Notstromaggregat Unicraft PG-I 80 SE - was kann man damit betreiben?

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wallack

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Hallo mitnand!

Mein Schwiegersohn hat für sein Haus das Aggregat Unicraft PG-I 80 SE gekauft.
Frage:
2 Schuko (schwarz) an der Front und 1 Schuko (blau) groß- was ist der Unterschied?

Was kann man damit im Notbetrieb betrieben werden (wieviel KW auf wieviel Phasen)?

Wie ist die angegebene Gesamtleistung des Aggr. (7,7KW) auf die 3 Schuko aufgeteilt?

Wie stark vorsichern?

Danke und beste Grüße
Wallack
 
PG-I 80 SE Inverter-Stromerzeuger

Für mich sind da 2 Stück 230V 16 A Schukosteckdosen und eine 230 V "Campingsteckdose" CEE
Je Einzel Abgesichert.

Da ist alles komplett mit Sicherung.

Nach der Beschreibung ist das Gerät zum Versorgen von Geräten mit Stecker.
Zum Einspeisen in eine Hausverteilung für mich das falsche Gerät.
Hersteller dazu befragen.
 
Also für 7 KW mit Abmaßen von rund 75 cm im Kubik ganz schön komprimiert aufgebaut!

Leprechaun
 
Wie ist die angegebene Gesamtleistung des Aggr. (7,7KW) auf die 3 Schuko aufgeteilt?
7,7kW hat der Motor. Dauerleistung ist 7kW. Die CEE ist laut Bild mit 31A abgesichert und die Schuko jeweils 16. Bei der Gesamtleistung kannst du aber entweder die blaue mit 31A belasten oder die 2 Schuko
Und vermutlich ist das auch so geschalten also 31A Hauptsicherung und die geht auf die blaue Steckdose direkt und von dort geht es zu den 2 16A Leitungsschutzschaltern für die Schukodosen
 
Ich nehme an das das Aggregat einen Überlast- und Kurzschlusschutz hat, stimmt das?
 
Klar, die Sicherungen. Außerdem hat das sicher auch noch einen Übertemperaturschutz im Generator und eine Ölmangelsicherung im Motor.
 
Dann bin ich mal gespannt, wie sich der Hersteller oder Importeur dazu äußern wird, ob sein Produkt nun für Hausanlageneinspeisung geeignet sein soll?

Ich sag mal so, konkret schriftlich wird er nie bestätigen, dass seine Kiste für Anlageneinspeisung konstruiert ist. Obwohl in Werbung und Produktbeschreibung von für Heim,.... usw geschrieben steht. Man will das Ding einfach verkaufen, sucht alle möglichen Argumente und natürlich ist da ein wenig Schummeln immer mit dabei.

Aber es besteht die Möglichkeit, dass Fachkundige dieses Aggregat so beschalten, dass es dafür geeignet wird.

Zuerst mal, es ist ein reiner Wechselspannungsgenerator, definitiv kein Drehstrom.

Die Leistung an sich wäre nicht schlecht, um im Notfall einiges im Haus ausreichend zu versorgen, mit dem Inverterprinzip auch für empfindliche Elektronik geeignet.

Vorerst muss man wissen, welche Netzform dieser Generator liefert. TN, IT ...

@wallack: Gibt es einen zweipoligen Spannungsprüfer (evtl. mit Lastzuschaltung) bei Euch? Oft Duspol genannt.


Dann müsste man dafür sorgen, dass die Hausinstallation mit einer sachgerechten Notstrom - Umschaltung versehen wird. Wie in diesem PDF der deutschen Netzbetreiber auf Seiten 16 oder 17 beschrieben, mit einem 32A CEE Einspeise-Wandstecker.
Dazu ist notwendig, dass im Haus ein geeigneter Fundamenterder oder ähnliches und Potentialausgleich vorhanden ist.
Zusätzlich dürfen nur mit 30mA RCD gesicherte Bereiche des Hauses notstromversorgt werden.

Bei Verwendung eines Wechselstromgenerators muss man dafür sorgen, dass Drehstromverbraucher, wie der E-Herd, nicht zu einer Neutralleiterüberlastung führen.
Drehstrommotoren können natürlich überhaupt nicht gespeist werden.
 

Anhänge

  • VDN-Richtlinie_NotstromaggregatePfaffenhofenEWerk.pdf
    681,2 KB · Aufrufe: 4
Der liefert wie alle IT Netz.
Einziges Problem ist der Herd in einem normalen Haushalt. Da besteht die Gefahr den N zu überlasten, wenn das Teil 31A liefern kann.
 
