Kurzschlussstrom Sicherung

Diskutiere Kurzschlussstrom Sicherung im Forum Grundlagen & Schaltungen der Elektroinstallation im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK - Hallo, ich bin auf dem Gebiet der Elektroinstallation noch relativ neu, und mir ist deshalb noch so manches unklar (Wird aber noch! :wink: )...
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anger

anger

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Hallo,

ich bin auf dem Gebiet der Elektroinstallation noch relativ neu, und mir ist deshalb noch so manches unklar (Wird aber noch! :wink: )

Ich hab beim Stöbern im Forum folgenden Satz gefunden:
"Wird das ganze mit C16 abgesichert, dann reicht der Kurzschlussstrom von ca 140 A nicht aus..."

Warum reicht hier der Kurzschlussstrom nicht aus, wo doch der LS bei 16 A auslöst ?

MfG
Anger
 
anger schrieb:
Warum reicht hier der Kurzschlussstrom nicht aus, wo doch der LS bei 16 A auslöst ?

Du schwelgst in der trügerischen Annahme, dass ein LSS oder eine Schmelzsicherung dann auslöst, wenn der angegebene Wert überschritten wird. Das ist aber falsch. Z.B. löst ein B16 LSS erst aus, wenn eine Stunde lang ein permanenter Strom von 24A fließt. Wie das Auslöseverhalten im konkreten aussieht, ist an Hand der Kennlinie jedes speziellen Typs ersichtlich. Erst ab dem etwa 10-fachem Nennstrom würde ein C16 entsprechend seiner Kennlinie sofort auslösen. So kann ein solcher LSS problemlos ein paar Sekunden Spannungsspitzen von 50-80A abfangen. Dafür ist er konzipiert. Hohe Ströme treten z.B. beim Einschalten bestimmter Verbraucher regelmäßig auf. MfG
 
Hallo!
Also, das hängt zusammen mit der geforderten Abschaltzeit.
Damit ein C16 Automat korrekt abschaltet benötigt er 160A (10x Ia).
Man muss aber noch die Zulässige Fehlergrenze zu beachten die 20% beträgt. Also benötigen wir 192A Kurzschlussstrom mindestens, dass der Automat in der geforderten Zeit von maximal 0,4s bei 230V für Ortsveränderliche Betriebsmittel,....
(Ortsfete betriebsmittel müssen spätestens nach 5s) abgeschaltet werden)

Wie ich nun die Verbindung zwischen den 192A und den 0,4s herstelle? Das kann man aus einem Strom-zeit Diagramm für die Sicherung rauslesen,... (Hab jetzt grad nur keine da, aber aich schau nochmal,.. dann sende ich die nach,..)

Ja, hoffentlich habe ich deine Frage beantwortet!

mfg DaKufa
 
Vielen Dank Leute, das beantwortet meine Frage. :D
 
OH!
Danke für den Hinweis edi!
Klar, die müsen in einer Zeit kleiner gleich 5s abschalten!
(Hab ich da doch glatt auf eine 0, vorgehängt!)

Also.... 5s für orstfeste Betriebsmitel!!!

Werd das gleich mal Ausbessern,....

mfg
 
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Leitungsschutzschaltern der B und C Kategorien ?
 
Hallo ,

B und C beschreiben die Auslöse-Kennlinie für den
elektromagnetischen Schnellauslöser ( Kurzschluss-
schutz)

B "sagt " Auslösung zwischen dem 3 bis 6 fachen des
Nennstroms des Leitungsschutzschalters

C " sagt " Auslösung zwischen 5- 10 fachen des Nennstromes des Leitungsschutzschalters.

Für die Praxis :

Ein C Automat reagiert also nicht so empfindlich auf
hohe Einschaltströme wie ein B Automat.

Macht sich zum Beispiel oft beim Einschalten einer "Flex" oder eines Schweisstrafos bemerkbar.

Ein B 16 Automat " fliegt raus " ein C 16 hält.
 
Habe ich vergessen : Quelle ABB Stotz
 
@edi: Kleine Korrektur, der magnetische Schnellauslöser bei B liegt nicht zwischen 3-6, sondern 3-5fachem Nennstrom.

@Hempari: Meiner Meinung nach auch nicht ganz richtig - die 24A (genau 23,2A, das 1,45fache des Nennstromes) müssen SPÄTESTENS nach einer Stunde abgeschaltet werden - DÜRFEN aber auch schon früher!

Auch LS-Schalter haben halt eine gewisse Streuung ;)

Ein Diagramm der Auslösekennlinien findet man z.B. hier:
Kennlinien Leitungsschutzschalter

Schönen Gruß
Didi
 
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