein Kabel dann in die N Wago der HAD

Irgendwie klingen für mich beide Methoden etwas nach Pfusch. Aber was ist die Alternative?
 
Und genau deshalb crimpt der Hersteller die fest zusammen mit dem blauen und macht einen Schniepel mit "N" dran!
Das setzt voraus, dass man weis, was "N" bedeutet. Farbe auf Farbe passt immer und das mit dem "N" wird schon stimmen. Dann wird hier angefragt, warum sich die Sicherung nicht wieder einscchalten lässt oder der neue Herd defekt ist, obwohl alles richtig angeschlossen wurde.
 
Was sind denn jetzt meine Optionen? Was mir einfallen würde:
1. Die beiden N am Kochfeld mit einem Kabel verbinden (2,5mm^2)
2. Eine zusätzliche 3er Wago in die beide N vom Kochfeld einzeln gehen und ein Kabel dann in die N Wago der HAD

Irgendwie klingen für mich beide Methoden etwas nach Pfusch. Aber was ist die Alternative?
Oder 5er Wago nehmen und alle vier Ader anklemmen. Die muß man dann zwar lose in der Dose belassen, aber das wäre bei einer zusätzlichen 3er auch der Fall. Ich habe noch nie ein Klemmenfeld bei einem Herd/Kochfeld gesehen, wo die Klemmen 4 und 5 für die Neutralleiter nicht nebeneinander liegen. Aber vermutlich scheint auch diese Standartvariante gefallen zu sein.
 
Ich habe mich für die zusätzliche Wago in der HAD entschieden. Eine 5er Wago hatte ich nicht, nur 3er. Und wie du schon sagst, in beiden Fällen hängt zumindest eine Wago frei.
Nun ist alles soweit fertig
Vielen Dank für eure Hilfe!
 
Thema: Herd und autarkes Induktionsfeld anschließen
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