Vorbereitung Erdkabel für Verbraucher

Diskutiere Vorbereitung Erdkabel für Verbraucher im Installation von Leitungen und Betriebsmitteln Forum im Bereich ELEKTRO-INSTALLATION & HAUSELEKTRIK; Moin zusammen, ich habe mal ein paar Fragen bei denen ihr mir bestimmt einen richtigen Rat geben könnt. Vorweg, mir geht es hier nur um eine...

  1. LFE

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    Moin zusammen,

    ich habe mal ein paar Fragen bei denen ihr mir bestimmt einen richtigen Rat geben könnt.

    Vorweg, mir geht es hier nur um eine saubere und richtige Vorbereitung für unser Gartenprojekt „Strom“.
    Demnächst kommt unser Erdbauer vorbei und ihm möchte ich möglichst genaue Instruktionen geben.

    Wir möchten im Garten 8 Verbraucher (Leuchten) a 10 Watt verwenden. Hinzu kommen, ein Verbraucher mit max 300 Watt (Motor Einfahrtstor) und eine Aussenstockdosensäule, an der max zwei weitere Leuchten a 10 Watt angeschlossen werden. Das Erdkabel wird an den im Haus befindlichen „Stromkasten“ mit eigenem „Außen-FI“ angeschlossen.

    Ich habe mir dazu bereits von meinem Elektriker, der auch später alle weiteren Arbeiten ausführen wird, ein 75m Erdkabel (5 x 2.5mm) besorgen lassen.

    Nun würde ich ein Leerrohr in einer Tiefe von -1m verlegen lassen, mit insgesamt 10 T-Stücke für die 10 Verbraucher, und würde da dann „Schlaufen“ aus der Erde raus gucken lassen. In dem Fall also 10 Schlaufen.

    Würde ich hier schon etwas falsch machen? Oder andere Ideen dazu?

    Verstehe ich dass dann aber auch richtig, dass die Verbraucher dann in „Reihe“ geschaltet werden? Stellt das ein Problem dar, oder ist das die gängige Praxis?

    Drehstrom brauche ich aktuell noch nicht.

    Außerdem weiß ich noch nicht was mein Elektriker für eine Sicherung im Haus vorsehen wird. Denke aber um die 10A sollten hier gut passen? Ich frage hier nur nach, da ich mich immer gerne rückversicher wenn mir ein Experte etwas dahingehend nennt, da ich als Laie auf diesem Gebiet sonst etwas aufgeschmissen wäre.

    Der Spannungsabfall bei der Länge mit den genannten Verbrauchern und dem Querschnitt sollte auch in Ordnung sein, oder?

    Danke euch schon mal vorab!

    Viele Grüße
    LFE
     
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  3. #2 creativex, 15.04.2019
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    Ich würde es in Abwasserrohr Legen. ISt meiner Meinung nach das beste.
     
  4. patois

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    .
    Das sieht so aus als ob du von dem Begriff "in Reihe geschaltet" eine falsche Vorstellung hast :eek:
     
  5. EBC41

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    Bei der Länge würde ich einen höheren Querschnitt wählen. An welche Stelle soll denn die Steckdose. Wenn sie ganz hinten sitzt, hat man bei 75m, 4mm² und 10A schon 3% Spannungsfall.

    Das ist keine Reihenschaltung von Verbrauchern, sondern wie üblich immer parallel.
     
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  6. #5 Octavian1977, 15.04.2019
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    Schön, daß Du schon mal ein Kabel besorgt hast ohne zu wissen welches du benötigtst.
    Abgesehen von der Leistung ist auch zu bedenken welche Einschaltströme für z.B. Dein Tor notwendig sind.
    Oft sind hierfür Mindest Sicherungsgrößen angegeben und auch Charakteristiken.
    Erst wenn man diese Angaben hat kann man einen Querschnitt dimensionieren.

    Für Dein 2,5mm² mit 75m Länge ist eine maximale Absicherung von 6A möglich.
     
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  7. patois

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    Wetten, dass der TE nur "Bahnhof" versteht ...
     
  8. EBC41

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    Eine kleine Skizze mit Maßangaben, was wo sitzt, würde auch weiterhelfen.
     
