Herd (Backofen inkl. Kochplatten) 1 Phasig an 230V korrekt anschliesen

Diskutiere Herd (Backofen inkl. Kochplatten) 1 Phasig an 230V korrekt anschliesen im Forum Haustechnik im Bereich DIVERSES - Zur Ausgangssituation: Haus mit 36 Wohnungen, jede Wohnung hat nur 1 Phase als Zuleitung (Umrüstung auf 3 Phasig ist somit nicht möglich), in...
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  • #41
Den Typ 2+3 Kombiableiter, den du in deiner UV in der Wohnung einbauen möchtest, musst du nicht an den PA anschließen, hier ist es der PE

Anbei Einbauanleitung vom 942400, vom 200-er finde ich grade nix ist aber gleich. Für dich gilt ja TN-S und da ist die Leitung S4 vom ÜSS zur HES gestrichelt dargestellt. Ich habe, für meinen Anwendungsfall der ähnlich zu deinem ist, bei Dehn nachgefragt, die Leitung ist nicht zwingend erforderlich. Also kannst du die beiden Klemmen zum Durchschleifen des PE verwenden, PE von der Zuleitung und PE zur PE-Verteilerklemme.

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  • #42
Den Typ 2+3 Kombiableiter, den du in deiner UV in der Wohnung einbauen möchtest, musst du nicht an den PA anschließen, hier ist es der PE
Ergibt es einen Sinn, nur in der UV den besagten ÜSS zu haben? Wenn nach dem Stromzähler bzw HAK nix ist.

Der TYP 2 nach dem Stromzähler benötigt immer PA und Erder?
 
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  • #43
Nein, auch bei einem reinen Typ 2 Ableiter benötigt es nicht zwingend den Anschluss an PA.

Den PA habe ich nur ins Spielfeld gebracht, weil der heute an der Trennstelle PEN zu PE/N angeschlossen wird. Da du die Trennung ja im Zähler Treppenhaus machen möchtest solltest du da mal nachschauen.

Falls da keiner liegt (wovon fast auszugehen ist) kann ich dir fachlich auch nicht weiterhelfen da dies meine Kenntnisse in der Installation übersteigt.

Für den ÜSS aber nicht entscheidend. Es gilt allerdings noch die Regel dass die Gesamtlänge der Anschlussleitungen an den ÜSS, also Phase / N + PE, nicht größer als 50cm sein darf. In deiner UV kein Thema (da auch Stichverdrahtung von L+N dank Doppelklemmen) im Zähler aber zu prüfen
 
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  • #44
Guten Morgen @AHT

Wie schon gesagt, dein Thema ist ja ähnlich zu meinem im verlinkten Thread. Und auch dein Thread nahm eine gleiche Entwicklung wie bei mir.

Deshalb jetzt ein wirklich lieb gemeinter Ratschlag von mir:

Konzentriere dich momentan ausschließlich auf den Neubau deiner Verteilung. Überlege mal was du alleine dadurch schon an Verbesserung und zusätzlicher Sicherheit erreichst. Dort wo vorher ein paar popelige Uralt-Automaten drin waren kommen jetzt Sicherungen mit dem Stromkreis zugeordneten FI rein, wo vorher kein ÜSS war kommt jetzt das neueste von Dehn rein, wo vorher 1 N-Ader (indirekt) mit 25A abgesichert war werden jetzt 2 Adern mit jeweils 20A abgesichert. Außerdem bekommst du einen neuen Kasten mit schön Reserveplatz.

Das ist doch schon eine ganze Menge, findest du nicht ? Eine nahezu optimale Lösung wie ich meine, und an der Tatsache dass ein 11kW Herd für Einphasen-WS eigentlich zu groß ist können wir ja nichts ändern. Aber immerhin haben wir doch gemeinsam hier im Forum auch dafür eine Lösung gefunden, auch durch den erfahrenen User @Hemapri bestätigt. So kann das Teil wenigstens sicher betrieben werden, wenn sonntags mal die Familie kommt und der Herd für 1 Stunde voll gefordert wird. Und die Stadtwerke werden auch nicht gleich das SEK losschicken nur weil @AHT mal mehr Strom zieht als für Einphasenkreise vorgesehen. Es kann nichts passieren, als Backup ist immer noch die Neozed 35A da und die Zuleitung hat ja 10qmm.