Ja, da müsste ein Fachkundiger vor Ort entsprechende Massnahmen treffen, damit der Neutalleiter nicht überlastet wird. Wie zum Beispiel in Deutschland nicht übliche LSS, die auch den N überwachen.
 
Guten Morgen,
vorerst vielen Dank für eure wertvollen Antworten,
ich weiß über die Thematik bezügl. Schutzmaßnamen in Bezug
über Verwendung eines Notstromaggr. im Haus ein wenig Bescheid
(haben das schon öfters gemacht).gekommen:

Unter Einigung bzw. ausgiebigen Fachdiskussionen mit erfahrenen E Meistern
sind wir auf folgenden Konsens gekommen:
1. Stromausfälle sind Gott sei Dank eher selten
2. es wird auf zusätzlichen Einbau von Extraschutzmaßnamen wie Fi etc bewusst verzichtet
3. es wird für die jeweiligen Zimmer je 1 2pol.Umschalter 1-0-2 eingebaut.
4. Bei Stromausfall wird der Umschalter auf Stell.2 umgeschalten und der jeweilige
Raum ist somit f. die Dauer des Stromausfalles versorgt.
5. Zur zusätzl. Sicherheit wird der Linocur vorm Zähler rausgetan.
6. Hausbesitzer sind über eineschränkte Schutzmaßnamen im Notbetrieb aufgeklärt.
Hat bisher gut funktioniert.

Was für mich aber bei diesem interessiert:
Wieviel die 2 schwarzen Schuko am Aggr. Ampere hergeben....
Je 16A (so wie hier jemand geschrieben hat) ....das passt ideal.
Dann weiß ich was ich da je draufhängen kann.
 
Was für mich aber bei diesem interessiert:
Wieviel die 2 schwarzen Schuko am Aggr. Ampere hergeben....
Je 16A (so wie hier jemand geschrieben hat) ....das passt ideal.

Ja, das ist so, in Summe alles zusammen was an dem Generator hängt, maximal 31A sonst würden die 7kW überschritten.



es wird auf zusätzlichen Einbau von Extraschutzmaßnamen wie Fi etc bewusst verzichtet

Das gefällt mir jetzt nicht so, weil damit im Prinzip auf den Personenschutz verzichtet wird. Wenn der Meister das verantworten kann?

Man muss immer davon ausgehen, dass solche Generatoren im Ernstfall keine Kurzschlussströme aufbringen, die übliche Automaten werfen.
 
Eine andere sichere Methode der Notstromversorgung wäre die Anordnung, die die DGUV für Baustellen vorsieht. Also jeweils einen RCD in jedem Abgang vom Generator zu den einzelnen notstromversorgten Räumen. Streng genommen bräuchte es für jeden einzelnen Verbraucher extra RCDs.
 
EBC;
vielen Dank!
Ich weiß das wegen dem fehlenden Personenschutz....das haben wir halt den Betreibern mündlich mitgeteilt...
Aber es ist sicher nicht ideal!!
Kannst Du mir bitte folgendes was du geschrieben hast erklären (ev. Bilder):
Eine andere sichere Methode der Notstromversorgung wäre die Anordnung, die die DGUV für Baustellen vorsieht. Also jeweils einen RCD in jedem Abgang vom Generator zu den einzelnen notstromversorgten Räumen. Streng genommen bräuchte es für jeden einzelnen Verbraucher extra RCDs.
 
Hallo mitnand!

Mein Schwiegersohn hat für sein Haus das Aggregat Unicraft PG-I 80 SE gekauft.
Frage:
2 Schuko (schwarz) an der Front und 1 Schuko (blau) groß- was ist der Unterschied?

Was kann man damit im Notbetrieb betrieben werden (wieviel KW auf wieviel Phasen)?

Wie ist die angegebene Gesamtleistung des Aggr. (7,7KW) auf die 3 Schuko aufgeteilt?

Wie stark vorsichern?

Danke und beste Grüße
Wallack
Verbrenner sind nicht mehr zeitgemäß, ich würde auf einen E-Notstromer zurückgreifen!
 
Kannst Du mir bitte folgendes was du geschrieben hast erklären (ev. Bilder):

Vielen Dank an s-p-s fürs Hochladen, genau diese DGUV - Anleitung meinte ich.

Es wäre auf Seite 14, die Abbildung 9 nach deren Schema es gestaltet werden sollte, damit es sicher abläuft.


Seite 13 Abb. 7 erklärt den Hergang von Fehlern und die Gefahr für Personen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die DGUV ist jedoch nur für Steckeranschluss.
Falls hier in die Anlage eingespeist werden soll, wird es nicht einfach.
Da gibt es andere Vorgaben. Möglicherweise ändern des Ersatzstromgeräts auf TN System, RCDs ...
Da ist der Hersteller zu befragen.
 
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