  9. #8 Octavian1977, 15.04.2019
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    Octavian1977 Moderator

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    Weil der Laie das nicht versteht soll er das ja auch den Fachleuten überlassen.
     
  10. LFE

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    Besten Dank für eure Antworten.

    Auch wenn ich als TE Laie auf diesem Gebiet bin - wie geschrieben-, so kann ich mit hinreichenden Erklärungen von euch dies selbstverständlich nachvollziehen. Man sollte nicht pauschal hier die Leute verunglimpfen.

    Die Frage bzgl. Reihen- und Parallelschaltung hat sich soweit auch erübrigt und geklärt.

    Die Steckdose wird sich in der Mitte bei ca. 35 Meter befinden. Der Antrieb mit 250W wird bei ca 55 Meter sitzen. Die Mindestsicherung finde ich in der technischen Beschreibung nicht und werde ich noch gesondert nachgehen.

    Selbstverständlich überlasse ich das den Fachleuten. Möchte das aber dennoch verstehen und nicht blind links jeden überall blind vertrauen.

    @EBC41, das habe ich soweit verstanden. Die Steckdose wäre, wenn überhaupt nach 35 Metern. Habe dafür aber noch keine Verwendung und würde nur als „Backup“ für die Zukunft dienen. Evt. lasse ich die dann einfach weg.

    Mir sind nur die 8 Auslässe für die Leuchten wichtig, welche auf der gesamten Länge verteilt stehen, und der „Anschluss“ für den E-Antrieb.

    @Octavian1977 selbst 6A sollten hier doch ausreichen? Voraussetzung ist natürlich dass der E-Antrieb entsprechend mitmacht bei Absicherung - bringe ich wie gesagt noch in Erfahrung.

    Größere Querschnitte sind selbstverständlich besser bei dieser Distanz - verstehe auch ich als Laie. Kann die Bedenken bei unseren genannten Vorhaben mit einem 5x2.5 mm Erdkabel aber noch nicht ganz verstehen.

    Danke nochmal und viele Grüße
    LFE
     
  11. #10 Octavian1977, 15.04.2019
    Octavian1977

    Octavian1977 Moderator

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    Mit dem Kabel habe ich bis dato noch keine Bedenken, sofern Du es nicht mit mehr als 6A abischern willst.
    (max 1,3kW)
    6A ist allerdings sehr gering und für Dinge mit einem hohen Anlaufstrom, wie Motoren, elektronische Vorschaltgeräte von Leuchten, kann das zum Auslösen führen.
    dem kann man etwas entgegenkommen z.B. mit einer Charakteristik C oder K der Sicherung, aber eben nicht bis unendliche.
     
  12. LFE

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    Danke @Octavian1977 .
    Das werde ich auf jeden Fall nochmal mit unserem Elektriker besprechen.

    Eventuell denke ich auch nochmal darüber nach, den Antrieb nicht über dieses Kabel laufen zu lassen. Habe bereits auf der anderen Seite ein noch leeres KG 2000 Rohr liegen, welches ich dann evt dediziert für ein Erdkabel zum E-Antrieb verwenden werde.

    Genau das sind solche Informationen die ich mir hier erhofft habe, um dies mit meinem Elektriker besprechen zu können. Ohne eine entsprechende Grundlage ist man sonst einfach nur „ausgeliefert“.

    Viele Grüße
    LFE
     
  13. EBC41

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    Dann klappt das auch mit 2,5mm² und 10A Absicherung. Und ich schätze mal, dass auch der Torantrieb nach 55 Metern funktionieren wird.
    Sein Nennstrom wird bei etwa 1,5A liegen, der Anlaufstrom bei etwa 9A; da sehe ich kein Problem.

    Personenschutz ist ja in jedem Fall durch den 30mA FI/RCD gegeben.
     
  14. elo22

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    KG kein HT. HT hat im Erdreich und Aussenbereich nichts zu suchen. KG auch nur im Erdreich da nicht uv stabil.

    Lutz
     
  15. #14 Octavian1977, 15.04.2019
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    Mit 35m ginge auch 13A, aber von dort aus darf das Kabel dann nicht weiter verlängert werden, auch bei 55m ist 6A das Maximum.
    Alternativ zum Tor eine separates 6A abgesichertes Kabel legen.
     