Bereite jetzt den Umbau deiner Verteilung vor. Da du, wie mir scheint, auch nicht auf der Brotsuppe dahergeschwommen bist kannst du den Umbau selber machen. Es werden jetzt zwar wieder die üblichen Bedenkenträger kommen, aber das sind die selben welche auch meinen nur ein Elektrofachbetrieb dürfe eine durchgebrannte Schmelzsicherung auswechseln nur weil der Bewohner nicht alle Fachbegriffe kennt und immer noch von EVU statt VNB spricht, überspitzt formuliert. Immerhin hast du selbstständig alles Material zusammengestellt und für die offenen Fragen gibt es ja dieses Forum.

Handwerkliches Geschick und eine sorgfältige Arbeitsweise sollten natürlich vorhanden sein. Gehe den anstehenden Umbau Punkt für Punkt in Gedanken vorher im Detail durch. Habe ich alles Material, wo lauern Fallstricke usw. Richtiges Werkzeug, Aderendhülsen mit und ohne Kragen, Adern in richtigem Querschnitt und Farbe, sind die abgehenden Leitungen lang genug, muss ich Sammelschienen kürzen und an den Enden isolieren usw. Eine Zeichnung ist hier auch immer hilfreich.

Während des Umbaus ist deine Bude nämlich dunkel, und wenn du dann merkst es fehlt Material und der Baumarkt hat schon geschlossen geht das Gemurkse los (wie bei mir, als ich nicht bedachte dass ich ja auch hellblau in 2,5 brauche und deshalb über das Wochenende zwei Adern 1,5 parallel über Wagos führen musste...)

Und wenn dann noch Unsicherheiten oder Fragen auftauchen kannst du sie ja hier stellen.

Wo du allerdings keine Kompromisse eingehen darfst ist die Prüfung der Anlage nach dem Umbau. Es müssen hier wenigstens Schleifenwiderstand / Kurzschlussstrom, Auslösestrom und Auslösezeit des FI geprüft werden. Dafür bedarf es spezieller Messgeräte, die Messung gibt dir aber die nötige Sicherheit alles richtig gemacht zu haben. Wenn aber alles sorgfältig gemacht wurde und die Leitungslängen nicht extrem lang sind sollte es hier keine Probleme geben. Die Messung selbst ist auch hochinteressant, man sieht dass die Steckdose hinter der Verteilung einen höheren Kurzschlusstrom generiert als die Steckdose die im Keller sitzt. Also wirklich, bitte prüfen, hinterher kommen die schlauen. Auch wichtig die Dokumentation der Prüfung da du ja in einem 36 Parteien Haus wohnst. Dabei lernst du auch etwas über die Thematik "Abschaltbedingung". Als ich vor kurzem mal zusammen mit unserer Azubine eine Messung der neu eingebauten Steckdosen gemacht habe war sie davon so angetan dass sie darüber gleich einen Fachbericht geschrieben hat....

Die Sanierung des Zählerkastens im Treppenhaus ist dann "der nächste step" wie es heute so schön heißt. Und wie du schon gemerkt hast, da kommen dann wieder ganz neue Baustellen zu Tage. Das lässt sich dann ganz schnell weiterführen, Einbau eines SLS, ÜSS Typ 2, PA usw. Hier kommt dann auch der zertifizierte Fachbetrieb mit auf den Plan, da hat dann ein Laie eigentlich nichts mehr dran verloren.