  16. #15 Pumukel, 15.04.2019
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    Ich sehe da kein Problem mit 10 A sofern Drehstromanschluss. Auch wenn die Steckdose da mal etwas höher belastet wird. Ein 3*LS C10 A sollte da aber schon verbaut werden.
     
  17. #16 Octavian1977, 15.04.2019
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    Drehstrom war bis jetzt nicht angedacht, und mit Schukosteckdosen und Beleuchtung ergibt sich auch keine symmetrische Belastung die einen mit Drehstrom rechnen lässt.
     
  18. #17 creativex, 15.04.2019
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    Mach dir wegen des spannungsfalls nicht so viele Sorgen .

    Wichtig ist dass der Kurzschluss Strom stimmt .

    Ob der Spannungsfall nun 3 oder 4 Prozent unter maximaler Belastung ist egal.

    Die meisten Geräte vertragen 10% .

    Wichtig ist der spannungsfall bei starken Verbraucher n so dass man nicht Tonnen von Strom über den Leitungswiederstand verbrät
     
  19. bigdie

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    Ohne jetzt über den Querschnitt zu streiten.
    In vielen Leuchten ist es schwierig 2 Kabel anzuschließen. Von daher würde ich mir im Garten 1 oder mehrere Schächte setzen, egal ob man die mauert oder ein Stück 300er KG Rohr einsetzt. Wenn das Rohr nicht so tief ist, reicht auch einfach ein Wassereimer.
    Von Schacht zu Schacht und ins Haus ein dickes Leerrohr und von jeder Leuchte ein eigenes Kabel in den Schacht. Dort kann man das Ganze dann mit einer ordentlichen Abzweigdose zusammen klemmen. Als Deckel dann 6mm Alu Riffelblech (wenn Autos drüber fahren auch dicker) und gut ist es.
     
  20. karo28

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    Warum 1m tief? Ueblicherweise werden Kabel ohne besonderen Schutz 0,8m tief verlegt, im Schutzrohr kann man im eigenen Garten auch bei 0,6m bleiben.

    KG-Rohr gibt es m.W. erst ab DN 100. Das ist recht ueppig, fuer ein 5x2,5. Kabuflex DN32 oder DN40 tut es sicher auch. Und erspart einen mittleren Marianengraben im Garten anzulegen.

    Die Bedenken beziehen sich auf den Spannungsfall, also bei maximaler Kabelauslastung mit z.B 16A und der Leitungslaenge. Da du aber die Anschlussleistungen der Geraete kennst, kannst du den Spannungsfall auch mit den realen Werten berechnen, nicht mit dem, was theoretisch maximal sein koennte.

    Es gibt Abzweigmuffen fuer den Anschluss von Aussenleuchten. Und es gibt kompakte Zugschaechte, mit Deckel in Begehbar, Befahrbar oder Atomkriegstauglich. Langmatz EK.... z.B.. die verfuegen auch ueber passende Aussparungen fuer die gaengigen DN der Leerrohre.
     
  21. bigdie

    bigdie

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    Gibt alles, wenn man viel Geld hat. Und ein Leerrohr legt man ja deshalb, weil evtl mal noch etwas dazu kommt, wozu dann ein 32er?. Ich hab damals als ich die Hauswand aufgebuddelt hatte ein 125er KG Rohr bis in die Mitte vom Hof eingegraben, und das ist jetzt ziemlich gut gefüllt. Da gehen 2 isolierte Kupferrohre für die Solarthermie auf der Garage durch + Fühlerleitung, Elektrozuleitung für Garage und Gartenlaube und alle Pollerleuchten. Eine Druckluftleitung zur Garage Telefon in der Gartenlaube, Netzwerk in Garage und Gartenlaube und Antenne in der Gartenlaube. Alles Zeugs, was nach und nach dazu kam, weil der Weg schon da war und weil er ausreichend groß war. Warum soll man an wenigen Euro für Rohr sparen? Das, was Geld oder Schweiß kostet ist doch die Buddelei.
     
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