Wünsche Dir gutes Gelingen beim Umbau. Stelle mal ein Bild hier rein wenn alles fertig ist, interessiert mich (uns) wirklich

Grüße aus dem Schwabenland
 
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  • #45
Edit: Ich habe gerade gelesen, das die VDE dazu 1997 kam. Bei Baujahr 1972, kann es also sein, das ich nix finde. Aber ich schaue ob ich einen Erder usw finde
Bei einem Baujahr 1972 kann es schon sein, dass kein Erder vorhanden ist. Ein Fundamenterder war da noch keine Pflicht und die Funktion des Hauserders wurde in aller Regel über das verzinkte Staklrohr der Wasserleitung realisiert. Das darf aber so schon lange nicht mehr gemacht werden, auch, wenn solche Installationen noch weit verbreitet sind. Der Anschluss an der Wasserleitung darf nur noch als Potentialausgleich betrachtet werden.
 
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  • #46
Also erst mal ist auch ohne Erder eine HES im Haus nötig denn da gehen die Verbindungen zu allen leitfähigen Rohrleitungen und der PE drauf.
Ein Erder ist allerdings für jedes Haus nötig.

Der Anschluß an den PA vom Überspannungsschutz ist ein optionaler Anschluß.
Hier wird ein PA Angeschlossen wenn dieser in der Nähe ist, wenn kein PA in der Nähe ist, hat es keinen deutlichen Mehrwert extra nochmal auf dem fast gleichen Weg einen separaten Leiter von dem Ableiter zur Potentialausgleichsschiene irgendwo im Keller zu ziehen.
Dieses Potential bringt schon der PE mit.

Mal als Beispiel:
wir haben hier große Schaltanlagen, da gibt es zentral natürlich erst mal einen Anschluß der elektrischen Anlage an den Fundamenterder und da auch eine PAS.

In jedem Geschoß gibt es aber für den dortigen PA weitere Potentialausgleichsschienen. diese sind dann z.B. an erver Gehäusen angeschlossen, mit dem leitfähigen Fußboden verbunden, an die dortigen Kaltwasserrohre, Lüftungskanäle etc angeschlossen.

Hier wird dann am Ableiter dieser örtliche PA angeschlossen um eine Potentialdifferenz zwischen dem örtlichen PA bzw den örtlichen leitfähigen Bauteilen und dem PE im Falle von Überspannungen ab zu bauen.
 
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  • #47
Also erst mal ist auch ohne Erder eine HES im Haus nötig denn da gehen die Verbindungen zu allen leitfähigen Rohrleitungen und der PE drauf.

Notwendig ist ein Hauptpotentialausgleich. Als Haupterdungsschiene wird diese erst bezeichnet, wenn auch ein Erdungsleiter daran angeschlossen ist.

Ein Erder ist allerdings für jedes Haus nötig.
Steht wo oder sagt wer? Es gibt auch alte Gebäude, die so etwas noch nicht besitzen.
 
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  • #48
die Gebäude wären dann allerdings schon sehr sehr alt, schon in den 60ern war ein Erder vorgeschrieben der damals über die Wasserleitung hergestellt werden durfte.
Als das in den 80ern verboten wurde, sind viele der Nachrüstpflicht allerdings nicht nachgekommen.
 
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  • #49
Guten Morgen

Deshalb jetzt ein wirklich lieb gemeinter Ratschlag von mir:
Konzentriere dich momentan ausschließlich auf den Neubau deiner Verteilung. Überlege mal was du alleine dadurch schon an Verbesserung und zusätzlicher Sicherheit erreichst. Dort wo vorher ein paar popelige Uralt-Automaten drin waren kommen jetzt Sicherungen mit dem Stromkreis zugeordneten FI rein, wo vorher kein ÜSS war kommt jetzt das neueste von Dehn rein, wo vorher 1 N-Ader (indirekt) mit 25A abgesichert war werden jetzt 2 Adern mit jeweils 20A abgesichert. Außerdem bekommst du einen neuen Kasten mit schön Reserveplatz.

Das ist doch schon eine ganze Menge, findest du nicht ? Eine nahezu optimale Lösung wie ich meine, und an der Tatsache dass ein 11kW Herd für Einphasen-WS eigentlich zu groß ist können wir ja nichts ändern. Aber immerhin haben wir doch gemeinsam hier im Forum auch dafür eine Lösung gefunden, auch durch den erfahrenen User @Hemapri bestätigt. So kann das Teil wenigstens sicher betrieben werden, wenn sonntags mal die Familie kommt und der Herd für 1 Stunde voll gefordert wird. Und die Stadtwerke werden auch nicht gleich das SEK losschicken nur weil @AHT mal mehr Strom zieht als für Einphasenkreise vorgesehen. Es kann nichts passieren, als Backup ist immer noch die Neozed 35A da und die Zuleitung hat ja 10qmm.
So werd ich es machen. Daher kam noch die Frage von mir, ob der ÜSS nur in meiner UV Sinn macht. Aber wenn er dort etwas bringt, kommt er natürlich rein.
Dann wird nur der N auf den PEN gelegt nach dem Stromzähler, damit aufgetrennt ist in der UV.

E-Check lasse ich dann durchführen natürlich.
Die Abzweigdosen mache ich auch alle auf, Wagos habe ich sowieso immer da.

Vielen Dank nochmal an euch, für die Tipps
 
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  • #50
Ein einzelner Ableiter in einer Verteilung schützt nur sehr eingeschränkt, es ist aber der erste Schritt um einen Schutz zu vervollständigen.

Für einen funktionierenden Schutz ist schon ab Hauseinführung mit Ableitern zu Arbeiten.
Dazu sind Typ 1/2 Kombiableiter für die Niederspannung sowie Ableiter für Telefon und Antennenleitungen etc vor zu sehen.
 
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  • #51
Und man braucht einen funktionstüchtigen Erder.
 
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  • #52
Der ist ohnehin erforderlich.
 
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  • #53
@Altershalber

Nach diversen Verzögerungen leg ich jetzt mit der UV los.
Ich wollte einfach zur Sicherheit nochmal fragen. Ich trenne den PEN in der UV über den Klemmstein auf in PE und N.

Wie binde ich jetzt den Hauptschalter und ÜSS korrekt ein?

Eingang HS > Klemmstein > ÜSS
Oder
Eingang ÜSS > HS > Klemmstein
Oder
Eingang Klemmstein > ÜSS und
Klemmstein > HS

Erste Variante habe ich oft gesehen, aber darf der ÜSS über den HS trennbar sein in der UV?
 
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  • #54
Wie willst Du den ÜSS mal Sinnvoll ersetzen können wenn er nicht über den Hauptschalter mit Trennbar ist?

Der PEN geht auf den "PE" Klemmstein von dieser Anschlußstelle gesehen auf der einen Seite geht die Verbindung zur N Schiene und die Schutzleiter werden auf der anderen Seite angeschlossen.
 
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  • #55
Es gibt einen Hauptschalter vor der Zuleitung und den Stromzähler. Der UV-Hauptschalter ist also nochmal extra.
Und vielleicht gibt es wieder eine Norm, das der ÜSS vor den HS in die UV muss.

Also wie verdrahte ich den Dehn 942200? Ich habe jetzt auch UV gesehen, wo der Dehn parallel über den Klemmstein angeschlossen wurde, siehe Bild.
Wenn es ein Ableiter ist, und kein "Trenner" ergibt das natürlich Sinn für mich.

Ich hätte jetzt in Reihe verdrahtet, also L in den HS, dann aus den HS in den ÜSS, (oder eben anderst rum) und von da in den L Verteilerblock.
PEN wie im Bild aufgetrennt.
 

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  • #56
Naja.
Den Platzraubenden Klemmblock hätte ich schon mal weg gelassen.

Vom Hauptschalter auf den ÜSS und von dort in V Verdrahtung auf den Ersten FI.
Zum nächsten FI die hager Brücke KCF663L
PEN von der Zuleitung direkt auf den ÜSS und dort PE und N abgehen lassen.
 
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